E-Book, Deutsch, Band 0285, 384 Seiten
Reihe: Romana Exklusiv
Winters / Spencer / Wilkinson Romana Exklusiv Band 285
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7337-4411-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0285, 384 Seiten
Reihe: Romana Exklusiv
ISBN: 978-3-7337-4411-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
WILDER STURM ÜBER SCHOTTLAND von WILKINSON, LEE
Ein Schneesturm tobt über Schottland. Cathys letzte Rettung ist ein kleines Hotel. Sie muss sich das letzte Zimmer mit einem attraktiven Fremden teilen. In dieser einen Nacht erwärmt er mit seiner glühenden Leidenschaft Cathys einsames Herz. Doch am nächsten Morgen erwacht sie allein ...
ROMANTISCHES GESTÄNDNIS IN ROM von SPENCER, CATHERINE
Caroline war verliebt und vertraute Paolo blindlings - bis er sie nach einer einzigen heißen Nacht verließ. Damals schwor sie sich, niemals nach Rom zurückzukehren. Aber das Schicksal bringt sie erneut mit Paolo zusammen. Schon ein Blick von ihm trifft sie mitten ins Herz.
IM GEHEIMEN GARTEN DES SCHEICHS von WINTERS, REBECCA
Auf den Spuren ihrer Großmutter wird Lauren in der Wüste von einem Sandsturm überrascht. Gerade rechtzeitig rettet sie der feurige Rafi und bringt sie in den Palast des Scheichs. Als er sie im geheimen Garten küsst, ist es um Lauren geschehen. Doch sie ahnt nicht, dass diesen Mann niemals lieben darf.
Rebecca Winters war eine berühmte amerikanische Romanceautorin aus Salt Lake City, Utah. Ihre Heimat und ihre Lieblingsurlaubsziele in Europa dienten oft als Kulisse für ihre romantischen Liebesromane.
In ihrer 35-jährigen Schaffenszeit schrieb sie 175 Romance Novels, die weltweit fast 30 Millionen Mal verkauft wurden.
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1. KAPITEL
Endlich ging es los! Cathy war heilfroh, als das Gepäck im Auto verstaut war und sie den Wohnungsschlüssel bei den Nachbarn abgegeben hatte.
Von London aus stand ihr eine lange Fahrt bevor. Deshalb hatte Carl empfohlen, im Ilithgow House zu übernachten, einem kleinen Familienhotel, das als gemütlich, aber preiswert beschrieben wurde.
„Fahr so früh wie möglich los, Schwesterherz! Es ist eine ganz schöne Strecke bis nach Ilithgow, und auf den Autobahnen sind schon die Weihnachtsurlauber unterwegs.“ Carl war immer sehr besorgt um sie.
Die Fahrt zog sich tatsächlich schier endlos hin. Bereits vor einigen Stunden war die Dunkelheit eingebrochen.
Zu allem Überfluss fing es auch noch an zu schneien, als Cathy Schottland erreichte. Die ersten dicken Flocken tanzten im grellen Scheinwerferlicht und behinderten die Sicht durch die Windschutzscheibe. Die Scheibenwischer arbeiteten im Akkord. Zum Glück saß sie in Carls Geländewagen. Da konnte sie sich wenigstens einigermaßen sicher fühlen in dem dichten Schneetreiben.
Eigentlich fand sie es sehr hübsch, wenn die Landschaft unter einer dicken Schneedecke verschwand. Schon als Kind hatte sie sich über weiße Weihnachten gefreut.
Dieses Jahr allerdings wurde ihre Freude ein wenig getrübt. Wenn sie nur daran dachte, dass sie sich Carl zuliebe auf eine handfeste Lügengeschichte eingelassen hatte …
Fast hätte sie das beleuchtete Hotelschild in dem immer heftiger werdenden Schneesturm verpasst. In letzter Sekunde bog sie links ab und fuhr durch ein Tor. Gleich würde die größte Anstrengung vorüber sein!
Wie sie bei der Buchung erfahren hatte, befand sich das Hotel etwa 500 Meter von der Hauptstraße entfernt. Über eine alte Steinbrücke führte ein schmaler Weg über den Ilith.
Erschrocken hielt sie an. In dem Schneetreiben war der Verlauf der Brücke kaum zu erkennen. Cathy sah sich schon im Fluss landen. Nach kurzer Überlegung hielt sie es für besser, auszusteigen und sich aus nächster Nähe ein Bild zu machen.
