Winter | Las Vegas Gigolos 2: Passion Games | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 369 Seiten

Reihe: Las Vegas Gigolos

Winter Las Vegas Gigolos 2: Passion Games


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-86495-278-4
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 2, 369 Seiten

Reihe: Las Vegas Gigolos

ISBN: 978-3-86495-278-4
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Von der besten Freundin betrogen und einem Goldgräber fast das Ja-Wort gegeben! Die Architektin Roxanne Carmicheal ist es leid, dass die Kerle nur hinter ihrem Geld her sind. Ihr größter Wunsch: Einmal nicht sie selbst sein zu müssen - wenigstens für eine Weile.
Roxanne beschließt, die Stripperin Lita nach Las Vegas zu zu begleiten und dort in die Rolle der Barkeeperin Roxy Michael zu schlüpfen.

Ihr neues Alter Ego ist überraschend anders und mutiger. Schon am ersten Abend in der Stadt der Sünde trifft Roxy den attraktiven und dominanten Kaydan Hawk. Was als One-Night-Stand gedacht war, entwickelt sich rasant zu mehr.
Während Roxy ihre wahre Identität vor ihm verschleiert, hat auch Kaydan ein Geheimnis: Er arbeitet als Gigolo für die Eskortagentur Devils4Angels.
Doch die Wahrheit kommt immer ans Licht - früher oder später ...

Teil 2 der Las Vegas Gigolos-Reihe.

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Autoren/Hrsg.


