E-Book, Deutsch, Band 0053, 448 Seiten
Reihe: Julia Gold
Wright / Fielding / Wood Julia Gold Band 53
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-7337-0481-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0053, 448 Seiten
Reihe: Julia Gold
ISBN: 978-3-7337-0481-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
PRINZ DER WÜSTE von SARA WOOD
Hannah erliegt dem Zauber Marrakeschs und dem Charme von Khalil! Doch er hat genaue Vorstellungen davon, wie eine Frau zu sein hat und diese zu erfüllen ist Hannah nicht bereit. Wenn Khalil das nicht lernt, muss sie den stolzen Prinz der Wüste verlassen. Für immer!
MEIN SINNLICHER MÄRCHENPRINZ von LAURA WRIGHT
Auf starken Armen trägt er sie zum Bett und Mariah wähnt sich in einem erotischen Märchen aus 1001 Nacht! Seit sie Sultan Zayad Al-Nayhal getroffen hat, brennt in ihr die Sehnsucht nach dem sinnlichen Märchenprinzen. Bis sie merkt, dass Zayad etwas vor ihr verbirgt.
WIE EINE ROSE IN DER WÜSTE von LIZ FIELDING
Auf starken Armen trägt er sie zum Bett und Mariah wähnt sich in einem erotischen Märchen aus 1001 Nacht! Seit sie Sultan Zayad Al-Nayhal getroffen hat, brennt in ihr die Sehnsucht nach dem sinnlichen Märchenprinzen. Bis sie merkt, dass Zayad etwas vor ihr verbirgt.
Laura hat die meiste Zeit ihres Lebens damit verbracht, zu singen, an Tanzturnieren teilzunehmen oder als Schauspielerin zu arbeiten. Erst als sie begann, Romane zu schreiben, hat sie ihre wahre Leidenschaft und Berufung entdeckt! Geboren und aufgewachsen ist sie in Minneapolis, Minnesota. Danach lebte Laura für einige Zeit in New York, Milwaukee und Columbus, Ohio. Heute ist sie froh, einen Ort gefunden zu haben, an dem sie bleiben möchte: in Los Angeles. Ihr gemütliches Zuhause teilt sie mit ihrem Ehemann Daniel, der Theaterproduktionen leitet, ihren zwei Kindern und drei verwöhnten Hunden. Die Stunden, die Laura nicht über einem Manuskript verbringt, nutzt sie oft, um mit ihren Kindern zu spielen, in Kunstausstellungen oder ins Kino zu gehen. Außerdem malt sie, mag Waldspaziergänge und entspannt sich gern beim Picknicken am See. Viel Spaß findet sie auch daran, in der Küche zu werkeln oder ausgelassen mit den Hunden zu toben.
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2. KAPITEL
Sie standen da und schauten sich an. Die Taxifahrer zogen sich sofort zurück. Hannah war von ihrem Verhalten selbst schockiert, jedoch nicht in der Lage, sich zu entschuldigen. Er hatte es verdient. Ihre Finger prickelten noch von dem Kontakt mit seiner weichen, warmen Haut. Der Duft seines Rasierwassers war ihr in die Nase gestiegen und rief nun quälende Erinnerungen in ihr wach. Ihr Mund öffnete sich leicht.
Noch immer war ihr Handabdruck auf Khalils Wange sichtbar. Er atmete tief ein, sodass sich seine Brust zu ihrer vollen Breite entfaltete, und seine Augen sprühten Funken des Zorns, dann senkte er jedoch seine Lider.
„Ich entschuldige mich nicht“, sagte sie trotzig.
Zu ihrer Erleichterung schien er seine Wut im Zaum zu haben, denn als er den Blick wieder voll auf sie richtete, war nichts mehr in ihnen zu lesen als Spott.
„Körperkontakt kann erregend sein, nicht wahr?“, murmelte er. „Ärger auch. Wir erregen einander gewaltig, meinst du nicht, Hannah?“
„Ich meine, dass du falsche Vorstellungen von mir hast“, erwiderte sie hitzig.
„Das glaube ich nicht“, widersprach er mit weicher Stimme.
Voll Ärger fragte sie sich, ob es nicht besser war, ohne ihn auszukommen, denn offensichtlich würde er immer wieder versuchen, sie zu verführen.
„Khalil, wir haben einen Fehler gemacht. Es geht einfach nicht“, sagte sie. „Da du aber einmal hier bist, kannst du dich nützlich machen und heute den Fahrer spielen, weil ich ja leider nur englisches Geld habe. Danach werden wir uns verabschieden, und ich werde meine Geschäfte ohne dich abwickeln.“
„Wohl kaum“, entgegnete er selbstgefällig lächelnd. „Du brauchst mich.“
„So nötig wie die Pest“, gab sie zurück. Seine Arroganz ging ihr auf die Nerven.
