E-Book, Deutsch, Band 1531, 160 Seiten
Reihe: Baccara
Wright Ein heißer Plan
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86349-927-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 1531, 160 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-86349-927-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
An Liebe hat Mac Valentine nicht gedacht, als er einen Plan schmiedete, um sich an seinem hinterhältigen Feind Owen Wilson zu rächen: Mac will dessen Tochter Olivia verführen und sie anschließend eiskalt fallen lassen. Doch als er die schöne, intelligente junge Frau kennenlernt, verwandelt sich seine heiße Wut in brennendes Verlangen. Plötzlich hat er hat nur noch einen Wunsch: Olivia zu erobern - für immer. Welch glücklicher Zufall, dass ein Schneesturm sie zwingt, bei Mac zu übernachten. Nur, seine feurigen Küsse scheinen Olivia zunächst wenig zu beeindrucken ...
Laura hat die meiste Zeit ihres Lebens damit verbracht, zu singen, an Tanzturnieren teilzunehmen oder als Schauspielerin zu arbeiten. Erst als sie begann, Romane zu schreiben, hat sie ihre wahre Leidenschaft und Berufung entdeckt! Geboren und aufgewachsen ist sie in Minneapolis, Minnesota. Danach lebte Laura für einige Zeit in New York, Milwaukee und Columbus, Ohio. Heute ist sie froh, einen Ort gefunden zu haben, an dem sie bleiben möchte: in Los Angeles. Ihr gemütliches Zuhause teilt sie mit ihrem Ehemann Daniel, der Theaterproduktionen leitet, ihren zwei Kindern und drei verwöhnten Hunden. Die Stunden, die Laura nicht über einem Manuskript verbringt, nutzt sie oft, um mit ihren Kindern zu spielen, in Kunstausstellungen oder ins Kino zu gehen. Außerdem malt sie, mag Waldspaziergänge und entspannt sich gern beim Picknicken am See. Viel Spaß findet sie auch daran, in der Küche zu werkeln oder ausgelassen mit den Hunden zu toben.
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2. KAPITEL
Mit geschlossenen Augen sog Olivia den verführerischen Duft ein. „Ich bin ein Genie …“
„Wie lange willst du uns noch warten lassen, Liv?“, fragte Tess. Ihr Magen knurrte unüberhörbar. „Ich habe extra auf das Frühstück verzichtet.“
Mary Kelley, die am Tisch saß, blickte stirnrunzelnd auf den flachen Bauch ihrer rothaarigen Freundin und Kollegin. „Hört sich an, als würde da drin ein Zug entgleisen. Sehr damenhaft.“
Tess warf Mary einen neckischen Blick zu. „Komm schon, ich habe Hunger.“ Sie deutete auf den Ring mit dem gelben Diamanten, der an der Hand ihrer hübschen blonden Partnerin funkelte. „Nicht jede von uns hat einen schönen Mann, der ihr jeden Morgen pochierte Eier und gebratenen Speck bringt.“
Lächelnd strich die schwangere Mary über ihren Bauch, der allmählich immer runder wurde. Ihre blauen Augen strahlten vor Glück. „Ethan ist sehr darum bemüht, dass sein Kind auch gut versorgt wird. Wenn ich nicht regelmäßig alle paar Stunden etwas esse, flippt er aus.“
Tess verdrehte die Augen. „Das ist ein bisschen zu goldig für mich.“
Lachend erwiderte Mary: „Oh, komm schon. Eines Tages wirst du anders darüber denken. Ganz sicher.“
„Das bezweifle ich. Ich bin viel zu sehr Einzelgängerin – und es gefällt mir.“
„Nun, dann müssen wir dich dazu bewegen, öfter rauszugehen und Kontakte zu knüpfen.“ Marys Augen begannen zu strahlen. „Vielleicht triffst du ja am Ende des Monats auf unserer Verlobungsparty jemanden. Ethan hat ein paar süße Freunde.“
„Nein, danke.“
„Es könnte doch sein, dass du zufällig den Richtigen triffst.“
Tess schüttelte den Kopf und lachte. „Ich glaube nicht an den Richtigen, Mary. Ein Haufen Typen, die alle die Falschen sind – daran glaube ich.“
Versonnen schenkte Mary sich ein Glas Milch ein. „Du bist noch nicht alt genug, um so zynisch zu sein. Mit wie vielen Männer hast du dich mit deinen fünfundzwanzig Jahren schon getroffen?“
„Mit genügend Männern, um es besser zu wissen“, erwiderte Tess ernst. Sie wandte sich Olivia zu. „Du und ich hatten Glück, dass wir bisher immer den Kopf aus der Schlinge ziehen konnten, stimmt’s, Liv?“
„Oh ja. Und was für ein Glück“, erwiderte Olivia. Konzentriert schnitt sie Brownies zurecht. Sie versuchte, den Neid, der sie bei der Erinnerung an das Erlebnis heute Morgen erfüllte, so gut es ging zu ignorieren. Wie zärtlich Ethan Curtis Mary angesehen hatte, als er sich am Empfangstresen mit einem liebevollen Kuss von ihr verabschiedete. Er hatte so verliebt gewirkt, so glücklich, so über alle Maßen aufgeregt und begeistert wegen des Babys.
