Woods / Ferrarella / Gerard | Baccara Exklusiv Band 125 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 0125, 384 Seiten

Reihe: Baccara Exklusiv

Woods / Ferrarella / Gerard Baccara Exklusiv Band 125


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-2178-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0125, 384 Seiten

Reihe: Baccara Exklusiv

ISBN: 978-3-7337-2178-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



COWBOY MIT HERZ von WOODS, SHERRYL
Hardy Jones ist geschockt! Was macht die hochschwangere Patricia nachts allein auf der Straße? Als ihr Baby in seinem Truck zur Welt kommt, erkennt Hardy, dass er sich zu ihr hingezogen fühlt. Darf er träumen? Schließlich scheint Patricia vergeben - an den Vater des Kindes!
ZEIG MIR, WAS LIEBE IST von GERARD, CINDY
Gemeinsam aufgewachsen, hat Carrie schon immer sehr an Ryan Evans gehangen. Doch aus frühkindlicher Schwärmerei wurde mehr: Liebe! Dumm nur, dass der attraktive Rancher Carries leidenschaftliche Gefühle nicht erwidert. Kann sie Ryan dazu bringen, sie als Frau zu sehen?
NOCH IMMER VERRÜCKT NACH DIR von FERRARELLA, MARIE
Verflucht! Schriftsteller Jackson Cain hat sich so auf das Wiedersehen mit Mallory gefreut - da eröffnet sie ihm, dass sie einen anderen hat! Doch Jackson spürt sofort: Mit dem Neuen stimmt etwas nicht! Seine Chance, Mallory zurückgewinnen? Jackson beginnt zu hoffen ...



Über 110 Romane wurden seit 1982 von Sherryl Woods veröffentlicht. Ihre ersten Liebesromane kamen unter den Pseudonymen Alexandra Kirk und Suzanne Sherrill auf den Markt, erst seit 1985 schreibt sie unter ihrem richtigen Namen Sherryl Woods. Neben Liebesromanen gibt es auch zwei Krimiserien über die fiktiven Personen Molly DeWitt sowie Amanda Roberts. Nach der Veröffentlichung ihres ersten Liebesromans lasen ihre ehemaligen Kollegen, es waren Journalisten, vorwiegend die Liebessszenen. Einer ihrer Kollegen meinte daraufhin kopfschüttelnd zum Artdirector: 'Und du bist mit ihr zum Kegeln gewesen.' Sherryl Woods sieht aber die heißen Liebesszenen nicht als Mittelpunkt ihrer Liebesromane an. Für sie geht es in den Romanen um Familie, Seelenverwandtschaft, ein gemeinsames Leben sowie auch um ausgelassenen, befriedigenden Sex. An der Ohio State University studierte Sherryl Woods Journalismus. Danach arbeitete sie für diverse Zeitungsverlage und spezialisierte sich auf das Fernsehen. In Ohio sowie in Florida war sie als Fernsehredakteurin tätig. Damit sie hauptberuflich schreiben konnte, kündigte sie im Jahr 1980 ihren Job, allerdings war sie zwei Jahre später wieder in einer leitenden Position tätig. Erst 1986 wurde sie selbstständig und arbeitet seitdem als Autorin. Sherryl Woods selbst ist der Auffassung, dass sie durch ihren Beruf als Journalistin gelernt hat, packend zu schreiben und Menschen zu beobachten.

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1. KAPITEL

Laurie Jensons schmelzende Stimme erfüllte den rauchgeschwängerten Raum, als sie ihren neuesten Hit zum Besten gab. Die Silvesterfeier für die Angestellten der „White Pine Ranch“, die traditionell im „End of the Road Saloon“ in Garden City, Texas, stattfand, war voll im Gang.

Mit leiser Befremdung registrierte Hardy Jones den schmachtenden Ausdruck auf dem Gesicht von Lauries Mann Harlan Patrick. In letzter Zeit schienen alle Männer seines Bekanntenkreises der Liebe, und was noch befremdlicher war, der Ehe verfallen zu sein. Erst sein Boss Harlan Patrick und dann auch noch sein bester Kumpel Slade Sutton.

Nicht etwa, dass Hardy etwas gegen Liebesaffären hatte, ganz im Gegenteil. Er liebte Frauen, liebte ihren zarten, weiblichen Duft. Nach einem langen Arbeitstag inmitten einer Viehherde brauchte es lediglich die blumige Note eines Damenparfüms, um seine Hormone verrückt spielen zu lassen. Der Anblick einer glänzenden Flut seidig langer Haare genügte, um höchst erotische Fantasien in seinem Kopf heraufzubeschwören. Darüber hinaus genoss er das Gefühl, einen warmen, weichen und anschmiegsamen Frauenkörper in den Armen zu halten.

