Wirth | Draneo und das geheime Vermächtnis der Zeit | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 710 Seiten

Wirth Draneo und das geheime Vermächtnis der Zeit


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-99107-077-1
Verlag: novum pro Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 710 Seiten

ISBN: 978-3-99107-077-1
Verlag: novum pro Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Im Einklang zwischen dem 'Kind der Zeit' und dem 'Licht' würde eine neue Welt entstehen. Dies besagt eine alte Legende aus Lurena. Vor langer Zeit nimmt Dematus Fojio das Königreich Tepenjen gewaltvoll ein und bringt unendliches Leid über die Länder Tepenjen, Altymlia und Mezora, die einst vom Gott der Zeit aus Magie erschaffen wurden. Als Leon nach Altymlia reist um dort das Erbe seiner Großmutter zu übernehmen, ahnt er noch nicht, dass er für etwas ganz Großes bestimmt ist und Keyhole für immer verlassen hat. In Altymlia trifft er Nina, die genau wie er völlig anders ist als alle anderen Menschen, sie scheinen nicht menschlich zu sein. Es beginnt ein Abenteuer, auf dem sie feststellen, dass sie über magische Fähigkeiten verfügen um den Fluss der Zeit umzukehren und für Frieden zu sorgen.

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Das mysteriöse Erbe


Eine atemberaubende Geschichte nahm ihren Anfang in einer Großstadt namens Keyhole. Diese Stadt war eine sehr große Hafenstadt, die von ihren prächtigen Parkanlagen geradezu übersät war. Für eine Großstadt besaß Keyhole eine sehr saubere Luft, die Winde, welche vom Meer ins Innere der Stadt gelangten, belebten die Stadt sowie ihre Bewohner. In einer idyllischen Gegend in Keyhole befand sich ein kleines gemütliches Haus mit einem Vorgarten. Dieser war mit einem Holzzaun in weißer Farbe umzäunt. Keyhole erblühte im anfänglichen Sommer und die Rittersporne erblühten in blau-violettem Ton im Garten des Hauses. In diesem bescheidenen Häuschen wohnte eine dreiköpfige Familie namens Thiel. Der eigentliche Name Thielos wurde leicht verändert, da die Familie in einem anderen Land lebten. Die Mutter des Hauses hörte auf den altertümlichen Namen Marie und lebte mit ihren beiden Kindern in Keyhole. Sie war die einzige Braunhaarige in der Familie. Sie war eine Hausfrau, die ihren Garten stets mit viel Liebe pflegte. Nicole Thiel hatte lange schwarze Haare und mit ihren stolzen zweiundzwanzig Jahren war sie eine erfolgreiche Meeresbiologin, welche ihr eigenes Labor leitete. Wenn einem das Glück begegnete, konnte man sie stets in einem weißen Kittel antreffen. Nicole war sehr ehrgeizig undstarrköpfig. Sie verblieb meistens in ihrem Labor und dort arbeitete sie oft tagelang durch. Das Labor, welches Nicole gehörte, lag hinter ihrem Haus, es wurde hierfür sogar extra ein Weg aus Steinplatten angelegt, der ausschließlich für Forscher aus diesem Labor zugänglich war. Marie sah ihre Tochter so gut wie nie. Allein die Tatsache, dass Nicole immer in ihrer Nähe war, beruhigte sie ein wenig. Leon Thiel war ebenfalls schwarzhaarig und somit Nicoles großer Bruder. Mit seinen vierundzwanzig Jahren gelang ihm das, was sonst niemandem aus eigener Kraft gelungen war. Er eröffnete eine eigene Firma. Leon war sehr intelligent, es wurde sogar einst ein Artikel über ihn verfasst. Er galt als das Genie der Neuzeit, wie es in einer Zeitung stand, die nun mehr als sieben Jahre alt war. In Leons Firma, die er,,Sports Industries“ nannte, wurden Sportgeräte entwickelt, die ausschließlich für Einrichtungen wie Fitnessstudios zugänglich waren. Neuerdings entwickelten sie auch Gerätschaften für Krankenhäuser und diverse Kleinkliniken. Leon arbeitete vorwiegend mit anderen Ländern zusammen. Sports Industries erreichte innerhalb kürzester Zeit einen hohen Bekanntheitsgrad.


