E-Book, Deutsch, 259 Seiten, Web PDF
Zitzmann Kollektive Leistungen von Wirtschaftsverbänden
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-8349-9693-0
Verlag: Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Planung und Lenkung anhand eines phasenorientierten Qualitätsmodells
E-Book, Deutsch, 259 Seiten, Web PDF
Reihe: Business and Economics (German Language)
ISBN: 978-3-8349-9693-0
Verlag: Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Thomas Zitzmann konzipiert eine theoretisch fundierte und zugleich praxisorientierte Vorgehensweise, die die Führung von Wirtschaftsverbänden unterstützt, eine hohe Qualität ihrer kollektiven Leistungen zu erreichen. Sein Qualitätsmodell umfasst die Dimensionen „personelle und institutionelle Potentiale“, „strategische, informationsbasierte und rechtliche Potentiale“, „Teilprozesse der Leistungserstellung“ und „Leistungsergebnis“. Auf der Basis empirischer Erkenntnisse liefert der Autor wertvolle Handlungsempfehlungen für das Verbandsmanagement.
Zielgruppe
Professional/practitioner
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Kollektive Leistungen als charakteristisches Handlungsfeld von Wirtschaftsverbänden.- Entwicklung eines Qualitätsmodells für kollektive Leistungen von Wirtschaftsverbänden.- Gestaltungsmöglichkeiten der Qualitätsplanung und Qualitätslenkung kollektiver Leistungen von Wirtschaftsverbänden unter Berücksichtigung empirischer Ergebnisse.- Zusammenfassung und Ausblick.
I. Einleitung (S. 1)
A. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
Wirtschaftsverbände sind als „intermediäre Organisationen" zwischen Markt und Staat angesiedelt und übernehmen vielfältige Aufgaben in unserem Wirtschaftssystem. Sie wurden ursprünglich gegründet, um die kollektiven Interessen ihrer Mitglieder gegenüber staatlichen und anderen Institutionen zu vertreten und durchzusetzen, was auch heute noch das etablierte Verständnis von Wirtschaftsverbänden (und von Selbsthilfeverbänden im Allgemeinen) prägt.
Diese, den Wirtschaftsverbänden originär zugedachte Aufgabe geriet in letzter Zeit vielfach in den Hintergrund. Das Leistungsspektrum zahlreicher Wirtschaftsverbände erfuhr einen nicht unerheblichen Wandel: Individuelle Leistungen wie Weiterbildungsveranstaltungen und persönliche Beratung, die auf die spezifischen Wünsche und Bedürfnisse einzelner Empfänger abgestimmt werden können, gewannen immer mehr an Bedeutung, da sie als selektive Anreize eingesetzt werden können, um sowohl bestehende Mitgliedschaften zu festigen als auch neue Mitglieder zu akquirieren.
Dass derartige Anreize notwendig sind, liegt sicherlich nicht zuletzt an der Tatsache, dass Mitglieder von Wirtschaftsverbänden zunehmend den Nutzen ihrer Mitgliedschaft hinterfragen und sich ein individueller Nutzennachweis bei individuellen Leistungen zumeist einfacher gestaltet als bei kollektiven Leistungen. Dieser Trend zur Fokussierung auf individuelle Leistungen wurde von der betriebswirtschaftlichen Verbandsforschung nicht nur erkannt, sondern durchaus auch befürwortet und empfohlen.
Dies führte dazu, dass kollektive Leistungen in der gegenwärtigen ökonomischen Literatur eine eher untergeordnete Rolle einnehmen, was ihrer tatsächlichen Bedeutung jedoch nicht gerecht wird. Kollektive Leistungen gaben nicht nur den Anlass zur Gründung von Wirtschaftsverbänden, weil für sie keine direkten, also leistungsbezogenen Entgelte von den Nutznießern erhoben werden können. Auch kann aus einer Tendenz zu einer intensiveren Abwägung von Kosten und Nutzen der Verbandsmitgliedschaft abgeleitet werden, dass Mitglieder nicht nur individuelle Leistungen, sondern auch kollektive Leistungen unter diesen Kriterien betrachten.
In die gleiche Richtung zielt die These BUMBACHERS, der erkennt, dass zunehmend von allen Verbänden qualitativ hochwertige Leistungen – sowohl individuelle als auch kollektive – gefordert und erwartet werden. Aus diesem Grund erscheint es unabdingbar, dass sich Wirtschaftsverbände nicht nur mit der Qualität ihrer individuellen Leistungen, sondern auch mit der Qualität ihrer kollektiven Leistungen auseinander setzen.
In diesem Zusammenhang besteht vor allem im Hinblick auf die Qualität kollektiver Leistungen ein nicht unerheblicher Forschungsbedarf, was auch in der zurückhaltenden Auseinandersetzung der betriebswirtschaftlichen Verbandsforschung mit diesen Leistungen begründet liegt. Daraus leitet sich das Ziel der Arbeit ab, das darin besteht, einen Beitrag zur Schließung der bestehenden Forschungslücke zu leisten und eine theoretisch fundierte und zugleich praxisorientierte Vorgehensweise zu konzipieren, die die Verbandsführung von Wirtschaftsverbänden unterstützen soll, eine hohe Qualität ihrer kollektiven Leistungen zu erreichen.
Hierfür soll ein Qualitätsmodell als Analyseraster zur Abgrenzung und Ausgestaltung der in diesem Zusammenhang relevanten Aufgabenfelder entwickelt werden, das die Eigenarten von Wirtschaftsverbänden und der von ihnen angebotenen kollektiven Leistungen explizit berücksichtigt. Die Erarbeitung der hier verfolgten Fragestellung erfolgt mit theoretischen und empirischen Methoden.
Im Rahmen der Ausführungen werden unter anderem die Erkenntnisse von Studien verwendet, die vom Seminar für Vereins- und Verbandsforschung (SVV) der Technischen Universität München durchgeführt wurden und an denen der Verfasser der Arbeit unmittelbar beteiligt war.
B. Aufbau der Arbeit
Mit der Zielsetzung ist bereits der Gang der Untersuchung vorgezeichnet. An die einleitenden Bemerkungen zu Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit in Kapitel I schließt sich in Kapitel II eine eingehende Betrachtung des Forschungsgegenstandes an.