Er zog eine Augenbraue hoch. „Ich glaube, du unterschätzt, wie schwierig es ist, hier in meinem Land Geschäfte zu machen. Zum einen bist du eine Frau …“
„Du meinst wohl, das sei Männersache, und Frauen gehörten ins Haus?“, unterbrach sie ihn erbost.
Er runzelte die Stirn. „Nein, denn in diesem Land sind die Frauen den Männern gesetzlich gleichgestellt, wir haben Anwältinnen, Ärztinnen und so weiter. Lass deine Vorurteile beiseite, dies ist ein fortschrittliches Land.“
„Ich habe lediglich von deinem chauvinistischen Verhalten mir gegenüber auf ganz Marokko geschlossen“, erwiderte sie sanft.
„Und deine Kenntnisse aus Dermots fantasievollen Büchern bezogen. Wie dem auch sei, in den Souks würde es jeder Fremde schwer haben. Zudem sprichst du immer noch kein Französisch, und schon das macht es für dich unmöglich, allein hier Geschäfte abzuwickeln.“
Plötzlich fühlte sie sich entsetzlich mutlos, sah das ganze Unternehmen in einem Fiasko enden. War das Khalils Rache? Hasste er sie so sehr?
Von ihrem Selbstvertrauen und ihrer Begeisterung war nicht mehr viel übrig. Khalils Hass auf sie musste sehr groß sein. Sie selbst hatte es in falsch verstandenem Stolz zugelassen, dass er sie für die Geliebte seines Stiefvaters hielt, und das zu einer Zeit, als Khalil und sie sich bereits liebten.
Plötzlich sehnte Hannah sich danach, dass die Wahrheit endlich ans Licht käme. Sie war es so leid, die Gleichgültige zu spielen, wenn ihre Mitmenschen sich böswillige oder einfach irrtümliche Meinungen über sie bildeten. Obwohl Dermot immer wieder betont hatte, man dürfe sich nie dazu herablassen, Verleumdungen in der Presse zu dementieren, fühlte sie plötzlich das zwingende Bedürfnis, Khalil einen Beweis für ihre charakterliche Sauberkeit zu liefern. Dann würde er sie wie einen Geschäftspartner behandeln und nicht länger wie ein unmoralisches, intrigantes Flittchen. Sie musste ihn davon überzeugen, dass man sich selbstbewusst, offen und ehrlich verhalten und ausdrücken konnte, ohne gleichzeitig jeden Skrupel und jede Moral über Bord zu werfen.
Aber Khalil würde keinem ihrer Worte Glauben schenken. Es gab wohl nur einen Weg, ihn zu überzeugen, dass sie niemals die Geliebte eines anderen Mannes gewesen war, und erst recht nicht die seines Stiefvaters, nämlich mit dem körperlichen Beweis! Diesen hohen Preis war sie jedoch nicht zu zahlen bereit.
Nie und nimmer würde Khalil ihren Beteuerungen glauben, dass sie noch Jungfrau war. Und da sie ihm keine Chance einräumen würde, sich selbst zu überzeugen, würde er wohl für den Rest des Lebens seine schlechte Meinung über sie behalten.
Gedankenverloren rieb sie ihre Handflächen gegeneinander – warum fühlten sie sich so seltsam heiß und klebrig an?
„Hast du das alles bewusst so eingefädelt?“, fragte sie dann ruhig. „Willst du Frankie und mich in verlustreiche Geschäfte laufen lassen? Hast du Frankie falsche Versprechungen gemacht und mich jetzt hierhergelockt, um …“
„Ach ja, Frankie.“ Er schaute sie mit spöttischem Gesicht an. „Von Frankie stammt das Geld, nicht wahr?“
„Das weißt du doch.“
„Ihr seid … gut befreundet?“, fragte er mit sanfter Stimme.
„Frankie und ich …“ Hannah wollte ihm gerade erklären, sie seien enge Freundinnen, als ein Gefühl der Vorsicht sie einhalten ließ. Offensichtlich glaubte Khalil, Frankie sei ein Mann, und das war vielleicht besser so, denn er war bestimmt Araber genug, um zwei Frauen im Geschäftsleben für ein leichtes Spiel zu halten. Schnell entschlossen produzierte sie ein geheimnisvolles, verträumtes Lächeln und fuhr fort: „Frankie und ich sind sehr eng befreundet.“ Erfreut sah sie, dass Khalils Miene sich verdüsterte.
