Winters | King of Truth | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 448 Seiten

Reihe: Truth and Lies

Winters King of Truth


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7363-1209-8
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 448 Seiten

Reihe: Truth and Lies

ISBN: 978-3-7363-1209-8
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Vom Nobody zum King of Wall Street - doch seine Geheimnisse könnten ihn alles kosten ...

Die reiche Kaufhauserbin Noelle Charlston führt ein Leben voller Pflichten und ohne Vergnügen. Mit Penn Everett glaubte sie, endlich die Liebe gefunden zu haben. Nie fühlte sie sich freier, nie lebendiger als in den Armen des undurchsichtigen Mannes. Doch dann entdeckt sie, dass Penn Geheimnisse vor ihr hat, und ihr Traum vom Glück zerplatzt. In Noelle keimt der Verdacht, dass Penn direkt aus ihrer Vergangenheit kommt ...

'Ich bin sprachlos und einfach nur glücklich. Dieses Buch hat meine Welt verändert!' UNBOUND BOOK REVIEWS

Abschluss des 'Lies & Truth'-Duetts von Bestseller-Autorin Pepper Winters

Dieser Roman ist in einer früheren Ausgabe unter dem Titel 'Throne of Truth' erschienen.



Pepper Winters ist eine neuseeländische NEW-YORK-TIMES- und USA-TODAY-Bestseller-Autorin. Sie hat viele Gesichter: Autorin, Leserin und manchmal auch Ehefrau. Sie liebt dunkle Liebesgeschichten, je gequälter der Held, desto besser.Weitere Informationen unter: www.pepperwinters.com

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1. KAPITEL


ELLE

»Steig aus dem verdammten Auto, Elle!«

Ich reckte das Kinn und starrte finster aus dem Seitenfenster.

Verpiss dich aus meinem Leben, Greg!

Die Verwünschung lag mir auf der Zunge, aber ich hatte nicht den Mumm, sie auszusprechen. Meine Wange brannte. Die Angst schnitt tief in meine Eingeweide. Meine Umgebung war mir fremd, und ich wollte nicht hier sein.

Ich war entführt worden, verletzt und stinksauer.

Ich hasse dich, Greg!

Dafür wirst du bezahlen.

Meine Lippen verzogen sich zu einem verächtlichen Grinsen.

Damit kommst du nicht durch, Greg.

»Elle!« Zum dritten Mal schlug er aufs Dach seines bleigrauen Porsche. Als der Schlag den Innenraum erschütterte, zuckte ich zusammen. Während der Fahrt hatte ich mich größtenteils gut gehalten.

Er hatte unablässig geschwafelt, während sich zwischen mir und meinem Zuhause die Kilometer häuften. Ich war stoisch geblieben und hatte geschwiegen – und zuckte mit keiner Wimper, wenn er schreiend Antwort verlangte, ging nicht in Deckung, wenn er drohend die Hand hob.

Ich wollte unbeeindruckt scheinen, auch wenn das körperliche Unbehagen mir immer schwerer zu schaffen machte. Meine Hände waren taub, weil die Fesseln mir das Blut abschnürten. Meine Schultern schrien nach Erlösung, und ich hatte mir während der langen Fahrt den Hintern platt gesessen.

Fünf Stunden hatte ich überlegt, wie ich Greg den Irrsinn, den er ausgeheckt hatte, entweder ausreden oder ihn außer Gefecht setzen konnte.

Mein Hirn spiegelte mir vor, wie ich ihn niederstreckte, an einen Baum gefesselt stehen ließ und mit seinem Auto davonbrauste. Wie ich eigenhändig nach New York zurückfuhr. Auch wenn ich seit der Führerscheinprüfung nicht mehr hinterm Steuer gesessen hatte. Daran ist David schuld, weil er mich immer durch die Gegend kutschiert. Bei meinen Fantasien kümmerte es mich nicht, dass ich kaum wusste, wie man einen Wagen steuerte, der keine Automatik hatte. Und es kümmerte mich erst recht nicht, dass ich keine Ahnung hatte, wie ich mit hinter dem Rücken gefesselten Händen einen ausgewachsenen Kerl niederstrecken sollte.

Ich hätte alles getan, um mich von diesem Geistesgestörten, mit dem ich gemeinsam aufgewachsen war, zu befreien.

Angefangen bei der Weigerung, das zu tun, was er von mir verlangt.

