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Ihr Team von Sack Fachmedien
Wright Partizipative Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung und Prävention
1., Auflage 2010
ISBN: 978-3-456-94867-6
Verlag: Hogrefe AG
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
E-Book, Deutsch, 288 Seiten
ISBN: 978-3-456-94867-6
Verlag: Hogrefe AG
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Gesundheitsförderung und Prävention sind – vor allem bei sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen – durch eine Arbeitsweise gekennzeichnet, die an die Lebenswelt der Menschen vor Ort angepasst sein muss. Die daraus entstehenden Angebote lassen sich kaum
Zielgruppe
Gesundheitswissenschaftler
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
1;Bücher aus verwandten Sachgebieten;3
2;Inhaltsverzeichnis;6
3;Teil I: Einführung;8
3.1;Vorwort: Partizipative Qualitätsentwicklung – um was es geht;10
3.2;1 Partizipative Qualitätsentwicklung – eine Begriffsbestimmung;14
3.2.1;1.1 Hintergrund;14
3.2.2;1.2 Partizipative Qualitätsentwicklung: Definition;16
3.2.3;1.3 Lokales Wissen, lokale Theorien;18
3.2.4;1.4 Lokale Evidenz;19
3.2.5;1.5 Zusammenarbeit in der Partizipativen Qualitätsentwicklung;19
3.2.6;1.6 Zum Verständnis von Partizipation;20
3.2.7;1.7 Partizipative Qualitätsentwicklung in der Anwendung;21
3.2.8;1.8 Wissenschaftliche Basis der Partizipativen Qualitätsentwicklung;23
3.2.9;1.9 Schnittstellen der Partizipativen Qualitätsentwicklung zu anderen Ansätzen der Qualitätsentwicklung;25
3.2.10;1.10 Zum Aufbau des Buches;30
4;Teil II: Methoden und Konzepte der Partizipativen Qualitätsentwicklung;34
4.1;2 Partizipation der Zielgruppe in der Gesundheitsförderung und Prävention;36
4.1.1;2.1 Das Erbe der Gesundheitserziehung;36
4.1.2;2.2 Gesundheitsförderung und die Rolle der Partizipation;37
4.1.3;2.3 Wann ist Partizipation wirklich gegeben?;39
4.1.4;2.4 Methoden zur Entwicklung einer partizipativen Praxis;46
4.1.5;2.5 Zur Anwendung und Weiterentwicklung des Modells;49
4.1.6;2.6 Hindernisse für die Partizipation;51
4.1.7;2.7 Fazit;53
4.2;3 Lokales Wissen, lokale Theorie und lokale Evidenz für die Prävention und Gesundheitsförderung;54
4.2.1;3.1 Das Unbehagen in der Evidenzbasierung und Evaluation;54
4.2.2;3.2 Theorie und kollektives Lernen;55
4.2.3;3.3 Erweiterung und Systematisierung von Praxiswissen;59
4.2.4;3.4 Methode der Projektlogik (PL-Methode);61
4.2.5;3.5 Methode zur Entwicklung lokaler Ziele und Wirkungswege (ZiWi-Methode);64
4.2.6;3.6 Methode des sokratischen Gesprächs;69
4.2.7;3.7 Fazit;75
4.3;4 Partizipation in der Zusammenarbeit zwischen Zielgruppe, Projekt und Geldgeber/in;76
4.3.1;4.1 Warum Zusammenarbeit?;76
4.3.2;4.2 Mythen der Zusammenarbeit als Hindernis;78
4.3.3;4.3 Grundprinzipien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit;79
4.3.4;4.4 Formen der Zusammenarbeit;81
4.3.5;4.5 Bestimmung des Ausmaßes der Partizipation in der Zusammenarbeit;82
4.3.6;4.6 Anwendung der „Kreise der Entscheidung“;84
4.3.7;4.7 Wann ist die optimale Partizipation aller Akteure und Akteurinnen erreicht?;88
4.3.8;4.8 Aussicht;92
4.4;5 Good-Practice-Kriterien als partizipatives Instrument der Qualitätsentwicklung;94
4.4.1;5.1 Einleitung;94
4.4.2;5.2 Elemente des Good-Practice-Ansatzes im Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“;96
4.4.3;5.3 Entwicklung und Konzeption des Good-Practice-Ansatzes;96
4.4.4;5.4 Umsetzung: Ermittlung und Multiplikation der Beispiele guter Praxis;99
4.4.5;5.5 Darstellung der Good-Practice-Beispiele;101
4.4.6;5.6 Der Good-Practice-Ansatz als Element partizipativer Qualitätsentwicklung;102
4.4.7;5.7 Good Practice und Partizipative Qualitätsentwicklung;104
4.4.8;5.8 Perspektive;106
