Wolf | Die Liebe des Königs | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 614 Seiten

Wolf Die Liebe des Königs

Roman
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-95885-445-1
Verlag: Venusbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz

Roman

E-Book, Deutsch, 614 Seiten

ISBN: 978-3-95885-445-1
Verlag: Venusbooks
Format: EPUB
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Ihre Liebe und Leidenschaft sind sein Lebenselixier: Das Romance-Highlight 'Die Liebe des Königs' von Joan Wolf jetzt als eBook bei venusbooks. Die sturmumtoste Küste Britanniens: Während die Dänen immer vehementer angreifen, scheint ein Fluch auf dem Königreich zu legen: Ein König von Wessex nach dem anderen stirbt. Erst als der junge Alfred den Thron besteigt, wendet sich das Schicksal. Immer an seiner Seite: die leidenschaftliche Elswyth. Die Königin seines Herzens widersetzt sich nicht nur den höfischen Regeln, sondern trotzt auch den politischen Intrigen und Wirren ihrer Zeit. Doch eines Tages steht Alfred vor der schwersten Entscheidung seines Lebens: Er muss sich zwischen seinem Königreich und seiner großen Liebe entscheiden ... 'Spannungsgeladen und perfekt! Mit der Geschichte um Alfred -den König, der England vor den Dänen rettete - bringt Joan Wolf die staubigen Fakten der Historie zum Leuchten.' Publishers Weekly Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Die Liebe des Königs' von Joan Wolf. Lesen ist sexy: venusbooks - der erotische eBook-Verlag.

Joan Wolf ist die amerikanische Grande Dame der Liebesromane. Sie wuchs in der New Yorker Bronx auf und studierte Englische und Vergleichende Sprachwissenschaften am renommierten Hunter College in Manhattan. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie längere Zeit als Englischlehrerin an einer High-School, bevor sie ihre internationale Karriere als Autorin begann. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihrer Katze und ihrem Hund in Connecticut. Bei venusbooks veröffentlichte sie die Romane 'Die Braut des Fürsten', 'Das Herz des Earls', 'Die Liebe des Königs' und 'Die Leidenschaft des Lords'.

