Wood | Mein athletischer Retter | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2307, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Wood Mein athletischer Retter


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-1578-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2307, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7515-1578-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Nichts geht mehr: Erst verliert Supermodel Eliot ihren Vertrag, und dann verlässt sie ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit! Jetzt wird die blonde Schönheit von Paparazzi gejagt. Da taucht ihr Ex Soren Grantham wie ein rettender Engel auf. Unerwartet bietet der muskulöse Profischwimmer ihr an, auf dem Anwesen seiner Familie unterzutauchen, bis sich der Presserummel gelegt hat. Gänzlich unvorbereitet ist Eliot auf die starke Anziehung, die noch immer zwischen ihnen herrscht. Als die Wogen der Leidenschaft hoch schlagen, beginnt sie sich zu fragen, ob ein Leben abseits des Laufsteges nicht doch verlockender sein könnte als gedacht ...



Schon mit acht Jahren schrieb Joss Wood ihr erstes Buch und hat danach eigentlich nie mehr damit aufgehört. Der Leidenschaft, die sie verspürt, wenn sie ihre Geschichten schwarz auf weiß entstehen lässt, kommt nur ihre Liebe zum Lesen gleich. Und ihre Freude an Reisen, auf denen sie, mit dem Rucksack auf dem Rücken, abenteuerliche Ziele in Südafrika, Europa und Amerika besucht. Beim Schreiben taucht sie ganz in ihre Geschichte ein, verliebt sich auch heute noch in die Helden ihrer Romane und flirtet beim Schreiben mit ihnen.

Wenn Joss Wood nicht gerade schreibt, oder sich um ihre Kinder kümmert, nutzt sie ihre Erfahrungen in Business und Marketing, um mit Hilfe einer ehrenamtlichen Organisation, die Wirtschaft ihres Heimatstädtchens an der Ostküste Südafrikas anzukurbeln. Umgeben von Farmen und einer atemberaubenden Berglandschaft, gehört die Gesellschaft von wilden Steppentieren vor der Haustür genauso zu ihrem glücklichen und etwas chaotischen Leben, wie ihre Familie, Freunde und natürlich ihre Bücher.

Wood Mein athletischer Retter jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL


Es ist Sommer, und ich, Avangeline, bin zweiundachtzig Jahre alt. Ich stehe im Wartezimmer Gottes. Das weiß ich, und ich akzeptiere es … Irgendein schlauer Mensch hat mal gesagt, es gebe nur zwei Gewissheiten im Leben, den Tod und die Steuern. Der Tod wird mich früher ereilen, als mir lieb ist, und, bei Gott, Steuern habe ich genug gezahlt.

Doch ich habe auch viel Geld verdient. Milliarden …

Aber ich frage mich, wie viel ein Geheimnis wert ist. Bekomme ich bei zweien am Ende Rabatt?

„Die kleinsten Handschellen der Welt, Honey.“

Hinter ihrem Brautschleier sah Eliot Stone durch den Spalt des Wagenfensters das sonnengebräunte Gesicht einer Fahrradkurierin, deren graues Haar unter dem Helm hervorlugte. Zuerst war sie unsicher, ob die Kurierin mit ihr gesprochen hatte oder nicht, doch als die Frau ihre Hand auf die Fensterkante der Limousine legte, um das Gleichgewicht zu halten, zweifelte Eliot nicht mehr daran, dass ihre Aufmerksamkeit ganz bei ihr war.

„Reden Sie vom Heiraten?“, wollte Eliot wissen, fasziniert von der Weisheit, die sie in den braunen Augen der Fahrradfahrerin sah. Diese Frau hatte bestimmt schon viel erlebt, und wahrscheinlich nicht nur Gutes.

„Schöner Tag, schönes Kleid, schöne Schuhe. Aber das alles bedeutet nichts, wenn man so unglücklich aussieht wie du, Süße.“

„Es reicht“, mischte sich Ursula Stone ein, beugte sich vor und drückte den Knopf, um das Wagenfenster zu schließen. Dann sah sie Eliot aufgebracht an. „Ich hatte dir gesagt, du sollst das Fenster nicht öffnen, Eliot.“

„Ich brauchte einfach frische Luft“, erwiderte Eliot und beobachtete, wie die Fahrradfahrerin geschickt durch den dichten Verkehr manövrierte. Als sie von einem Lastwagen geschnitten wurde, zeigte sie ihm den Mittelfinger. Eliot musste lächeln. Sie hatte die kurze Vertraulichkeit genossen. Wo, außer in New York, käme jemand auf die Idee, einer Braut an ihrem Hochzeitstag zu sagen, dass sie unglücklich aussah.

