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Zöbeli | Scones zum Frühstück | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 408 Seiten

Zöbeli Scones zum Frühstück

Scones zum Frühstück - Roman | Ein kulinarischer Liebesroman auf der Isle of Skye
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98952-320-3
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Scones zum Frühstück - Roman | Ein kulinarischer Liebesroman auf der Isle of Skye

E-Book, Deutsch, 408 Seiten

ISBN: 978-3-98952-320-3
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Liebe geht durch den Magen: Der herzerwärmende Wohlfühlroman »Scones zum Frühstück« von Alexandra Zöbeli jetzt als eBook bei dotbooks. Starkoch Max lernt auf die harte Tour, dass Michelin-Sterne wenig nützen, wenn das Leben in Schieflage gerät. Nach einem Herzinfarkt steht er ohne Freundin und Restaurant da, dafür mit einem liebenswerten aber übergewichtigen Hund. Max braucht dringend Abstand! Also nimmt er ein Jobangebot auf der wild-romantischen Isle of Skye an. Statt der High-Society bekocht er nun Teenager, die sein Essen mit großem Argwohn betrachten. Und dann ist da noch Robyn, seine geheimnisvolle und abweisende Vermieterin. Sie scheint Selbstgespräche zu führen. Und obwohl sie allein und zurückgezogen lebt, deckt sie den Tisch immer für zwei. Was es damit wohl auf sich hat? Scone um Scone versucht Max, Robyns Vertrauen zu gewinnen. Bis eine einzige Nacht alles zwischen ihnen ändert ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der Cosy-Romance-Roman »Scones zum Frühstück« von Alexandra Zöbeli wird Fans von Jenny Colgan und Julie Caplin begeistern. Die Printausgabe und das Hörbuch sind bei SAGA Egmont erschienen.Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Alexandra Zöbeli lebt gemeinsam mit ihrem Mann in der Schweiz. Sie ist bekennende Britoholikerin - verrückt nach allem, was von der Insel kommt. Mit ihren warmherzigen und humorvollen Romanen konnte sie sich eine große Fangemeinde erobern. Ihre Bücher werden aktuell in sechs Sprachen übersetzt. Die Autorin im Internet: facebook.com/alex.zoebeli und instagram.com/alexandra.zoebeli/. Bei dotbooks veröffentlichte Alexandra Zöbeli ihre »Lakeland Love«-Reihe sowie ihre Cosy Romance »Scones zum Frühstück«. Ihre Bücher sind auch als Printausgabe und Hörbuch bei Saga Egmont erhältlich.
Zöbeli Scones zum Frühstück jetzt bestellen!

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2. Kapitel


Nach vier Wochen Reha war es so weit: Max durfte endlich nach Hause. Allerdings ermahnte man ihn, es langsam anzugehen und sich nicht gleich wieder ganz in die Arbeit zu stürzen. Eigentlich hatte er nicht vorgehabt, sofort in seinem Restaurant vorbeizuschauen. Aber als das Taxi nur noch zwei Straßen entfernt war, konnte er der Versuchung nicht länger widerstehen. »Bitte halten Sie da vorne an«, bat er den Fahrer.

Heute war Dienstag, Ruhetag im Max. Er würde sich nur kurz einen Überblick verschaffen und danach mit seinem Jaguar-Sport-Coupé, das noch immer hinter dem Restaurant stand, nach Hause fahren. Max bezahlte den Taxifahrer und ging mit gemischten Gefühlen Richtung Hintereingang. Das letzte Mal, als er hier herausgekommen war, hatte er auf einer Bahre gelegen. Vielleicht war es ganz gut, dass er sich alldem stellte, solange sonst niemand von seinen Mitarbeitenden da war. So würde es zumindest nicht allzu peinlich werden, sollte er in der Küche plötzlich einen Panikanfall bekommen, wie in der ersten Woche in der Rehaklinik. Da war er mitten in der Nacht wach geworden, weil er glaubte, sein Herz streike erneut. Was es aber in Wahrheit nicht getan hatte. Der Arzt hatte gemeint, das sei völlig normal. Er müsse lernen, seinem Körper wieder zu vertrauen. Dazu waren ihm ein paar Entspannungsübungen gezeigt worden, die er nun regelmäßig befolgte.

Max steckte den Schlüssel ins Schloss und trat in die Küche. Seine empfindliche Nase nahm sofort den Geruch von Essensresten und Fett wahr. Eine saubere Küche roch definitiv anders. Missbilligend betrachtete er den Herd, dessen Chromstahl-Oberfläche von Fettspritzern übersät war. Auch der Boden war nicht ordentlich gereinigt worden. Gemüsehülsen, die beim Schnippeln schon mal durch die Gegend fliegen konnten, eingetrocknete Saucenspritzer und Brotkrümel verunzierten die schwarzen Bodenfliesen. Was war hier los? Fred konnte sich auf eine Standpauke gefasst machen, so viel war klar.

