E-Book, Deutsch, Band 5, 261 Seiten
Reihe: Skycity
Williams Texas Heat - Spiel mit gezinkten Karten
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7396-4281-9
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Gay Romance
E-Book, Deutsch, Band 5, 261 Seiten
Reihe: Skycity
ISBN: 978-3-7396-4281-9
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Obwohl Simon Morrow einer der besten Butler seiner Generation ist, tut er sich trotzdem in seiner neuen Funktion als Butler für die Nobel-Suiten des Skycity schwer. Krampfhaft versucht er es allen Gästen recht zu machen, was aber aufgrund der vielfältigen Wünsche einfach nicht funktionieren kann. Ständig eckt er mit seinen Kollegen und Untergebenen an und zwingt seinen Chef Michael Cole zu einer drastischen Entscheidung. Unverhofft findet sich Simon in Texas wieder. Dort soll er im Elternhaus seines Ex-Chefs als Haushälter tätig werden. Zwar ist das ein beruflicher Abstieg, denn auf einer Ranch wird nun einmal kein Butler gebraucht, aber noch nirgends hat sich Simon so wohlgefühlt wie in dem Cowboystaat. Stark beeinflusst wird dieses Wohlbefinden durch seine stetig wachsenden Gefühle für seinen neuen Boss, Gabriel Cole. Dazu kommt aber auch das schlechte Gewissen dessen Frau Brenda gegenüber, die Simon als Freundin sehr schätzt. Kann Simon unter diesen Bedingungen in Texas bleiben? Wäre es für alle Beteiligten nicht besser, wenn er einfach gehen würde? Dieses Buch enthält homoerotische Handlungen und ist für Leser unter 18 Jahren und für homophobe Menschen nicht geeignet. Alle Bände der Skycity-Reihe: Band Eins: Rien ne va plus - Nichts geht mehr Band Zwei: Eye of sky - Kein Spiel ohne Risiko Band Drei: Texas Rodeo - Die Würfel sind gefallen Band Vier: Reno Nights Band Fünf: Texas Heat - Spiel mit gezinkten Karten Bonusband: Einsam an Valentin und Reno Summer Nights (Kostenfrei bei BookRix lesen)
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Beschwerden und kein Ende
Das Klingeln des Telefons riss Michael Cole, den Casinobesitzer, aus seinen Gedanken. Er beschäftigte sich gerade mit dem anstehenden Großevent, welches in den nächsten Tagen im Skycity stattfinden sollte. Selten richtete ein Casino ein Dartturnier aus, doch die Vereinigung der amerikanischen Dartliga war damit auf Mike zugekommen, da der erste Vorsitzende das Ambiente des Skycity schätzte. Da sich der große Veranstaltungssaal problemlos umgestalten ließ, ging Michael umgehend auf den Wunsch ein und begann sofort mit der Planung. Bisher lief alles reibungslos und wenn man ihn weiterarbeiten lassen würde, käme er auch gut voran. „Ja?“, meldete sich Michael kurz angebunden, denn das Telefon zeigte ihm an, dass sich sein Assistent Tom bei ihm meldete. „Sorry, Mike. Berry ist hier und würde dich gerne sprechen.“ Seufzend antwortete Mike: „Schick ihn rein.“ Berry Edwards arbeitete seit Gründung des Skycity als Personalchef für Mike. Bisher hatte sich Mike immer auf dessen Menschenkenntnis verlassen können, doch seit einigen Monaten gab es Probleme mit einem Mitarbeiter. Wobei man es nicht wirklich als Probleme bezeichnen konnte. Simon Morrow war einer der besten und fähigsten Butler, die die renommierte New Yorker Akademie für Butler jemals absolviert hatten. Leider hatte sich seine Besetzung als Etagen-Butler nicht bewährt, denn Simon eignete sich eher als Bediensteter im Privathaushalt. Hoffentlich kam Berry heute mit einem anderen Problem zu ihm. „Morgen Mike“, kam es aufgeräumt von dem älteren Mann. Berry zählte mit seinen über fünfzig zu den Veteranen im Skycity. „Dir auch einen guten Morgen, Berry. Wo drückt der Schuh?