Wolf | Zyklisches | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 18 Seiten

Wolf Zyklisches


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-68912-222-5
Verlag: EDITION digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 18 Seiten

ISBN: 978-3-68912-222-5
Verlag: EDITION digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Friedrich Wolf - ein Erzähler, der den Puls der Zeit spürt und in seinen Erzählungen die Abgründe des Menschseins beleuchtet. Seine Figuren sind Gequälte, Verzweifelte, Suchende - Menschen, die zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und individuellen Schicksalen gefangen sind. Ob der blinde Musiker, dessen Leben in einem leisen Ton vergeht, die erschöpfte Näherin, deren Lachen im monotonen Nähgeräusch erstickt, oder der taubstumme Junge, der aus der Mitte eines Spiels verstoßen wird - Wolf zeigt uns in all diesen Schicksalen die Essenz des Lebens und der sozialen Ungerechtigkeit. Mit scharfem Blick und emotionaler Tiefe stellt er uns die Frage: Wie viel Menschlichkeit bleibt in einer Welt, die von Gleichgültigkeit und Macht dominiert wird? Diese Erzählungen lassen uns nicht los, sie sind ein Spiegel der Vergangenheit und ein Warnruf für die Gegenwart. Ein literarisches Werk, das heute dringlicher denn je erscheint.

Friedrich Wolf (* 23. Dezember 1888 in Neuwied; ? 5. Oktober 1953 in Lehnitz) war ein deutscher Arzt, Schriftsteller und Dramatiker, der sich besonders durch seine politische und literarische Arbeit einen Namen machte. Friedrich Wolf wurde als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Er studierte von 1907 bis 1912 Medizin, Philosophie und Kunstgeschichte in verschiedenen deutschen Städten und promovierte 1913 in Medizin. Während des Ersten Weltkriegs diente er als Truppenarzt und entwickelte sich zum entschiedenen Kriegsgegner. Nach dem Krieg engagierte er sich politisch und wurde Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrats in Dresden. Wolf war ab 1928 Mitglied der KPD und verfasste zahlreiche politisch engagierte Werke. Sein bekanntestes Drama, "Cyankali" (1929), prangerte das Abtreibungsverbot des § 218 an und löste eine breite gesellschaftliche Debatte aus. Neben seiner literarischen Tätigkeit arbeitete er als Arzt und engagierte sich für die Rechte der Arbeiterklasse. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Wolf 1933 in die Sowjetunion, wo er weiterhin literarisch aktiv war und für Radio Moskau arbeitete. Während des Spanischen Bürgerkriegs versuchte er, als Arzt an den Internationalen Brigaden teilzunehmen, blieb aber in Frankreich. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er in Frankreich interniert, konnte jedoch 1941 mit sowjetischer Hilfe nach Moskau zurückkehren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Wolf nach Deutschland zurück und engagierte sich in der DDR kulturpolitisch. Er war Mitbegründer der DEFA und der Deutschen Akademie der Künste. Zudem diente er von 1949 bis 1951 als erster Botschafter der DDR in Polen. Friedrich Wolf starb 1953 an einem Herzinfarkt und wurde auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin beigesetzt. Wolf hinterließ ein umfangreiches literarisches Werk, das durch seinen politischen und sozialen Einsatz geprägt ist. Seine Söhne Markus und Konrad Wolf setzten sein Erbe als bedeutende Persönlichkeiten der DDR fort. Staatliche Auszeichnungen 1943: Orden Roter Stern 1949: Nationalpreis der DDR II. Klasse für das Theaterstück Professor Mamlock 1950: Nationalpreis der DDR I. Klasse für den Film Rat der Götter.
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Im Luftbad Eichkamp war's, wir spielten Kreisball - ein ganz famoses, lustiges Spiel. Am lustigsten aber, wenn so ein recht dreikantiger Tölpel dabei ist wie unserer da; flumm! schon fliegt ihm der dicke Ball wieder an den Kopf. 'Aufpassen! Hören Sie denn nicht!' Er geht ganz ernst, ganz selbstverständlich in die Mitte ... Und nun muss er springen. Keiner macht da einen Fehlwurf. Und wie er hopst; wir biegen uns vor Lachen. Genug! Das Spiel geht weiter ... 'Manege werfen, keinen überschlagen!' Da, schon wieder hat er nicht aufgepasst: 'Rein, in die Mitte!' - Wie der arme Kerl sich abquält, eine voll gespannte Aufmerksamkeit in den Zügen, und doch verpasst er jeden Anruf, jede Gelegenheit, einem Wurf auszuweichen. Es wird bald auch den Wildesten zu viel; man lässt ihn. Aber lachen muss man immer wieder und wieder über diesen Tollpatsch - eine tolle Ausgelassenheit ... Als wir heim wollen, bringt er uns einen Zettel, auf welchem stand: Er danke uns auch schön und sage adieu aufs nächste Mal. Er könne uns leider nicht verstehen, er sei taubstumm.



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