E-Book, Deutsch, Band 1, 192 Seiten
Reihe: Skycity
Williams Rien ne va plus
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7368-0736-5
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Gay Romance
E-Book, Deutsch, Band 1, 192 Seiten
Reihe: Skycity
ISBN: 978-3-7368-0736-5
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Bei einem folgenreichen Unfall fährt der passionierte Industriekletterer Jason Waters auf den teuren Jaguar des reichen und charismatischen Casinobesitzers Michael Cole auf. Als Jasons Versicherung den Schaden nicht bezahlen will, sieht der selbstbewusste Skycity-Inhaber seine Chance gekommen, dem attraktiven Extremsportler ein brisantes Angebot zu unterbreiten, um dessen Schulden bei ihm zu tilgen. Doch wie viel Schauspielkunst muss Jason dabei tatsächlich aufbringen und wie viel davon ist echt? Der eigentlich Heterosexuelle wird mit ungeahnten Gefühlen überschwemmt, denen er sich nur schwer entziehen kann. Und auch der bekennend/offen homosexuelle Michael Cole droht seinem eigenen Spiel zu erliegen. Ist der Einsatz zu hoch oder können beide siegreich daraus hervorgehen? Nicht weniger als bedingungslose Liebe steht auf dem Spiel. Dieses Buch enthält homoerotische Handlungen und ist für Leser unter 18 Jahren und für homophobe Menschen nicht geeignet. Die Skycity-Reihe geht in die erste Runde: Nichts geht mehr. (Bei diesem Buch wurde die Rechschreibung überarbeitet, Inhalte haben sich nicht verändert!)
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Crash
Mist, verdammter! Jason sah durch die Scheibe seines Mietwagens und stellte fest, dass er soeben an der roten Ampel in das Heck einer Luxuslimousine gekracht war. Stöhnend legte er den Kopf aufs Lenkrad und verfluchte dieses beschissene Jahr. Als ihn seine langjährige Freundin im Frühling verlassen hatte, war er noch davon ausgegangen, dass es nur besser werden konnte, aber das Schicksal hatte ihn eines Besseren belehrt. Im Sommer starb dann sein Vater und er blieb allein zurück. Nicht nur familiär allein, nein, auch geschäftsmäßig. Er und sein Vater hatten vor Jahren Jasons Hobby, das Bergsteigen, zum Beruf gemacht und arbeiteten seither Tag für Tag zusammen. Sie bildeten jahrelang ein eingespieltes Team. Nach Sams Tod hatte er vor der Frage gestanden, wie es mit No limits weiter gehen sollte. Doch hier war Rob, der älteste und beste Freund von Sam, in die Bresche gesprungen und hatte die Vaterstelle bei Jason übernommen, geschäftlich und privat. Beide überrollte der plötzliche Herzinfarkttod von Jasons Vater und Robs besten Freund. Die gemeinsam verarbeitete Trauer schweißte sie zusammen. Jetzt, vier Monate später, hatten sie sich zu einem gut eingespielten Team zusammengerauft. Jason kletterte und arbeitete in schwindelnden Höhen und Rob sicherte. Als ob das Jahr nicht schon schwierig genug war, jetzt hatte er auch noch diesen Verkehrsunfall am Bein. Dabei konnte er sich diesen zurzeit gar nicht leisten. Nach seines Vaters Tod hatte Jason festgestellt, dass viele Versicherungen nicht auf dem neuesten Stand waren. Daher war er gezwungen einige zu erneuern, andere zu kündigen und auch fehlende abzuschließen. Und jetzt würde er tatsächlich kurz nach Vertragsbeginn die Geschäftshaftpflichtversicherung in Anspruch nehmen müssen. Es handelte sich leider um einen beträchtlichen Schaden. Er war mit Wucht auf das Heck des eleganten dunkelgrünen Jaguars aufgefahren. Ein lautes Hupen holte Jason ins Hier und Jetzt zurück und er riss den Kopf vom Lenkrad hoch. Durch die Scheibe sah er, wie die