“ Da sein Personalchef selten einfach so bei ihm vorbei sah, ging er davon aus, dass wieder ein Problem ins Haus stand. Entweder hatten sie eine erneute Schwangerschaft oder jemand hatte gekündigt. Seufzend ließ sich Berry vor Mikes Schreibtisch in den bequemen Besucherstuhl sinken und sah an Mike vorbei aus dem Fenster. Das morgendliche Reno wirkte heute extrem friedlich. Allerdings lag dies ausschließlich an der Vogelperspektive, denn unten auf der Straße wuselte es wie in einem Ameisenhaufen. Nach mehreren Herzschlägen konzentrierte sich Berry auf seinen Chef. „Es tut mir leid. Ich muss dich schon wieder mit dem leidigen Thema Simon Morrow behelligen.“ Resigniert erkundigte sich Mike: „Was ist passiert?“ Alle bisherigen Probleme konnte man im Grunde nicht wirklich Simon anlasten, es handelte sich immer um eine Verkettung unglücklicher Umstände, überforderten Personals und motziger Kunden. Trotzdem handhabten es die anderen beiden Etagen-Butler souveräner und kamen mit Ausnahmesituationen besser klar. „Fünfhundertacht hat sich darüber beschwert, dass Simon ihn einfach hat stehen lassen und seinen Wunsch einfach ignoriert. Ich habe Simon dazu noch nicht befragt, daher weiß ich nicht so genau, was dahinter steckt. Wie sollen wir vorgehen? So kann es nicht weitergehen. Aber nichts was bisher vorgefallen ist, könnte man als Kündigungsgrund heranziehen“, kam es unglücklich von Berry. Alles in Mike sträubte sich auch gegen eine Kündigung des Butlers. Simon wurde von sehr vielen Kunden regelrecht über den grünen Klee gelobt, daher konnte er seinen Job nicht schlecht machen. Was ihm Schwierigkeiten bereitete waren Ausnahmesituationen. Kopfschüttelnd erklärte er: „Nein, wir werden ihn auf keinen Fall kündigen. Lass mich ein bisschen darüber nachdenken. Ich will Simon heute Mittag um drei in meinem Büro sehen. Sagst du ihm Bescheid?“ Nickend stimmte Berry zu und erhob sich aus dem Stuhl. Erst an der Tür drehte er sich noch einmal zu Mike um: „Es tut mir leid, diese Schwierigkeiten habe ich nicht vorhergesehen. Ich bin davon ausgegangen, dass Simon mit Bravour alle anfallenden Arbeiten meistert.“ Schulterzuckend entgegnete Mike: „Berry, das tut er doch auch. Mit jeder Alltagssituation geht er perfekt um. Er kommt bei Überraschungen ins Straucheln, das liegt ihm einfach nicht. Dafür müssen wir eine Lösung finden.“ Als die Tür hinter Berry ins Schloss fiel, lehnte sich Mike in seinem Stuhl zurück und drehte sich in Richtung Fenster um. Seine Gedanken kreisten um die Situation mit Simon, er nahm das schöne Panorama mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund gar nicht wahr. Vielleicht sollte er mit seiner Mutter telefonieren. Brenda wusste bei solchen Problemen immer Rat. Dieser Gedanke zauberte ein Lächeln auf Michaels Gesicht und machte ihn gleichzeitig schwermütig. Seine Mum lag seit nun drei Wochen im Bett. Die Ärzte hatten vor neun Monaten Lymphdrüsenkrebs bei ihr diagnostiziert und sie weigerte sich, eine Therapie zu machen. Anfangs hatte sich Mike über diese Weigerung geärgert, doch nachdem er sich mit dieser Krebsart ausgiebig beschäftigt hatte, verstand er seine Mutter. Die Sterberate war extrem hoch und jede Art der Behandlung sorgte nur für Schmerzen und Qualen und keine versprach wirklich Heilung, sondern nur einen minimalen Zeitgewinn. Schweren Herzens hatte Mike die Entscheidung seiner Mutter akzeptiert und auch die damit einhergehenden Schwierigkeiten. Seine Eltern waren schon immer ein Herz und eine Seele und es traf Gabriel, Mikes Vater, extrem hart, dass er allein zurückbleiben würde. Hoffentlich warf es ihn nicht in ein extremes Tief, wenn Brenda von ihnen ging. Aufgrund dieser