E-Book, Deutsch, Band 511, 450 Seiten
Reihe: Julia Extra
Winters / Crews / Meier Julia Extra Band 511
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7515-1203-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 511, 450 Seiten
Reihe: Julia Extra
ISBN: 978-3-7515-1203-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
DIE RÜCKKEHR DES HEIMLICHEN PRINZEN von REBECCA WINTERS
Ihre Liebe mit dem Journalisten Philip Dimas endete für die schöne Giannina traurig. Er verließ sie! Doch fünf Jahre später steht er unverhofft vor ihr - und macht ihr einen ungeheuerlichen Vorschlag: Sie soll mit ihm nach dem verschwundenen Prinzen von Hellenia suchen ...
UNTER TAUSEND GRIECHISCHEN STERNEN von CAITLIN CREWS
Niemals hat Kendra die flüchtige erotische Begegnung mit dem griechischen Milliardär Balthazar Skalas vergessen! Als ihre Familie verlangt, dass sie mit ihm in Manhattan einen Deal verhandelt, knistert es erneut heiß. Kendra gibt der Versuchung nach - mit ungeahnten Folgen ...
SINNLICHER SOMMER MIT DEM MILLIARDÄR von SUSAN MEIER
Ausgerechnet sie soll dem neuen Besitzer des elterlichen Weinguts alles über die Winzerkunst beibringen? Marcia ist entsetzt. Es gibt tausend Dinge unter der toskanischen Sonne, die sie lieber täte! Doch nach Traces erstem prickelnden Kuss fallen die ihr einfach nicht mehr ein ...
VERLOCKENDES SPIEL IN MUMBAI von TARA PAMMI
Alles nur zum Schein? Die schöne Schauspielerin Zara Khan und der gefeierte Regisseur Virat Raawal geben vor, ein Paar zu sein. Dann hören Zaras Eltern hoffentlich auf, einen Partner für Zara zu suchen! Doch nach einer Liebesnacht in Mumbai wird aus dem falschen Spiel mehr ...
Rebecca Winters war eine berühmte amerikanische Romanceautorin aus Salt Lake City, Utah. Ihre Heimat und ihre Lieblingsurlaubsziele in Europa dienten oft als Kulisse für ihre romantischen Liebesromane.
In ihrer 35-jährigen Schaffenszeit schrieb sie 175 Romance Novels, die weltweit fast 30 Millionen Mal verkauft wurden.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Drei Jahre später, in Salonica, Griechenland
„Boss?“
Giannina Angelis saß mit einem Kaffee an ihrem Schreibtisch, als die Chefredakteurin, ohne anzuklopfen, ins Zimmer stürmte. Giannina blickte von dem letzten Entwurf der Zeitung auf, dem sie vor dem Druck ihr Okay geben musste. „Was ist, Khloe?“
Die zweiundvierzigjährige verheiratete Frau, die Chefredakteurin der Halkidiki Nachrichten in Salonica war, wirkte aufgeregter als jemals zuvor.
„Entschuldige, dass ich so hereinplatze, aber du wirst nicht glauben, wer gerade bei uns angerufen hat. Die Assistentin hat den Anruf lieber erst zu mir durchgestellt. Der Mann ist in Salonica und bat mich um ein baldmögliches Treffen mit der Herausgeberin!“
Giannina hatte diese Stellung seit den letzten zehn Monaten inne. Mit Ende zwanzig war sie vergleichsweise jung für diese Position. Vor ihrer Beförderung war sie Chefredakteurin der Zeitung gewesen.
„Hol erst mal tief Luft“, meinte Giannina lächelnd.