Heute Abend war die Versuchung besonders groß. In der Bar wimmelte es nur so von hübschen Frauen, was insofern fatal war, da Hardy allein hier und fest entschlossen war, es auch zu bleiben. Knapp die Hälfte der Namen der anwesenden Damenwelt war in seinem unschätzbar wertvollen schwarzen Notizbuch zu finden, dessen abgewetzte Ecken von häufigem Gebrauch kündeten. Worauf Hardy auch gerade Lust hatte, er fand immer die passende Begleiterin.

Das Büchlein enthielt Telefonnummern von heißblütigen, sinnlichen Damen, deren Küsse sein Blut in Wallung brachte, von modernen, sportlichen Frauen, von hoch talentierten Köchinnen und von Frauen, die ihn einfach nur zum Lachen brachten. Hardy hatte mit weitaus weniger von ihnen geschlafen, als allgemein angenommen, doch vermutlich mit mehr, als klug war.

Mit den meisten war er nur ein oder zwei Mal ausgegangen, mit vielleicht einer Handvoll hatte die Affäre länger gedauert und spätestens dann geendet, wenn die Blicke der Damen allzu begehrlich auf den funkelnden Verlobungsringen in den Auslagen der Juweliergeschäfte ruhten.

Gerade heute, am Silvesterabend, empfand Hardy es als höchst irritierend, so vielen Versuchungen ausgesetzt zu sein. Denn er vertrat einen ehernen Grundsatz, von dem er auf gar keinen Fall abweichen wollte: Am Valentinstag und an Silvester war Damenbegleitung tabu. Zu groß war die Gefahr, an diesen gefühlsträchtigen Feiertagen in den Hafen der Ehe gelockt zu werden.

Und dazu fühlte Hardy sich mit seinen neunundzwanzig Jahren noch nicht bereit. Er hing an seiner Ungebundenheit und wollte sie sich noch eine Weile bewahren. Was gar nicht so einfach war, wenn man auf der „White Pine Ranch“ lebte, dem Zuhause einer Familie passionierter Ehestifter. Doch Hardy hatte gute Gründe für seine Einstellung. Gründe, die tief in der Vergangenheit wurzelten und niemanden etwas angingen, Gründe, die er meist erfolgreich verdrängte. Hardy lebte in der Gegenwart, nicht in der Vergangenheit und schon gar nicht in der Zukunft.

Er nahm einen kräftigen Schluck von seinem Bier, versuchte sich zu entspannen und sich auf die ausgelassene Partystimmung einzulassen. Doch angesichts der Tatsache, dass er, abgesehen vom zahnlosen Koch Sweeney, der einzige Junggeselle war, der sich nicht auf der Tanzfläche vergnügte, war das gar nicht so einfach.

„Hey, Hardy, welche Vorsätze hast du fürs neue Jahr gefasst?“, brüllte ihm sein Kumpel Slade vom anderen Ende der Bar entgegen, den Arm besitzergreifend um die Taille einer zierlichen Brünetten geschlungen. „Steuerst du nicht hart auf die Dreißig zu? Da wird’s doch allmählich Zeit, einer deiner vielen Verehrerinnen das Jawort zu geben!“

Diese Art Scherz fand Hardy gar nicht lustig. „Keine Chance, Sutton. Nur weil du am Haken der hübschesten Frau von Texas hängst, bedeutet das noch lange nicht, dass andere genauso willig in die Falle tappen.“

Die frisch verheiratete Val Sutton betrachtete Hardy mit gespielter Empörung. „Und was genau hast du gegen die Ehe?“

Hardy gab vor, angestrengt nachzudenken. „Mal sehen, ob ich das so schnell auf einen Nenner bringen kann.“

„Glaub mir, alter Junge, auch für dich schlägt bald die Stunde der Wahrheit“, prophezeite Slade.

„Keine Chance“, bekräftigte Hardy.

„Mit einer Frau an deiner Seite würdest du an einem Silvesterabend nicht jämmerlich allein in einer Bar herumhocken“, verfolgte Slade das Thema ungerührt weiter.

Für jemanden, der es nicht gerade eilig gehabt hatte, sich seine Gefühle für Val einzugestehen, nahm er den Mund ganz schön voll, fand Hardy. „Ich wette, du hast all die schönen Frauen vermisst, die sich heute Abend hier tummeln“, gab er zurück. „Val hat dir wohl Scheuklappen verpasst, hm?“

„Hüte deine Zunge, Cowboy“, fiel Val warnend ein. „Ich bin zwar nicht besonders groß, doch mein rechter Haken ist nicht von schlechten Eltern.“

Hardy bedachte sie mit einem gutmütigen Grinsen. Sie war eine beherzte kleine Person und ein Vollweib. Er erinnerte sich noch gut daran, was sie alles angestellt hatte, um Slades Aufmerksamkeit zu erregen. „Oh, hätte ich dich doch bloß zuerst entdeckt“, erklärte er mit einem theatralischen Seufzer, der nur zum Teil gespielt war. Keine Frage, Val war eine tolle Frau, das musste sogar er zugeben. „Ein Date mit mir, und du hättest dein Herz nie und nimmer an einen abgehalfterten Cowboy wie Slade verschwendet“, spottete er.