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Kapitel 1
Der kleine Junge stand in der Ecke. Sein Vater, der König, hatte ihn für einen Moment vergessen. Die Thane, die sich um König Ethelwulf scharten, machten verdrießliche Gesichter und sprachen mit grimmigen Stimmen. Das Wort, das sie ständig gebrauchten, kannte Alfred nicht. Rebellion. Was bedeutete das? Alfred drückte sich tiefer in die Ecke des Königssaals und versuchte zu verstehen, was die Lehnsmänner sagten. Sein Bruder Ethelbald führte eine Rebellion an; soviel war klar. Aber was hieß das, »Rebellion«? Alfred und sein Vater waren das letzte Jahr fern von Wessex auf einer Pilgerfahrt nach Rom. Während ihrer Abwesenheit war die Herrschaft Alfreds ältesten Brüdern, Athelstan und Ethelbald, übertragen worden. Vor ein paar Monaten war Athelstan gestorben, und Ethelbald hatte das ganze Königreich übernommen. Und nun führte er eine Rebellion an. Was auch immer eine »Rebellion« war, dachte Alfred erschaudernd, es konnte nichts Gutes bedeuten. Das sah man am Gesichtsausdruck der Thane. »Mein Prinz.« Es war die vertraute Stimme von einem der Lehnsmänner, die Ethelwulf ständig begleiteten. »Komm mit, Junge«, sagte der Mann jetzt ruhig. »Die Königin sucht dich.« Alfred brauchte einen Moment, um zu begreifen, von wem er sprach. »Oh«, sagte er dann, »Judith!« »Ja, Lady Judith. Sie hat nach dir verlangt.« »In Ordnung«, antwortete Alfred und trat plötzlich ganz bereitwillig aus seiner dunklen Ecke hervor. Vielleicht wußte Judith, was »Rebellion« bedeutete. »Ich komme.« Prinzessin Judith, Tochter von Karl dem Kahlen, war vor drei Wochen in Frankreich mit Ethelwulf verheiratet worden. Judith war sechzehn Jahre alt; Ethelwulf war dreiundfünfzig. »Alfred«, sagte Judith auf fränkisch, als er ihr Schlafgemach betrat. Sie war nicht viel älter als ihr Stiefsohn, und die beiden hatten während des viermonatigen Aufenthaltes der Westsachsen am französischen Königshof schnell Freundschaft geschlossen. Kinder lernen leicht, und so hatte Alfred sich Grundkenntnisse in Fränkisch angeeignet und brachte Judith nun Sächsisch bei. »Was geht hier vor?« fragte sie, und ihre großen braunen Augen sahen besorgt aus. »Ich weiß nicht, Judith«, antwortete Alfred und schloß die Tür hinter sich. »Ich glaube, mein Bruder Ethelbald hat etwas Böses getan. Die Thane sagen, es ist »Rebellion«.« Er benutzte das sächsische Wort. »Weißt du, was das bedeutet?« fragte er. Judith schüttelte den Kopf. »Wenn du das Wort nicht kennst, Alfred, wie soll ich es dann kennen?« »Oh.« Enttäuscht überquerte er den Holzfußboden und erklomm den zweiten Sessel im Raum, der wie Judiths nahe beim Kohlenbecken stand. Beunruhigt sagte er: »Komisch, daß meine anderen Brüder, Ethelbert und Ethelred, nicht hier sind, um uns zu begrüßen.« Judith seufzte irritiert. »Ihr mit euren westsächsischen Namen! Für mich hören sie sich alle gleich an!« Alfred grinste ein wenig, »›Ethel‹ bedeutet von Adel«, erklärte er. Es gefiel ihm, ihr etwas beibringen zu können. »Die Namen vieler westsächsischer Adliger beginnen so.« Ihm fiel etwas ein, worüber er sich schon immer geärgert hatte. »Von all meinen Geschwistern bin ich der einzige, der nicht so einen Namen hat. Sogar meine Schwester heißt Ethelswith!« »Du warst ein Nachzügler«, sagte Judith mit ihrer sanften Stimme. »Dein Vater hat mir erzählt, daß du sein besonderes Gottesgeschenk bist. Deshalb hast du auch einen besonderen Namen.« Alfred schob die Unterlippe vor. »Ich finde ›Ethelwold‹ schön«, meinte er nach einer Weile. Judith sagte bestimmt: »Ich mag ›Alfred‹.« Er blickte sie unter langen, goldenen Wimpern von der Seite an; dann grinste er. »Wie alt ist dein Bruder Ethelbald?« fragte Judith als nächstes. Das Lächeln verschwand, und Alfred blickte eifrig auf seine Finger. »Ethelred ist achtzehn. Ethelbert ist vier Jahre älter als er, und Ethelbald noch mal zwei Jahre älter. Also ist er…« Er runzelte die Stirn, konzentrierte sich und fing an, mit Hilfe der Finger zu rechnen. »Vierundzwanzig«, sagte Judith schließlich, als es offensichtlich war, daß Alfred den Überblick verloren hatte. Alfred runzelte wütend die Stirn, weil es ihm nicht gelungen war, die Rechenaufgabe zu lösen. In diesem Moment bewegte sich der Türriegel, und die Tür wurde aufgestoßen. Alfred und Judith sprangen auf, als ein großer, dünner Mann mit grauem Haar den Raum betrat. »Mylord«, sagte Judith. Ihre Stimme war plötzlich gedämpft. »Vater!« rief Alfred erleichtert. Sobald Ethelwulf auf sie zusteuerte, fragte Alfred auf sächsisch: »Was ist eine »Rebellion«?« »Rebellion«, wiederholte Ethelwulf, König von Wessex, niedergeschlagen. Er wandte sich zu Judith und sagte das Wort noch einmal, auf fränkisch. Ihre Augen weiteten sich, als sie plötzlich begriff. »Setzt Euch, meine Liebe«, sagte Ethelwulf zu seiner Frau. Er sprach Französisch mit Akzent, aber relativ fließend. Er wandte sich Alfred zu. »Du kannst dich auf den Boden setzen, mein Sohn. Meine alten Knochen haben einen Sessel nötiger als deine.« Alfred sank auf den Fellteppich zu Füßen seines Vaters. »Was habt Ihr zu Judith gesagt?« fragte er Ethelwulf mit der furchtlosen Neugier eines verwöhnten Kindes. »Wie hieß das Wort? Was ist »Rebellion«?« Ethelwulf ließ sich auf dem Sessel nieder und streckte die langen Beine aus. »»Rebellion« ist, wenn man eine Armee gegen den König aufstellt«, sagte er und sah in die goldenen Augen seines Sohnes, die zu ihm aufblickten. »Anscheinend hat dein Bruder Ethelbald beschlossen, seine jetzige Position nicht aufzugeben. Er hat Geschmack daran gefunden, König zu sein.« Alfred starrte seinen Vater an. Ethelwulf sah gar nicht besorgt aus, dachte er. Nur müde. Was Ethelbald auch tat, es konnte nicht so schlimm sein, wie Alfred befürchtet hatte. Judith sagte: »Mylord, es tut mir leid, das zu hören. Aber ein Mann allein kann keine Rebellion führen. Hat Euer Sohn Gefolgschaft?« »Es scheint so«, antwortete Ethelwulf. »Aber nicht Ethelred!« warf Alfred ein, der seinen Lieblingsbruder sofort verteidigte. »Nein, Ethelred nicht«, stimmte sein Vater zu. »Ethelred und Ethelbert erwarten mich in Winchester. Anscheinend hat Osric, Ealdorman von Hampshire, das Fyrd zu unserer Verteidigung aufgestellt.« Es war einen Moment still. Dann fragte Judith fast schüchtern. »Ich verstehe Eure Worte nicht, Mylord. Was ist das Fyrd? Was ist ein Ealdorman?« »Ein Ealdorman ist vergleichbar mit einem fränkischen Grafen, meine Liebe«, erklärte Ethelwulf. »Ein Adliger, der vom König ernannt wird, um die Grafschaft zu leiten. Er ist zuständig für Rechtsprechung und Verteidigung. Das Fyrd ist die Streitkraft, die der Ealdorman in Notzeiten aus Thanen und Freien der Grafschaft aufstellt.« Alfred war den Ausführungen seines Vaters mit kaum verhohlener Ungeduld gefolgt. »Vater« sagte er, sobald Ethelwulf gesprochen hatte, »hat Ethelbald etwa eine Armee«– »Ja, mein Sohn«, war die traurige Antwort. »Ich befürchte ja.« Alfred spürte, wie sich sein Magen zusammenzog. »Was bedeutet das alles?« Er flüsterte fast. »Was wird geschehen?« Judiths pragmatische, kühle Stimme übertönte ihn. »Wer gehört zu Ethelbalds Gefolge, Mylord? Und wie viele Männer sind es?« Alfreds Vater rieb sich das Gesicht, ein sicheres Zeichen, daß er in Sorge war. »Ethelbalds Pflegevater ist der Bruder meiner ersten Frau; Eahlstan, Bischof von Sherborne. Ethelbald hat den Großteil seines Lebens im Westen des Landes verbracht, und die Männer aus der Gegend westlich des großen Waldes von Selwood haben sich erhoben, um ihn zu unterstützen.« »Aber die Männer im Osten werden doch zu Euch stehen?« Überrascht starrte Alfred Judith an. Noch nie hatte er sie so … bestimmt erlebt. »Soviel ich weiß, ja.« Judith lehnte sich im Sessel zurück. »Nun, wenn Eure anderen Söhne auf Eurer Seite sind, Mylord, und alle Grafschaften östlich von Selwood, dann wird Ethelbalds Unterfangen nur von kurzer Dauer sein.« Alfred sah, wie der Vater kurz in seine Richtung blickte. Dann lächelte Ethelwulf Judith an. »Dessen bin ich mir ganz sicher, meine Liebe«, sagte er mit einem falschen, besänftigenden Unterton, den Alfred kannte, und der bedeutete, daß ihm etwas verheimlicht wurde. »Ich bin mir ganz sicher.«

