Zobel | Wenn Eltern zu viel trinken | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 240 Seiten

Reihe: BALANCE ratgeber

Zobel Wenn Eltern zu viel trinken

Hilfen für Kinder und Jugendliche aus Suchtfamilien
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86739-727-8
Verlag: BALANCE Buch + Medien Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Hilfen für Kinder und Jugendliche aus Suchtfamilien

E-Book, Deutsch, 240 Seiten

Reihe: BALANCE ratgeber

ISBN: 978-3-86739-727-8
Verlag: BALANCE Buch + Medien Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Wenn Eltern regelmäßig zu viel trinken, hat dies vor allem auch Auswirkungen auf ihre Kinder und deren späteres Leben. Wie diese Situation konkret aussehen, welche Facetten eine Alkoholsucht haben kann und wie Angehörige von Alkoholkranken typischerweise darauf reagieren, beschreiben die Fallbeispiele und Geschichten der Kinder von Alkoholabhängigen. Damit diese nicht in den Teufelskreis ihrer Eltern geraten und selbst alkoholsüchtig werden, lässt sich vorsorgend einiges tun. Dieses Buch wendet sich daher zum einen an die betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen und zeigt ihnen Möglichkeiten auf, mit der häuslichen Situation besser umzugehen. Aber auch, wie sie sich letztlich selbst vor Alkoholabhängigkeit schützen können, sei es durch die Teilnahme an Präventionsprogrammen oder einer Selbsthilfegruppe. Außerdem gibt Dipl.-Psychologe Martin Zobel Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Suchtberatungsstellen sowie der Jugendhilfe Anregungen, um die vorgestellten Hilfsprogramme anzubieten oder weitere zu entwickeln, wie z. B. eine Anlaufstelle für schwangere alkoholkranke Frauen. So kann gewährleistet werden, dass oftmals selbst suchtgefährdete Jugendliche frühzeitig stark gemacht werden und damit bessere Perspektiven haben als ihre Eltern.

Dr. Martin Zobel ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Fachbuchautor, hat eine eigene Psychologische Praxis in Koblenz und ist Lehrbeauftragter an der Katholischen Fachhochschule Köln.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Vorwort 8
TEIL I Erfahrungen mit trinkenden Eltern
Im verbotenen Paradies von Veronika 12
'Ich habe keine Gefahr gesehen' von Sascha 23
'Willst du nicht mal probieren?' von Bettina 28
Wie der Vater, so der Sohn von Hans-Jürgen 35
TEIL II Alkohol und dessen Auswirkungen auf die Familie
Die Situation der Kinder in alkoholbelasteten Familien
von Martin Zobel 42
Was ist eine Alkoholabhängigkeit und wie entsteht sie?
von Johannes Lindenmeyer 58
Zwischen Mitgefühl und Ohnmacht:

das Leben mit einem Suchtkranken von Monika Rennert 68
TEIL III Kinder stark machen – aber wie?
Wo ist die Grenze?
Eine Mutter holt Hilfe für sich und ihre Kinder
Interview mit Familie W. 86
Prävention und Frühintervention bei Kindern aus suchtbelasteten Familien von Michael Klein und Martin Zobel 96
'Mein Kind hat nichts gemerkt.'
Kinder- und Jugendseminare in den Kliniken
Daun-Thommener Höhe von Claudia Quinten 105
'Seelisches Bodybuilding'
Präventive ambulante Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen

von Theresa Ehrenfried und Reinhardt Mayer 115
Ansprechen und ansprechbar sein
Die Präventionsarbeit einer Suchtberatungsstelle
von Dirk Bernsdorff 131
'Die nehmen uns die Kinder weg!'
Das Jugendamt zwischen Hilfe und Härte
Interview mit Siegfried Holtorf 140
Die Zuständigkeiten müssen klar sein zwischen Suchthilfe und Jugendhilfe Gespräch mit Dirk Bernsdorff
und Siegfried Holtorf 148
TEIL IV Chancen für die Zukunft
'Die Gruppe ist ein Ort, wo ich Kraft und Ruhe finde'
Selbsthilfegruppen für erwachsene Kinder
von Arno Winkelmann 156
Sex & Drugs & Alkohol oder:

'Jetzt bin ich auch noch schwanger!'