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  Kapitel 1
  Nur noch einen Tag und Roxanne Carmicheal würde ihren Traummann heiraten. Besonders in den letzten Tagen kam ihr immer wieder der Gedanke, dass sie es nicht fassen konnte, dass ein Mann wie Keith Armstrong, attraktiv, charmant und hinreißend, sich tatsächlich für sie entschieden hatte. Roxanne war nicht gerade eine Frau, die oft ausging oder viel in Clubs unterwegs war. Auch ihre Figur war nicht die eines Supermodels. Sie besaß zwar von Natur aus große Brüste, allerdings war der restliche Körper mehr wie ein Strich in der Landschaft, kaum Taille, schmale Hüften, kurze Beine, kleine Füße, alles ein wenig unförmig, wie sie fand. Dennoch liebte Keith sie so sehr, dass er sie nach einem Jahr Beziehung gefragt hatte, ob sie seine Frau werden wolle. Roxanne konnte sich an diesen Tag erinnern, als wäre er erst gestern gewesen. Keith hatte zuvor ganz traditionell bei ihrem Vater um ihre Hand angehalten, und Bruce hatte nur sehr mürrisch sein Einverständnis gegeben. Dann war Keith vor ihr auf ein Knie gegangen, hatte ihr den Ring präsentiert und die große Frage gestellt. Roxanne hätte in diesem Moment kaum glücklicher sein können. Bevor sie Keith getroffen hatte, war ihre Arbeit als Architektin in der Firma ihres Vaters Bruce ihr Lebensmittelpunkt gewesen. Carmicheal’s Homes baute die luxuriösesten Villen für reiche Klienten in ganz Amerika. Ihr Vater hatte die Firma von der Pike auf zu einem der erfolgreichsten Bauunternehmen des Landes geführt und galt nun als einer der namenhaftesten Geschäftsmänner. Da Roxanne seine einzige Tochter war, sollte sie irgendwann das gesamte Unternehmen in seinem Namen weiterführen. Dies war auch der Grund, warum Bruce Carmicheal jeden potenziellen Schwiegersohn massiv unter die Lupe nahm. Natürlich wollte ihr Vater, dass sie in erster Linie glücklich war, doch er misstraute jedem gut aussehenden Kerl, der sich seiner Tochter näherte, weil es zuvor schon Männer gegeben hatte, die nur auf Roxannes späteres Erbe aus gewesen waren. Keith hingegen schien langsam, aber sicher das Vertrauen seines Schwiegervaters zu gewinnen; er hatte gerade seinen Abschluss als Immobilienmakler mit Bravour bestanden und arbeitete weiterhin fleißig für seinen Chef. Noch nie hatte er die Idee ausgesprochen, er könne doch in Bruce’ Unternehmen arbeiten, er hatte stets für die Dates mit Roxanne selbst bezahlt und behandelte sie wie eine Prinzessin. Keith und Roxanne hatten Familie und Freunde am Vorabend der Hochzeit zu einem gemeinsamen Essen eingeladen, um Spaß zu haben, bevor sie den großen Tag begehen würden. Alles war vorbereitet, ein renommierter Wedding Planner hatte im Auftrag ihres Vaters die gesamte Hochzeitsplanung übernommen und Roxannes Wünsche in die Tat umgesetzt. Jedes Mädchen träumte von einem hübschen Brautkleid, einer Pferdekutsche, vielen Brautjungfern und einer romantischen Märchenhochzeit, und genau das wartete auf sie. Lorelei war seit der Highschool ihre beste Freundin und würde ihre Trauzeugin sein, einige ihrer Cousinen übernahmen den Part der zehn Brautjungfern, und während sie den Traum in Weiß tragen würde, hatte ein Designer umwerfend schöne Brautjungfernkleider entworfen, ganz in dem Motto der Hochzeit in Weiß und Himmelblau. Das Restaurant, in dem das Essen stattfand, hatte extra an diesem Abend für ihre Feier geschlossen, und während sie mit ihren Brautjungfern dem nächsten Tag entgegenfieberte, beobachtete Roxanne, dass sich ihr Vater und Keith schon seit einer geraumen Zeit an einem der Stehtische aufhielten und sich unterhielten. Es war das erste Mal, dass diese beiden wichtigsten Männer in ihrem Leben tatsächlich die Köpfe zusammensteckten, ohne dass Bruce Carmicheal unangenehme Fragen stellte. Jedenfalls wirke dieser Anblick auf Roxanne fast so, als würden sie sich angenehm unterhalten, sie lachten sogar zusammen und schienen sich offensichtlich gut zu verstehen. Roxanne hoffte, dass Keith sich in den Augen ihres Vaters endlich genug bewährt hatte, damit er ihn als seinen Schwiegersohn in der Familie willkommen hieß. Eine der Brautjungfern schwärmte gerade von Roxannes Hochzeitsring, den sie bereits gesehen hatte und den Keith extra für sie hatte anfertigen lassen. Der Ring war mit Diamanten besetzt, allerdings hatte er ihren Lieblingsstein ebenso einsetzen lassen, einen großen funkelnden und seltenen Tansanit mit Brillantschliff. Roxanne war hin und weg gewesen, als er ihr den Ring gezeigt hatte, und auch jetzt, wo die Sprache erneut darauf kam, schlug ihr Herz ein wenig höher. Nicht weil er teuer schien, sondern weil Keith so viel Liebe hineingelegt hatte, um diesen Ehering für sie besonders zu machen. „Entschuldigt mich kurz.