E-Book, Deutsch, 250 Seiten
Zimmermann / Schweizer Seelen Detox
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-03933-064-5
Verlag: Giger Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wie wir uns von negativen Verhaltensmustern lösen
E-Book, Deutsch, 250 Seiten
ISBN: 978-3-03933-064-5
Verlag: Giger Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Nadja Zimmermann, geboren 1976 in Baden, aufgewachsen im aargauischen Kleindöttingen, war viele Jahre Moderatorin und Produzentin bei Radio und Fernsehen. Ihre ersten Schritte in der Medienwelt machte sie bei VIVA und Radio Top. Später moderierte sie viele Jahre im Alleingang glanz & gloria auf SRF und produzierte diverse Formate. U.a. die Spendenshow 'Jeder Rappen zählt', wo sie das TV-Team führte. Schliesslich veröffentlichte sie ihr erstes Kochbuch und machte sich selbstständig. Heute betreibt sie mit einem kleinen Team einen erfolgreichen Foodblog mit einfachen, benutzerfreundlichen Alltagsrezepten (www.LouMalou.ch), entwickelt für Kunden Rezepte und veröffentlichte bisher fünf Kochbücher. Mit ihrer Entspannt-Kochen-Serie möchte sie etwas Leichtigkeit und Achtsamkeit in die alltägliche Küche bringen. Zwischen dampfenden Kochtöpfen und Fotoproduktionen absolvierte sie außerdem in Zürich eine mehrjährige Ausbildung zum Diplom-psychologischen Mental Coach. Darauf aufbauend vertieft sie sich derzeit an der Universität Zürich ins Thema der Positiven Psychologie. Nadja Zimmermann lebt mit ihrer Familie in Zürich. Petra Schweizer, geboren 1969, aufgewachsen in Basel, ist Psychosynthese-Beraterin und Integral- sowie Persönlichkeits- und Lifecoach mit einem Master in Berufungs- und Potenzialcoaching. Sie bewegt sich seit über 20 Jahren in diesem Umfeld. Unter anderem hat sie für ein großes Coaching-Ausbildungsinstitut in der Schweiz einen Standort aufgebaut, geleitet und selbstständig geführt und dabei viele Teilnehmer zu Persönlichkeits-Coaches ausgebildet. Sie hat in fünf verschiedenen Ländern auf drei Kontinenten gelebt. Diese Erfahrungen haben sie geprägt. Bis Mai 2022 lebt sie in Singapur, ab Juli startet sie eine mehrjährige Weltumsegelung auf der Barfussroute, wo sie und ihr Mann die totale Freiheit genießen. Ihre Abenteuer kann man mitverfolgen: www.makhanee.com
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Erst einmal entspannen: Die Atmung
Bevor wir starten, halten wir zuerst einmal inne und atmen bewusst ein und aus.
Schließ die Augen.
Geh mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Atem.
Beobachte etwa ein bis zwei Minuten, wie du atmest.
Atme nun dreimal gleichmäßig und langsam ein und aus. Zähle beim Einatmen langsam bis vier. Beim Ausatmen langsam bis fünf oder sechs. Die Ausatmung solllte länger sein als die Einatmung.
Spür nach, wie du dich langsam entspannst.
Unsere Atmung ist überlebenswichtig!
Wir fangen mit dem ersten Atemzug unabhängig zu leben an, und wir sterben mit dem letzten Atemzug. Und doch fokussieren wir uns viel zu oft nicht auf diese doch so wichtige körperliche Funktion, weil wir nicht aktiv über das Atmen nachdenken. Warum auch? Es geschieht ja von selbst. Und doch gibt es viele unterschiedliche Atemtechniken (vor allem im Yoga) und sogar mehrjährige Atemausbildungen. Da steckt somit mehr dahinter, als wir im ersten Moment vielleicht glauben. Es ist erstaunlich, wie die Atmung unsere Gesundheit (körperlich und seelisch) beeinflussen kann.