Selbstverständlich gönnte Olivia ihrer Freundin diesen gut aussehenden Mann und die wunderbare Partnerschaft. Dennoch fragte sie sich, ob es für jemanden wie sie auch möglich war, ein solches Glück zu finden. Tief in ihrem Inneren sehnte sie sich nach einem Mann. Sie wünschte sich jemanden, den sie bekochen und mit dem sie eine Familie gründen könnte. Doch die Chancen, diesen Traum zu erfüllen, standen nicht gut für sie. Obwohl sie in den letzten Jahren erwachsener, reifer geworden war, hielt ihre Vergangenheit sie noch immer gefangen. In vielerlei Hinsicht war sie auch jetzt manchmal noch die traurige Sechzehnjährige … Ein Mädchen, dessen Mutter an Krebs gestorben war. Dessen Vater es nicht zu bemerken schien. Und das seinem Schmerz auf die denkbar schlechteste Art und Weise zu entfliehen versucht hatte – durch Partys, Jungs und Sex.
Die Scham darüber, was sie getan hatte und wie vielen Jungs sie erlaubt hatte, sie zu benutzen, hatte in den vergangenen zehn Jahren nicht nachgelassen. Aber sie selbst war in dieser Zeit viel stärker geworden. Außerdem war sie vorsichtiger als damals und hatte der Männerwelt komplett abgeschworen. Heutzutage war ihr Ruf tadellos – sie war eine angesehene Geschäftsfrau, die die Geheimnisse ihrer Vergangenheit für sich behielt.
„Also gut“, sagte Olivia fröhlich. „Die werden euch für ein Weilchen ablenken“, erklärte sie und servierte Tess und Mary je einen großen Schokoladenbrownie.
„Ich glaube, sie wollte damit andeuten, dass wir den Mund halten sollen“, entgegnete Tess mit einem Grinsen.
Mary nahm den Brownie in die Hand und seufzte. „Aber sie hat es uns auf die denkbar schönste Art und Weise mitgeteilt.“
„Das ist wahr“, bestätigte Tess und betrachtete den saftigen Brownie. „Für noch eine von diesen fantastischen Köstlichkeiten würde ich nicht nur aufhören, über Männer und Hochzeiten zu reden, sondern Männchen machen und bellen.“
„Bevor Sie das tun“, erklang eine tiefe männliche Stimme hinter ihnen, „sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie Publikum haben.“
Abrupt drehten Mary und Tess sich um, und Olivia blickte auf. In der Tür stand, mit einem amüsierten Gesichtsausdruck, ein Mann. Seine Augen hatten die Farbe von kräftigem Espresso. Er war groß und breitschultrig und trug einen grauen Nadelstreifenanzug unter seinem schwarzen Wollmantel. Olivia ballte unwillkürlich die Hände zu Fäusten, um sich davon abzuhalten, den Mann an den Aufschlägen seines Mantels zu sich zu ziehen und sich an ihn zu schmiegen. Dieses Gefühl war so unerwartet und untypisch für sie, dass es ihr Angst machte. Ihr Magen zog sich schmerzhaft zusammen. In den vergangenen sieben Jahren ihrer selbst gewählten Enthaltsamkeit hatte sie sich immer auf ihren Körper verlassen können. Sicher hatte sie im Bett ein paar Liebesromane gelesen – aber darüber hinaus war nichts geschehen.
Als sie nun diesen Mann ansah, schrie alles in ihr: Vorsicht!