5;Teil III: Kompetenzbildung in der Partizipativen Qualitätsentwicklung;108
5.1;6 Partizipative Workshops;110
5.1.1;6.1 Einführung;110
5.1.2;6.2 Ziele, Didaktik und Aufbau der Workshops;111
5.1.3;6.3 Ergebnisse der Workshops;114
5.1.4;6.4 Fazit und Ausblick;124
5.2;7 Interaktiv und Online: Internet-Ressourcen zur Partizipativen Qualitätsentwicklung;126
5.2.1;7.1 Einführung;126
5.2.2;7.2 Der Entwicklungs- und Schreibprozess;127
5.2.3;7.3 Inhalte: Konzepte, Methoden und Praxisbeispiele;129
5.2.4;7.4 Partizipation der Nutzer/innen im Entwicklungsprozess;134
5.2.5;7.5 Interaktivität in der Nutzung;136
5.2.6;7.6 Der Einsatz von Grafiken;137
5.2.7;7.7 Worin unterscheiden sich die Plattformen?;139
5.2.8;7.8 (Zwischen-)Fazit;140
5.3;8 Wissenschaftliche Beratung vor Ort;142
5.3.1;8.1 Wissenschaftliche Beratung in der partizipativen Forschung;142
5.3.2;8.2 Überblick über die Einrichtungen und die Beratungstätigkeit;142
5.3.3;8.3 Zielfindung in der Beratung;144
5.3.4;8.4 Gestaltung und Verlauf der Beratung;146
5.3.5;8.5 Erfolgskriterien für die Beratung;149
5.3.6;8.6 Fördernde und hemmende Bedingungen in der Beratung;159
5.3.7;8.7 Fazit;168
5.4;9 Das Qualitätskolloquium;172
5.4.1;9.1 Einführung;172
5.4.2;9.2 Qualität als Diskurs;173
5.4.3;9.3 Judicial Review;174
5.4.4;9.4 Peer Review;175
5.4.5;9.5 Planungsprozess;176
5.4.6;9.6 Ablauf und Struktur des Qualitätskolloquiums;181
5.4.6.1;9.6.1 Struktur;181
5.4.6.2;9.6.2 Ablauf;183
5.4.7;9.7 Probleme bei der Umsetzung;185
5.4.8;9.8 Diskussion;187
5.4.9;9.9 Aussicht;190
5.5;10 Das Netzwerk für partizipative Gesundheitsforschung: Für einen Neubeginn der Aktionsforschung in Deutschland;192
5.5.1;10.1 Auseinandersetzung mit der Geschichte der Aktionsforschung;192
5.5.2;10.2 Tagung „Aktionsforschung und partizipative Methoden in Public Health“;195
5.5.3;10.3 Wünsche und Erwartungen der Tagungsteilnehmenden an eine Vernetzung;198
5.5.4;10.4 Das Netzwerk für partizipative Gesundheitsforschung;199
5.6;11 Zur Erhebung und Deutung epidemiologischer Zahlen für Angebote der HIV-Prävention;202
5.6.1;11.1 Warum epidemiologische Zahlen?;202
5.6.2;11.2 Das HIV-Meldesystem des Robert Koch-Instituts;204
5.6.3;11.3 Möglichkeiten und Grenzen der Meldedaten: zwei Beispiele;209
5.6.4;11.4 Ergänzende Datenquellen für die Erfassung der lokalen HIV-Epidemie;213
5.6.5;11.5 Zur Anwendung epidemiologischer Daten in der Präventionspraxis: Was noch fehlt;214
5.6.6;11.6 Schlussfolgerungen und Aussicht;217
6;Teil IV: Partizipative Qualitätsentwicklung: Perspektiven für die Zukunft;220
6.1;12 Zur Notwendigkeit einer wissenschaftlichen Fundierung der Partizipativen Gesundheitsforschung;222
6.1.1;12.1 Einführung;222
6.1.2;12.2 Wissenschaftliche Abgrenzung der Partizipativen Gesundheitsforschung;224
6.1.3;12.3 Der eigenständige wissenschaftliche Beitrag von PGF zur Gesundheitsforschung;227
6.1.4;12.4 Wissenschaftliche Qualitätsstandards in der PGF;229
6.1.5;12.5 Ein internationaler Arbeitskreis zur partizipativen Gesundheitsforschung;231
6.1.6;12.6 Fazit und Ausblick;232
6.2;13 Auf dem Weg zu einem Zertifizierungsverfahren in der Partizipativen Qualitätsentwicklung;234
6.2.1;13.1 Die Organisation „Aidshilfe“ und ihre Geschichte;234
6.2.2;13.2 Spannungsfelder, Interessen und Gegensätze;235
6.2.3;13.3 Qualitätssicherung und Evaluation in der HIV-Prävention;238
6.2.4;13.4 Die Wirkung des Dreiecks WZB – DAH – Aidshilfen;242
6.2.5;13.5 Nächster Schritt: ein PQ-Zertifizierungsverfahren;244
7;Anhang;246
7.1;Forschungshintergrund;246
7.1.1;Die Ausgangslage der zwei Forschungsprojekte;246
7.1.2;Synergien zwischen den Forschungsprojekten;250
7.1.3;Grundsätzliches zum Forschungsdesign und zum analytischen Verfahren;252
7.1.4;Methoden-Workshops;253