“ Roxanne verschwand leicht beschwipst und beschwingt im Waschraum, verschloss die Kabinentür hinter sich, und kurz darauf betraten zwei Frauen den Raum. Die beiden bemerkten wohl nicht, dass noch jemand auf der Toilette war, und schienen ihr Make-up aufzufrischen. Dann erkannte Roxanne die Stimmen ihrer besten Freundin Lorelei und Maggie, auch eine Freundin der beiden aus der Highschool. Maggie klang besorgt. „Was ist denn mit dir los? Du bist schon seit ein paar Tagen so komisch.“ Lorelei seufzte auf. „Es ist nichts.“ „Natürlich ist etwas los. Du ziehst ein Gesicht wie zehn Tage Regenwetter. Es ist die Hochzeit von Roxanne, du solltest dich für sie freuen.“ „Ja, ich weiß.“ Lorelei klang allerdings alles andere als erfreut darüber, und auch Maggie schien es herauszuhören. „Du freust dich doch für Roxanne, oder etwa nicht?“ Eine Weile passierte nichts, dann nahm Lorelei einen tiefen Atemzug. „Wir beide sind doch gute Freundinnen, nicht wahr? Und wenn ich dir etwas anvertraue, dann bleibt das unter uns.“ „Natürlich. Meine Güte, was ist denn passiert?“ „Ich habe … eine Affäre mit Keith.“ „Du hast was?“ Maggie wirkte schockiert, und ebenso fühlte sich Roxanne, die sich in ihrer Kabine bemühte, nicht aufzufallen. Doch die Ansage ihrer besten Freundin traf sie tief. „Ich weiß auch nicht, wie das passiert ist, aber wir schlafen seit einem halben Jahr miteinander.“ „Lorelei, Roxanne wird ihn morgen heiraten. Du musst ihr das sagen.“ „Nein, das kann ich nicht. Sie wird mich hassen dafür.“ „Und das zu Recht. Du schläfst mit dem Verlobten deiner besten Freundin. Was ist bloß in dich gefahren?“ „Das ist noch nicht alles.“ „Was denn noch?“ „Er liebt mich, das hat er mir gesagt. Und ich hatte gehofft, dass er Roxanne verlässt, aber dann …“ Lorelei brach mitten im Satz ab, doch Maggie drängelte darauf, die ganze Wahrheit zu erfahren. „Was dann?“ „Wir haben nicht aufgepasst, und jetzt … bin ich schwanger.“ „Oh Grundgütiger! Herr, lass Hirn vom Himmel regnen. Wenn er sie jetzt noch nicht verlassen hat, wird er es nie tun, Lorelei.“ „Doch, das wird er. Er weiß von dem Baby.“ Roxanne musste sich den Mund zu halten, um nicht zu schreien. Es fühlte sich an, als würde man ihr den Boden unter den Füßen wegreißen und sie befände sich im freien Fall. Alles in ihrem Kopf drehte sich, und sie war nicht in der Lage, irgendetwas anderes als Leere zu empfinden. „Was meinst du damit, er wird sie verlassen.“ „Er hat versprochen, dass er sie nur wegen des Geldes heiratet. Er will sich nach sechs Monaten wegen unüberbrückbarer Differenzen wieder scheiden lassen, und ihr Ehevertrag sieht vor, dass er in diesem Fall eine Million Dollar aus ihrem Treuhandfonds ausgezahlt bekommt. Ich weiß, es klingt furchtbar schäbig und hinterhältig, aber wir sind bald eine kleine Familie.“ Maggie schien sprachlos, und Lorelei konnte nicht aufhören, sich zu rechtfertigen. „Ich liebe ihn, versteh das doch. Ich habe mir das nicht ausgesucht. Und wir brauchen das Geld. Versprich mir, dass du Roxanne gegenüber nichts davon erwähnst. Ich könnte es nicht ertragen, ihr das Herz zu brechen.“ Was für eine verlogene Heuchlerin! Was für ein niederträchtiges Weibsbild! Dieses Miststück! Roxanne wagte es nicht, die Gedanken laut auszusprechen. Sie spürte, wie ihr die Tränen über die erhitzten Wangen rollten, und doch war sie nicht imstande, aus der Kabine zu rauschen und ihrer besten Freundin die Meinung zu sagen. Sie hatte ihr das Herz gebrochen, mehr noch, sie hatte es aus ihrer Brust gerissen, zu Boden geworfen und war darauf herumgetrampelt, jedenfalls war es die einzige Umschreibung für das, was in Roxanne gerade vorging. Sie kniff sich sogar selbst, in der Hoffnung, es wäre nur ein Alptraum, doch es war real. „Ich kann nicht glauben, was du da sagst. Wieso hast du es mir überhaupt erzählt? Du bist wirklich das Letzte, Lorelei! Weißt du was? Wenn du es ihr nicht sagst, werde ich es tun.“ Maggies Worte waren strikt, sie klang dabei sehr wütend, und damit ließ sie Lorelei einfach stehen. Roxanne hörte ihre ehemals beste Freundin weinen und es berührte sie nicht, eher machte es sie wütend, doch noch immer war sie wie gelähmt. Roxanne wartete, bis sie wieder allein in dem Waschraum war. Nach einer Weile schaffte sie es, die Kabine zu verlassen, blieb vor den Waschbecken stehen und betrachtete ihr eigenes Spiegelbild. Viel schwerer als der sexuelle Betrug der beiden wog der Verrat. Sie hatte ihm jedes Wort geglaubt: dass er sie liebte, dass er sich nichts sehnlicher wünschte, als mit ihr alt zu werden, Kinder...


Jazz Winter schreibt erotische Kopfkinos und genießt die breite Palette, die das erotische Wort zu bieten hat. Mit ihren romantischen BDSM-Romanen schafft sie es, zu überzeugen und zu begeistern. Sie genießt den Kontakt zu ihren Lesern und bemüht sich, neben ihren Schreibflashs jede Email zeitnah zu beantworten.
1972 in Remagen geboren, lebt und arbeitet die Autorin heute dort, wo andere Urlaub machen: an der schönen Mosel.



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