E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Winter Müssen macht müde - Wollen macht wach!
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-86374-444-1
Verlag: Mankau Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Der Motivationsratgeber. Mit einem Vorwort von Dieter Broers
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
ISBN: 978-3-86374-444-1
Verlag: Mankau Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Haben Sie auch das Gefühl, stets irgendetwas zu müssen? Ob Arbeit oder Hausputz, Familie oder Freunde, ob Gassigehen oder Rasenmähen - nahezu alles aus dem täglichen Leben kann zur leidigen Pflicht und damit zur Belastung werden.
Erwartungsdruck und Fremdbestimmung sind massive Stressfaktoren und somit unsere Energieräuber Nummer eins! Nicht ohne Grund nehmen die Fälle von Burn-out in alarmierendem Maße zu. Die Folgen von "Sollen" und "Müssen" sind jedoch nicht nur Erschöpfung und Antriebslosigkeit; auch Krankheiten wie Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Diabetes, Depression, Übergewicht und viele Allergien können daraus entstehen.
Wie Sie den selbst auferlegten oder gesellschaftlichen Druck ganz einfach wieder loswerden, aus "Müssen" wieder "Wollen" machen und statt Müdigkeit wieder Begeisterung erleben, darum geht es in diesem Ratgeber. Lernen Sie ganz neue Seiten an sich kennen, und lassen Sie Konventionen, Regeln und Zwänge hinter sich - verwirklichen Sie Ihre Entscheidungen aus freiem Willen!
Der Tiefenpsychologe und Motivationsexperte Andreas Winter blickt auf dreißig Jahre Coaching-Praxis zurück, in der er erfolgreich die Brücke zwischen Geisteswissenschaft und Medizin, Gedanken und Gefühlen, Erlerntem und Erlebtem geschlagen hat. In seinem Motivationsratgeber zeigt er - leicht verständlich und anhand zahlreicher Fallbeispiele -, wie man durch einfache Ursachenanalyse und moderne Erkenntnisse aus Endokrinologie, Verhaltenspsychologie und Pädagogik seinen Glückshormonhaushalt wieder in Schuss bringt und die Leichtigkeit in sein Leben zurückholt!
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
INHALT
Vorwort von Dieter Broers
Vorwort des Autors
Das Geheimnis natürlicher Muntermacher
- Was programmiert die innere Uhr?
- Der Unterschied zwischen Ruhe und Erholung
- Kurzschlaf-Techniken
Das schlaflose Gehirn
- Lernen müssen macht müde
- Lernen und Fühlen im Mutterleib
Reize: Grundvoraussetzung fürs Denken
- Der Unterschied zwischen Gedanken und Gefühlen
- Der Unterschied zwischen Müssen und Wollen
Arbeiten wie im Urlaub
- Die Einstellung macht’s
- Die Lebensqualität steigern
- Sonne, Vitamin D3 und der Wunsch nach Freiheit
- Der perfekte Wecker für Morgenmuffel
Der Algorithmus der Psyche
- Formel für den Sinn des Lebens
- Wenn Sie wüssten …!
Warum müssen wir müssen?
- Verantwortung statt Schuld
- Emotionale Störungen
- Der Einfluss der Religionen
- Müssen - Blasendruck ist stressbedingt
- Müssen macht impotent
- Der Geistesblitz auf dem Klo
So stellen Sie Ihr Gehirn auf Erreichen ein!
- Das Wunder des (unter-)bewussten Erfolgs
- Die Geldformel
- Sie sind bereits Millionär
Schlusswort
Anhang
- Niemals arbeiten müssen
- Danke
- Anmerkungen
- Ausbildung zum Gesundheitsberater
- Zum Autor
- Weitere Bücher von Andreas Winter
- Audio-CDs von Andreas Winter
- DVDs von Andreas Winter
Stichwortregister
((Auszug))
WARUM MÜSSEN WIR MÜSSEN?
Das Gefühl der Machtlosigkeit ist möglicherweise genau der Grund für unser ständiges Gefühl von "müssen", nicht etwa "dürfen" oder gar "wollen". Wenn wir das Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmung hätten, wären wir viel schwieriger politisch zu beherrschen. Ein Kind, dass nur dann tut, was andere wollen, wenn man ihm erklärt, was es selbst davon hat, würde aufgrund vieler Unsinnigkeiten in unserem gesellschaftlichen Leben keinen Handgriff mehr machen.
Warum sollte jemand den Teller leer essen, wenn er keinen Hunger hat? Warum sollte jemand etwas lernen, worin er keinen Sinn sieht? Warum sollte jemand schlafen gehen, wenn er nicht müde ist? Ist schon irgendjemand an einem gedeckten Mittagstisch verhungert? Hat schon einmal irgendjemand vergessen zu schlafen, weil man ihn nicht daran erinnert hat? Braucht irgendein Mensch etwas, das ihn nicht interessiert? Können Sie mir erklären, wozu Sie persönlich die binomischen Formeln, den Plusquamperfekt und die Shakespeare-Sonette brauchen, wenn Ihre Interessen und Begabungen auf ganz anderen Gebieten liegen?
Dennoch hören Millionen von Kindern täglich: "Du musst dies, du darfst das nicht, du sollst jenes!" Und das seit Generationen. Die "Eimerkette kultureller Altlasten" nenne ich das. Da Erziehung immer teleologisch ist, also immer Erziehungsziele die Erziehungsinhalte bestimmen, leuchtet ein, dass Eltern kaum anders können, als ihre Normen und Werte an den Nachwuchs weiterzugeben. Hieraus ergibt sich ein beträchtliches Konfliktpotenzial, wie in der Einleitung schon angesprochen: Was für unsere Generation als gut und richtig galt, das, womit wir in unserer Gesellschaft erfolgreich und zufrieden leben konnten, das gilt womöglich für unsere Kinder nicht mehr oder es verkehrt sich sogar ins Gegenteil.
