Zsolnay | Menorca Reiseführer Michael Müller Verlag | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 288 Seiten

Reihe: MM-Reisen

Zsolnay Menorca Reiseführer Michael Müller Verlag

Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps
4. Auflage 2023
ISBN: 978-3-96685-232-6
Verlag: Michael Müller Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps

E-Book, Deutsch, 288 Seiten

Reihe: MM-Reisen

ISBN: 978-3-96685-232-6
Verlag: Michael Müller Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Anders reisen und dabei das Besondere entdecken: Mit den aktuellen Tipps aus den Michael-Müller-Reiseführern gestalten Sie Ihre Reise individuell, nachhaltig und sicher. Benvinguts a Menorca! Robert Zsolnay zeigt Ihnen in unserem Reiseführer »Menorca« in der dritten Auflage auf 280 Seiten mit 106 Farbfotos die Pracht und Vielfalt der Balearen-Insel. Dank 26 Karten samt herausnehmbarer Faltkarte im Maßstab 1:100.000 finden Sie sich so gut zurecht, wie die Einheimischen. 18 Wanderungen und Touren führen Sie in jeden Winkel der Insel. Alles hat unser Autor vor Ort akribisch recherchiert und für Sie ausprobiert. Ökologisch, regional und nachhaltig wirtschaftende Betriebe sind kenntlich gemacht. Zahlreiche eingestreute Kurz-Essays vermitteln interessante Hintergrundinformationen. Die Geheimtipps des Autors erschließen Ihnen die Highlights ebenso, wie Sehenswertes abseits bekannter Pfade. Erprobte Tipps und nützliche reisepraktische Ratschläge runden den Reiseführer »Menorca« ab. So schreibt Outdoor Menorca: »Der wohl informativste Reiseführer auf dem deutschen Markt zu Menorca.« Menorca im Überblick: Im Osten liegt die Inselhauptstadt Maó mit beeindruckendem Naturhafen. Des nächtens pulsiert das Leben in den Clubs und Bars. Nördlich des Stadtkerns findet man die schönsten Strände des Ostens, Sa Mesquida und Es Grau. In der Inselmitte liegt der höchste Punkt der Insel, Monte Toro. Mit 400 Metern Höhe kein Gebirge, aber Gelegenheit, die Schönheit der Insel zu überblicken, etwa die Bucht von Fornells. Lohnenswert sind Besuche des malerischen Alaiors mit seinen verwinkelten Gässchen und des Dörfchens Torre den Gaumés größte vorgeschichtliche Siedlung der Balearen. Die Südküste bietet in Binigaus azurblaues Wasser mit Traumstrand. Im Westen liegt die ehemalige Inselhauptstadt Ciutadella. Südlich davon lockt eine weitere bezaubernde Bucht, Cala en Turqueta, Cala Macarella und Cala Macarellata. Unser Reiseführer »Menorca« ist stets kundiger Begleiter bei Ihrer Entdeckung der Schönheiten der Insel und verrät Ihnen die verborgenen Perlen abseits bekannter touristischer Pfade. Vertrauen Sie den Geheimtipps des Autors, Sie werden nicht enttäuscht versprochen! Was tun auf Menorca? Ob Naturfreund und Individualist, Aktiv-Urlauber, geschichtsinteressiert, oder Familie mit Kindern die Insel ist überraschend vielfältig und bietet für jeden etwas. Fast die Hälfte der Insel steht unter Naturschutz. Großteils unverbaute Küste, 80 Strände mit azurblauem Wasser, ein prächtiger Küstenrundwanderweg und beeindruckende Steilküsten lassen ursprüngliche Natur erfahren und Sie entschleunigen wie von selbst. Wer sich mit den Naturkräften auseinandersetzen möchte, findet als Mountainbiker, Wanderer, Radfahrer oder Wassersportler hinreichend Gelegenheit, sich aktiv zu entspannen. Elf Wanderungen, vier Radtouren und drei Stadttouren in unserem Reiseführer »Menorca« erschließen Ihnen die Insel intensiv. Familien sind begeistert von den prächtigen Stränden und dem klaren Wasser. Party in einmaliger Kulisse findet man in der Cova den Xoroi, dem wohl spektakulärsten Club der Balearen, in einer riesigen Höhle hoch über dem Meer. Dank unserem Menorca-Reiseführer und den bewährten Tipps und Hinweisen finden auch Sie garantiert ihr Urlaubsglück auf der Mittelmeer-Insel. Übernachtung und Unterkunft auf Menorca: Hotels, Pensionen und Fincas für jeden Anspruch und Geldbeutel finden sich zahlreich auf der Insel. Unser Reiseführer »Menorca« gibt hilfreiche Tipps bei der Suche nach dem passenden Dach über dem Kopf. Die Geheimtipps des Autors nennen besonders lohnenswerte Herbergen. Praktisch und interaktiv: Kostenlos und registrierungsfrei stehen 14 GPS-Tracks und die mmtravel App mit Online-Karten und Ortungsfunktion zum Download für Ihren Menorca-Urlaub bereit. Gut zu wissen: Dieser Reiseführer des Michael Müller Verlags wurde klimaneutral produziert.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Vom Turm des Ca n’Oliver hat man einen fantastischen Blick