Ursula – Eliot nannte sie seit Teenager-Zeiten nicht mehr Mom – wandte sich an den Mann mit der Videokamera und den Fotografen, die auf der Bank an der Längsseite der Limo saßen. „Diese Episode wird gelöscht“, schnauzte sie die beiden an.

Die Männer nickten. Sie wussten, dass Ursula bei dieser Produktion die Chefin war. Gemeinsam mit DeShawns Manager hatte sie einen Deal ausgehandelt, um die Hochzeitsfotos an ein beliebtes Modemagazin zu verkaufen und das Video – von der Generalprobe bis zur Ankunft in den Flitterwochen – an einen populären Privatsender. Den Moment, wenn sich Eliot und DeShawn das Jawort gaben, würden Millionen Menschen auf dem Bildschirm sehen.

Eliot hatte sich eine kleine, bescheidene Hochzeit gewünscht. Mit einer Handvoll enger Freunde. Vielleicht irgendwo an einem Privatstrand, jedenfalls nicht unter den Augen der Weltpresse. Doch ihre Wünsche waren, wie so oft, ignoriert worden.

„Dein Kleid ist ja ganz hübsch geworden“, bemerkte Ursula und schürzte ihre schmalen Lippen. „Natürlich können wir gegen dein Übergewicht nichts tun, aber es gibt ja Photoshop, damit du auf den Bildern normal aussiehst.“

Normal? Das hier ist mein Normalgewicht, hätte Eliot am liebsten gerufen. Sie hatte ein gutes, ein gesundes Gewicht, aber sie wusste, dass es nichts gab, um Ursulas Meinung zu ändern. In den Augen ihrer Mutter war sie fett.

Dummerweise dachte so auch die gesamte Modebranche, die so lange das Zentrum ihres Lebens gewesen war. Casting-Agenturen, Art-Direktoren, Modedesigner – alle waren der gleichen Ansicht. Es gab zwar mittlerweile Fotostrecken mit Plus-Size-Models, aber einem skinny Topmodel verzieh man es nicht, wenn es ein paar Kilos zulegte. Ihr Gesicht und ihr Körper waren ihr Markenzeichen …

DeShawn, ihr langjähriger Freund und Verlobter, mochte die Originalversion von Eliot und war nicht begeistert, als ihr Marktwert als eines der international gefragtesten Supermodels sank.

Wie festgefroren auf ihrem Sitz, starrte sie auf ihren großartigen Verlobungsring, den sie schon auf ihren rechten Ringfinger gesteckt hatte, weil sie heute den Ehering von DeShawn bekommen würde. Der Verlobungsring war ein makelloser vierzehnkarätiger Brillant, hatte zwei Millionen Dollar gekostet, und sie hasste ihn. Er war kalt und aufdringlich, und außerdem schnitt der Reif in den Finger, weil sie zugenommen hatte seit damals, als sie ihn bekommen hatte. Gestern Abend war es ihr nur mit Seife und viel Gezerre gelungen, ihn abzuziehen und auf den Finger der anderen Hand zu stecken.

Eliot lehnte ihren Kopf an die Nackenstütze und wünschte, die Frage des Rings wäre ihr größtes Problem. Doch sie wurde als Model nicht mehr gebucht, und ihre Mutter, zugleich ihre Agentin und ihre Managerin, bedrängte sie, endlich wieder mager zu werden. DeShawn schickte ihr Links zu Diäten und Sportprogrammen, und auf seine Anweisung hin hatte seine Assistentin einen Platz für Eliot in einer Diät-Klinik gebucht. Das war seine Art, ihr mitzuteilen, dass er sie mit ihrer derzeitigen Figur unattraktiv fand.

Immerhin gab es jetzt eine medizinische Erklärung. Im vergangenen Jahr hatte sie angefangen zuzunehmen, dazu war sie oft erschöpft und konnte sich nicht konzentrieren. Natürlich hatte Ursula ihr Faulheit und Undiszipliniertheit vorgeworfen. Doch dann hatte ein Arzt herausgefunden, dass mit ihrer Schilddrüse etwas nicht in Ordnung war. Nun nahm sie jeden Morgen die entsprechenden Hormone und fühlte sich wieder viel fitter und klar im Kopf. Nur die überzähligen Pfunde hatte sie nicht wieder verloren.