von Helga Dilger 170
Belastungsstörungen bei Kindern alkoholkranker gewalttätiger Eltern

von Monika Vogelgesang 178
'Es tut mir gut, eine klare Grenze zu kennen'
Kontrolliertes Trinken bei Jugendlichen und jungen
Erwachsenen von Joachim Körkel 187
www.kidkit.de
Ein Internetportal für Kinder aus suchtbelasteten Familien von Michael Klein 205
111 Anhang
Checkliste zur Risiko- und Ressourceneinschätzung für Jugendliche und Erwachsene aus alkoholbelasteten Familien 208
Hilfreiche Adressen 223
Hilfreiche Literatur 228
Der Herausgeber und die Autoren 233


(S. 156-157)



»Hi, mein Name ist Arno. Ich bin ein genesendes erwachsenes Kind aus einer Alkoholikerfamilie.« So oder so ähnlich stelle ich mich vor, wenn ich bei einem Al-Anon-Meeting von erwachsenen Kindern bin. Und dann antwortet die ganze Gruppe mit: »Hi, Arno«, oder: »Hallo, Arno«. Das ist jedes Mal ein sehr eigenes Gefühl, was mich dann überkommt ...

Auf den folgenden Seiten möchte ich aus meiner Perspektive schildern, was in solchen Gruppen vor sich geht, worüber gesprochen wird und wen man dort trifft. Wie es kam, dass ein Einzelgänger wie ich sich seit über zwölf Jahren einer Gruppe zugehörig fühlt (nicht ohne Probleme), was mich dazu gebracht hat, überhaupt dort hinzugehen und dabeizubleiben! Und nach welchen Regeln diese Gruppen funktionieren. Ich werde auch versuchen, etwas Licht auf die »zwölf Schritte«, die »Höhere Macht« und den Gelassenheitsspruch zu werfen. Doch beginnen möchte ich mit einem kleinen Ausflug in die Geschichte dieser Gruppen.

Geschichte der Selbsthilfe im Suchtbereich

Die Selbsthilfegruppe »Anonyme Alkoholiker« (AA) entstand nach der Trennung einer kleinen Gruppe von Alkoholikern um Bill Wilson und Dr. Bob Smith von der sogenannten »Oxford Group« im Jahr 1937 und wurde offiziell 1938 in den USA gegründet. Dies war eine Gruppe von 40 Alkoholikern, die alle einen gemeinsamen Wunsch hatten: nicht mehr zu trinken. Im Verlauf der folgenden Entwicklung entstand das sogenannte Programm der AA. Zunächst die zwölf Schritte, dann die zwölf Traditionen und die Prinzipien, nach denen bis heute alle AAGruppen in der ganzen Welt arbeiten.

Die Geschichte der AA ist eine wahre Erfolgsstory, so gibt es in New York allein über 1.500 Meetings täglich rund um die Uhr. An dieser Stelle möchte ich lediglich erwähnen, dass es mittlerweile eine ständig wachsende Zahl der verschiedensten A-Gruppen gibt, je nach Problembereich. Beispielsweise Gruppen zu Drogenabhängigkeit, Essstörungen, Beziehungssucht, Spielsucht, Arbeitssucht, Sexsucht, Co-Abhängigkeit etc. Die Selbsthilfegruppe Al-Anon für die Angehörigen und Freunde von Alkoholikern wurde ebenfalls in den Vereinigten Staaten im Jahre 195 1 gegründet. Waren dort zunächst im Wesentlichen die Partner von Alkoholikern, später, wie der Titel sagt, Angehörige und Freunde zu finden, bildete sich später auch eine spezielle Gruppe für junge Menschen, Alateen genannt. Hier treffen sich hauptsächlich Teenager bis 18 Jahren. Heute gibt es in 115 Staaten über 26.000 Al-Anon- / Alateen- Gruppen, die sich regelmäßig treffen.


Zobel, Martin
Dr. Martin Zobel ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Fachbuchautor, hat eine eigene Psychologische Praxis in Koblenz und ist Lehrbeauftragter an der Katholischen Fachhochschule Köln.

Dr. Martin Zobel ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Fachbuchautor, hat eine eigene Psychologische Praxis in Koblenz und ist Lehrbeauftragter an der Katholischen Fachhochschule Köln.



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