Die Bauchatmung ist generell gesünder als die Brustatmung, denn sie entspannt uns rundherum. Durch die bewusste Bauchatmung tritt relativ rasch Ruhe in den Körper ein. Sie fördert zudem die Verdauung, da mit der Bauchatmung auch gleich noch die inneren Organe massiert werden. Achte darauf, wenn du bewusst atmest, dass du nicht durch den Mund, sondern durch die Nase atmest. Sobald du merkst, dass du genervt, gestresst oder irgendwie aus dem Gleichgewicht geraten bist, aktiviere bewusst deine Atmung und bring damit etwas Ruhe in dein Durcheinander. Atme langsam und bewusst zwei- bis dreimal ein und aus, und zwar so: Leg deine Hände auf den Bauchraum und atme so tief ein, sodass sich die Bauchdecke wölbt. Spür den Atem durch die Hände und spür den Atem in deinem Bauch. Atme langsam wieder aus.
Atme immer ganz ruhig und gleichmäßig. Die Ausatmung sollte idealerweise länger sein als die Einatmung. Sie lässt uns spüren, wie die Anspannung langsam abfällt und sich der Körper entspannt, als würden wir die Anspannung langsam ausatmen.
Zähle als Richtwert beim Einatmen bis drei oder vier und beim Ausatmen bis fünf oder sechs. Der Vorteil beim Zählen ist, dass du dich dabei aufs Zählen konzentrierst und du also ganz bei der Atmung bist und in diesem Moment nicht an all die anderen Dinge denkst, die dich zuvor noch aus dem Konzept gebracht haben. Du lenkst dich dabei ganz einfach kurz selbst ab und gönnst dir etwas Ruhe im Kopf und im Körper. Und wenn du möchtest, steigerst du die Länge der Ein- und Ausatmung. So wie es für dich angenehm ist.
Diese bewusste Atmung wird dir in deinem Alltag viele Vorteile bringen. Denn sie beruhigt das Nervenkostüm. Unsere Atmung ist essenziell, und der Fokus darauf wird dich ruhiger werden lassen. Außerdem ist sie eine große Unterstützung bei den Übungen in diesem Buch.
Wo stehst du gerade?
Bevor wir uns nun schwungvoll in die Aufräumarbeit stürzen und unser Gehirn durchspülen, inspizieren wir als Erstes die Räumlichkeiten.
Wir schauen, was da ist.
Wie fühle ich mich gerade?
Warum fühle ich mich so?
Wo stehe ich?
Was triggert mich?
Welche meiner Verhaltensweisen sind hinderlich?
Was ist mir wichtig?
Wie soll mein Leben aussehen?
Solche Fragen wirst du nun nicht sofort in ihrer ganzen Tiefe beantworten können. Doch du kannst dich langsam an sie herantasten.
Um innere Stabilität zu erreichen, müssen wir wissen, wer wir sind, und verstehen, wie wir fühlen. Wir müssen uns bewusst machen, wie wir funktionieren, und begreifen, warum wir ticken, wie wir ticken. Je besser wir uns und unsere Muster kennen, desto besser gelingt es uns, uns weiterzuentwickeln.
Wenn wir unsere Denkmuster hinterfragen und verändern möchten, müssen wir wissen, wie diese aussehen und uns selbst auch von außen betrachten können, uns auf die vielbeschworene Metaebene begeben können.
Im täglichen Wirrwarr ist es nicht immer einfach zu erkennen, wie eine unserer Reaktionen gerade gefärbt war und was diese mit unseren eigenen Gedanken zu tun hatte.
Wir wollen unseren Verstand, unsere Gefühle und unsere Empfindungen in ein Gleichgewicht bringen, wie es eine Waage tut. Legen wir schweres Material auf die eine Seite, balanciert sie kraftvoll aus.
Es geht darum, den Dreck, den der Alltag auf unser Federkleid spült, bewusst betrachten zu können, antrocknen zu lassen und dann nonchalant abzuschütteln. Das heißt aber nicht, dass du von nun an fünfzig Zentimeter vom Boden schwebend stets in deiner Mitte sein wirst, dass du nie mehr verärgert sein oder dir nie mehr Sorgen machen wirst. Doch mit mehr Achtsamkeit und einem klaren Bewusstsein bleibst du nicht mehr so lang im Matsch liegen.
