E-Book, Deutsch, Band 0276, 384 Seiten
Reihe: Romana Exklusiv
Winters / Mackenzie / Cox Romana Exklusiv Band 276
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-4356-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0276, 384 Seiten
Reihe: Romana Exklusiv
ISBN: 978-3-7337-4356-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
TOSKANISCHE LIEBESMELODIE von COX, MAGGIE
Mit Fabian Moritzzoni in seiner Villa in den toskanischen Hügeln - Laura ist wie verzaubert. Mit jedem Tag, den sie mit dem italienischen Kunsthändler verbringt, verliebt sie sich mehr in ihn. Laura ahnt nicht, dass hinter seinem zärtlichen Werben ein Plan steckt ...
NEUES GLÜCK IN GRIECHENLAND? von WINTERS, REBECCA
Stellas Idylle auf der Insel Andros wird jäh gestört, als ihre Jugendliebe Theo wieder auftaucht. Er ist immer noch so unwiderstehlich wie damals. Aber bevor sie ihm eine zweite Chance gibt, will Stella wissen: Warum hat er sie verlassen, als sie sein Kind unter dem Herzen trug?
RENDEZVOUS IN DER STADT DER LIEBE von MACKENZIE, MYRNA
Paris, wir kommen! Aufgeregt begleitet Meg ihren neuen Boss Etienne Gavard in die Stadt der Liebe. Als Dank für ihr Engagement hat er ihr etwas unglaublich Verführerisches angeboten: Er will in ihre Garderobe etwas französischen Chic bringen - und in ihr Leben etwas amour?
Rebecca Winters war eine berühmte amerikanische Romanceautorin aus Salt Lake City, Utah. Ihre Heimat und ihre Lieblingsurlaubsziele in Europa dienten oft als Kulisse für ihre romantischen Liebesromane.
In ihrer 35-jährigen Schaffenszeit schrieb sie 175 Romance Novels, die weltweit fast 30 Millionen Mal verkauft wurden.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Fabian Moritzzoni presste seine Finger auf die schmerzende Stelle zwischen den Augenbrauen und seufzte tief. Erst gestern war er aus Amerika zurückgekommen, die Auswirkungen des Jetlags quälten ihn noch sehr und er war entsprechend reizbar. Völlig entnervt erhob er sich schließlich von seinem Stuhl, um nach dem Rechten zu sehen. Viel zu früh für seinen Geschmack hatte lautstarker Streit vor dem Haus die morgendliche Stille zerstört – noch war er nicht auf Lärm vorbereitet. Zu gerne hätte er komplett darauf verzichtet, doch in der aktuellen Situation durfte er zumindest tagsüber nicht auf Ruhe hoffen. Wieder erhob sich ein leidenschaftliches Wortgefecht, die Stimme seiner Haushälterin Maria war am lautesten zu hören.
Als Fabian endlich die zweiflügelige Eingangstür seiner palastartigen Villa erreichte, konnte er nur noch die Rücklichter eines ramponierten silbernen Fiats erkennen, der mit hoher Geschwindigkeit über die geschotterte Auffahrt davonfuhr. Maria blickte dem Auto nach, die Hände fest in die weit ausladenden Hüften gestemmt und bereit, es notfalls mit der gesamten römischen Armee aufzunehmen.
„Steht uns eine Invasion bevor?“, fragte Fabian sie auf Italienisch, seiner Muttersprache. „So hat es sich jedenfalls angehört.“
„Wie aufdringlich diese Leute sind! Was für eine Frechheit! Wofür halten die sich eigentlich?“ Aufgebracht wandte sie sich zu ihrem Arbeitgeber um und erklärte: „Das waren Leute von der Presse, Signor Moritzzoni. Sie haben hier herumgeschnüffelt und die Villa fotografiert. Als ich sie ertappt und zur Rede gestellt habe, wollten sie ein Interview mit Ihnen über das Benefizkonzert und wollten wissen, welche Prominente kommen werden. Na, die habe ich aber abblitzen lassen, das können Sie mir glauben!“
„Wenn sie ein Interview wollen, sollen sie sich an Carmela wenden. Sie hat bestimmt schon eine Pressemitteilung vorbereitet.“ Fabian schüttelte den Kopf und seufzte gequält. Dann stahl sich, trotz seiner schlechten Laune, doch der Hauch eines Lächelns auf sein Gesicht.
„Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, dass du meine Privatsphäre so gut verteidigst, Maria. Du bist besser als jeder Leibwächter! Aber bitte, tu mir einen Gefallen. Versuch, morgens etwas leiser zu sein … aus Rücksicht auf meinen armen Kopf, okay?“
„Natürlich, Signor Moritzzoni. Soll ich Ihnen jetzt einen Kaffee kochen?“
„Das wäre fantastisch. Vielen Dank.“
Einen Espresso in der Hand ging Fabian wenig später den langen befestigten Pfad entlang, der sich durch üppig blühende Gärten schlängelte, bis er zu der eleganten Orangerie im hinteren Teil seines weitläufigen Anwesens kam. Er ließ sich an einem aufwändig verzierten schmiedeeisernen Tisch auf der Terrasse davor nieder und blickte zurück auf das elegante Haus im klassizistischen Stil, das im Licht der in der Toskana schon am frühen Morgen kräftigen Sonne hell erstrahlte. Eine Unmenge makellos weißer Festzelte war auf dem Rasen davor aufgebaut. Ende nächster Woche würden sie alle zum Bersten gefüllt sein. Mitglieder der italienischen High Society, Familie und Freunde würden kommen, um das inzwischen berühmte Konzert, das Fabian alljährlich im Gedenken an seinen Vater Roberto Moritzzoni veranstaltete, anzuhören.
Die Vorbereitungen auf das große Ereignis waren schuld daran, dass es im ganzen Haus vor hektischer Aktivität zuging wie in einem Bienenstock. Beim Gedanken daran und an Marias lautstarken Streit mit der Presse vor wenigen Minuten, sehnte er sich heftig nach ein wenig Zeit für sich selbst, in der er in Ruhe Kaffee trinken und seine Gedanken ordnen konnte. Obwohl die Begriffe ‚Ruhe‘ und ‚Vater‘ in keiner Weise zusammenpassten …
Schon seit Tagen grübelte Fabian über das bevorstehende Ereignis nach. Wie jedes Jahr war er kurz vorher extrem angespannt und nervös. Hinzu kamen ein beängstigendes Arbeitspensum, Reisen hierhin und dorthin, und er musste sich eingestehen, dass ihm die Arbeit nicht mehr so viel Zufriedenheit und Vergnügen bereitete, wie sonst. In den nächsten Tagen erforderten die abschließenden Vorbereitungen für das Konzert seine ständige Anwesenheit in der Villa de Rosa. Seine üblichen Tätigkeiten, den Handel mit wertvollen Kunstgegenständen und die Unterstützung einiger wichtiger Wohltätigkeitsorganisationen, würde er solange von dort aus weiterführen. Dabei hatte er gerade in den letzten Tagen das Gefühl, dringend eine Auszeit zu brauchen, um herauszufinden, wie sein Leben weitergehen sollte.
Fabian fuhr mit der Hand durch das dichte goldblonde Haar und verzog gequält das Gesicht. Bei dem übervollen Terminkalender kann ich im Traum nicht an einen erholsamen Urlaub denken! Und dazu ging ihm seit Kurzem ein anderes wichtiges Thema oft durch den Sinn – der Gedanke an Heirat und Kinder.
„Hier versteckst du dich also. Maria hat mir verraten, dass sie dich in diese Richtung verschwinden sah.“
Mit einem fröhlichen Lächeln im Gesicht tauchte seine Privatsekretärin Carmela plötzlich auf, wie immer mit Notizblock und Stift bewaffnet und offensichtlich bereit, sich den Aufgaben des Tages zu stellen. So versunken in seine Grübeleien war Fabian gewesen, dass er ihr Kommen überhaupt nicht bemerkt hatte. Jetzt ist es vorbei mit Alleinsein, Ruhe und Nachdenken!
„Ich bin gerade erst wieder einen Tag aus Amerika zurück und fühle mich in meinem eigenen Haus wie in einem Fußballstadion! Abgesehen von meiner Suite gibt es keinen einzigen Raum, der nicht vor Menschen überquillt! Du brauchst dich wirklich nicht zu wundern, wenn ich mich verstecke!“, beklagte er sich.