Khloe verdrehte die Augen. „Es geht ja auch nur um den bekanntesten Journalisten in ganz Europa, der, nach den Fotos zu urteilen, obendrein einfach unverschämt gut aussieht!“
Giannina bekam auf einmal einen Kloß im Hals. Sie wusste genau, wen Khloe meinte. Auf der ganzen Welt konnte es nur einen Mann geben, auf den diese Beschreibung zutraf! Doch sie lachte nur spöttisch. „Willst du mir etwa erzählen, dass der berühmte Journalist Philip Dimas tatsächlich bei uns um einen Termin gebeten hat?“
Khloes Lächeln wurde noch breiter. „Stimmt. Ich konnte es auch nicht glauben, als er sich mir am Telefon vorstellte. Er hat eine wunderbare volltönende Stimme, die ich noch immer im Ohr habe.“
Genauso ging es Giannina. Allein der Gedanke an den Mann, der vor drei Jahren ihr Herz gewonnen – und gebrochen – hatte, raubte ihr den Atem. Sie setzte sich in ihrem Stuhl zurück und weigerte sich, das zu glauben. Die ganzen letzten drei Jahre hatte sie lediglich Ansichtskarten von ihm bekommen. „Ich fürchte, jemand könnte sich einen schlechten Scherz mit uns erlauben, Khloe.“
„Meinst du wirklich?“
Giannina nickte. „Denk nur mal an meinen Onkel.“
„Du meinst den Kerl, der dir die Schuld an den Fake News über Prinz Alexandros geben wollte?“
Sie nickte. „Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass er für diesen Anruf verantwortlich ist.“
Es musste sich um ihren gemeinen Onkel Ari Hatzi handeln! Sie traute ihm zu, sie erneut verletzen zu wollen. Zum Glück war er nur ein angeheirateter Onkel …
Als sie damals noch Chefredakteurin unter ihm gewesen war, hatte er unter ihrem Autorennamen die Falschmeldung verbreitet, dass der verschwundene Prinz von Hellenia auf dem Berg Athos entdeckt worden sei.
Die ganze Welt war schon seit Jahren auf der Suche nach dem Prinzen, aber seit dem Mord an dem Königspaar hatte es kein Lebenszeichen von ihm gegeben. Man glaubte, der junge Prinz Alexandros sei entweder heimlich getötet worden oder sei für immer untergetaucht.
Ihr Onkel Ari hatte Giannina diese Falschmeldung angedichtet, um sie beruflich ins Abseits zu schießen. Sie hatte nämlich nie aufgehört, den gegenwärtigen Diktator von Hellenia zu kritisieren. Ihre politischen Ansichten über den Mann, den sie als bösen Tyrannen bezeichnete, hatten Ari so erbost, dass er sich an ihr rächen wollte.
Gianninas Vater, Estefen Angelis, hatte damals eine gründliche Untersuchung der Sache veranlasst. Nicht nur hatte er dafür gesorgt, dass die Zeitung eine Gegendarstellung druckte, ihr Vater hatte auch ihren Onkel gefeuert und an seiner Stelle Giannina als Herausgeberin ernannt. Darüber hinaus verklagte er Ari, weil dieser mit seinem Verhalten dem Ansehen der Zeitung geschadet hatte.
Tante Olga, die schon lange unglücklich in ihrer Ehe gewesen war, hatte sofort die Scheidung gegen Ari eingereicht. Doch Ari war von einem Tag zum anderen verschwunden gewesen! Gianninas Bruder Nico hatte sich mit der griechischen Polizei nach ihm auf die Suche gemacht, doch sie hatten Ari nicht finden können.
Giannina seufzte. „Sag dem angeblichen Philip Dimas, er kann um ein Uhr heute Mittag in mein Büro kommen. Dann werden wir herausfinden, was vor sich geht.“
„Ich rufe ihn gleich zurück. Wie aufregend, wenn er tatsächlich der berühmte Journalist ist!“ Die Chefredakteurin wirbelte herum und verließ das Büro begeistert wie ein Teenager statt wie eine reife Frau.
Giannina trank langsam ihren restlichen Kaffee aus und machte sich wieder an die Arbeit. Dummerweise konnte sie sich einfach nicht mehr konzentrieren.
Immer wieder wanderten ihre Gedanken zurück zu dem Jahr, in dem sie ihre Studienzeit beendet hatte. Nach ihrem Abschluss hatte sie ein einjähriges Praktikum in Großbritannien an der London School of Journalism abgeleistet. Dort hatte sie auch Philip Dimas kennengelernt. Der gut aussehende dunkelblonde Journalist mit den strahlend blauen Augen hatte einen Vortrag gehalten, der sie ziemlich beeindruckt hatte.
Nach der Veranstaltung war sie mit dem charismatischen Journalisten ins Gespräch gekommen. Er lud sie noch zu einem Drink ein – und da war es auch schon passiert.
Ihre ganze Welt hatte sich an diesem Abend verändert, und in den folgenden vier Wochen verbrachten sie jeden freien Moment miteinander. Giannina hatte sich bis über beide Ohren in diesen großen, gut aussehenden Mann verliebt und war völlig schockiert, als er plötzlich wegen einer wichtigen Story nach Italien abreisen musste.