Maó (span. Mahón)
Maó, das 1722 von den britischen Besatzern zur Hauptstadt Menorcas erklärt wurde, besitzt einen der größten Naturhäfen des Mittelmeers. Eine Reihe guter Restaurants, ein schickes Opernhaus (Teatre Principal), ein interessantes Nachtleben und das beste Museum der Insel sind weitere Pluspunkte der knapp 29.000 Einwohner zählenden Stadt. Und auf der Illa del Rei gibt es ein neues Kunstzentrum, das zeitgenössische Werke zeigt.
„Ich kenne im Mittelmeer nur vier sichere Häfen. Juni, Juli, August und Mahón“, soll der Genueser Admiral und Staatsmann Andrea Doria (1466-1560) einst gesagt haben. Auf jeden Fall ist der Hafen von Maó eine imposante Erscheinung: Wie ein fjordartiger Einschnitt, rund 5,5 km lang und bis zu 1,2 km breit - als würde das Meer mit einem kräftigen, leicht erhobenen Arm ins Land greifen. Heute sieht man im riesigen Hafen kaum mehr Kriegsschiffe und Frachter, dafür legen im Sommer regelmäßig große Kreuzfahrtschiffe an, aus denen Passagiere zum Landgang strömen. Bei einem Hafenspaziergang lassen sich zudem von Frühjahr bis Herbst schöne Privatyachten bestaunen.
Nicht Andrea Doria, sondern den Briten hat die Stadt am meisten zu verdanken: Die dreimaligen Besatzer machten Maó im Jahr 1722 zur Inselkapitale und enthoben Ciutadella dieser Würde. Mit der Entscheidung trugen die Briten in erster Linie ihren militärischen Interessen Rechnung. Sie waren darauf aus, den riesigen Hafen zum Ausbau ihrer Vormachtstellung im Mittelmeer zu nutzen. Im geschützten Hafenbecken konnte Englands gesamte Mittelmeerflotte anlegen.
Die militärische Bedeutung ist inzwischen kaum mehr von Belang, doch Maó ist Inselhauptstadt geblieben. Wer sich auf eine Hafenrundfahrt begibt, in einem der vielen Restaurants am Wasser zu Abend isst oder sich im mondänen Teatre Principal ein Konzert oder eine Oper ansieht, kann nachvollziehen, warum das so ist.
Maó lohnt einen Ausflug. Und wer Städte mit ihrem Nachtleben und kulturellen Angebot der häufig künstlichen Atmosphäre von Feriensiedlungen vorzieht, kann sein Lager getrost in der Inselhauptstadt aufschlagen und von dort aus mit Zweirad, Bus oder Auto Tagesfahrten zu den umliegenden Stränden von Cala Mesquida, Es Grau, Punta Prima, Binibèquer und Alcaufar unternehmen. Die Busverbindungen in nahezu alle Ecken der Insel sind gut. Im Spätherbst und Winter sind Maó und Ciutadella die einzigen Orte, in denen nach Sonnenuntergang nicht die Gehsteige hochgeklappt werden.
Stadtgeschichte
Schon Karthager, Griechen und Römer wussten den Hafen von Maó zu schätzen. Im 18. Jh. rangen die damaligen Weltmächte England und Frankreich um die Vorherrschaft über den geschützten Hafen. Doch erst unter den Briten, die Maó zur Inselhauptstadt machten, konnte sich die Siedlung im Osten, die lange hinter Ciutadella die zweite Geige spielte, zu einer echten Stadt entwickeln.
Zwei Theorien ranken sich um die Entstehung des Stadtnamens: Die eine besagt, der Name stamme vom phönizischen Wort „maghen“, was so viel wie Schutz bedeutet. Die andere bemüht den karthagischen Feldherrn Mago, Bruder Hannibals, der 206/205 v. Chr. auf Menorca balearische Steinschleuderer als Söldner für den Kampf gegen die Römer rekrutiert haben soll.