7.1.4.1;Workshop-Programm;253
7.1.4.2;Teilnehmer/innen;254
7.1.4.3;Ablauf der Workshops;256
7.1.4.4;Aufbereitung der Methoden;257
7.1.4.5;Datenerhebungsmethoden;257
7.1.4.6;Auswertung des Datenmaterials;260
7.1.5;Wissenschaftliche Begleitung einzelner Einrichtungen (Projektberatungen);261
7.1.5.1;Auswahl der Einrichtungen (Gesundheit Berlin-Brandenburg);261
7.1.5.2;Auswahl der Einrichtungen (Deutsche AIDS-Hilfe);264
7.1.5.3;Auswertung der Beratung;266
7.1.6;Internet-Handbücher;269
7.1.7;Good-Practice-Kriterien;270
7.1.7.1;Leitfadengestützte Experteninterviews;271
7.1.7.2;Fokusgruppendiskussionen;272
7.1.8;Wissenschaftler-Netzwerk;278
7.1.9;Unterstützung in der Verwendung epidemiologischer Daten;279
7.1.10;Peer-Review-Verfahren (Qualitätskolloquium);280
8;Literatur;282
" (S. 221-222)
Die Partizipative Qualitätsentwicklung steht in der Tradition der Partizipativen Gesundheitsforschung (PGF), die eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Praxis, Geldgeber/inne/n und Zielgruppen vorsieht, um Gesundheitsprobleme gemeinsam zu erforschen und angemessene Interventionen zu entwickeln (s. Kap. 1). Es existieren jedoch bisher keine international anerkannten Gütekriterien für diese Art von Gesundheitsforschung. Bei nichtpartizipativen, quantitativ orientierten Forschungsansätzen ist der Entwicklungsstand weiter, nicht zuletzt wegen der Arbeit der internationalen Initiative Cochrane Collaboration.
Im Jahr 1972 forderte Archie Cochrane ein internationales Register randomisierter, kontrollierter Studien (RCT) sowie explizite Qualitätskriterien für die Beurteilung wissenschaftlicher Publikationen zu Interventionen im Gesundheitsbereich. 1993, fast 20 Jahre später, formierte sich mit Unterstützung des Forschungs- und Entwicklungsprogramms des United Kingdom National Health Service die Cochrane Collaboration. Seitdem hat die Cochrane Collaboration, in der sich heute über 11.000 Fachkräfte in mehr als 90 Ländern ehrenamtlic ihrer Fähigkeit, einen komplexen Forschungsbestand in eine kollektiv nutzbare und zugängliche Form zu bringen.
Die klinischen Studien und Bewertungen von Gesundheitstechnologien, die den Kern der Cochrane-Collaboration-Datenbank bilden, machen jedoch, besonders im Hinblick auf die Gesundheitsförderung, nur einen Bruchteil der Public-Health- Forschung aus. Public Health ist per Definition ein interdisziplinäres Forschungsfeld, das ein breites Spektrum an Methoden aus den Natur- und Sozialwissenschaften umfasst – einschließlich der Partizipativen Gesundheitsforschung, die sich in den letzten Jahrzehnten als wichtiger Ansatz herausgebildet hat.
Unter Bezugnahme auf eine umfassende Zusammenführung von Artikeln zu Qualität und Implementierung von PGF, die für die United States Agency for Healthcare Research and Quality (AHRQ) durchgeführt wurde, definieren Viswanathan et al. (2004, S. 6) communitybased participatory research (CBPR) – die gebräuchlichste Bezeichnung für PGF in den USA – als „einen auf Kooperation beruhenden Forschungsansatz, der darauf abzielt, Strukturen für die Partizipation der Communities, die von den untersuchten Problemen betroffen sind, von Repräsentanten verschiedener Organisationen sowie von Wissenschaftlern in allen Aspekten des Forschungsprozesses zu etablieren und zu sichern, um Gesundheit und Wohlergehen durch aktives Handeln zu verbessern, wozu auch gesellschaftliche Veränderungen gehören.“
Den Autor/inn/en zufolge sind die folgenden Aspekte auch für CBPR von zentraler Bedeutung:h engagieren, über 3.000 systematische Überblicksarbeiten sowie Tausende anderer Publikationen erstellt, die die Ergebnisse der quantitativen Forschung zu Maßnahmen im Gesundheitswesen zusammenfassen.