Betrachten wir das in vielen Gesellschaften verbreitete Erziehungsziel "angepasst sein", so ergibt sich für die Menschen die Maxime "bloß nicht auffallen". Für eine Stabilisierungsgesellschaft, wie etwa in Afghanistan, ist diese Tugend von größter Wichtigkeit. Mitglieder, die aus der Reihe tanzen, kann eine Gesellschaft, die sich gerade neu sortiert, abgrenzt und auf Zusammenhalt angewiesen ist, kaum verkraften. Für eine Gemeinschaft, die sich mitten im Prozess der Identitätsfindung und Normendefinition befindet, ist ein Tabubrecher das Letzte, was gebraucht wird.
Anders in einer Gesellschaft wie etwa der unseren: Ein Mindestmaß an Stabilität ist längst erreicht. Wir benötigen weder die Todesstrafe noch Bestechungsgelder für Polizisten, Politiker und Richter noch Schusswaffen unter dem Kopfkissen, um in Frieden leben zu können. Wir können bereits ein paar Schritte weiter gehen und mit den Möglichkeiten des gesicherten sozialen Zusammenlebens umgehen. Wir können ausprobieren, ob man nicht mehrere Berufe gleichzeitig oder hintereinander ausüben, Sex vor der Ehe oder mit dem gleichen Geschlecht haben, seinen eigenen Glauben finden oder alternative Formen des Zusammenlebens entdecken kann - und das alles, ohne dass wir damit unsere Gesellschaft oder uns selbst in Gefahr bringen. Es ist sogar möglich, dass jemand zur eigenen Gesellschaft eine völlig konträre und kritische Meinung entwickelt und publiziert, ohne dass er damit automatisch als bösartig, feindlich oder gefährlich empfunden wird. Versuchen Sie das jedoch in China! Allein dieser letzte Satz würde dort wahrscheinlich als suspekt eingestuft.
Die Kultur erzieht also immer unterschwellig, aber massiv mit. So wird seit Hunderten von Jahren noch immer an Kinder weitergegeben, was schon längst nicht mehr erstrebenswert, geschweige denn Erfolg versprechend ist. (...)
VORWORT DES AUTORS
"Du musst nur wollen!" - Diesen zynischen Rat hören viele, die sich mit den alltäglichen Pflichten, unliebsamen Aufgaben oder großen, unvermeidlichen Herausforderungen herumplagen. Aber wie soll man etwas wollen, das einen förmlich nach unten zieht? Ist der Spruch nicht eine glatte Verhöhnung derjenigen, die unter dem steigenden Druck von Arbeit, Haushaltspflichten und Alltagserwartungen leiden? Motivationsbücher gibt es wie Sand am Meer, und die Branche der "Tschakka-Gurus" boomt.
Doch Hand aufs Herz: Gehen Sie zu einer Massenveranstaltung, bei der ein hoch bezahlter Turnschuh im grauen Anzug auf einer Bühne herumspringt, nur weil Sie sich einfach nicht dazu aufraffen können, endlich einmal Ihre Garage aufzuräumen? In welchem Buch steht denn, wie Sie es schaffen, ohne Protest-Zigarette den Abwasch zu erledigen oder mit dem Hund rauszugehen? Was ist, wenn Ihre Partnerin seit Monaten darauf drängt, dass Sie den Rasen mähen oder den tropfenden Wasserhahn reparieren? Oder Sie nach der Arbeit einfach wie erschlagen auf dem Sofa landen? Was ist, wenn die Stunden der Nachtruhe einfach nicht ausreichen, um frisch und erholt ans Tagewerk zu gehen? Wenn Sie ohne eine Flasche Wein oder eine Handvoll Schlaftabletten nicht einschlafen und ohne einen Pott schwarzen Kaffee, mit dem man die Straße teeren könnte, nicht aufwachen können? Vielleicht halten Sie sich für faul und undiszipliniert, schämen sich dafür, dass Sie nicht belastbar sind, und spielen ernsthaft mit dem Gedanken, nach Timbuktu oder Kiribati auszuwandern? Dann stimmt doch mit Ihnen eigentlich etwas nicht, oder?
Doch liegt der Fehler wirklich immer bei Ihnen, oder kann es sein, dass noch ganz andere Einflüsse in Ihrem Nervenkostüm am Werk sind? Schließlich sind Sie sicher nicht der Einzige, der darunter leidet, etwas zu müssen, zu sollen und nicht zu dürfen oder zu wollen. Das Gefühl von Pflicht, Zwang, Erwartungen, Disziplin und Anpassung kennt ja wohl so gut wie jeder. Das Gefühl, dass die Müdigkeit einen im Alltag sabotiert, haben die meisten schon hautnah kennengelernt. Ist nicht unsere gesamte Gesellschaft gestresst und überfordert? Wir werden wohl um ein paar systemkritische Töne nicht herumkommen, denn schließlich reden wir von einer ernsten Sache: Ihrer Motivation, sprich: Ihrer Lebensenergie, Ihrer Begeisterung, Ihrem Sinn des Wirkens und Handelns.
Mit diesem Buch möchte ich Ihnen zeigen, was der verborgene und sehr intelligente, aber ernste Hintergrund dieser Motivationsflaute ist - und Ihnen helfen, diese wieder zu überwinden. Dass dies geht, habe ich selbst erlebt - wie es geht, bringe ich täglich Menschen bei. Ich denke, Sie haben gute Chancen, im täglichen Leben wieder gut gelaunt und dabei hellwach zu sein!
Haben Sie Lust drauf? Dann geht’s los!