***

Alfred konnte es kaum erwarten, nach Winchester zu kommen. Sein Bruder Ethelred war dort, und Ethelred war der Mensch, den Alfred auf der ganzen Welt am liebsten hatte. Natürlich liebte er seinen Vater auch, aber es war immer Ethelred gewesen, der sich für das jüngste Mitglied der westsächsischen Königsfamilie Zeit genommen hatte. Ethelred hatte Alfred das Reiten und das Jagen beigebracht und ihn gelehrt, wie man mit Pfeil und Bogen schießt. Er hatte ihm sogar versprochen, ihn im Umgang mit dem Schwert zu unterrichten, wenn er aus Rom zurückkehrte. Ethelred würde ihn nicht wie ein Baby behandeln. Ethelred würde ihm sagen, was los war. Ethelred würde dafür sorgen, daß er sich wieder sicher fühlte. Die Steinmauern von Winchester waren den römischen Mauern, die man in Frankreich und Italien überall sah, sehr ähnlich, aber Alfred sah die westsächsische Hauptstadt an diesem Tag mit anderen Augen, als er mit dem Zug seines Vaters durch das Stadttor ritt. Die Städte in Frankreich und Italien waren viel prachtvoller gewesen als das kleine...


Wolf, Joan
Joan Wolf ist die amerikanische Grande Dame der Liebesromane. Sie wuchs in der New Yorker Bronx auf und studierte Englische und Vergleichende Sprachwissenschaften am renommierten Hunter College in Manhattan. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie längere Zeit als Englischlehrerin an einer High-School, bevor sie ihre internationale Karriere als Autorin begann. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihrer Katze und ihrem Hund in Connecticut.

Bei venusbooks veröffentlichte sie die Romane „Die Braut des Fürsten“, „Das Herz des Earls“, „Die Liebe des Königs“ und „Die Leidenschaft des Lords“.



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