Die nächtlichen Wolkenschleier lüfteten sich im Angesicht des neuen anbrechenden Tages und eine taufrische Kälte zog in den Ort ein. Obwohl es noch sehr dunkel war, brach Leon zu seiner Firma auf, die im Zentrum Keyholes zu finden war. Die Erwartungen an den neuen Tag lagen noch im Unbekannten, jedoch ahnte Leon nicht, dass der Gang zu seiner Arbeit ein schauriges Geheimnis mit in seine Arbeit schleifte, das sein bisheriges Leben für immer verändern sollte. Leons Firma besaß eine Glastür, welche über einen Sensor gesteuert wurde. An der Seite befand sich ein kleines Kästchen, in das die richtige Tastenkombination eingegeben werden musste. Nur die Mitarbeiter der Firma hatten Zugriff aufs Innere der Firma. Leon betrat wie jeden Morgen seine Firma. Am Eingang lauerten schon seine Mitarbeiter. Sie passten ihn wie jedes Mal am Eingang ab, um ihn über neueste Kenntnisse und formelle Berichte in schriftlicher Form zu informieren. Hier ging es stets sehr hektisch zu. An den beiden Seiten eines Ganges standen seine Mitarbeiter wie Statuen aufgestellt und hielten ihm die Klemmbretter entgegen. Als Leon durch den Gang schritt, um zu seinem Büro zu gelangen, nahm er die Klemmbretter entgegen. Die Arbeiter gingen hektisch wieder an ihre Arbeit. Es war eine reine Gewöhnungssache. Leon wurde mit Berichten und allgemeinen Informationen förmlich überschüttet. Er begab sich in sein Büro und ging sofort die Berichte durch, mitunter waren auch neue Kundenanfragen dabei. Schließlich konnte nicht jeder die entwickelten Geräte bestellen. Dies musste von der Geschäftsleitung eingehend geprüft werden. Gegen die Mittagsstunde kündigte sich eine rätselhafte Person in Leons Firma an. Wenn jemand einen Termin oder ähnliches in der Firma hatte, gab es vor der Eingangstür eine Sprechanlage, über die Sekretärin wurde die Person hereingelassen. Eine Person in einem schwarzen Anzug, mit einer Aktentasche in ihrer rechten Hand, erschien am Tresen der Sekretärin, welche auch die Position der Empfangsdame einnahm. Die Sekretärin trug eine Hochsteckfrisur in blonder Farbe mit einer Brille. Für einen Moment war die Sekretärin überrascht darüber, dass der Mann vor ihr stand. Denn sie musste sich die Frage stellen, wie er ins Haus herein gelangt war. Augenscheinlich kam er herein ohne die Sprechanlage zu benutzen. Die Sekretärin konnte es sich nicht erklären, entschloss sich jedoch der fremden Person freundlich gegenüber zu treten.


Die Sekretärin schaute der erschienenen Person in die Augen.


»Entschuldigen Sie, mein Herr, wie sind Sie hereingekommen?«, fragte die Sekretärin sehr freundlich. Die Person stellte ihren Aktenkoffer aus schwarzem Leder auf dem aus Marmor bestehenden Boden ab. Danach lehnte er seine Arme auf die Oberfläche des Tresens.


»Hören Sie, junge Frau, ich bin Anwalt und habe ein äußerst dringendes Anliegen mit dem Geschäftsführer zu besprechen. Könnten Sie mir Auskunft über sein derzeitigen Aufenthaltsort erteilen?«, fragte der Anwalt. Die Sekretärin blitzte mit großen Augen auf. Sie starrte dem fremden Anwalt verblüfft in die Augen. Sie stand von ihrem bequemen Drehstuhl auf, welcher den Besuchern verborgen blieb, da der Tresen sehr hoch war. Die Sekretärin trat vor den Tresen. Der Anwalt verfolgte derweil die Sekretärin mit seinen Augen. Sie sah dem Anwalt in die Augen.


