Williams | Mein Herz schlägt viel zu schnell | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Williams Mein Herz schlägt viel zu schnell


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-4989-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-4989-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die Männer in dem exklusiven Nachtclub sind hingerissen von der aufregenden Kellnerin Matilda Hayes. Niemand ahnt, dass sie diesen Job nur angenommen hat, um den Marketingkursus, den sie tagsüber besucht, finanzieren zu können. Bisher hat sie jeden Flirtversuch erfolgreich abgeblockt - bis sie eines Abends mit Dominic Drecos ins Gespräch kommt. Seine Ausstrahlung, sein Charme - ein Traummann! Matildas Herz schlägt viel zu schnell, doch noch gelingt es ihr, stark zu bleiben. Aber der elegante Millionär gibt nicht so schnell auf - Abend für Abend sitzt er an der Bar...



Cathy Willams glaubt fest daran, dass man praktisch alles erreichen kann, wenn man nur lang und hart genug dafür arbeitet. Sie selbst ist das beste Beispiel: Bevor sie vor elf Jahren ihre erste Romance schrieb, wusste sie nur wenig über deren Inhalte und fast nichts über die verschiedenen Schreibtechniken. Aber sie hatte es sich nun mal fest vorgenommen, Autorin zu werden, und so lernte, las und schrieb sie, bis ihr erstes Manuskript angenommen wurde. Allen denjenigen, die ebenfalls von einer Karriere als Autorin träumen, kann sie deshalb nur nahe legen, den ersten Schritt zu machen und nicht zu schnell aufzugeben!

Zusammen mit ihrem Ehemann und den drei Töchtern Charlotte, Olivia und Emma lebt sie im englischen Warwickshire. Viele ihrer Romances spielen ebenfalls in einer typisch englischen Umgebung, aber manche auch an dem Ort, wo Cathy Williams geboren wurde: der sonnigen Tropeninsel Trinidad. Ihr großer Freundeskreis sorgt dafür, dass ihr stets eine interessante Handlung einfällt. Das Wichtigstes für ihre Handlung ist jedoch ihre eigener Glaube daran, dass wir alle auf der Suche nach der großen, wahren Liebe sind.

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2. KAPITEL

„Ich versteh nicht, wieso du deine Zeit auf diesen Blödsinn verschwendest.“

Mattie blickte zu Frankie hinüber. Er lag im Sessel ausgestreckt vor dem Fernseher, die Füße auf dem Couchtisch, den er sich herangezogen hatte, und sah sie an, wie er es meist tat.

Deshalb beachtete sie ihn nicht und widmete sich weiter den Büchern vor sich.

„Ich hab‘s dir doch schon oft genug gesagt, Liebling, du bist nicht intelligent genug, um in einer Firma ’nen Posten zu bekommen. Du hast die Schule mit sechzehn verlassen, oder hast du das vergessen?“

Er hatte ein Bier vor sich, was für ein Glück. Wenn er Whisky trank, waren seine Bemerkungen viel giftiger. Außerdem würde er bald gehen. Am Samstagabend hielt es ihn nicht zu Hause. Seine Kumpel erwarteten ihn unten im „Lamb and Eagle“, wo auf dem Großbildschirm die neuesten Sportereignisse übertragen wurden.

„Das bedeutet noch lange nicht, dass ich’s nicht schaffe“, erwiderte Mattie ruhig. Allzu viel versprach sie sich nicht von diesen Kursen, aber aufgeben wollte sie ihr Ziel auch nicht.

„Und ob. Die Chefs in den großen Firmen können jemanden wie dich gar nicht gebrauchen, Mats. Du magst hübsch sein, aber vergiss nicht, woher du kommst.“ Er lachte grausam, und sie umfasste den Stift in ihrer Hand fester. „Na ja, wann musst du heut Abend gehen?“

„Das soll dir doch egal sein. Du bist dann sowieso nicht hier.“

„Recht hast du. Geh, und hol uns noch ein Bier, ja?“

„Du wirst noch genug im Pub trinken, Frankie.“

„Fang bloß nicht schon wieder zu predigen an. Das halt ich bald nicht mehr aus. Kein Wunder, dass ich die Flucht ergreife, wenn du hier bist. Du bist richtig spießig geworden, seit du dir den hochgestochenen Marketingkram in den Kopf gesetzt hast. Hättest lieber Sekretärin in der kleinen Firma bleiben sollen, wo du vorher warst.“

Das war zu viel. Mattie klappte das Buch zu, in dem sie gelesen hatte, und sah Frankie kalt an.

