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Winter | Logistik im Zwischenwerksverkehr | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 93 Seiten, Web PDF

Reihe: Spektrum wirtschaftswissenschaftliche Forschung

Winter Logistik im Zwischenwerksverkehr

Eine systemorientierte Analyse
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-8349-8124-0
Verlag: Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Eine systemorientierte Analyse

E-Book, Deutsch, 93 Seiten, Web PDF

Reihe: Spektrum wirtschaftswissenschaftliche Forschung

ISBN: 978-3-8349-8124-0
Verlag: Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



"Die internationale Automobilindustrie stellt sich als komplexes und dynamisches Marktumfeld dar. Insbesondere führende Automobilhersteller stehen unter einem hohen Druck, markt- und ressourcenseitige Potentiale aufzubauen und konsequent zu nutzen.

Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der Logistik als integrierter Teilaufgabe des Managements, ihren Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswertes zu leisten. Die Logistik wird somit in diesem Unternehmensumfeld zum strategischen Imperativ.

Florian Winter gelingt es, die Effektivitäts- und Effizienzpotentiale einer strategisch ausgerichteten Logistik am Beispiel des Zwischenwerksverkehrs im Automobilbau eindrucksvoll offenzulegen und differenziert herauszuarbeiten. Die Arbeit besticht nicht nur durch einen kompakten und prägnanten Aufbau, sondern auch durch einen hohen realpraxeologischen Erklärungsbezug.

Die Lektüre kann allen an dieser Thematik Interessierten nur wärmstens empfohlen werden.“
Prof. Dr. Gerd Wecker
GF GW Executive Consultancy

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Zielgruppe


Research


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Themenöffnung.- Systemlogistik und Logistiksysteme.- System der Zwischenwerkslogistik im VW-Konzern.- Ressourcen-und Prozeßinterdependenzen im ZWV.- ökonomische Gestaltungsimplikationen.- Zusammenfassung.


3. System der Zwischenwerkslogistik im VW-Konzern (S. 41-43)

3.1 Wertschöpfungskonzeption und Logistikziele des VW-Konzerns

Der hohe Wettbewerbsdruck, das Erfordernis immer schneller und flexibler auf unterschiedliche Kundenanforderungen reagieren zu müssen, läßt die produkt-, programm- und prozeßbezogene Komplexität der produzierenden Unternehmen, insbesondere auch der Automobilindustrie ansteigen. Die Frage einer geeigneten Komplexitätsgestaltung stellt somit einen zentralen Aspekt im Hinblick auf die Effektivität und Effizienz der geschäftstragenden Prozesse und damit auf den Markterfolg eines Unternehmens dar. Das Prinzip der Modularisierung läßt sich in diesem Kontext als übergeordnetes Konzept zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Komplexität begreifen.

In der Automobilindustrie ermöglicht die Modularisierung von Erzeugnissen bzw. der Einsatz von Plattformstrategien als konstruktives Prinzip eine Reduzierung der Varianten- und Teilevielfalt in der Fertigung sowie die Realisierung von Skaleneffekten. Bezogen auf die Prozesse betriebsübergreifender Leistungserstellung impliziert das Modularisierungskonzept die Kooperation und Koordination von Partnern im Sinne eines Wertschöpfungsverbundes, in dem „Einzelleistungen [...] baukastenartig schnell und flexibel zu marktgängigen Leistungen kombiniert werden [können]." Der VW-Konzern zeichnet sich gegenüber seinen Wettbewerbern durch eine vergleichsweise hohe Markenvielfalt (VW, Skoda, Bentley, Bugatti, Audi, Seat und Lamborghini) mit einer großen Anzahl verschiedener Modelle aus.

Darüber hinaus nimmt der Konzern auch auf Grund eines im Vergleich zum Branchendurchschnitt deutlich höheren Eigenfertigungsanteils eine Sonderstellung ein. Dies bietet einerseits die Möglichkeit zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch eine verstärkte Realisierung von Verbund- und Skaleneffekten respektive einer Nutzung von Plattformstrategien, birgt jedoch andererseits korrespondierend hierzu die Notwendigkeit einer engen Verflechtung der Wertschöpfungsprozesse im Rahmen eines konzernweiten modular aufgebauten Produktionsverbundes.

Dieser zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß eine markenübergreifende konzernweite Standortstrategie und in diesem Zusammenhang eine Trennung von Komponenten- und Montagewerken verfolgt wird. Die Komponentenwerke übernehmen hierbei die Rolle von 1st-Tier Suppliern. Verkehre, die – im Falle anderer OEM – sonst regelmäßig mit konzernexternen Zulieferunternehmen abgewickelt werden, finden damit zwischen VW-eigenen Werken (als sogenannte „Zwischenwerksverkehre") statt. Als wesentlicher Vorteil der genannten Konzeption kann – neben der grundsätzlichen Realisierung von Skalen- und Scopeeffekten – die Möglichkeit zur flexiblen Rekonfiguration des (Konzern-)Produktionssystems angesehen werden, die es erlaubt, insbesondere im Falle kurzfristiger Nachfrageschwankungen, eine verbesserte Kapazitätsauslastung der Werke zu erzielen.


Dipl.-Kfm. Florian Winter ist Mitarbeiter am Center of Market-Oriented Product and Production Management sowie Tutor für Operations Management an der Universität Mainz.



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