E-Book, Deutsch, Band 2238, 144 Seiten
Reihe: Julia
Yates Die sinnlichen Küsse des stolzen Scheichs
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-0683-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2238, 144 Seiten
Reihe: Julia
ISBN: 978-3-7337-0683-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Eine Oase im Sonnenlicht, ein reich geschmücktes Wüstenzelt ... und ein betörender Scheich, der Sophie so besitzergreifend in den Armen hält, dass sie wie verzaubert ist. Eigentlich träumt die junge Journalistin von einer Karriere - und nicht von einem Liebesmärchen! Doch was Sophie jetzt umgibt, hat nichts mit der Realität zu tun, in der sie gerade noch einem Skandal um die legendäre Chatsfield Dynastie auf der Spur war! Denn Zayn Al-Ahmar hat sie nicht nur entführt, mit seinem sinnlichen Kuss raubt er auch ihr Herz. Aber kann der Wüstenprinz ihr geben, wonach sie sich sehnt?
Schon von klein auf wusste Maisey Yates ganz genau, was sie einmal werden wollte: Autorin.
Sobald sie mit einem Stift umgehen und ihre erste Worte zu Papier bringen konnte, wurde sie von der Leidenschaft fürs Schreiben gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen.
Von da an konnte nichts und niemand Maisey mehr vom Schreiben abhalten. Niemand? Als Maisey ihren absoluten Traummann und späteren Ehemann traf, eroberte dieser ihr Herz im Sturm und die schriftstellerischen Ambitionen rückten ein wenig in den Hintergrund.
Doch als Maisey schwanger mit ihrem zweiten Kind war, las sie ihren allerersten Liebesroman - dies veränderte alles. Wusste Maisey schon immer, dass sie Autorin werden wollte, so war sie doch bisher ziemlich ratlos, was und über welche Themen sie schreiben sollte. Aber jetzt verliebte Maisey sich auf Anhieb in das Genre Romance. Sofort wusste sie, das ist es, was sie schreiben will. Zu ihren Lieblingsautorinnen zählen Penny Jordan, Miranda Lee und Lynne Graham.
Ihr Lebensmotto, das sowohl in der Liebe wie auch im Leben eine Portion Humor unverzichtbar ist, spiegelt sich auch in ihren Romanen wider. Maisey Yates liebt es, wenn sich ihre Helden lustige Wortgeplänkel liefern.
Zusammen mit ihrem Mann - der sich im Übrigen nicht davor scheut, Windeln zu wechseln - und den drei gemeinsamen Kindern lebt Maisey Yates in Oregon.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Im Leben von Scheich Zayn Al-Ahmar gab es vieles, was er zutiefst bereute. Vorkommnisse von der Art, die ihn nachts überfielen und ihm die Luft zum Atmen abschnürten. Heimsuchungen, die ihn tagsüber weiter verfolgten und jede seiner Handlungen beeinflussten. Ständige Erinnerungen daran, warum er sein altes Ich hinter sich gelassen hatte und zu einem grundlegend anderen Menschen geworden war.
Doch ganz gleich, wie belastend die Erinnerungen waren, momentan gab es nur eines, was er bedauerte. Und zwar, dass er seine Hand nicht um James Chatsfields verdammte Kehle legen und zudrücken konnte, bis der miese Schuft sein wertloses Leben ausgehaucht hatte – in einer finsteren Gasse, hinter dem eigenen Familienhotel.
Stattdessen war Zayn gezwungen, sich zu beherrschen. Mit finsterer Miene umklammerte er das Revers von James’ Jackett und stieß den Mann brutal gegen die massive Backsteinmauer. Durchaus eine grobe Maßnahme, für Zayn bei Weitem nicht gewalttätig genug, um sich besser zu fühlen.
„Ich bin nicht sicher, ob ich überhaupt weiß, was für eine Laus Ihnen über die Leber gelaufen ist, Al-Ahmar …“, murmelte James.
Angesichts der unbekümmert selbstbewussten Haltung des aalglatten Schönlings näherte sich Zayns Zorn dem Siedepunkt. Dazu kam noch der spöttisch amüsierte Ausdruck in den Augen! Beides kannte er nur zu gut.
Es war, als schaue er in einen Spiegel, der die Vergangenheit reflektierte.