Doch die Geschichte der heutigen Hauptstadt Menorcas beginnt nicht erst mit der Vorherrschaft der Karthager (5. bis 2. Jh. v. Chr.) im Mittelmeerraum: Bereits um ca. 1500 v. Chr. laufen phönizische Schiffe das große natürliche Hafenbecken im Osten Menorcas an. Die phönizischen Seeleute begegnen Einheimischen der Talaiot-Kultur, die beispielsweise auf dem Gebiet der heutigen Plaça de la Conquesta sowie bei Trepucó siedelten, das keine 20 Fußminuten vom Stadtkern Maós entfernt besichtigt werden kann. Auch die Griechen, die Menorca „Meloussa“ (Insel des Kleinviehs) nannten, errichteten ab dem 8 Jh. v. Chr. Handelsniederlassungen. Doch es waren die Römer, die 123 v. Chr. den von der Natur so begünstigten Hafen „Portus Magonis“ tauften und den Ort 74 n. Chr. als Municipium in den Rang einer Stadt erhoben. Spuren einer römischen Nekropolis finden sich unter der Església del Carme. Die Römer machten Mago zu einem wichtigen Stützpunkt im Mittelmeer und bauten eine Straße nach Iamo (Ciutadella).
Vom Aufstieg des Christentums Anfang des 5. Jh. zeugen die frühchristliche Basilika Fornàs de Torrelló zwischen Maó und der Ortschaft Sant Climent sowie die Reste einer Basilika auf der Illa del Rei im Hafenbecken von Maó. Zu den Fundstücken zählen gut erhaltene Mosaiken. Jenes von der Illa del Rei kann im Museu de Menorca bestaunt werden, das von Torrelló vor Ort.
Um 455 eroberten die Vandalen die Stadt, 534 geriet sie wie der Rest der Insel unter die Herrschaft des Byzantinischen Reichs. Aus dieser Zeit sind kaum historische Zeugnisse vorhanden. Anders verhält es sich mit der Ära der Mauren, die im Jahr 903 beginnt. Die Stadt und ganz Menorca wurden Teil des Emirats al-Andalus, Maó verlor unter den neuen Herrschern, die das Hauptaugenmerk auf die Medina Minurka (Ciutadella) und die Bergfestung Sen Agaiz (Santa Águeda) richteten, an Bedeutung - Mago war den neuen Herrschern lediglich eine kleine Verteidigungsburg über dem Hafen wert.
Den Grundstein der Stadt, wie sie dem Reisenden heute begegnet, legte Alfonso III, nachdem er die Stadt von den Mauren zurückerobert hatte. Er ließ eine neue Burg bauen und errichtete innerhalb der Mauern eine Kirche für die heilige Jungfrau Maria. Die Stadt wuchs, und bald schützte ein zweiter Mauerring die neu entstandenen Straßenzüge und Häuser.
Als 1349 die Pest Menorca heimsuchte, wurde Maó verschont, woran das Rochus-Tor (? Sehenswertes in der Oberstadt/Portal de Sant Roc) erinnert. Die schwarze Seuche breitete sich von Ciutadella aus und gelangte nur bis Es Mercadal.
Doch ein anderer Feind machte nicht vor der Stadt im Osten halt: 1535 segelte der Pirat und spätere osmanische Admiral Khair ad-Din mit 15 Schiffen gen Menorca. Der Herrscher von Algier nahm in Maó Rache für eine Niederlage, die ihm eine christliche Flotte in Tunis zugefügt hatte. Der von den Christen Barbarossa genannte Korsar und seine Gefolgsleute plünderten und verwüsteten die Stadt - und zogen mit rund 800 Gefangenen ab. Maó lag in Trümmern. Gegen die Verantwortlichen, die auf eine Kapitulation gedrängt hatten und den Piraten die Stadttore öffnen ließen, wurden drakonische Strafen verhängt und grausam vollstreckt. Dem Stadtrat Antonio Olivar, der Khair ad-Dins Truppen das Tor öffnete, wurden die Hände abgeschlagen und anschließend die Kehle durchgeschnitten.
