Zieschang | Feuerphönix (Die Phönix-Saga 1) | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 343 Seiten

Reihe: Die Phönix-Saga

Zieschang Feuerphönix (Die Phönix-Saga 1)


16001. Auflage 2016
ISBN: 978-3-646-60249-4
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1, 343 Seiten

Reihe: Die Phönix-Saga

ISBN: 978-3-646-60249-4
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



**Das Herz rast, die Augen fliegen über die Zeilen und nichts existiert mehr außer diesem Roman...** »Feuerphönix ist von mir ein absolutes MUST-READ!!! Nicht nur eine Leseempfehlung sondern ein absolutes Muss!!!!« (Leserstimme auf Amazon) Caro weiß nichts von ihren Eltern. Nichts von dem Erbe, das in ihr ruht. Oder über den unheimlichen Typen mit den goldenen Augen, der sie seit ihrem Geburtstag zu verfolgen scheint. Kann es sein, dass eine Verbindung zwischen ihm und den mysteriösen Bränden besteht, die sich immer häufiger in ihrer Gegenwart entfachen? Caro muss erkennen, dass in ihr Kräfte schlummern, die nicht nur für sie äußerst gefährlich werden können. Sie ist die Nachfahrin einer uralten Linie von magischen Wesen - den Phönixen. Und damit fangen ihre Schwierigkeiten erst an. //Textauszug: Zunächst visualisierte ich nur unsere Handflächen vor meinem inneren Auge. Aber als ich mich von dieser Vorstellung des Sehen-Müssens loslöste und nur auf das achtete, was ich fühlte, veränderte sich etwas. Es ging eine Art Wärme von Vincent aus, aber das war nicht der richtige Ausdruck dafür. Es veränderte sich erneut und nun konnte ich es klarer erkennen. Da war etwas Leuchtendes und Warmes, das mich anzog. Das, was ich fühlte, war unmöglich in Worte zu fassen. Es war einzigartig. Vincents Aura war einzigartig.// //Alle Bände der Fantasy-Bestseller-Reihe: -- Feuerphönix (Die Phönix-Saga 1) -- Eisphönix (Die Phönix-Saga 2) -- Sturmphönix (Die Phönix-Saga 3) -- Die Phönix-Saga: Alle Bände in einer E-Box// Die Phönix-Saga ist abgeschlossen.

Julia Zieschang fand man schon als kleines Mädchen oft hinter einem Buch versteckt vor. Damals waren es noch Märchenbücher, heute liest sie am liebsten romantische Fantasy. Wenn sie nicht gerade mit dem Lesen oder Schreiben von Geschichten beschäftigt ist, befindet sich eine Spiegelreflexkamera vor ihrem Gesicht, denn das Fotografieren ist ihre andere große Leidenschaft.
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1. Kapitel


Ich versank in dem Anblick des Flammenspiels und machte unwillkürlich ein paar Schritte in seine Richtung. Fast meinte ich spüren zu können, wie die Spitzen der Feuerzungen meine Haut sanft kitzelten. Irritiert wandte ich den Blick von dem Feuer. Was war nur los mit mir? So durfte ich nicht denken. Feuer war schmerzhaft und grausam. Es vernichtete Leben und fraß alles auf, was sich ihm in den Weg stellte, nur um selbst leben zu können. Aber was, wenn das in der Natur der Dinge lag? Waren nicht immer die aufregendsten und faszinierendsten Kreaturen auch die gefährlichsten?

Ich saß in der U-Bahn und starrte durch das Fenster in die Finsternis. Die Wände des Tunnels rauschten an mir vorbei. Die laute Musik aus den Kopfhörern meines Smartphones ließ die Gespräche der Menschen um mich herum zu einem angenehmen Gemurmel verstummen. Ich lehnte mich entspannt zurück und konzentrierte mich ganz auf die harten Beats meiner Lieblingsrockband. Die U-Bahn hielt mit einem Rucken an der nächsten Station. Ich beobachtete die anderen Fahrgäste, die sich eilig zur Tür hinausdrängten. Ich hasste die Enge der unterirdischen Tunnel. Sie lösten ein beklemmendes Gefühl in mir aus, als wäre ich eingesperrt. Zum Glück war es nicht mehr weit bis zu meiner Station. Bald würde ich wieder Tageslicht sehen. Der schwere Geruch nach fettigem Essen weckte meine Aufmerksamkeit. Ich hatte die Quelle schnell ausgemacht: ein etwa zwölfjähriger Junge, der soeben die U-Bahn mit einem Burger in der Hand betreten hatte. Ich bemühte mich um einen gleichgültigen Blick, obwohl mich der Fleischgeruch anekelte. Der Junge machte ein paar Schritte in meine Richtung. Der Platz neben mir war noch frei. Etwas in meinem Blick musste ihn abgeschreckt haben, denn er zögerte kaum merklich und setzte sich dann auf die andere Seite. Die U-Bahn fuhr an und ich drehte meinen Kopf wieder zur Scheibe. Mein Spiegelbild grinste mir zufrieden zu.