Beantworte bitte folgende Fragen, idealerweise schriftlich, denn du wirst nicht dieselbe Tiefe erreichen, wenn du diese Fragen nur gedanklich beantwortest.
Überprüfung des Ist-Zustandes
Wie fühlst du dich gerade?
Auf einer Skala von null bis zehn: Wo wäre das?
Auf einer Skala von null bis zehn: Was denkst du, welche Punktzahl könntest du realistischerweise erreichen?
Hast du die Zehn angekreuzt?
Wunderbar! – Und falls nicht, warum nicht?
Was belastet dich zurzeit?
Warum belastet dich das?
Welche deiner Gefühle sind dabei vorherrschend?
Falls du Schwierigkeiten hast, Gefühle zu formulieren, findest du Beispiele von Gefühlen auf Seite 109)
Wenn du für deine Antworten mehr Platz benötigst, arbeite mit einem separaten Notizbuch.
Kannst du an einer Stelle noch tiefer gehen, oder lässt sich bei einer Antwort noch mehr herausholen? Behalte im Hinterkopf, dass dieser Prozess, je tiefer du gehst, desto hilfreicher für dich sein wird. An der Oberfläche lässt sich nicht viel herausholen. Und in der Tiefe zu wühlen ist vielen Menschen unangenehm. Doch nur so kommen wir weiter. Diesen Aufwand wirst du aber auch nur dann betreiben, wenn es für dich sinnvoll ist.
Lies die Fragen und Antworten noch einmal in Ruhe durch. Wo möchtest du was ergänzen?
Unsere Wahrnehmung
Wenn du dich nun damit auseinandersetzt, wo du gerade stehst und was dich gerade belastet, mach dir gleichzeitig bewusst, dass deine Wahrnehmung subjektiv ist. Es gibt keine allgemeingültige Realität. Wir alle leben unsere eigene. Zwei Menschen im selben Raum nehmen unterschiedliche Dinge wahr, da sie nicht denselben Fokus auf etwas, nicht dasselbe Wertesystem und nicht dieselben Erfahrungen haben. Wir sehen nur das, was uns selbst wichtig erscheint.
Unsere Wahrnehmung ist geprägt durch unser bisheriges Leben. Sie wird gefiltert durch unsere Denkweise, die wir seit vielen Jahren verinnerlicht haben. Wir tragen unsere selbst gefärbte Brille. Daher ist jede Wahrnehmung individuell.
Es gibt kein Richtig oder Falsch. Und trotzdem empfinden wir unsere Wahrnehmung als die einzig richtige. So wie das auch andere für sich tun.
Auch uns selbst nehmen wir anders wahr. In der Regel sehen uns die anderen Menschen positiver als wir uns selbst sehen. Genauso verhält es sich auch umgekehrt. Wir sehen das Gegenüber meistens gelassener, zufriedener und glücklicher als wir uns selbst. .
Die Diskrepanz zwischen dem, was wir zu sehen glauben, und dem, was tatsächlich ist, ist nicht sonderlich hilfreich. Sie fördert je nach Situation die Unzufriedenheit. Doch auch wenn es ein schwacher Trost sein mag: Es geht den meisten Menschen so. Du bist nicht allein.
Wenn wir vergleichen
Unsere subjektive Wahrnehmung muss nicht zwingend schlecht oder negativ oder für uns ungünstig sein, doch sie kann uns aus dem Gleichgewicht bringen. Wir laufen dabei Gefahr, uns zu vergleichen. Dabei schneiden wir meist ein wenig schlechter ab. Wir schauen, was andere haben, und erkennen dabei, was wir nicht haben.
Da kannst du nur verlieren. Es gibt immer jemand, der lustiger, schlanker, glücklicher, erfolgreicher, reicher oder schöner ist, der mehr Energie hat, eine besser funktionierende Beziehung, einen liebevolleren Partner, begabtere Kinder, ein schöneres Haus und nettere Eltern. Wenn wir uns vergleichen, macht das etwas...