»Elle …«, grollte Greg, schlug noch einmal auf das Autodach und bückte sich dann, um mir seine Visage entgegenzustrecken. Unter dem düster bewölkten Nachthimmel waren wir in Schatten gehüllt. Kein Stern, kein Mondschein. Als stünden wir am Ende einer Sackgasse und hätten sämtliche Straßen der Welt hinter uns gelassen.

»Ich bitte dich nicht noch mal.«

Ich legte alles an Befehlsgewalt in meinen Blick, was ich aufzubringen vermochte. »Ich will nicht hier sein, Greg. Fahr mich nach Hause!«

Lachend verdrehte er die Augen. »Sehr bedauerlich. Aber hier sind wir nun mal. Also …«

Ich blieb äußerlich unbeeindruckt, weil ich ihm nicht zeigen wollte, wie angespannt und ängstlich ich war. »Ich werde nicht aussteigen, weil du mich jetzt wieder zurückfährst.«

»Ach was? Wirklich?« Er lachte noch lauter, es hallte finster in meinen Ohren nach. »Das meinst aber auch nur du.« Er öffnete meinen Sicherheitsgurt und legte die Hand auf meinen Oberschenkel. »Ich zähle jetzt bis fünf.« Er drückte zu. Fest. »Ich rate dir, auszusteigen, bevor ich bei fünf ankomme.«

Mir blieb das Herz stehen.

Nun ließ Greg die Maske fallen. Er spielte nicht länger den faden Sohn des besten Freundes meines Vaters oder meinen Angestellten. Hier draußen (wo wir allein waren) zeigte er mir sein wahres Gesicht, und ich hasste ihn jetzt schon.

Mein Hass war größer als meine Furcht.

Trotzdem wuchs meine Angst mit jeder weiteren Sekunde, während er seine Finger in meinen Schenkel grub. Ich zitterte vor Trotz, verfluchte ihn und wünschte mir, die Erde würde sich auftun und ihn mit scharfen Zähnen bei lebendigem Leib verschlingen.

»Eins.« Lächelnd schob er die Hand höher meinen Oberschenkel hinauf.

Ich biss die Zähne zusammen. Ich wollte nicht, dass er sah, dass ich eine Gänsehaut bekam, als seine Hand mich dort zu berühren drohte, wo ich sie um keinen Preis haben wollte.

»Zwei.« Langsam überwand er die letzten Zentimeter und drückte mir mit einem brutalen Glanz in den Augen grob die Hand zwischen die Beine.

Ich erschauerte. Ebenso schnell, wie er zugepackt hatte, ließ er wieder los. Die Hand glitt weiter zum Bauch, zur Hüfte, zur Taille. »Drei.«

Ohne es zu wollen, rührte ich mich.

Winkelte gehorsam die Beine an – um aus eigenem Antrieb auszusteigen und mir zu ersparen, was auch immer er Gemeines vorhatte. Doch nun beugte er sich in den Wagen, sodass ich nicht aussteigen konnte.

Und er wusste es.

Er nickte verschlagen, als er sah, dass ich mir meiner misslichen Lage bewusst wurde. Mir wurde klar, dass ich gegen das, was als Nächstes passieren würde, nicht das Geringste tun konnte.

»Vier.« Seine Hand schoss von meiner Taille nach oben, wo er in eine Brustwarze kniff, bevor er meine Schulter packte. Spitz und eisern wie Stacheldraht gruben sich seine Finger in meine Haut, als wollte er sie jeden Moment zerreißen.

Ich wappnete mich gegen den Schmerz.

Bereitete mich schnaubend darauf vor, mich zu wehren.

Nicht, dass es mir irgendetwas nutzte.

»Fünf.« Inzwischen pochte die Stelle, wo er mich gepackt hielt, vor Schmerz heftig. Er grub die Fingernägel in mein Fleisch und zerrte mit ganzer Kraft an mir.

Ich verlor jeden Halt und fiel aus dem Auto.

Ich konnte mich nirgendwo gegenstemmen, um zu verhindern, dass ich seitlich hinausstürzte.

Schmerzhaft landete ich auf der Schulter, mit hinter dem Rücken gefesselten Händen, die Beine noch im Porsche. Schotter bohrte sich in meine Wange. Die Luft entwich meinen Lungen.

