Aiken | Dragon Fever | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 6, 480 Seiten

Reihe: Dragon

Aiken Dragon Fever

Roman (Dragon-Reihe, Band 6) | Shape Shifter-Liebesroman deutsch
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-492-98932-9
Verlag: Piper Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman (Dragon-Reihe, Band 6) | Shape Shifter-Liebesroman deutsch

E-Book, Deutsch, Band 6, 480 Seiten

Reihe: Dragon

ISBN: 978-3-492-98932-9
Verlag: Piper Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Éibhear der Blaue ist ein mächtiger, wunderschöner und eitler Drache, der davon überzeugt ist, dass die Welt ihm gehört. Einschließlich Izzy, eine ebenso impulsive und streitlustige Menschenkriegerin, welche jeden Aspekt ihres Leben selbst bestimmt: sowohl welche Waffe sie trägt als auch welchen Liebhaber sie sich nimmt. Und natürlich lässt die sich höchst ungern von dem verliebten Drachen beschützen, besonders wenn sie gerade auf einer wichtigen Mission unterwegs ist. Éibhear wird noch so manche romantische Erniedrigung erdulden müssen, bis er die Flügel spreizen und sich mit Izzy in ungeahnte Höhen erheben kann

G. A. Aiken ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie lebt an der Westküste der USA und genießt dort das sonnige Wetter, das gute Essen und die Aussicht auf attraktive Strandbesucher. Ihre erfolgreichen Erotic-Fantasy-Reihen um die Drachenwandler, »Lions«, »Tigers«, »Honey Badgers«, »Wolf Diaries«, »Call of Crows« und die »Blacksmith Queen« erscheinen alle im Piper Verlag.
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1


Der Befehl ihrer Königin war direkt und unmissverständlich gewesen: Verhindert, dass die Eislanddrachen sich neu formieren und die Nordlanddrachen an deren Küste angreifen.

Die Nordländer behaupteten sich schon seit Jahren, drängten die Eislanddrachen, genannt die Stachler, hinter ihre Grenzen zurück und hielten sie dort in Schach. Doch diejenigen, die die Stachler davon abhielten, genug Kräfte zur selben Zeit an einem Ort zu versammeln, um wieder in die Nordländer vorzudringen und die Gebiete der Drachenkriegsherrn zu gefährden, waren die Mì-runach.

Es war allerdings nicht immer leicht gewesen. Denn sie waren die Mì-runach; sie waren Feuerspucker, die in einem der unwirtlichsten Länder seit Menschen- und Göttergedenken festsaßen. In den Eisländern mit ihren harten Wintern und ihren noch härteren Völkern. Doch genau deshalb waren die Mì-runach hierher gesandt worden: weil sie sogar unter ihresgleichen als hart und rau galten. Sie gehörten nirgends dazu. Sie waren die Ausgestoßenen, die Unruhestifter, die brutalen Kämpfer. Sie waren diejenigen, die man nicht neben seiner Höhle haben wollte, aber wenn einem die Optionen ausgingen … dann waren sie diejenigen, die man rief.

Sie waren die, die töteten. Für ihre Ehre. Für ihre Königin. Und weil sie alle verdammt gut darin waren.

Angor, der Kommandeur der Mì-runach-Legion, landete auf dem Berggipfel und beobachtete, wie seine Soldaten vorrückten. Wie er es sie gelehrt hatte, bewegten sie sich schnell und lautlos. Sie mochten Drachen sein, zu den größten Wesen der Welt gehören, aber deshalb mussten sie schließlich nicht überall herumtrampeln. Nicht wie die Stachler, die sich hinter ihren Schnee- und Eisstürmen versteckten. Die Mì-runach ließen sich nicht von Stürmen oder der Tatsache, dass sie Außenseiter waren, davon abhalten, die Befehle ihrer Königin auszuführen.

Angor lächelte, als er plötzlich eine Klinge aufblitzen sah, woraufhin wie aus dem Nichts eine blaue Klaue den Kopf des Anführers der Stachler an den Haaren packte und nach hinten riss. Ein Breitschwert wurde ihm in den Hals gerammt und schnitt ihm die Chance ab, irgendwie anders als verblüfft dreinzuschauen.

Die Stachler, die sich um ihren Anführer versammelt hatten, um zu ihrem Flug ins feindliche Gebiet aufzubrechen, erstarrten, als Blut auf ihre weißen und silbernen Schuppen spritzte. Dann griffen die Mì-runach an. Sie kamen von unter der Erde, wo ein paar von ihnen sich schon seit Tagen versteckt hatten.

Angor beobachtete und wartete, während seine Soldaten die Stachler erledigten. Es dauerte nicht lange. Sie waren nicht für den Kampf ausgebildet, sondern für Massaker. Das konnten sie am besten. Sie schlugen ohne Vorwarnung zu – keine Verhandlungen, keine Gefangenen. Insgesamt waren sie nur sechsunddreißig, aber sie konnten die Arbeit eines ausgewachsenen Heeres erledigen – und hatten es auch bereits. Sie waren die tödlichste Waffe der Drachenkönigin und wurden in der Drachenwelt gehasst und gefürchtet – und das aus sehr gutem Grund.

Angor setzte sich hin, als seine Truppenführer vor ihm landeten.