Gerade wollte sie die Tür aufstoßen, als sie im Rückspiegel die Lichter eines anderen Wagens auftauchen sah. Kurz darauf hielt neben ihr ein Range Rover. Ein Mann in einem kurzen Trenchcoat stieg aus und kam auf sie zu.
Cathy kurbelte das Seitenfenster hinunter, und der Mann fragte mit angenehm warmer Stimme: „Kann ich Ihnen helfen?“
Als sie ihm erklärte, dass sie Angst hatte, den Weg nicht zu erkennen, lächelte er. „Zum Glück kenne ich mich hier aus. Ich fahre voraus, und Sie folgen mir, einverstanden?“
Ohne ihre Reaktion abzuwarten, stieg er wieder in seinen Wagen und bahnte sich einen Weg durch den Schnee. Sie orientierte sich an seinen Rücklichtern, bis sie es beide glücklich auf die andere Seite des Flusses geschafft hatten.
Jetzt erkannte Cathy die beleuchteten Fenster des Hotels. Im nächsten Moment bog der Mann nach rechts ab, parkte neben dem Eingangsportal und stieg aus.
Cathy hielt direkt neben ihm. In dem schummrigen Licht konnte sie nur erkennen, dass der Fremde ziemlich groß und breitschultrig war.
Höflich öffnete er ihr die Wagentür. „Sie haben doch eine Reservierung, oder?“
„Ja, natürlich.“
„Seien Sie lieber vorsichtig. Es ist ziemlich glatt hier draußen“, warnte er mit Blick auf ihre hochhackigen Wildlederpumps.
Schneeflocken fielen auf sein blondes Haar. Da Cathy vermeiden wollte, dass er zu sehr durchnässt wurde, stieg sie eilig aus und geriet prompt ins Rutschen.
Geistesgegenwärtig fing er sie auf.
Cathy verzog das Gesicht. „Ich weiß, ich hätte auf Sie hören sollen.“
Er lachte nur. „Ist ja noch mal gut gegangen. Haben Sie viel Gepäck?“
„Nur eine Reisetasche.“
Vorsichtig tastete sie sich zum Kofferraum und wollte ihre Tasche herausnehmen, doch er war schneller. „Ich mache das schon“, meinte er.
Carl, der immer zu einem Scherz aufgelegt war, hatte ihr die über und über mit goldfarbenen Teddybären bedruckte Tasche geschenkt. Der Fremde enthielt sich jeden Kommentars. Vielleicht hatte er das Muster auch nicht bemerkt.
„Vielen Dank, aber Sie haben doch sicher Ihr eigenes Gepäck zu tragen.“
„Nein, ich habe gar nichts dabei. Diese Übernachtung war nicht geplant. Ein Geschäftstermin hat länger gedauert als erwartet, und bei diesem Schneesturm möchte ich lieber nicht weiterfahren. Sonst lande ich noch im nächsten Graben.“
Cathy lächelte verständnisvoll. Gemeinsam erklommen sie die Treppe. Der Mann stützte sie, als er merkte, wie unsicher sie auf den Beinen war. Diese – für sie ungewohnte – Geste machte sie fast ein wenig verlegen. Die vergangenen Jahre waren eher trostlos gewesen.
Seitdem ihre Eltern viel zu früh gestorben waren, lastete eine enorme Verantwortung auf ihren Schultern. Es tat gut, dass sich einmal jemand um sie kümmerte.
Schade, dass der Fremde sie losließ, sowie sie die Hotelhalle erreicht hatten. Nachdem sie den Schnee von den Kleidern geschüttelt hatten, machten sie sich quer durch die weihnachtlich geschmückte Halle auf den Weg zum Empfang.
Unauffällig musterte Cathy ihren Begleiter. Er hatte ein ausdrucksvolles Gesicht, einen sinnlichen Mund und schöne dichte Wimpern. Mehr konnte sie von der Seite nicht erkennen. Trotzdem fühlte sie sich sofort zu ihm hingezogen.
Vorsicht, Cathy, ermahnte sie sich. Sie durfte nicht vergessen, dass sie die Rolle einer Ehefrau spielte.
Diesen Plan hatte Carl ausgeheckt, um endlich als Skilehrer arbeiten zu können. Von diesem Beruf hatte er schon als kleiner Junge geträumt. Cathy sollte seine liebende Ehefrau spielen. Ihre wirkliche Ehe mit Neil war leider alles andere als glücklich gewesen …
Als sie den interessierten Blick des Fremden auffing, sah sie verlegen zur Seite.