Gleich darauf hörte er ein Geräusch aus dem Büro. Es klang, als würde jemand einen Papierstapel durchblättern. Fred musste an seinem freien Tag hergekommen sein, um den Schreibkram zu erledigen. Mit großen Schritten durchquerte Max die Küche und blieb überrascht vor der offenen Bürotür stehen. »Patty?!«

Erschrocken schrie Patty auf. »Mein Gott, Max! Musst du mich so erschrecken?!«

»Entschuldige, aber was machst du hier? Fred müsste sich doch um den Papierkram kümmern.«

Sie ignorierte die Frage und versuchte sich an einem Lächeln, das ihre Augen aber Lügen straften. »Es ist so schön, dich zu sehen, Max«, sagte sie und stand von seinem Bürosessel auf, um ihn in die Arme zu schließen. »Hast du dich selbst aus der Reha entlassen, oder bist du wirklich wieder gesund?« Sie musterte ihn skeptisch.

»Mir geht’s gut. Raus mit der Sprache, Patty! Was ist hier los? Ich sehe doch, dass irgendwas nicht stimmt. Warum ist die Küche in diesem Zustand, und was machst du an deinem freien Tag in meinem Büro?«

Sie wirkte noch immer unschlüssig und steckte ihre Hände in die Hosentaschen, während sie auf ihrer Unterlippe kaute. »Okay, aber versprich mir, dass du nicht gleich wieder einen Herzinfarkt kriegst«, lenkte sie am Ende ein.

Max grinste widerstrebend. »Ich gebe mir Mühe. Soll ich mich setzen, wäre dir das lieber?«

»Wesentlich.« Sie trat zur Seite, damit er auf seinem ledernen Bürosessel Platz nehmen konnte. »Gestern tauchten Fred und der zweite Koch, den er angeheuert hat, nicht zur Arbeit auf. Ich habe versucht, die beiden auf ihren Handys zu erreichen, aber keiner ging ran. Die Küche war übrigens gestern schon in diesem Zustand. Als ich Jenny bei Fred zu Hause vorbeigeschickt habe, hat niemand die Tür geöffnet. Inzwischen bekam ich einen Anruf von unserem Fleischlieferanten. Er behauptete, dass wir die letzten Rechnungen nicht bezahlt hätten. Und als ich gerade die Rechnungen durchsehen wollte, stand da plötzlich ein Typ vom Gesundheitsamt vor mir. Er hätte Informationen erhalten, dass im Max Verstöße gegen die Hygienevorschriften vorlägen.« Patty redete wie ein Wasserfall, und Max sah ihr an, was der gestrige Tag ihr abverlangt hatte. »Er bestand darauf, unsere Küche und die Vorratsräume zu sehen. Es war fürchterlich, Max. Wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, hätte ich nie geglaubt, dass so etwas in unserem Restaurant möglich wäre. Im Kühlraum lagerten verschimmelte Essensreste, und im Vorratsraum lag unter einem Gestell eine tote Ratte! Eine Ratte bei uns! Kannst du dir das vorstellen?! Kurz und gut, das Gesundheitsamt hat uns sofort dichtgemacht, bis die Mängel behoben sind.« Wütend wischte sich Patty eine Träne aus dem Gesicht und fuhr dann leise fort. »Ich habe alle nach Hause geschickt und den Gästen, die einen Tisch reserviert hatten, abgesagt. Als das Telefon erneut klingelte, dachte ich, es wäre ein Gast, aber es war der Vermieter. Er behauptete, die letzte Monatsmiete nicht erhalten zu haben, was für dich untypisch wäre. Daher bat er mich, die Sache zu überprüfen. Ich habe Fred zig Nachrichten auf dem Handy hinterlassen, aber er ruft noch nicht mal zurück.« Sie sah ihn hilflos an. »Deshalb bin ich hier. Weil ich schauen wollte, ob ich bei dir im Büro irgendwas finde, was weiterhelfen könnte.«

Max blickte auf seinen Bürotisch, auf dem drei Stapel Rechnungen lagen.