„Dann hast du es ja endlich geschafft, jemanden zu finden, der die Rechnungen bezahlt“, sagte er sanft.
„Ich bin nicht so, wie du denkst!“, wollte sie aufbegehren.
„Hier lang“, unterbrach er sie und ging mit ihrem Koffer in Richtung Auto.
Nach einigen Metern schaute er sich mit ausdruckslosem Gesicht nach ihr um. Sie warf ihm einen erbosten Blick zu und folgte ihm dann hoch erhobenen Hauptes. So einfach gab sie sich nicht geschlagen.
Khalil öffnete die Tür einer großen, neuen Limousine für sie und wollte ihr beim Einsteigen helfen. Unwillig schüttelte sie ihn ab. „Ich komme sehr gut allein zurecht.“
„Das war reine Höflichkeit“, erwiderte er, wobei er seine zusammengepressten Lippen zu einem hastigen Lächeln verzog. „Pure Gewohnheit.“ Er beobachtete, wie sie ihre langen Beine elegant in den Wagen schwang, und fragte freundlich: „Ist es dir nicht recht, wenn ich mich wie ein Gentleman benehme?“
Sie wartete mit ihrer Antwort, bis auch er eingestiegen war, und entgegnete dann kühl: „Warum so tun, als ob? Wir wissen beide, dass du einfach kein Gentleman bist.“
„Dann warte, bis du in der Altstadt wirklich in Bedrängnis gerätst“, meinte er lächelnd. „Hoffentlich hast du eine Perücke und formlos hängende Kleider mitgebracht.“
„Was soll das heißen?“, fragte sie mit gerunzelter Stirn.
Er startete den Wagen und lenkte ihn aus dem Flughafen hinaus.
„Ich fürchte, das Verhalten einiger westlicher Frauen lässt viel zu wünschen übrig. Viele von ihnen bieten sich sehr deutlich an“, begann er im Plauderton. „Und du musst wissen, dass Prostituierte hier offiziell nicht geduldet werden. Also gehen sie ihrem Gewerbe versteckt nach. Meist kann man sie daran erkennen, dass sie blond und wenig zurückhaltend sind, und dass sie allein auftreten. Ganz wie du, Hannah. Ein schlichter Marokkaner würde zwischen euch keinen Unterschied sehen. Ich garantiere dir, nach ein paar Minuten auf dem Markt wärest du von Männern umringt, bedrängt, angefasst, belästigt …“
„Nicht, wenn ich einen Führer habe“, protestierte sie, innerlich entsetzt.
„Glaubst du wirklich, der Führer würde sich anders verhalten?“, meinte Khalil gelassen. „Der würde auch nur versuchen, dich in eine dunkle Gasse zu locken. Das kannst du den Männern nicht einmal vorwerfen. Sie würden lediglich auf deine scheinbar offene Einladung reagieren. Mit jeder Pore strahlst du Sinnlichkeit aus, Hannah.“
„Ich glaube dir einfach nicht!“
„Nein? Dann geh und mach selbst die Erfahrung.“
Sie verstummte. Natürlich hatte sie in Reiseführern gelesen, dass marokkanische Frauen sich zurückhaltend kleideten und dass Europäerinnen deshalb häufig als provozierend empfunden wurden und ihre Freundlichkeit leicht zu Missverständnissen führte. Aber … Oh, verflucht, warum musste Khalil so schwierig sein? Er wäre der ideale Schutzschild.
In der Abgeschlossenheit des Wagens lud sich langsam die gesamte Atmosphäre mit einer so gefährlichen, knisternden Elektrizität auf, dass Hannah glaubte, platzen zu müssen, wenn sie ihrer Spannung nicht wenigsten in Worten Luft verschaffen konnte.
„Gut“, sagte sie grimmig, „lass uns eines klären. Versuchst du gezielt, mir Hindernisse in den Weg zu legen?“
Einige Sekunden lang konzentrierte er sich ausschließlich auf die Straße. Schließlich antwortete er: „Nein. Jetzt nicht mehr.“
„Wie bitte?“ Ungläubig schnappte sie nach Luft, und fassungslos schaute sie zu ihm hinüber. Nach und nach entspannten sich seine Muskeln, und ihre Augen wurden von dem faszinierenden Schauspiel unwiderstehlich angezogen. Zuerst senkten sich seine hochgezogenen Schultern und seine Brust, als er tief ausatmete, dann zeigten sich in dem Stoff über seinen vorher angespannten Schenkeln wieder weiche Falten, und er rückte seine festen, muskulösen Beine in eine bequemere Position. Und dann wandte er...