„Aber das konnte ich nicht, Frankie. Und wir wissen beide, warum.“

Unbeholfen stand er auf, fuhr sich mit den Fingern durchs Haar und ging murrend in die Küche. Doch diesmal würde Mattie ihm den Seitenhieb nicht durchgehen lassen.

Vor drei Abenden hatte es ihr richtig gut getan, jemanden anzuschreien, und das würde sie jetzt wieder tun. Diesmal aber den Richtigen, nicht einen Fremden, der sie zufällig verärgert hatte. Überraschenderweise war der Fremde dann doch nicht mehr im Club erschienen, obwohl sie insgeheim Ausschau nach ihm gehalten hatte.

„Nun?“ Mattie ging zur Küchentür und lehnte sich an den Rahmen. Abschätzig verfolgte sie, wie Frankie sich ein weiteres Bier nahm, das er gleich aus der Dose trank.

„Ich hab keine Lust, mich mit dir zu streiten, Mats. Geh wieder zu deinen Büchern, und mach dir vor, dass die ganz große Karriere auf dich wartet.“

„Nein! Jetzt reicht‘s mir, Frankie. Ich habe keine Lust mehr, mir deine Sticheleien und Lügen anzuhören. Die Stelle musste ich aufgeben, weil ich dort nicht genug verdient habe, um uns beide durchzubringen.“ Lange genug hatte sie das taktvoll für sich behalten.

„Jetzt machst du mich also für den Unfall verantwortlich?“

„Ich mache dich für überhaupt nichts verantwortlich! Aber das war vor zwei Jahren! Höchste Zeit, dass du aufwachst und dich der Tatsache stellst, dass du nie ein Fußballprofi sein wirst. Es ist vorbei, Frankie! Finde dich damit ab und …“

„Weißt du was, Mats? Ich muss mir das nicht anhören. Ich gehe.“

Tränen traten ihr in die Augen, doch sie blieb an der Tür stehen und versperrte ihm den Weg.

„Du musst dir endlich eine Arbeit suchen, Frankie.“

Er knallte die halb leere Bierdose auf den Küchentisch, so dass schäumende Flüssigkeit aus der Öffnung über den Tisch spritzte.

„Einen Bürojob, Mats? Du meinst, ich soll mich in ’nen billigen Anzug werfen und sehen, ob jemand mich haben will?“

„Es muss ja kein Bürojob sein.“

„Na dann vielleicht einer wie deiner?“

„Mit der Arbeit verdiene ich fünfmal so viel wie als Sekretärin und hundertmal mehr als in dem Restaurant.“

„Du hast sie angenommen, damit du Zeit für deine idiotischen Bücher hast. Als ob du es in ’ner Firma je zu was bringen würdest.“

„Die Sekretärinnenstelle hatte ich nicht lange. Ich musste sie annehmen, um unsere Rechnungen bezahlen zu können. Du bezahlst sie schließlich nicht, weil du dir keine Arbeit suchst.“

„Weißt du was? Wenn du so denkst, zieh doch einfach aus, Mats.“ Er sah sie mit seinen blauen Augen an, und sie wandte sich ab.

„Vielleicht tue ich das.“ Sie hörte nur halb hin, als er sich entschuldigte, wieder einmal beteuerte, sie zu lieben. Und wieder schlug er die Wohnungstür hinter sich zu.

Sie wussten beide, dass ihre Beziehung am Ende war. Eigentlich schon seit langem. Doch Mattie fiel es schwer, die Vergangenheit einfach hinter sich zu lassen, die Erinnerungen, die bis in die gemeinsamen Teenagerjahre zurückreichten, als sie sich so viel vom Leben erhofft hatten. Jetzt hielt nur noch das Mitleid sie bei Frankie.

Er war ein vielversprechender Fußballspieler gewesen. Nach dem Unfall hatte er ihr schrecklich leid getan, so sehr, dass sie den endgültigen Schritt, ihn zu verlassen, nicht getan hatte, trotz der Veränderung, die in ihnen beiden vorgegangen war.

Frankie war nur noch zornig und verbittert über den Schicksalsschlag, und die wenigen Male, die er ihr seine Ängste anvertraut, sich ihr geöffnet hatte, waren immer seltener geworden. Jetzt wurde Mattie bewusst, dass sie eigentlich seit Monaten nicht mehr richtig miteinander geredet hatten.

