E-Book, Deutsch, 220 Seiten
Zürich 7 x 5 = 35
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7531-9963-4
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 220 Seiten
ISBN: 978-3-7531-9963-4
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Ich bin in Zürich aufgewachsen und lebe immer noch hier.
Autoren/Hrsg.
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Louis XVI setzte auch auf Schweizer. Und so kam der 14. Juli 1789. Der König befahl den Schweizern die Tore der Bastille zu öffnen. Die Schweizer waren dagegen. Wir öffnen das Tor nicht. Am Schluss auf wiederholten Befehl öffneten sie das Tor. Was machen wir jetzt? Wir drehen die Jacken um, dann weiss niemand, dass wir Schweizer sind. Das überlebten natürlich nicht alle. Viele mischten sich unter die Leute und machten Party. Andere landeten im Gefängnis. Was war das für eine Nacht. Ich habe Kopfschmerzen. Diese Französin sehe ich nie wieder. Sie war so hübsch. Du kannst doch gar kein Französisch. HaHa. Ein paar Schweizer sind im Knast. Die holen wir jetzt raus. Verhalten wir uns dumm und verblödet, dann landen wir bei ihnen. Es ist jedem freigestellt hier mitzumachen. Es gibt keinen Sold. Ihr könnt euch auch bis in die Schweiz durchschlagen. Alle sind frei. Was wünschen wir uns mehr als Freiheit. Ich komme mit dir mit. Beginnen wir eine Schlägerei in diesem Spunten. Wir gehen in die Schweiz. Wir haben keine Lust auf die Guillotine. Gehen wir. He du Franzosenpisse? Was? Du hast deinen Krug nicht ausgetrunken? Was? Schau mal. Zäg habe ich ihm den Krug über den Kopf gezogen. Läck Boby siehst du gut aus! Du solltest dich mal im Spiegel anschauen. Hei wach auf! Er schläft noch. Ich habe Kopfschmerzen. Wo sind wir? Ah, tschau zämä. Haha. Da sind noch ein paar petites suisses. Ich habe mindestens eine Rippe gebrochen. Besser ganz als halbgebrochen. Dann kannst du besser Eishockey spielen! Da hast du recht. Was machen wir jetzt? Gibt es eine Henkersmahlzeit? Ja. Wo ist das Zimmer des Henkers? Das ist das fünfte von rechts. Lasst mich jetzt in Ruhe denken. Ich überlege es mir. Geht es dir gut? Ich denke. Jetzt habe ich eine Idee. Ich weiss, dass der Gefängniswärter Schweinshaxen liebt. Dort nehmen sie wieder einen aus der Gefängniszelle. Ich kam langsam ins Gespräch mit dem Gefängniswärter. Ich sagte ihm, dass ich keinen Hunger habe und ob er meine Henkersmahlzeit, Schweinshaxen essen möchte. Das merkt niemand am Nachmittag. Um ein Uhr ist es fast leer und nur wenige sind hier in der Schicht? Ich gebe dir meine Henkersmahlzeit aber nur, wenn du in Zukunft keinen Schweizer zum Foltern herausholst! Wir tauschen die Kleider, falls doch ein Kollege von dir auftaucht. Nach langem Hin und her war er einverstanden und wir tauschten die Kleider. Er ass die Schweinshaxen genüsslich. Ich hatte ziemlich Oberwasser. Ich schloss die Türe und er ass fertig. Der Gefängniswärter hat das nur mitgemacht, weil er unbedingt Schweinshaxen essen wollte. Dann sagte er zu mir, du kannst die Zelle jetzt wieder öffnen. Dann begann er zu schreien und wurde in der Zelle übel zugerichtet. Jetzt musste ich meinen Job machen. Es war schliesslich der Tag der Hinrichtung, nicht nur von allen übrig gebliebenen Schweizern, sondern auch von Louis IX. Ich ging ins Henkerzimmer und überwältigte den Henker. Die Kapuze zog ich mir ins Gesicht und den Henker platzierte ich