Um sich gegen künftige Überfälle zu wappnen, bauten die Menorquiner auf Befehl Karls V. am südlichen Hafeneingang die sternförmige Festung Sant Felip, die nach dem Ausbau und ihrer Ergänzung um den Außenposten Fort Marlborough in der Cala Sant Esteve durch die Briten zu einer der größten Befestigungsanlagen Europas wurde. Sant Felip verhalf der Stadt zu einem neuen Aufschwung, schließlich musste das Bollwerk zunächst gebaut und danach versorgt und erhalten werden.
Im 17. Jh. erlebte die Stadt eine Blütezeit. Mallorquiner wanderten zu, weil es im großen Hafen der kleinen Schwesterinsel viel Arbeit gab - in Lagerhäusern, im Schiffsbau, bei Segelmachern und anderen Handwerkern. Auf den Feldern zwischen Stadt und Festung entstand der neue Stadtteil S’Arraval, auch das Viertel um die Plaça des Monestir, heutiger Standort des Museu de Menorca, wurde in dieser Zeit errichtet, ebenso die Häuser entlang des Cós de Gràcia sowie des Camí des Castell. Im Jahr 1641 bekam Maó ein eigenes, von der damaligen Inselkapitale Ciutadella unabhängiges Rathaus. Die Auswirkungen des Spanischen Erbfolgekriegs (1701-1713) erreichten Maó 1708: Englische Truppen besetzten im Namen des habsburgischen Erzherzogs Karl, der später dem anderen Thronanwärter Philipp von Anjou unterlag, die Insel. 1713 bekam Großbritannien im Frieden von Utrecht Menorca und Gibraltar zugesprochen. Die Engländer verlegten 1722 alle Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung von Ciutadella nach Maó und machten es zur Hauptstadt der Insel. 1756 eroberten die Franzosen Menorca, den Oberbefehl hatte der Herzog von Richelieu, ein Neffe des berühmten Kardinals. Der Neffe war politisch nicht so einflussreich wie sein Onkel, kulinarisch jedoch umso mehr: So soll die Mayonnaise ihren Namen dem Erfolg des Herzogs in der Schlacht um den Hafen von Mahón verdanken (? Essen und Trinken/Kasten „Der Name der Sauce“). Nach dem Sieg hielten die Franzosen das Zepter fest in Händen, mussten es jedoch 1763 wieder an die Briten abgeben.
Pirat Rotbart - Khair ad-Din
Der Zerstörer von Maó wurde gefürchtet und verehrt. „Es starb der Herr des Meeres“ - mit diesem Spruch auf dem Grabstein würdigte das Osmanische Reich einen seiner größten Seefahrer. Doch in den Liedern der spanischen Seeleute über Khair ad-Din (1466-1546) erklangen andere, schön gereimte Worte:
„Barbaroja,...


Zsolnay, Robert
Die Lust am Reisen auf eigene Faust erwachte bei Robert Zsolnay, geboren 1966 in München, recht früh – mit zwölf Jahren kündigte er die elterliche Urlaubsgemeinschaft und brach, begleitet und geleitet von seiner Schwester, im Hellas-Express nach Athen auf. Das Studium der Wirtschaftswissenschaften bescherte ihm ein Vierteljahr in Nord- und Mittelamerika sowie eine achtmonatige Tour mit den Stationen Indonesien/Australien/Neuseeland und Polynesien. Robert Zsolnay arbeitet als Journalist mit den Schwerpunkten Politik, Kultur, Technik und Reise. Seine Beiträge erschienen u. a. in mare, SZ-Magazin, Arte-Magazin und taz. Nach China gelangte er, weil er und seine Frau Maria schon immer von einer Reise ins Reich der Mitte träumten. Die ausgedehnte Entdeckungstour auf eigene Faust führte die beiden auch ins faszinierende Shanghai. Es folgten mehrere Aufenthalte und Besuche der Perle am Jangtse. MM-City Shanghai ist das Ergebnis wochenlanger Streifzüge durch diese so lebendige Stadt.



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