Dazu kam, dass der miese Kerl etwas Unverzeihliches getan hatte und Zayn nicht auf alberne Spielchen stand. Schon gar nicht in einer dunklen Seitenstraße ohne Zeugen. „Ich glaube, Sie wissen sehr wohl, worum es geht, Chatsfield.“
Seit sechzehn Jahren kämpfte Zayn darum, seine Familie zu beschützen, den eigenen Ruf zu wahren und das Ansehen seines Landes. Und jetzt drohte dieser Schuft, all das zu zerstören. Er war eine Bedrohung für Surhaadi, für die Menschen dort und alles, was Zayn sich in seinem neuen Leben aufgebaut hatte.
„Sagen Sie jetzt nicht, es geht um Ihre Schwester …“
Mörderische Wut loderte in Zayn wie ein gewaltiges Feuer, und James’ Hinterkopf machte unsanft Bekanntschaft mit dem rauen Mauerwerk. „Um wen sonst? Sie haben sie entehrt – und damit auch mich, die gesamte königliche Familie und unser Volk!“
Trotz seiner bedrängten Lage zeigte James keine Spur von Furcht. Anstatt einzuknicken, wanderte nur eine arrogante Braue nach oben, und um den gut geschnittenen Mund zuckte ein spöttisches Lächeln. „Was für eine schwere Bürde, um sie so einem zarten Frauenkörper aufzulasten. Mir war nicht bewusst, dass die Integrität einer ganzen Nation von der Jungfräulichkeit Ihrer Schwester abhängt.“
Zayns Griff wurde noch fester. „Ein Mann, der nicht einen Funken Integrität besitzt, hat kein Recht, dieses Wort auch nur in den Mund zu nehmen“, knirschte er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
„Zumindest behandle ich keine Frau wie ein Besitztum“, kam es gelassen zurück.
Nein, das tut James Chatsfield sicher nicht! Sobald er eine Frau in seinem Bett hatte, interessierte sie ihn nicht mehr. Für ihn waren sie nur Kleiderpuppen, die man an- und ausziehen konnte, bis einen das Spiel langweilte und man sie in die Ecke warf.
Oder sie, wie im Fall seiner Schwester, für immer entehrt ihrem Schicksal überließ – mit einem Kind unter dem Herzen. Das jedoch würde James niemals erfahren, wenn es in Zayns Macht stand. Er hatte jedes Recht dazu verwirkt, genau wie das Recht, Leila je wieder zu berühren oder auch nur sehen zu dürfen …
„Mag sein, Chatsfield, aber Tatsache ist, dass Sie jemanden, der zu mir gehört, schlecht behandelt haben. Jedes einzelne Familienmitglied steht unter meinem ganz persönlichen Schutz. Sie können froh sein, nicht in meinem Land zu leben. Denn dort würde ich Sie für das, was Sie verbrochen haben, liquidieren.“
Mit einem Ruck und überraschender Kraft befreite sich James Chatsfield aus Zayns Griff. Offenbar steckte in ihm doch mehr, als Zayn dem oberflächlichen Playboy, den James brillant verkörperte, zutraute. „Ich werte das mal im biblischen Sinne als eine positive Eigenschaft, Al-Ahmar.“ Sorgsam richtete James sein maßgeschneidertes Jackett und schnippte ein imaginäres Staubkorn von seinem Revers. „Bedauerlicherweise habe ich weder Zeit noch Lust, mich auf diesen Auge-um-Auge-Unsinn einzulassen.“
Nichts hätte Zayn lieber getan, als ihm das überhebliche Lächeln mit der Faust aus dem Gesicht zu wischen. Doch er wollte es nicht riskieren, James misstrauisch zu machen. Keinesfalls sollte er sich fragen, ob seine Wut und sein Hass nicht auf etwas Gravierenderem beruhten als auf der simplen Verführung seiner Schwester.
„Sie werden der Presse gegenüber kein Wort über Ihre unglückliche Verbindung mit Leila verlauten lassen!“, grollte Zayn warnend.
„Warum sollte ich so etwas Absurdes tun?“, erwiderte James.
„Auch wenn meine Schwester für Sie nur eine Eroberung unter vielen bedeutet, bleibt die Tatsache bestehen, dass sie eine Prinzessin ist. Die verdammten Journalisten würden sich überschlagen, um die unselige Geschichte zur Titelstory zu machen.“
„Jetzt fühle ich mich aber wirklich von Ihnen auf den Schlips getreten, Al-Ahmar“, warf James ein. „In meinem Land gehöre ich nämlich selbst zur Aristokratie. Und wenn es um eine skandalträchtige Headline geht, brauche ich dafür nicht die Assistenz Ihrer Schwester.“
„Ich warne Sie, Chatsfield …“ Zayns Stimme war jetzt gefährlich leise und dabei hart wie Stahl. „Ein falsches Wort, und es geht Ihnen an den Kragen. Und das ist nicht metaphorisch gemeint.“
Der spöttische Zug um James’ Mund verschwand. Plötzlich wirkte sein anziehendes Gesicht wie aus Granit gemeißelt. „Oh, daran hege ich nicht den geringsten Zweifel.“ Erneut rückte er sein Jackett gerade, wandte sich um und verschwand in Richtung Hotel.