Meine Gedanken schweiften zu den heutigen Vorlesungen. Wir hatten ziemlich viel Stoff durchgenommen, was bedeutete, dass ich heute Nachmittag noch einiges zum Durchlesen haben würde. Ich seufzte bei der Vorstellung, schon wieder nur in meinem Zimmer rumzusitzen. Vielleicht sollte ich lieber erst eine Runde joggen gehen. Seit ich vor ziemlich genau einem Jahr angefangen hatte, Jura an der Ludwig-Maximilians-Universität in München zu studieren, war von meiner Freizeit nicht mehr viel übrig. Zeitweise war es äußerst mühsam, sich durch die umständlich formulierten Gesetzestexte zu kämpfen, und ich musste mir wieder in Erinnerung rufen, warum ich mir das antat.

Der Zug wurde langsamer. Ich hob meine schwere Tasche vom Boden auf und ging in Richtung der Türen. Eine weitere lästige Angelegenheit am Jurastudium war, dass man ständig eine mit Gesetzbüchern vollgestopfte Tasche mit sich rumschleppte. Ein Wunder, dass mein Rücken noch nicht aussah wie der von Quasimodo. Die U-Bahn hielt. Ich drängte mich vorbei an den mir viel zu langsam gehenden Leuten und lief die Treppenstufen hinauf in die Freiheit. Noch bevor ich ganz oben angelangt war, erreichten mich die ersten Regentropfen. Sie klatschten auf mein Gesicht und ich hörte, wie eine Frau hinter mir über das »Mistwetter« schimpfte. Mich störte es nicht weiter. Ich hatte mich längst an den ständigen Regen gewöhnt. Nichts Außergewöhnliches für einen Oktober in München. Dennoch hätte ich nichts gegen ein bisschen Sonnenschein einzuwenden gehabt. Wann hatte es den eigentlich zuletzt gegeben? Ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern. Ich zog mir die Kapuze meiner Jacke tief in die Stirn und beschleunigte meine Schritte. Den Regenschirm hatte ich aus Bequemlichkeit in meinem Zimmer liegenlassen. Eigentlich war es total unlogisch, denn durch den kleinen Regenschirm würde meine Tasche nur unwesentlich voller und schwerer werden, als sie es ohnehin schon war. Konzentriert starrte ich auf den geteerten Gehweg vor mir, um mit meinen Stoffturnschuhen nicht in eine Pfütze zu treten. Ich war froh, als ich vor unserem Haus angelangt war. Ein kurzer Blick auf meine Armbanduhr bestätigte mir, was ich bereits vermutet hatte: Ich hatte den Weg von der Uni bis hierher mal wieder in unter dreißig Minuten geschafft. Schnell kramte ich den Haustürschlüssel aus meiner Tasche und schloss auf. Endlich im Trockenen zog ich mir die Kapuze vom Kopf, dann lief ich die vielen Stufen hinauf bis in den dritten Stock. Im Wohnungsflur brannte Licht. Ein sicheres Zeichen dafür, dass eine meiner beiden Mitbewohnerinnen schon zu Hause war. Da heute Mittwoch war, tippte ich auf Doro.

»Hey, Caro«, hörte ich ihre Stimme durch die geschlossene Zimmertür.

Ich hatte Recht gehabt. Nachdem ich meine Schuhe ausgezogen und die Jacke zum Trocknen auf einen Bügel gehängt hatte, klopfte ich kurz an ihre Zimmertür und drückte die Türklinke nach unten.

»Hi, na, was machst du gerade?«

Sie stöhnte: »Ich muss noch die blöde Hausarbeit in Kunstgeschichte fertig schreiben.«

»Ach stimmt ja, das hattest du schon mal gesagt. Was war noch gleich das Thema?«

Sie schüttelte sich. »Botticelli.« Sie sagte es, als wäre es ein Schimpfwort.

Den Namen hatte ich schon einmal gehört, konnte ihn aber nur grob mit Madonnen-Gemälden und einer Venus in Verbindung bringen.

»Sisley, van Gogh oder meinetwegen auch Picasso – über die hätte ich alle liebend gern zwanzig Seiten geschrieben. Aber nein, ausgerechnet ich kriege einen Maler aus der Renaissance.«

»Aber die Renaissance ist doch auch nicht so schlecht. Da gab es lauter Gemälde mit hübschen pausbäckigen Engelskindern.«

Sie warf mir einen bitterbösen Blick zu.