Eine geschmolzene Schneeflocke tropfte aus ihrem Haar und lief ihr den Nacken hinunter. Cathy schauderte.
„Hier, bitte, nehmen Sie das.“ Der Mann zog ein blütenweißes Taschentuch hervor und reichte es ihr. „Ich heiße übrigens Ross Dalgowan.“
Erneut trafen sich ihre Blicke, und wieder sah Cathy zu Boden. Ihre langen, hübsch geschwungenen Wimpern berührten fast ihre Wangen. „Cathy Richardson.“
Vielleicht etwas schüchtern, dachte Ross, aber ausgesprochen faszinierend. Er konnte kaum den Blick von ihr wenden.
Sie war keine ausgesprochene Schönheit, verfügte aber über ein hinreißendes Lächeln, einen makellosen Teint und seidiges aschblondes Haar. Die Farbe ihrer Augen war schwer zu beschreiben, ihre Nase war etwas zu klein geraten, ihr Mund etwas zu groß. Doch ihr herzförmiges Gesicht hatte einen ganz eigenen Liebreiz.
Cathy trocknete sich Gesicht und Haar und gab Ross das Taschentuch zurück. „Vielen Dank.“
„Gern geschehen.“ Sein Lächeln ließ ihr Herz sofort höher schlagen.
In diesem Moment ging eine Tür hinter dem Rezeptionstresen auf, und eine pummelige grauhaarige Frau trat heraus. Lächelnd begrüßte sie die neuen Gäste. „Guten Abend. Sie haben ja scheußliches Wetter mitgebracht. Ach, jetzt erkenne ich Sie, Mr. Dalgowan!“
„Einen wunderschönen guten Abend, Mrs. Low.“
„Dass Sie sich bei diesem Sturm hierher verirren!“
„Gerade der hat mich zu Ihnen geführt“, bemerkte er. „Der Schnee hat mich auf der Heimfahrt überrascht. Ich würde gern bei Ihnen übernachten.“
„Oje, ausgerechnet heute haben wir kein einziges Zimmer mehr frei. Aber natürlich kann ich Sie bei diesem Wetter nicht wieder wegschicken. Sie können auf der Couch am Kamin schlafen und unser privates Badezimmer nutzen. Hier durch den Torbogen und dann rechts. Wäre Ihnen das recht?“
„Das wird schon gehen, danke.“
„Ich würde Ihnen ja Duggies Zimmer geben, aber er ist über Weihnachten zu Besuch und hat seine Freundin mitgebracht. Ja ja, die jungen Leute … So, und nun zu der jungen Dame hier.“
Nach einem kurzen Blick auf ihre unberingten Finger erklärte Ross: „Miss Richardson hat eine Reservierung.“
Geschäftig blätterte Mrs. Low in ihrem Reservierungsbuch. „Richardson … Richardson … ach, hier haben wir Sie ja.“ Nach einem zweiten Blick sah sie nervös auf. „Wir müssen uns bei Ihnen entschuldigen, Miss Richardson. Leider ist uns ein Fehler bei der Reservierung unterlaufen. Es ist nur noch eine kleine Suite im Erdgeschoss frei. Sie besteht aus zwei miteinander verbundenen Zimmern und einem Badezimmer. Selbstverständlich berechnen wir Ihnen nur die Kosten für ein Einzelzimmer, wie sie es gebucht haben. Haben Sie Gepäck?“
„Nur die Reisetasche.“
Mrs. Low betrachtete die trotteligen Teddybären auf der Tasche, die Ross noch immer in der Hand hielt.
In diesem Moment kullerte ein Wassertropfen über Cathys Wange. Behutsam tupfte Ross ihn ab.
Offensichtlich hatte Mrs. Low diese vertraute Geste falsch verstanden, denn hoffnungsfroh schlug sie vor: „Vielleicht könnten Sie sich die Suite teilen?“
„Das kann ich Miss Richardson wirklich nicht zumuten …“
„Nun, ich habe nichts dagegen, wenn es sich um zwei Zimmer handelt …“
Sie hatten beide gleichzeitig gesprochen.
„Kommen Sie, ich zeige Ihnen die Suite. Dann fällt Ihnen die Entscheidung leichter.“ Mrs. Low führte sie durch einen schmalen Flur und öffnete eine Tür auf der rechten Seite.
„Wir haben zwar Zentralheizung, aber ich habe den Kamin in diesem Zimmer angeheizt. Ein Kaminfeuer hat so etwas Beruhigendes,...