hinter der Türe, sodass ich aufstehen und rauslaufen kann. Dann ist das Problem auch gelöst. Der Wärter wurde nochmals laut, als sie gekommen sind um alle zu holen. Ich bin der Wärter, ich habe meine Kleider mit einem Schweizer getauscht, damit ich die Schweinshaxen essen kann. Er spricht sehr gut Französisch. Er ist ein Romand aus Lausanne. Warum hat dieser Schweizer kurze Hosen und ein T-Shirt an. Er glaubt, dass in Frankreich immer schönes Wetter ist. Dann möchte er mit T-Shirt und kurzen Hosen draussen sein. Er ist quasi ein Clown. Nehmt es ihm nicht übel, es ist Hinrichtungstag. Ils sont complètement fous les petites suisses. Zum Glück hatte es noch zwei Messer im Henkerszimmer. Die steckte ich schon mal ein. Dann holten sie mich, ich stand sofort auf und lief zur Türe, die Kapuze weit nach unten gezogen gings auf den Platz. Ich liess ein Messer auf dem Weg zum Hinrichtungspodest in die Hände eines Schweizers fallen. Ein weiteres Messer liess ich nach der Treppe einem knieenden Schweizer in die Hände fallen. Nachher rette sich wer kann, das ist unsere letzte Chance. Ihr müsst euch selber durchschlagen. Geht unters Volk! Excusez moi Louis, ich kann euch nicht mehr dienen. Voilà la tête. Die Bevölkerung jubelt. Ich sage wer kein Kopf hat, hat Füsse – Stille auf dem Platz. Dann sagt eine erste Stimme, ich bin mit dem Pferd gekommen Ja ich auch, ich auch, ich bin zu fuss gekommen. Merde, wollt ihr Fussball spielen mit diesem Kopf? – Ja – ja! Mit Scharf ohni Scharf? – hey du ähhh mit scharf….
15. Titelbild mit Arsen und Kappe
Zuhause und überall wurde ich immer für krank angeschaut. Ich bilde mir alles ein und du spinnst. Du bist ein Psycho, der bildet sich schon wieder etwas ein. Das war schon hart. Ich hatte keine Ahnung, was ich tun soll. Es gibt so vieles. Überall und alles interessiert mich. Ich verstehe diese Welt nicht. Ich lass mich treiben und denke mir nicht zu viel. Natürlich ist mir schon bewusst, dass ich in einer sehr langen Ausbildung stecke und Zeit brauche. Wenn ich etwas entschlüssele, spüre ich nicht so viel, meist nur ein aha. Später kann es aber schon heftig einfahren. Dann interessiert es mich nicht mehr und ich lege es hinter meiner Firewall ab, sodass niemand rankommt. Du musst dich immer schützen. Es gibt viele Diebe und copy paste. Aber sie kommen nicht überall ran. Das ist heute noch zu komplex. Die Technologie ist schon fortgeschritten. Du musst vorsichtig sein, sie kommen schon sehr nahe an deine Gedanken. Du kannst es üben. Zum Beispiel denkst du an Karotten, in Wirklichkeit sind es Tomaten. Ich kann jetzt nicht jede Technik aufführen. Es ist nur ein anderes Arbeiten. Wenn du in dieser Position bist, kommen dir hoffentlich die wichtigen und richtigen Ideen. Der Tag an dem die Gedanken komplett entschlüsselt werden können, kommt. Aber der Mensch wird auch die entsprechenden Gegenmassnahmen treffen. Ich arbeite noch relativ unverschlüsselt. Ich behalte mein Wissen für mich. Das ist reiner Selbstschutz. Jeder muss auch etwas dafür bekommen, wenn er etwas gibt. Do ut des, mein Lieblingssprichwort. Ich gebe, damit du gibst. Mein Kopf ist meine Lebensversicherung. Ich fühle mich nicht als ein Gott und auch nicht als ein Heiliger oder ein Chef. Wenn das jemand sagt ist er ein Idiot. Mein Chef ist Ingenieur, wie ich auch, aber ohne Titel. Mein Chef hält gar nichts von Titeln, ich