Fahrertür der dunkelgrünen Luxuslimousine aufschwang und dunkelblaue Hosenbeine erschienen. Ein schlanker, elegant gekleideter Mann entstieg dem teuren Auto. Langsam bewegte er sich zum Heck seines Wagens und besah sich den Schaden. Ständig blickte der Mann vorsichtig über die Schulter, denn die anderen Verkehrsteilnehmer überholten rücksichtslos. Sie fühlten sich durch den Unfall blockiert und aufgehalten. Dementsprechend benahmen sie sich, ständig hupte es oder es wurde übermäßig Gas gegeben, als käme es auf die paar Sekunden an. Michael, seine Familie nannte ihn simpel Mike, schüttelte resigniert den Kopf. Seinen Wagen, das schnittige PS-Monster, hatte er erst vor einem Jahr fabrikneu gekauft. Jetzt hing die Stoßstange herab und den Kofferraumdeckel, inklusive Kotflügel, zierte eine große Delle. Kopfschüttelnd stützte er die Hände in die Hüften und überlegte wie lange der Wagen jetzt in der Werkstatt verschwand. Er würde einen Leihwagen brauchen und er hasste es in fremden Autos herumzufahren. Michael hörte das Öffnen der Pickuptür und ein Schatten erschien neben ihm auf dem Asphalt. Der Fahrer des anderen Wagens besah sich den entstandenen Schaden. Michael drehte den Kopf und sah auf. Wow! Was für ein Kerl! Mindestens eins neunzig groß, sportlich, schöne straffe Muskeln und die Haare! Er bewunderte die blond gesträhnte Löwenmähne, natürlich durch das Sonnenlicht entstanden, nicht durch einen teuren Friseurbesuch, und das Gesicht ein wahrer Traum. Der Fahrer des Unfallwagens hatte hohe Wangenknochen, leuchtende blaue Augen, eine gerade Nase, ausdrucksstarke Lippen und das Ganze rundete ein markantes eckiges Kinn ab. Die langen Beine steckten in verwaschenen Blue-Jeans und die großen Füße in Arbeitsstiefeln. Die breite Brust wurde von einem engen T-Shirt umspannt und betonte auf großzügige Art die straffen Muskeln. Was für ein Anblick! Schade nur, dass neunzig Prozent dieser Prachtkerle nichts für das eigene Geschlecht übrig hatten. Jason drehte sich zu dem Fahrer des Jaguars. Sein Blick glitt an dessen Körper entlang und er kam nicht drum herum festzustellen, dass der Mann steinreich aussah. Er wirkte selbstbewusst und hatte einen leicht arroganten Zug um den Mund. Er war etwas kleiner als er selbst, kurzes schwarzes Haar, dem man den teuren Schnitt auch ansah. Der elegante und definitiv maßgeschneiderte Armani-Anzug betonte die gute Figur des Trägers. Ein Sportler, schätze Jason, wahrscheinlich ein Läufer oder Schwimmer. „Es tut mir leid mit Ihrem Wagen. Ich gebe Ihnen meine Karte. Ich bin versichert“, mit diesen Worten wand er sich vom Unfallgeschädigten ab. Jason schätzte den anderen auf Mitte dreißig, er selbst war Ende zwanzig. Er beugte sich über den Fahrersitz hinüber zum Beifahrersitz und kramte in seiner Arbeitstasche nach einer Visitenkarte. Dies nutzte der Anzugträger um sich die attraktive Kehrseite des anderen Mannes anzusehen. Knackige muskulöse Arschbacken, perfekt verpackt in hellem Denim. Michael unterdrückte ein Stöhnen und schob schnell seine Hand in die Tasche der Anzughose und rückte seinen schwellenden Schwanz zurecht. Wann war ihm zuletzt so etwas passiert? Er hatte sich normalerweise besser im Griff. Dass der reine Anblick ihn so anturnte, passierte selten. Jason tauchte wieder aus dem Wageninneren auf und streckte dem Schwarzhaarigen die Karte hin. Nickend nahm dieser sie entgegen und warf einen Blick darauf. „No limits“ stand in Großbuchstaben darauf und direkt darunter der Name Jason Walters, die Mobilnummer und eine Anschrift inklusive E-Mail und Fax. Was war das für eine Firma? Der Name kam ihm bekannt vor, doch woher? „No limits? North Carolina?