Mit dem Gesicht im Dreck hatte ich einen perfekten Ausblick auf Gregs Halbschuhe, als er über mir niederkauerte. »Na, das nenne ich einen Fortschritt. Du sitzt nicht mehr im Auto.« Er stieß mich mit der Fußspitze an. »Und jetzt hoch mit dir!«

Ich wand mich und zuckte zusammen, weil sämtliche Gelenke und Bänder gequält aufschrien. Mein Rücken protestierte dagegen, dass sich meine Beine noch immer verdreht über mir im Wageninnern befanden, während meine Schulter nach dem Sturz hier unten im Schotter lag.

Wie Gift raste Entsetzen durch meine Adern, als Greg einen Schritt zurücktrat. Ich machte mich auf einen Fußtritt gefasst oder darauf, dass er mich verhöhnte, doch er stemmte nur stumm die Hände in die Hüften und wartete.

Wäre ich seiner Aufforderung gefolgt und schon vor zehn Minuten ausgestiegen, hätte ich die Splitter in meiner Wange und die neuen Prellungen am ganzen Körper vermeiden können.

Blöd von dir, Elle.

War es klüger, mich aus Prinzip gegen alles zu wehren, was er verlangte, oder zu gehorchen, um meine Kräfte zu schonen?

Ich kannte die Antwort, auch wenn sie mir nicht gefiel.

Ich gab mir alle Mühe, mein Stöhnen zu unterdrücken, befreite langsam meine Knöchel aus dem Porsche und schlängelte mich so weit nach vorn, dass ich die Beine herausbekam. Vorsichtig und unter Schmerzen erprobte ich, wie ich mich drehen und mich mit den Händen hinter dem Rücken abstützen konnte, um mich aufrecht hinzusetzen.

Das dauerte, aber als ich saß, hörte ich Greg herablassend applaudieren. »Endlich hörst du auf den Boss.«

Ich spuckte einen Mundvoll bitter schmeckenden Dreck aus. »Du bist nicht mein Boss.«

»Falsch, Elle. Du hattest schon viel zu lange das Sagen. Von jetzt an werden neue Saiten aufgezogen.«

Ich presste die Lippen aufeinander. Ich wollte ihn nicht noch mehr gegen mich aufbringen. Er hatte offenbar Wahnvorstellungen. Was sollte ich zu einem Verrückten denn schon groß sagen? Sollte er doch glauben, dass er mir etwas zu befehlen hatte. Sobald er im Knast saß, würde ich ihn eines Besseren belehren.

Wir führten einen Krieg mit Blicken, wie Kinder, dann reckte ich das Kinn und tat, als wäre er gar nicht da.

Er sagte nichts, als ich meinen geschundenen Körper in Bewegung setzte.

Ich brauchte ein paar Minuten, bis ich es schaffte, meine Beine unter mich zu schieben, mich auf taube, kribbelnde Füße aufzurappeln und mich vom Asphalt zu erheben, aber schließlich gelang es mir.

Kaum war ich so weit, packte Greg meinen Ellbogen. »Wird auch Zeit, dass du hochkommst.« Damit zog er mich zu einer großen Hütte am Waldrand und fügte hinzu: »Du verschwendest meine Zeit, Elle. Aber dafür wirst du bezahlen.«

»Du hättest mir ja helfen können. Oder, noch besser, du hättest mich nach Hause fahren können.«

Er kicherte. »Sehr komisch.«

In der Hütte roch es nach verschwundenen CEOs und krimineller Energie. Jeder Gast in einer anderen Lage als der meinen hätte sich angesichts der hübschen, gelb und braun gerahmten Fensterchen willkommen gefühlt, für mich jedoch – gegen meinen Willen verschleppt – glich die Hütte einem Sarg, in dem ich lieber nicht eingesperrt gewesen wäre.

Jede Faser meines Körper protestierte dagegen (und protestierte und protestierte), die Hütte zu betreten. Andererseits war ich müde, hungrig und emotional ausgelaugt....


Winters, Pepper
Pepper Winters ist eine neuseeländische NEW-YORK-TIMES- und USA-TODAY-Bestseller-Autorin. Sie hat viele Gesichter: Autorin, Leserin und manchmal auch Ehefrau. Sie liebt dunkle Liebesgeschichten, je gequälter der Held, desto besser.Weitere Informationen unter: www.pepperwinters.com

Pepper Winters ist eine neuseeländische NEW-YORK-TIMES- und USA-TODAY-Bestseller-Autorin. Sie hat viele Gesichter: Autorin, Leserin und manchmal auch Ehefrau. Sie liebt dunkle Liebesgeschichten, je gequälter der Held, desto besser.Weitere Informationen unter: www.pepperwinters.com



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