Val musterte ihn von Kopf bis Fuß und unterzog anschließend ihren Mann derselben Prüfung. Sie zuckte bedauernd die Schultern. „Sorry, Hardy. Mit Slade kannst du es nicht aufnehmen. Er ist der Richtige für mich, das wusste ich gleich von Anfang an.“

„Das ist uns nicht entgangen“, räumte Hardy ein. „Hat aber verflixt lange gedauert, bis er es kapiert hat. Muss wohl ziemlich langsam sein, der Bursche.“

„Heute ist Silvester, da will ich dir’s mal nicht übel nehmen, Kumpel“, versetzte Slade. „Aber im neuen Jahr setze ich alles daran, dich unter die Haube zu bringen, das schwöre ich dir. Und sollte Harlan Adams Wind davon kriegen, dass du endlich die Waffen streckst, wird er höchstpersönlich ein nettes Frauchen für dich finden. Der Mann weist eine beachtliche Erfolgsquote auf. Jetzt, da sein Sohn Cody und sein Enkel Harlan Patrick die Ranch leiten, verfügt der alte Adams über jede Menge Zeit, sich seinem liebsten Hobby, dem Ehestiften, zu widmen.“

Hardy erschauderte merklich. „Ich nehme alles zurück“, beeilte er sich zu erklären. „Haltet euch bloß aus meinem Liebesleben heraus – du und Harlan.“ Ein prüfender Blick auf seine Armbanduhr bedeutete ihm, dass es knapp eine Stunde vor Mitternacht war – dann würde das Millennium eingeläutet. Ein emotionales Minenfeld, das Hardy zu umschiffen gedachte. „Ich mache mich jetzt besser auf den Weg nach Hause“, verkündete er.

„Hey, es ist doch noch nicht mal Mitternacht“, protestierte Slade. „Hast du Angst, in einen Kürbis verzaubert zu werden, wenn du zu spät nach Hause kommst?“

„Wer weiß, vielleicht habe ich noch ein heißes Date“, erwiderte Hardy vage. Er wünschte, es wäre so. Doch andererseits würde er heute Nacht endlich mal genügend Schlaf bekommen, das war doch etwas wert.

Dachte er zumindest.

Trish Delacourt war auf der Flucht.

Wäre es nach ihrem Plan gegangen, dann würde sie den heutigen Silvesterabend gemütlich in der kleinen, heimeligen Frühstückspension verbringen, in der sie sich bereits angemeldet hatte. Trishs Vater, dem in sämtlichen Luxushotels der Welt Suiten zur Verfügung standen, würde nie auf die Idee kommen, sie in einer Pension zu suchen.

Und dass Bryce Delacourt nach ihr suchte, daran bestand kein Zweifel. Er war eine zu besitzergreifende, kontrollsüchtige Persönlichkeit, um es nicht zu tun. Vermutlich hatte er bereits ein halbes Dutzend der besten Privatdetektive auf ihre Fährte gesetzt.

Zu ihrem Glück war sie ziemlich einfallsreich und ihr Vater ein ausgesprochener Workaholic. Es war Trish gelungen, sich aus Houston davonzustehlen, während ihr Vater auf einer Geschäftsreise war, die er zwischen Weihnachten und Silvester gequetscht hatte. Zunächst kam es in erster Linie auf einen ausreichenden Vorsprung an. Ein paar Tage würden vermutlich schon ausreichen, solange Trish nicht zu lange an einem Ort verweilte und die großen Städte mied, in denen ihr Vater wahrscheinlich zuerst nach ihr suchen lassen würde.

Im Alter von fünfundzwanzig war Trish es endgültig leid, ständig gehätschelt und bevormundet zu werden. In dieser Hinsicht hatten ihr Vater, ein schwerreicher Öl-Tycoon, und ihre vier halsstarrigen Brüder den Bogen überspannt. Und die herablassende Einstellung Bryce Delacourts zu ihrer Arbeit hatte Trish einfach nicht mehr ertragen können. Er tat stets so, als sei ihr Buchhandel – ein Geschäft, in dem sie voll und ganz aufging – nichts weiter als der Zeitvertreib eines verwöhnten, reichen Mädchens. Eine Beschäftigung, die ihr die Langeweile vertrieb, bis sie einem angemessenen Bewerber um ihre Hand das Jawort gab.

Natürlich hatte er diesen Bewerber höchstpersönlich für sie ausgesucht und den Mann förmlich dazu gedrängt, ihr einen Antrag zu machen. Nur nichts dem Zufall überlassen! Eine Zeit lang war es Jack sogar gelungen, Trish einzuwickeln. Sein gutes Aussehen, sein Charme und die süßen Grübchen, wenn er lächelte, hatten sie...



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