»Ein Anwalt in unserem Haus? Ich werde Sie unverzüglich zu ihm geleiten! Bitte folgen Sie mir!«, antwortete die Sekretärin auffordernd. Leons Büro lag am Ende eines Ganges. Eine Seite des Ganges war mit großen Glasscheiben versehen, es sah wie eine lange Glaswand aus, die ansprechenden Blumen und Sträucher in den unterschiedlichen Farben regten zur Entspannung an. Dort befand sich auch ein Brunnen, der hohe Fontänen schlug, welcher das Gesamtbild untermalte. Dies weckte, wie man sich vorstellen konnte, bei dem Anwalt die volle Aufmerksamkeit. Das war ein gigantischer Blickfang.


»Für eine Firma wie diese ist es ungewöhnlich, solch einen Ort vorzufinden!«, erwähnte der Anwalt. Die Sekretärin, die vor ihm lief, grinste.


»Da haben Sie wohl Recht! Unser Chef bestand darauf! Er wollte der Natur so nah wie möglich sein! Menschen sollten niemals die Natur unterschätzen! Von diesen Worten ausgehend konnte man sich schwer vorstellen, dass er eine Firma leiten konnte! Jeder einzelne Mitarbeiter schätzt ihn sehr!«, erzählte die Sekretärin. Der Anwalt hörte ihr interessiert zu.


Obwohl er in einer Großstadt wie dieser aufwuchs, kann er nach wie vor seine Wurzeln nicht leugnen! Ein wirklich interessanter Mann, dieser Leon Thiel, dachte der Anwalt ganz still für sich.


Leon saß in seinem Büro und arbeitete an den vielen Akten, welche sich inzwischen aufstapelten. Hierzu benutzte er eine schwarze Brille, dadurch sah er wie ein Gelehrter aus. Er war sehr in seine Arbeit vertieft. Das sanfte Klopfen der Sekretärin vernahm Leon zuerst nicht. Als die Sekretärin keine Antwort erhielt, öffnete sie leise die Türe einen Spalt und spähte ins Büro hinein. Sie trat ins Büro ein.


»Verzeihen Sie die Störung! Jemand bittet Sie um ein Gespräch!«, erwähnte die Sekretärin. Leons Blicke schweiften über seine Brille hinweg zu seiner Sekretärin.


»Hat dieser sich vorher angemeldet?«, fragte Leon.


»Das nicht, jedoch erwähnte er, dass es sehr dringlich sei!«, antwortete die Sekretärin. Leon befahl ihr ihn wieder wegzuschicken. Da er nur Personen mit einem Termin in Empfang nehmen konnte, da seine Zeit sehr knapp bemessen war. Jene Person, die gekommen war um ihn zu treffen, lauschte versehentlich dem Gespräch. Sehr gewagt platzte die Person ins Büro. Jene Person berührte die rechte Schulter der Sekretärin und drückte sie zur Seite und ging an ihr vorbei. Leon traute seinen Augen nicht, wer in sein Büro platzte, vor Schreck nahm er seine schwarze Brille ab und legte sie auf seinen Schreibtisch. Die Sekretärin war perplex vom Auftritt des Anwalts, jedoch fing sie sich wieder und schaute den Anwalt an.


»Sie können doch nicht einfach hier reinplatzen!«, sagte die Sekretärin energisch. Leon stand von seinem Stuhl auf und näherte sich dem Anwalt.


»Ist schon gut! Begeben Sie sich wieder zu Ihrer Arbeit!«, sagte Leon. Die Sekretärin war verblüfft über das sonderbare Verhalten ihres Chefs. Dennoch verließ sie das Büro und begab sich wieder an ihren Arbeitsplatz. Leon war ohne jeden Zweifel überrascht über den plötzlichen Besuch seines Anwalts. Trotzdem stand ihm nicht genügend Zeit zur Verfügung. Leon nahm seinen Anwalt mit einem festen Händedruck in Empfang, noch ahnte er nicht, was ihm in Kürze offenbart werden würde. Er setzte sich wieder an seinen Schreibtisch und schaute seinem Anwalt in die Augen, dieser nahm auf einem Lederstuhl Platz und stellte seinen Aktenkoffer auf den Schoß.


»Was verschafft mir die Ehre für den Besuch?«, fragte Leon formell.


Der Anwalt der Thiels suchte Leon wegen einem besonderen Anliegen auf....




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