Um die Wahrheit zu sagen, wollte sie die auch gar nicht loswerden. Sie war nicht von Natur aus mager, und je älter sie wurde, desto strenger hatte sie Kalorien zählen müssen. Nun aber fühlte sie sich gesünder als in ihren frühen Zwanzigern. Sie war energiegeladen, und wenn sie morgens erwachte, war sie erfrischt. Anscheinend tat es dem Körper gut, nicht ständig auf Diät zu sein.

Andererseits hatte dieser Zustand große Nachteile, denn die neue Kleidergröße brachte ihre nächsten Angehörigen auf die Barrikaden. Sie hatten das superdünne Supermodel gemocht, das auf den Laufstegen von Mailand, London und Paris zu Hause war. Sie wollten die alte Eliot wiederhaben, jenes Unterwäschemodel mit den tief eingesunkenen Augen, den hervorstehenden Schlüsselbeinen und Hüftknochen, und Beinen so dünn wie Zweige. Ihr war bewusst, dass ihre Karriere als Wäschemodel vorbei war, und vermutlich würde sie nie wieder auf einem Laufsteg Mode präsentieren oder halbnackt die Plakatwände am Times Square zieren.

Wahrscheinlich würden das Hochzeitsvideo und die Fotostrecke in der Vogue ihre letzte große Kampagne sein.

Kampagne? Du meine Güte, es war ihre Hochzeit!

Oder auch nicht. Denn eigentlich war es das Ding ihrer Mutter. Sie selbst hasste alles daran. Die fünfhundert Gäste, das Schwarz-Weiß-Motto, die Tatsache, dass die Trauung nicht in der Kirche stattfinden würde. Und die faule Kirsche auf dem ekligen Eisbecher war, dass die Trauung im Forrester-Grantham-Hotel über die Bühne gehen sollte. Zwangsläufig würde sie an Soren Grantham erinnert, jenen Mann, mit dem sie drei magische Nächte in einer Villa in Villefranche-sur-Mer verbracht hatte. Diese sonnenüberglänzten Tage an der französischen Riviera. Damals hatte sie das letzte Mal das Gefühl gehabt, dass jemand sie sah. Und hörte.

Und zwar als sie selbst, nicht nur als schönes Gesicht. Soren hatte sich ihr zugewandt, hatte ihr zugehört … Sie waren sich geistig und emotional so nah gewesen. Ganz abgesehen von dem unglaublich guten Sex. Dass er den Kontakt danach abgebrochen hatte, tat immer noch weh, auch wenn sie sich einredete, dass es ja nur eine kurze Affäre gewesen war, mehr nicht.

Sie wollte nicht an Soren denken. Nicht heute, an ihrem Hochzeitstag.

Es wäre hilfreich gewesen, wenn ihre Mutter nicht ausgerechnet ein Hotel ausgewählt hätte, das seinen Namen über der Tür trug.

„Wie fühlen Sie sich, Eliot?“, fragte der Videofilmer.

Sie schaute in die Kamera und blinzelte nicht ein einziges Mal, als das Blitzlicht sie blendete. Dafür war sie viel zu professionell.

Die Antwort, die der Mann hören wollte, kannte sie. Dass sie aufgeregt war, ein wenig kribbelig, dass sie voller Hoffnung auf das neue Kapitel ihres Lebens blickte und es kaum erwarten konnte, DeShawns Frau zu werden. Stattdessen hätte sie ihm gern gesagt, dass sich alles völlig unwirklich anfühlte. Dass sie das Gefühl hatte, einen Werbefilm zu drehen oder ein Kurzvideo für eine Luxusmarke. Sie sehnte sich danach, dass irgendjemand „Schnitt!“ rief.

Wie die anderen wohl reagieren würden, wenn sie ihnen erzählte, dass sie die glückliche Braut nur spielte? Dass sie der Star in einer Produktion war, die nichts mit ihr zu tun hatte?

Der Held, ihr Bräutigam, kam ihr fremd vor. Wie irgendein Schauspieler, der sich die Hauptrolle unter den Nagel gerissen hatte. Ihr Kostüm hatte sie sich nicht selbst ausgesucht. Statt dieses bauschigen Prinzessinnenkleids hätte sie lieber etwas Ausgefalleneres getragen. Bohème-Stil. Dreiviertel der Gäste waren ihr unbekannt, die anderen meist nur weitläufige Bekannte. Sie hatte sich Wildblumen gewünscht, aber bekommen hatte sie weiße Rosen. Sie hatte sich Madigan als einzige Brautjungfer gewünscht, aber jetzt waren es sechs dunkelhaarige Models, die vor ihr her schreiten und später neben ihr auf den Hochzeitsfotos posieren würden.

Niemand hatte ihr zugehört, als sie versuchte, ihre Wünsche zu formulieren. Aber...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.