„Mac Valentine?“, fragte sie und war erleichtert, dass ihre Stimme ruhig und kühl klang.
Er nickte. „Ich fürchte, ich bin ein bisschen zu früh dran.“
„Nur ein paar Minuten“, beruhigte sie ihn. „Bitte, treten Sie ein.“
Als er mit federnden Schritten die Küche durchquerte, erhoben Mary und Tess sich, um ihm die Hand zu schütteln. „Es ist schön, Sie kennenzulernen, Mr. Valentine“, begrüßte Mary ihn freundlich. „Wir haben gerade eine kleine Stärkung zu uns genommen.“
„Ich verstehe.“
„Schokolade ist hier sozusagen eine Art Lebenselixier“, setzte Mary hinzu.
„Als ich das Haus betrat, habe ich mich schon gefragt, was hier so himmlisch duftet.“
Tess klopfte Olivia liebevoll auf den Rücken. „Nun, das ist das Werk unserer Küchenchefin. Olivia zaubert in der Küche, und wir kommen in den Genuss, es zu kosten.“
Sein Blick ruhte auf Olivia. „Stimmt das?“
Olivia zuckte gutmütig die Schultern. „Falsche Bescheidenheit lag mir nie – also, ja, ich bin eine verdammt gute Köchin.“
Mac Valentines dunkle Augen funkelten vergnügt, und Olivia spürte, wie ihr ein Schauer über den Rücken rieselte.
„Und in diesem Sinne“, sagte Mary, griff sich den Rest von ihrem Brownie und ihr halb volles Glas Milch, „werden Tess und ich Sie in Olivias fähige Hände übergeben. Willkommen bei No Ring Required, Mr. Valentine.“
„Danke.“
Tess schüttelte abermals seine Hand, nahm sich hinter seinem Rücken heimlich noch einen Brownie und folgte Mary hinaus.
Mühsam musste Olivia ein Lachen unterdrücken. Tess war einfach unverbesserlich! Als Mac sich den Mantel auszog und über einen leeren Stuhl hängte, deutete sie zum Tisch. „Bitte, nehmen Sie Platz.“ Sie griff nach dem orangefarbenen Teller mit den Brownies und hielt ihn ihm entgegen. „Möchten Sie einen?“
Er warf ihr einen fragenden Blick zu. „Muss ich Männchen machen und bellen?“
„Nur, wenn Sie noch einen Nachschlag möchten.“
Mac Valentine sah sie schmunzelnd an. „Ich werde es Sie wissen lassen.“ Damit nahm er sich einen Brownie vom Teller.
Olivia setzte sich und sah ihn an. Warum dieser Mann hier war, wusste sie nicht genau. Aber sie ahnte, dass es Ärger bedeutete, sich mit ihm einzulassen – und das in vielerlei Hinsicht. „Nun, Ihre Assistentin hat bei unserem Telefonat wegen des Termins nicht verraten, warum genau Sie heute hier sind. Vielleicht können Sie etwas Licht ins Dunkel bringen?“
„Selbstverständlich.“ Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Ich brauche Ihre Hilfe. Sie sollen mein Haus etwas wohnlicher und gemütlicher gestalten, als es im Augenblick ist.“
„Und wie genau ist es im Moment?“
„Es gibt jede Menge ungenutzten Raum.“
„Okay.“
„Ich habe Kunden von außerhalb zu mir eingeladen. Und ich möchte, dass sie sich fühlen, als würden sie einen Familienmenschen besuchen statt eines …“ Er verstummte.
Aufmunternd blickte sie ihn an. „Ja?“
Seine Lippen zuckten leicht. „Statt einer Person, die eigentlich gar nicht weiß, was der Ausdruck überhaupt bedeutet.“
„Ich verstehe.“ Und das tat sie wirklich. Schließlich arbeitete sie nicht zum ersten Mal für einen schwerreichen Junggesellen und Lebemann.
„Ich denke, es wäre gut, wenn Sie sich mein Haus selbst einmal ansehen.“
Sie nickte. Ihr Blick fiel auf den Brownie vor ihm, den er noch nicht angerührt hatte. „Alles klar. Aber Sie wissen, dass die Küche mein eigentliches Fachgebiet ist, nicht wahr?“
„Ich dachte, das ist nicht Ihr einziges Fachgebiet.“
Warum aß er ihren Brownie...