»Engel? Pah! Das ist nicht dein Ernst.«

Ich konnte mir ein Grinsen nur schwer verkneifen. Doro und Engel – das passte wirklich nicht zusammen. Sie wäre wohl eher die Andy-Warhol-Fraktion, was schon ein Blick auf ihre Kleidung bestätigte. So bunt, wie sie rumlief, war sie beinahe selbst Pop Art.

»Stimmt, war es nicht. Aber du kriegst das trotzdem hin. Bis wann muss die Hausarbeit denn fertig sein?«

»Bis morgen.« Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Ihre kinnlangen schwarzen Haare standen in alle Richtungen ab. »Und ich hab keine Ahnung, wie ich das noch schaffen soll.«

»Na ja, du hast ja noch gute sechzehn Stunden Zeit. Vorausgesetzt, du verzichtest heute Nacht gänzlich auf Schlaf.«

»Kommt gar nicht in Frage!« Empört sah sie mich an und ihre grünen Augen blitzten.

»Schon klar, du brauchst deinen Schönheitsschlaf«, neckte ich sie.

»Sag mal, Caro, willst du mich verarschen?«, fuhr sie mich an.

»Wieso?« Ich machte eine Unschuldsmiene. Ihre heftige Reaktion verwirrte mich. Für gewöhnlich reagierte sie nicht so sensibel auf meine kleinen Sticheleien.

»Dir ist schon klar, was heute für ein Tag ist?«

Diese Frage verwirrte mich nur noch mehr. »Natürlich weiß ich das. Heute ist Mittwoch. Wäre ich etwa heute mit dem Einkaufen dran gewesen?«

»Nein.« Sie verdrehte genervt die Augen. »Du kannst unmöglich vergessen haben, dass heute der 12. Oktober ist.«

Ich zuckte zusammen. Heute war schon der Zwölfte? Scheiße, das bedeutete …

»Ganz genau.« Sie betrachtete meine vor Schreck erstarrte Miene mit einer gewissen Genugtuung. Sie kostete den Moment aus, in dem mir das volle Ausmaß ihrer Worte bewusst wurde. »Du wirst in weniger als acht Stunden zwanzig. Und das werden wir gebührend feiern.«

Ich verzog gequält das Gesicht. »Ich dachte, wir hätten uns darauf geeinigt, meinen Geburtstag zu ignorieren?«

»Wir haben uns auf gar nichts geeinigt. Du hast das so bestimmt und Mara und ich haben beschlossen, deinen Wunsch zu ignorieren.« Doro verschränkte die Arme vor der Brust. Ein zufriedenes Lächeln umspielte ihre Lippen.

Mara war die Dritte im Bunde. Ihr Vater hatte ihr diese Wohnung gekauft und sie hatte in einer Anzeige nach zwei Mitbewohnerinnen gesucht. Durch Zufall hatten Doro und ich uns als Erste gemeldet und nach einem kurzen Kennenlernen mit Wohnungsbesichtigung auch beide ein Zimmer bekommen. Wir waren alle im dritten Semester, aber jede von uns studierte etwas anderes. Mara hatte Pädagogik und Bildungswissenschaft gewählt, Doro Kunstgeschichte und ich Jura.

»Aber es ist mein Geburtstag! Habe ich da denn gar nicht mitzureden?«, beschwerte ich mich.

»Nein, hast du nicht.« Sie grinste mich frech an. Dann fügte sie versöhnlicher hinzu: »Es wird dir bestimmt gefallen, was wir uns überlegt haben.«

Das bezweifelte ich stark – ich hatte meine Geburtstage noch nie gemocht –, aber da ich keinen Streit wollte, nickte ich ergeben. Ich würde die paar Stunden bis Mitternacht schon irgendwie hinter mich bringen.

»Von mir aus. Und was machen wir dann heute? Damit ich mich schon mal seelisch und moralisch darauf einstellen kann.«

»Das werde ich dir ganz bestimmt nicht verraten. Nur so viel: Um halb acht fahren wir los. Ach, und, Caro, könntest du bitte nicht deinen ausgeleierten Kapuzenpulli anziehen? Irgendetwas Schickes wird sich bei dir im Schrank bestimmt finden, hm?« Sie blickte mich aus großen grünen Augen fast bittend an.

Ich schnaubte. Sie hatte gut reden! Noch nie hatte ich einen so vollen Kleiderschrank wie ihren gesehen. Allerdings musste ich ihr zugutehalten, dass sie ihre Klamotten hauptsächlich in Secondhandläden und auf Flohmärkten aufstöberte. Ihr spezieller Geschmack zeigte sich auch jetzt in einer schrillen Farbkombination aus türkisfarbenen Leggins und lilafarbenem Shirt.

»Tss«, empört verschränkte ich die Arme, »als...



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