Nicht mehr, seit er vor acht Monaten zusammengebrochen war und an ihrer Schulter wie ein Kind geweint hatte, überlegte sie, während sie ihre Bücher wegräumte und sich umzog, um das Haus zu verlassen. Damals hatte er ihr wieder einmal so leid getan, und sie hatte sich entschlossen, bei ihm zu bleiben, weil er sie brauchte.

Schließlich kannte sie ihn schon so lange.

So gesehen war die Arbeit im Nachclub das Richtige für sie, abgesehen von der guten Bezahlung.

Wenn sie an den Tischen bediente, blieb ihr keine Zeit, über ihre Probleme nachzudenken. Und ab und zu konnte sie mit den anderen Mädchen plaudern, sich über ihre Kunden lustig machen.

Doch der heutige Streit mit Frankie war ausgeufert. Zum ersten Mal hatten sie ihre Probleme nicht unter den Teppich gekehrt, sondern sie schonungslos ausgesprochen.

Zwei Stunden später, Mattie beschäftigte sich innerlich immer noch mit der Auseinandersetzung, blickte sie auf und hatte den Fremden vor sich. Er saß allein im rückwärtigen Teil des Clubs. Ihr Herz begann unruhig zu pochen.

Wie lange mochte er dort schon sitzen?

Plötzlich war sie sich ihrer Bewegungen deutlich bewusst. Schließlich blieb ihr nichts anderes übrig, als zu ihm zu gehen, obwohl er nicht in ihrem Bereich saß.

„Was tun Sie hier?“

„Ich hatte doch gesagt, dass ich wiederkommen würde“, erwiderte er in jenem gelassen amüsierten Ton, bei dem sie ein Schauer durchlief. „Haben Sie mich vermisst?“

„Natürlich nicht. Ich dachte, ich hätte Ihnen meinen Standpunkt deutlich genug klar gemacht. Mich können Sie mit dem Essen und Trinken nicht bestellen.“ Mehr gab es nicht zu sagen, und sie hätte sich jetzt umdrehen und davongehen sollen, damit er ein für alle Mal begriff. Doch sie tat es nicht. Sie zögerte.

„Lassen Sie uns gehen und irgendwo in netterer Umgebung Kaffee trinken“, schlug er vor. „Ich kenne eine ausgezeichnete Kaffeebar, die rund um die Uhr geöffnet ist.“

„Eine Kaffeebar, die ständig geöffnet ist? Und wo, bitte schön, soll das sein? Auf einem anderen Planeten?“

„In einem Hotel, in dem Männer wie ich verkehren. Nein, nicht die Lüstlinge, unter die Sie mich eingereiht haben, sondern Arbeitswütige, die zu den unmöglichsten Stunden aufkreuzen.“ Er zog eine Braue hoch, lehnte sich zurück und beobachtete sie interessiert.

„Nein, danke.“

„Sie sehen abgekämpft aus.“

Betroffen dachte sie an die Auseinandersetzung mit Frankie. Im Moment war ihr Leben ein einziger Kampf. Wie konnte der Fremde das bemerken?

„Aus Gründen, die ich Ihnen bereits genannt habe, kommt das nicht infrage“, erklärte Mattie trocken. „Außerdem habe ich hier erst vor eineinhalb Stunden zu arbeiten angefangen. Tut mir leid, aber das hier ist mein Job.“

„Mir ist bewusst geworden, dass ich noch nicht einmal Ihren Namen kenne“, sagte Dominic und ignorierte die Abfuhr. „Wie heißen Sie?“

„Hören Sie, ich muss gehen. Jackie mag es nicht, wenn ich ihr die Kunden abspenstig mache.“

„Warum arbeiten Sie in so einem Lokal?“

„Das habe ich Ihnen schon gesagt. Leben Sie wohl.“

„Wir treffen uns in einer halben Stunde am Ausgang.“ Er stand auf, trank sein Glas aus und sah sie an. „Einverstanden?“

„Mit Ihnen gehe ich nirgendwohin! Wie oft muss ich das noch wiederholen, damit es endlich in Ihren Kopf reingeht?“

„Ich regle das mit Ihrem Chef.“

Mattie lachte spöttisch. „Na gut. Und wie wollen Sie das machen? Indem Sie ihm einen Revolver auf die Brust setzen?“

„Ich habe gelernt, dass man mit schweren Geschützen nicht weit kommt.“ Er sah ihr in die Augen, und wieder verspürte er jene seltsame Erregung, die ihn stets erfüllt hatte, wenn er an...



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