Philip hatte ihr versichert, dass sie die einzige Frau auf der Welt für ihn sei und er sie eines Tages heiraten wolle. Trotz aller Leidenschaft hatten sie noch keine Liebesnacht miteinander verbracht. Giannina hatte immer geglaubt, dass Philip damit warten wollte, bis er ihr den Antrag gemacht hatte …
Eine Woche später hatte er ihr eine Ansichtskarte aus Rom geschickt, ihr geschrieben, dass er sie liebe und vermisse. Doch es stand keine Absenderadresse darauf und er schlug auch nicht vor, sich mit ihr zu treffen. Sie hatte eigentlich angenommen, er würde sie bitten, mit ihm nach Portugal zu reisen, damit sie seine Tante und seinen Onkel kennenlernen konnte.
Giannina wusste lediglich, dass seine Mutter bei seiner Geburt gestorben und sein Vater bei einem Militäreinsatz ums Leben gekommen war. Es waren nur der Bruder seines Vaters und dessen Frau übrig geblieben, um ihn aufzuziehen. Sie hoffte, diese Familie bald kennenzulernen und dass Philip auch ihre Eltern und Familie kennenlernte, doch das geschah nie.
Über die letzten drei Jahre hinweg erhielt sie von ihm Hunderte von Ansichtskarten an ihre Verlagsadresse. Stets erklärte Philip, er sei wegen einer Story unterwegs und komme eines Tages zu ihr, dann blieben sie für immer zusammen. Auf jeder Karte fügte er hinzu, dass er sie ewig lieben würde.
Welche Närrin sie doch gewesen war, ihm anfänglich zu glauben. Irgendwann musste sie jedoch akzeptieren, dass seine Karriereambitionen größer waren als jede Liebe, die er für sie empfinden mochte. Nach einigen Monaten beschloss sie, Philip zu vergessen.
Leider tauchte sein Name regelmäßig in den Nachrichten auf, wenn es um preisgekrönte Berichte ging. Niemand konnte bezweifeln, dass er der Beste im investigativen Journalismus war. Giannina jedoch hörte auf, die Ansichtskarten zu lesen, die weiterhin bei ihr ankamen.
Seine Worte konnten ihr nichts mehr bedeuten.
Alex zog sein Jackett an, verließ sein neu angemietetes Apartment und ging angespannt durch die Straßen im Zentrum von Salonica. Er näherte sich dem Gebäude der Halkidiki Nachrichten ausgesprochen nervös.
Nach dreijähriger Trennung würde er die Frau seines Lebens wiedersehen. General Ruiz und seine Junta war eben festgenommen worden, zusammen mit einem der beiden Mörder seiner Eltern! Das bedeutete, dass der Alptraum seiner eigenen Verfolgung vorbei war. Alex befand sich nicht mehr in Gefahr. Heute Abend würde er außerdem Zeuge der Festnahme des anderen Mörders sein. Er musste Giannina die Neuigkeiten beibringen, bevor sie diese von jemand anderem hörte, da sie ihren Onkel betrafen.
Das war jedoch nur zum Teil der Grund für seinen Aufenthalt in Salonica. Der andere Grund wäre die Erfüllung seines Traumes, Giannina einen Antrag zu machen. Wenn das Parlament es so wollte, würde man ihm schon bald den Thron des Königreichs in der Ägäis anbieten. Und wenn seine Gebete erhört würden, wäre Giannina damit einverstanden, seine Braut zu werden.
Doch das bedeutete auch, seine Identität als Prinz Alexandros Pisistratus von Hellenia zu enthüllen, des jungen Prinzen, den Giannina einst auf dem Palastgelände kennengelernt und mit dem sie einen herrlichen Nachmittag verbracht hatte. Die ganze Zeit hatte er ihr nicht die Wahrheit sagen können und er wusste, es grenzte fast an ein Wunder, wenn sie ihm verzeihen oder gar seine Frau werden könnte.
Aus zuverlässiger Quelle wusste er, dass Giannina noch nicht mit einem anderen Mann zusammen war. Doch er wusste auch, dass er ihr das Herz gebrochen hatte.
Er hatte sie schlicht und einfach nicht in Gefahr bringen wollen, solange er sich bemühte, den Diktator General Ruiz unschädlich zu machen, der nach dem Mord an seinen Eltern die Regierung von Hellenia übernommen hatte. Selbst in seiner Verkleidung als Philip Dimas war der Kontakt zu ihm für Giannina zu gefährlich.
Nach dem Tod des Königspaares hatte Zikos Novak den Prinzen als Vierzehnjährigen nach Dubrovnik gebracht. Das war das Zuhause der wohlhabenden Familie Novak,...