auch nicht. Er hat zum Beispiel die Mathematik-Matura in der Hälfte Zeit abgegeben. Der Lehrer hat ihn gefragt, was willst du hier, abgeben? Dann hat er gelacht und gesagt, ich korrigiere sie gleich. Alles richtig. Ich bin sehr froh um meinen Chef, er hat mir viel gelehrt und besitzt über ein gutes Allgemeinwissen. Er konnte mir immer viel erzählen, zu diversen Themen. Ich kann aber nicht über alles mit meinem Vater sprechen. Irgendwann ist Feierabend, das geht nicht oder ich will nicht alles beantworten, wie zum Beispiel, wieso hat Da Vinci das gemacht, was hat er sich dabei gedacht. Nur eine Frage kann ich beantworten, wieso er einmal zwei Jahre weg war. Er hatte die Schnauze voll, er brauchte eine Pause und musste sich sammeln. Galileo hätte ich gerne einmal gesehen, die Kirche besucht, wo er beim Rausgehen die berühmten Worte gesagt hat. Und sie dreht sich doch. Ich sage immer, wenn ich am nächsten Tag aufstehe und auf dem Balkon eine Zigarette anzünde, sie dreht sich immer noch. Meine Mutter liebe ich genauso. Ich kann glücklich sein, dass ich so viele gute Eigenschaften von ihr geerbt habe.
Übrigens die Kappe auf dem Titelbild ist ein Familienerbstück aus dem Wallis als Suworow mit seinen Leuten kam, um Napoleon zurückzudrängen. Einer meiner Vorfahren ist mit ein paar Mannen von Zürich bis zur Teufelsbrücke gelaufen und auf Schweizer aus verschiedenen Regionen getroffen. Wir haben unser Lager aufgebaut. Da kamen Sie. Die nahmen alles Essen und natürlich die Schuhe von vielen. Vor unserem Zelt hatten wir einen Bärenkopf aufgespiesst, den wir auf dem Weg von Zürich ins Wallis erlegt haben. Das ist jetzt auch ein Familienerbstück. Ich trug eine Zipfelmütze und da kam schon der erste Russe auf mich zu und wollte mir meine Schuhe nehmen. Ich schlug ihn sofort nieder, dann standen plötzlich ein paar Russen bei mir, der eine hatte eine wirklich beeindruckend, schöne Kappe. Jetzt musste ich aktiv werden, die will ich. Mit Händen und Füssen erklärte ich ihm, du gibst mir deine Kappe und ich gebe dir meine Zipfelmütze und ein Messer. Er war einverstanden und ich gab mir noch ein paar Schweizer Münzen, damit er mir das Messer abkaufen konnte. Ich fragte ihn, möchtest du Kirsch? Er hat nichts verstanden. ???????, ??, ??????. Diese Nacht haben wir alle zusammen durchgesoffen. Wir konnten nicht einmal mehr geradeaus seichen. Natürlich gab es auch Schlägereien, aber es war witzig. Am nächsten Tag kam Suworow höchst persönlich und sagte, wir sollen ein paar Russen zurück nach Zürich mitnehmen. Er wollte natürlich auch die Karte sehen, wie man nach Zürich kam und einen Schluck Kirsch mit einem Raclette essen. Mich gurkt es langsam an. Ich haue jetzt dann ab nach Zürich. Yo oder Yo. Nein wirklich, hopp SanGallä(Sankt Gallen) – Schnitt – Cut – in dieser Zeit gab es noch keinen Fussball. So ein Scheiss – einer meiner Vorfahren ist betrunken auf dem Schiff Santa Maria gewesen, als er aufgewacht ist. Dann ist er mit Kolumbus nach Amerika gesegelt. Dort hat er gesehen wie die Inkas den Fussball erfunden haben! Meinst du wir haben nie Fussball gespielt als einer geköpft wurde? Ich habe die Schnauze voll. Ich seiche in den Ofen. Ich binde einen Schlumpf aufs Dach. Jetzt hauen wir ab! Ohne kämpfen und Verluste kamen wir nicht in Zürich an.
In der Psychiatrie habe ich einer netten, lustigen Person den Namen...