»Ich habe sie nach Dringlichkeit sortiert«, erklärte Patty leise. »Die auf dem ersten Stapel hätten schon vor drei Wochen bezahlt werden müssen, die auf dem mittleren Stapel letzte Woche, und für den letzten Stapel haben wir noch etwas Zeit. Ich verstehe nicht, warum Fred das nicht erledigt hat. Er ist dein Stellvertreter, und du hattest ihm doch im Krankenhaus das Passwort gegeben. War es vielleicht das falsche?«

»Mit Sicherheit nicht«, knurrte Max. »Nach dem, was du hier erzählst, fürchte ich etwas ganz anderes.« Er drehte sich zu seinem Computer herum. Es dauerte nicht lange, bis er traurige Gewissheit hatte. Unbändige Wut kroch in ihm hoch, und gleichzeitig wurde ihm speiübel. »Dieser verdammte Mistkerl!«

»Was? Was ist los?«

Max drehte den Bildschirm Richtung Patty, damit sie das Desaster selbst sehen konnte. Inzwischen klaubte er sein Handy hervor, um noch einmal Freds Nummer zu wählen, obwohl er wusste, dass es aussichtslos sein würde.

»Der Teilnehmer ist zurzeit nicht erreichbar«, säuselte eine monotone Stimme in sein Ohr. Passender wäre gewesen: »Leider hat sich der Mistkerl, dem dieser Anschluss gehört, mitsamt Ihrer Kohle aus dem Staub gemacht

»Du meine Güte!«, stieß Patty aus. »Denkst du, das war Fred?«

»Na, der Heilige Geist wird das Konto nicht leergeräumt haben.« Erneut griff Max zum Handy. Diesmal wählte er die Nummer des Filialleiters seiner Bank.

»Ah, wie schön, dass Sie sich doch noch persönlich melden, Mr Buchanan. Wir bedauern wirklich sehr, dass Sie mit unseren Leistungen nicht mehr zufrieden waren. Aber was viel wichtiger ist: Wie geht es Ihnen denn? Konnten Sie sich gut erholen?«

»Mr Edwards, ich verstehe gerade nicht, was hier los ist. Da komme ich aus der Rehaklinik zurück und finde plötzlich ein leergeräumtes Bankkonto vor. Wie ist das möglich?«

»Aber … aber«, stotterte Mr Edwards. »Sie haben uns doch durch Ihren Stellvertreter ausrichten lassen, dass Sie mit unseren Konditionen nicht mehr zufrieden seien und daher die Bank wechseln würden. Mr Hackford ist extra vorbeigekommen, um zu klären, wie er vorgehen müsse. Er hat mir auch die erforderliche Vollmacht gezeigt.«

»Haben Sie eine Kopie davon gemacht?«

»Selbstverständlich.«

»Gut, dann komme ich jetzt vorbei und hole diese, bevor ich Anzeige bei der Polizei erstatte.« Max’ Stimme klang fest, obwohl Panik in ihm tobte. Wie sollte er seine Leute und Lieferanten bezahlen? Für den laufenden Monat konnte er dies von seinem Privatguthaben begleichen, aber wie sollte es danach weitergehen? Dass das Gesundheitsamt sein Restaurant geschlossen hatte, war nicht gerade hilfreich, um finanziell wieder auf die Beine zu kommen.

Völlig erledigt verließ Max zwei Stunden später die Polizeistation. Er hatte Anzeige gegen seinen früheren Sous-Chef erstattet. Bei der Vollmacht, die Fred der Bank vorgelegt hatte, handelte es sich selbstredend um eine Fälschung. Wie sich herausstellte, war das Geld nicht einfach auf ein neues Firmenkonto bei einer anderen Bank transferiert worden, sondern von da gleich wieder an eine Bank auf den Bahamas, wo sich dann die Spur verlor. Die Polizei würde nun aber die Ermittlungen aufnehmen.

Max schloss seine Wohnungstür auf. Die abgestandene Luft ließ ihn angewidert durch den Mund atmen. Missmutig stellte er seine Tasche im Korridor ab und ging zuerst ins Wohnzimmer, um die Fenster zu öffnen. Der Papyrus auf dem Fensterbrett war vertrocknet. Eigentlich hatte er gehofft, dass Naomi hin und wieder vorbeischauen würde, um nach dem Rechten zu sehen. Immerhin hatte sie einen Wohnungsschlüssel. Vermutlich war sie zu beschäftigt gewesen. Was erwartete er auch von ihr? Sie hatte ihm in den letzten Wochen deutlich genug gezeigt, wie wenig ihr an ihm lag. Er würde diese Beziehung beenden. Aber nicht heute Abend, erstmal brauchte er etwas Ruhe. Er nahm die vertrocknete Pflanze und entsorgte sie in der Küche in einem Abfallsack. Sein Magen knurrte und erinnerte ihn daran, dass er seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatte. Ihm graute davor, den Kühlschrank aus gebürstetem Edelstahl zu öffnen, denn dessen Inhalt würde wohl nicht sehr appetitlich aussehen. Egal, dachte Max. Irgendwann musste er sich sowieso den Tatsachen stellen, da konnte er es ebenso gut jetzt...



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