Überlegungen beschloss Mike seine Mutter nicht mit seinen Problemen zu behelligen. Sie hatte genug eigene Sorgen, da brauchte sie nicht noch die seinen. Ein Telefonklingeln riss ihn aus seinen Gedanken und er drehte den Stuhl herum. Ein Blick auf das Display zauberte ein breites Grinsen auf sein Gesicht. „Hallo Texanerin! Ich habe gerade an dich gedacht“, begrüßte Mike seine Mutter. Das Telefon zeigte die Telefonnummer an und die Endziffer drei verriet ihm, dass jemand vom Telefonanschluss aus dem elterlichen Schlafzimmer anrief. Dies tat ausschließlich Brenda. „Guten Morgen, Michael. Wie geht es dir und Jason?“, erkundigtes ich Brenda mit einem deutlichen Lächeln in der Stimme. „Mir geht es gut und bei Jason habe ich keine Ahnung. Der turnt im Moment irgendwo in Chicago herum und ich will es auch nicht so genau wissen“, brummelte Mike ins Telefon. Bewusst ließ er sich von seinem Lebensgefährten nicht so viel über dessen Job erzählen, denn er neigte dazu, sich zu viele Sorgen zu machen. Als Industriekletterer hatte Jason ja auch keinen ungefährlichen Job. „Wenn du mit ihm telefonierst, richte ihm bitte liebe Grüße von mir und Gabe aus. So, jetzt erzähl mir mal, warum du gerade an mich gedacht hast“, forderte Brenda ihren Sohn auf. „Ach nein, Mum. Ist nur eine Kleinigkeit, damit komme ich selbst klar. Warum hast du angerufen?“, entgegnete Michael abwehrend. Er hatte eben beschlossen, seine kranke Mutter nicht mit solchen Lappalien zu belästigen und würde sich auch daran halten. Seufzend meinte Brenda: „Dein Dad hat die Haushälterin rausgeschmissen. Ich verzweifle hier noch. Das war jetzt die vierte. So kann das nicht weitergehen.“ „Warum diesmal?“, fragte Mike neugierig nach. „Ach, das hat tausend Gründe. Sie legt die Wäsche nicht akkurat genug zusammen, ihr Schmorbraten schmeckt ihm nicht, sie benutzt das falsche Putzmittel zum Bodenwischen, alles unbedeutende Kleinigkeiten. Er sucht in den Krümeln und ich weiß einfach nicht, was ich dagegen unternehmen soll.“ Die pure Verzweiflung klang in Brendas Stimme mit. Natürlich wussten sie beide, warum ihm die Haushälterinnen nichts recht machen konnten. Gabe verglich die Frauen automatisch mit Brenda und an sie reichte eben keine heran. Es schien ihn extrem zu schmerzen, dass ein anderer guter Geist in seinem Haushalt hantierte. Genau in diesem Moment kam Mike ein nahezu revolutionärer Gedanke. Ginge das? Würde das nicht alle Probleme auf einmal lösen, seine und Brendas? „Mum, ich muss dir doch von meinem Problem erzählen. Ich habe hier für die fünfte Etage drei Butler. Einer, Simon Morrow, tut sich schwer mit seinem Job. Er ist ein hervorragender Butler, aber er ist etwas unflexibel. Ich habe bisher nicht herausfinden können, wo das Problem liegt, denn bei seinem letzten Arbeitgeber war er über zehn Jahre und der war sehr zufrieden mit ihm. Ich denke, ihm liegt das Arbeiten in einem Privathaushalt mehr.“ Natürlich zog Brenda die Verbindung und erkundigte sich: „Kann er kochen, Wäsche waschen und Putzen? Einen Butler können wir hier nicht gebrauchen, aber einen Haushälter schon. Vielleicht würde das auch das Problem mit deinem Dad lösen, denn er würde nie unterstellen, dass er mich ersetzen wollte.“ Grinsend entgegnete Mike: „Als Butler muss er das alles können. Er ist ein wenig steif und zurückhaltend. Das ist ein typisches Merkmal seines Berufes, aber ich denke er ist ein netter Kerl. Soll ich ihn zur Probe vorbei schicken?“ „Besser gestern als morgen, Mike. Besorg ihm ein Ticket und Gabe oder Ramon werden ihn am Flughafen abholen. Vielleicht passt es sogar mit Johns Ankunft, die Rodeosaison endet diese Woche.“ Diese...