“, fragte er daher nach. Sein Gegenüber betrachtete besorgt den immer stärker werdenden Verkehr und wich auf den Gehsteig zurück. Michael folgte ihm und bewunderte die koordinierten Bewegungsabläufe. Er ging rückwärts und ohne die vorbeibrausenden Autos aus den Augen zu lassen, stieg er über die Bordsteinkante, dabei kam er nicht einmal den Radfahrern auf dem Radweg in die Quere. Dann antwortete der Blonde: „Meine Firma ist spezialisiert auf Höhenarbeiten, Brückensanierungen, Glasreinigung an Hochhäusern, Checks von Windrädern und so ein Kram. Mein Partner und ich arbeiten weltweit. Übermorgen bin ich an der Fassade des Skycity zu Gange, dem Casino, Sie wissen schon.“ Bei dieser Aussage handelte es sich nicht um Aufschneiderei, Jason sprach nur Tatsachen aus und auch sein Ton klang dementsprechend. Nach diesen Worten grinste der Dunkelhaarige und meinte: „Ja, ich weiß. Jetzt fällt es mir wieder ein. Das Glas wird gereinigt. Dann sehen wir uns dort, ich sitze nämlich hinter einer dieser Fensterscheiben. Ich bin Michael Cole.“ Natürlich kannte Jason diesen Namen. Er stand schließlich im Briefkopf des Casinos und somit auf seinem Auftrag. Er war seinem Auftraggeber in den Kofferraum gerauscht. Mist. Folgeaufträge würde es da wohl keine geben. Nickend bestätigte er, dass er wusste wen er vor sich hatte und sagte dann in neutralem Ton: „Wenn es Ihnen Recht ist, melde ich den Schaden meiner Versicherung und komme dann übermorgen nach meiner Arbeit bei Ihnen im Büro vorbei und gebe Ihnen die Daten.“ Sein Blick blieb gleichsam fragend und abwartend. Michael nickte und meinte: „Moment!“ Dabei zückte er sein Smartphone und checkte den Kalender. „Ja, dann bin ich im Casino. Am besten fragen Sie bei meinen Assistenten nach, es kann sein, dass ich nicht im Büro bin, sondern irgendwo im Haus.“ Nickend bestätigte er somit die Vereinbarung. Da der Verkehr auf der Straße immer mehr wurde, die Rushhour zu Feierabend kam in Gang, trennten sich die Männer zügig und räumten die Straße. Michael fuhr direkt zur Werkstatt und beauftragte die Reparatur seinen Autos. Seufzend wartete er anschließend auf das Taxi, das ihn ins Casino bringen sollte. Seinem Assistenten schrieb er eine SMS, damit ihm für in der Nacht ein Leihwagen zur Verfügung stand und er nicht wieder auf eine der gelben Mietkutschen angewiesen war. Jason fuhr in sein Hotel und parkte den Wagen auf dem Hotelparkplatz. Langsam ging er nochmal zur Front des Dodge und betrachtete den Schaden. Er hatte Glück gehabt. Das Rammgitter war zerkratzt und ein Scheinwerferglas gesprungen. Aber beim Jaguar sah es schlimm aus. Das würde eine Stange Geld kosten. Mit diesen Gedanken marschierte er frustriert in die Lobby. Mit schnellen Schritten durchquerte Michael Cole die Automatenhalle des Skycity. Er kam zu spät. Der Unfall hatte ihn viel Zeit gekostet und er konnte es definitiv nicht ausstehen, wenn sein Arbeitsablauf durcheinander geriet. Heute würde die Tour durch die exklusiven Spielräume kürzer ausfallen. Die einarmigen Banditen waren fast alle besetzt und die Kellnerinnen gingen routiniert mit ihren Tabletts zwischen den Gästen hindurch. Nirgends standen leere Gläser herum, also machten die Mädchen ihren Job gut. Michael vertrat die Ansicht, dass nur gut bezahltes Personal auch gute Arbeit leistete und daher verdienten die Bedienungen im Besonderen und das Personal im Allgemeinen über Tarif. Zufriedene und gut bezahlte...