Die junge Frau schmunzelte. „Armer Fabian! Aber ich bringe gute Nachrichten. Vielleicht können sie dich wieder aufmuntern.“
„Und wie lauten sie? Verschiebst du deine Flitterwochen doch noch bis nach dem Konzert?“
Sofort wurde Carmela wieder ernst. „Natürlich werde ich in die Flitterwochen fahren, Fabian! Ich habe sie schon einmal aus Rücksicht auf die Arbeitserfordernisse verschoben. Vicente ist ja ein geduldiger Mann, aber doch nicht so geduldig! Nein, ich wollte dir mitteilen, dass meine Freundin Laura heute Nachmittag aus England kommt. Ich werde sie gründlich in alles einarbeiten, sodass sie sich bestens auskennen wird, wenn ich übermorgen abreise.“
„Du legst eine große Verantwortung in die Hände einer Anfängerin. Schließlich muss sie in deine Fußstapfen treten und eine so große Veranstaltung bewältigen. Bist du sicher, dass sie dazu in der Lage ist?“
„Sie ist seit einigen Jahren Musiklehrerin, außerdem hat sie schon etliche Konzerte in dem Ort organisiert, in dem sie lebt. Sie ist also nicht ganz unerfahren. Und natürlich ist sie mit dem künstlerischen Aspekt dieser Arbeit bestens vertraut.“
„Spricht sie überhaupt Italienisch?“ Wieder drückte Fabian die Finger auf die schmerzende Stelle zwischen den Augenbrauen. Die Kopfschmerzen wurden von Minute zu Minute schlimmer.
„Sie lernt sehr schnell. Als wir noch gemeinsam in London zur Schule gingen, war sie in Fremdsprachen immer Klassenbeste. Außerdem ist dein Englisch nahezu perfekt, also keine Sorge.“
„Gut … solange sie nicht erwartet, dass ich ihre Hand halte und jeden ihrer Schritte lenke. Offen gesagt werde ich sehr froh sein, wenn diese ganze leidige Geschichte endlich vorbei ist und mein Haus wieder in den Normalzustand zurückkehrt.“
Temperamentvoll schleuderte Carmela die langen schwarzen Locken aus ihrem Gesicht und protestierte: „Das Konzert ist ein großartiges Ereignis, das auch noch viel Geld für das Kinderhospiz einbringt. Es zu veranstalten, ist ein Privileg! Das kannst du doch nicht ernsthaft als ‚leidige Geschichte‘ bezeichnen, Fabian!“
„Natürlich nicht! Das meine ich auch gar nicht so.“ Eine nähere Erklärung ersparte er sich allerdings. „Okay“, fuhr er dann ungeduldig fort. „Sprechen wir wieder von deiner Freundin. Ich bin sehr dankbar, dass du sie gefunden hast. War sie schon einmal in der Toskana?“
„Nein. Ich habe sie zwar oft eingeladen, aber sie hatte in den letzten paar Jahren eine Menge Probleme, und private Umstände haben ihr die Reise unmöglich gemacht. Sie hat mir gesagt, sie sehnt sich inzwischen dringend nach Sonnenschein, und ich bin sicher, dass sie diese schöne Gegend und die Villa de Rosa lieben wird … wer würde das nicht? Da fällt mir ein … ich muss dringend Maria bitten, zu prüfen, ob Lauras Zimmer fertig sind. Das ist übrigens noch ein positiver Aspekt, der deinen Stress etwas vermindern könnte, Fabian. Sie wird auf dem Anwesen wohnen, sodass sie dir jederzeit zur Verfügung steht. Soll ich dir noch einen Kaffee holen? Der hier ist bestimmt schon kalt.“
„Ja, bitte.“ Er reichte ihr die Tasse auf der passenden cremefarbenen Untertasse, dann hatte er genug davon, in aller Stille zu leiden. „Und wärst du so nett, mir ein Glas Wasser und etwas gegen Kopfschmerzen zu bringen?“
„Vielleicht solltest du keinen Kaffee mehr trinken, wenn du Kopfweh hast?“
„Bist du jetzt nicht mehr nur meine Assistentin, sondern auch noch meine Mutter?“
„Ich wollte nur …“
„Inzwischen solltest du doch wissen, dass ich einfach unmöglich bin, wenn ich meinen Morgenkaffee noch nicht getrunken habe! Aber tröste dich, Carmela. In ein oder zwei Tagen musst du meine Launen nicht mehr ertragen. Dann wird dein beneidenswerter Ehemann deine ganze Aufmerksamkeit genießen!“
Wieder einmal schaffte es ihr Chef, sie mit seinem schrägen Humor zu beschwichtigen, und sie verzieh ihm sofort....