Zayn blieb in der dunklen Gasse zurück und fluchte. Er hasste dieses Gefühl der Hilflosigkeit. Es erinnerte ihn daran, dass er schon einmal versagt hatte, als es darum ging, seine andere Schwester zu beschützen.
Es begann zu regnen. Eine einsame Straßenlaterne mit schwachem gelbem Schein spendete das einzige Licht in der dunklen Gasse. Zayns Gedanken überschlugen sich, sein Puls raste. Wenn irgendetwas hiervon nach außen drang, wäre es das gefundene Fressen für die verdammte Pressemeute. Er hatte nicht die geringste Ahnung, wie Leila mit ihrer Schwangerschaft und der Neugier der Öffentlichkeit an allen Belangen der königlichen Familie umzugehen gedachte.
Erschwerend hinzu kam noch der Rummel um seine eigene bevorstehende Hochzeit, die das allgemeine Interesse nur noch mehr schürte!
Leila war auch so schon verwundbar genug in ihrem Zustand. Zusätzlichen Druck konnte sie wahrlich nicht gebrauchen. Und er würde alles tun, um seine Familie nicht noch einmal dieser grausamen öffentlichen Kritik und Verurteilung auszusetzen. Zayn war wild entschlossen, sie zu beschützen.
Ein klapperndes Geräusch im Hintergrund ließ ihn herumfahren. Mit zusammengekniffenen Augen versuchte er, die Dunkelheit zu durchdringen, und fluchte erneut. Die blecherne Mülltonne, die träge in den schwachen Lichtkegel rollte, konnte unmöglich von selbst umgestürzt sein.
Ich bin nicht allein in der Gasse hinter dem Chatsfield …
Was bedeutete, dass es einen oder mehrere Zeugen des brisanten Gesprächs zwischen James Chatsfield und ihm gab. Und das war absolut inakzeptabel!
Das Gefühl der Hilflosigkeit wurde von einem heißen Adrenalin-Flash weggefegt, der sein Blut wie glühende Lava durch die Adern jagte. Es war keine Furcht, sondern nur Wachsamkeit und nervöse Energie und ein willkommenes Ventil für seine mühsam im Zaum gehaltene Wut. Zayn spürte, wie sich jeder Muskel in seinem Körper anspannte. Jetzt war er nicht mehr als ein primitives Raubtier, bereit zum Angriff.
Wieder schepperte es, dann erklang ein erschrockenes Quieken. Wie der Blitz schoss er zu der Stelle, griff zu und fühlte dichtes Haar und energischen Widerstand. Ein erneuter, weitaus hellerer Laut ließ ihn stutzen und seine Beute aus dem Dunkel ans Licht zerren.
„Wer sind Sie und was haben Sie hier verloren?“, fragte er barsch.
„Autsch!“
„Versuchen Sie nicht, sich mit irgendwelchen Verletzungen herauszureden!“ Im schwachen Schein der Laterne zeigte sich sein Spion ganz anders, als Zayn es erwartet hatte. Verblüfft musterte er die schlanke Blondine mit der zerzausten, honigfarbenen Haarfülle, in die er eben noch seine Finger gekrallt hatte. Sie trug ein schillerndes Paillettenkleid und eine ausgesprochen störrische Miene.
„Ich bin sogar außerordentlich verletzt …“, widersprach sie.
Zayn verschränkte die Arme vor der Brust. „Wenn Sie tatsächlich so empfindlich sind, sollten Sie sich besser nicht in dunklen Nebenstraßen herumdrücken, Lady“, empfahl er. „Das ist ziemlich gefährlich.“
„Scheint mir auch langsam so“, murmelte sie und bemühte sich, ihr derangiertes Outfit glatt zu streichen.
„Was haben Sie hier verloren?“, fragte Zayn misstrauisch.
„Ich bin James Chatsfield nach draußen gefolgt.“ Die Blondine richtete sich auf und warf mit einer selbstbewussten Geste das lange Haar über die Schultern zurück. Im Laternenschein schimmerte es wie flüssiges Gold.
Das ergab Sinn. Sie passte...