»Wir sind fertig«, berichtete einer von ihnen. »Und ich habe mein Team ausgeschickt, um mögliche Versprengte niederzuschlagen.«

»Gut. In ein paar Tagen machen wir uns auf den Rückweg in den Süden.«

»Wirklich?«, fragte ein anderer und sprach damit aus, was einige dachten. Die Königin hielt ihre Mì-runach mit Unterbrechungen nun schon seit Jahren in den Eisländern stationiert, aber es war nicht an ihm oder den anderen Mì-runach, das infrage zu stellen. Sie taten lediglich, was ihnen von ihrer Königin befohlen wurde.

»Wirklich.« Er warf den Kopf zur Seite. »Ihr da. Macht euch bereit, für die Nacht auszurücken. Warte«, sagte er zu demjenigen, der den Anführer der Stachler getötet hatte. »Du nicht. Noch nicht.«

Angor wartete, bis die anderen wieder vom Berg herunter waren, bevor er sich zu dem Drachen umwandte, den er selbst ausgebildet hatte.

Um ehrlich zu sein, hatte Angor keine Hoffnung für ihn gesehen, als er ihm vor beinahe einer Dekade aufgezwungen worden war. Er war sinnlos wütend und erstaunlich verbittert gewesen. Er hatte sich geweigert, auch nur die einfachsten Aufgaben auszuführen, und sich und seine Brüder mehr als einmal während wichtiger Einsätze in Gefahr gebracht. Doch Angor hatte hinter all diese Wut blicken können, hatte den jungen Drachen eng an seiner Seite gehalten und ihn vom ersten Tag an hart ausgebildet. Hatte ihn geschlagen, wenn es nötig war, gelobt, wenn er es verdiente. Und jetzt …?

Und jetzt war er der herzloseste, gemeinste und mörderischste Mistkerl, den kennenzulernen viele von ihnen je das Missvergnügen gehabt hatten, und außerdem der meistgehasste Drache in den gesamten Eisländern.

Denn er war Éibhear der Verächtliche, ein Südland-Prinz und einer der gefürchteten Mì-runach-Truppenführer. Außerdem war er blind loyal, unglaublich klug und kam für Angor einem Sohn so nahe wie kein anderer, denn er und seine Gefährtin hatten nie eigene Nachkommen gewollt.

Das einzige Problem mit dem Königssohn: Er las viel, was Angors Meinung nach zu vielen seiner Probleme beitrug. Wer brauchte überhaupt all diese verflixten Bücher?

»Was soll ich tun?«, fragte der blaue Drache.

»Wir haben diese Stachler davon abgehalten, in die Nordlandgebiete vorzurücken und sich mit diesem jungen Anführer des Eislandstamms zusammenzutun. Aber ich will, dass du und deine Männer hineingeht und diesen Anführer erledigt, damit die Stachler verstehen, dass diese Ochsenscheiße ein Ende hat.«

»Gut.«

»Nur deine Einheit. Die anderen kommen mit mir.«

»Verstanden.«

»Du findest sie in der Nähe der Grenze bei diesen Bergen der Depressionen oder wie die heißen.«

Der Blaue kicherte. »Ich glaube, du meinst die Berge der Qual und des Leids.«

»Ja, von mir aus. Dort gehst du hin. Du bringst den Anführer um und beendest das Ganze. Dann können wir unbesorgt nach Hause.«

»Ist so gut wie erledigt.«

»Danach kannst du zurück zu deiner Sippe, Éibhear der Verächtliche. Geh nach Hause zu deiner Mutter.«

Der Drache erstarrte und blinzelte. »Was?«

»Geh nach Hause. Besuch deine Mutter.«

»Ähm … warum? Stimmt etwas nicht?«

»Außer dass du ein undankbarer Sohn bist? Nein.«

»Undankbar? Ich habe in ihrem Namen einen Drachen nach dem anderen vernichtet!«

»Du hast es genossen.«

Er zuckte die Achseln. »Das stimmt.«

»Es ist jetzt zehn Jahre her. Deine Mutter sollte dich sehen.«

»Ich bemerke, du fühlst dich immer noch zu meiner Mutter hingezogen.«

»Ich bin meiner Königin gegenüber loyal. Weißt du auch, warum?«

»Bitte nicht wieder diese Geschichte«, flehte der Blaue.

»Als dein Bastard von Vater mich wegen Insubordination exekutieren lassen wollte …«

»Wahrscheinlich deshalb, weil du mit einer Axt auf ihn losgegangen bist, als er dir einen Befehl gab …«

»… sagte deine Mutter Nein. Sie erkannte meinen Wert. Deshalb bin ich ihr bis zu meinem letzten Atemzug treu ergeben. Also schwing deinen undankbaren blauen Hintern nach Hause!«

Der Blaue musterte Angor. »Dann wirfst du mich also raus?«

»Einmal Mì-runach, immer Mì-runach, Junge. Das solltest du inzwischen wissen. Aber du kannst deiner Sippe nicht ewig aus dem Weg gehen.«

»Ich gehe überhaupt nichts aus dem Weg.« Er lächelte leicht, wobei er eine Seite seiner Reißzähne entblößte. »Nicht mehr.«

»Da ist etwas Wahres dran. Also geh nach Hause. Besuch deine Mutter. Mach sie glücklich. Mir zuliebe.« Angor wandte sich von dem jüngeren Drachen ab und einem Eisland-Ochsen zu, den er zuvor gesehen hatte. Seinen Kriegern beim Töten zuzusehen, machte ihn immer hungrig.

»Und was ist mit meinem Trupp, wenn wir in den Nordländern fertig sind?«, rief der Junge ihm nach. »Soll ich ihn dir nachschicken?«

»Wage es ja nicht! Nimm diese gemeinen Mistkerle mit. Die will sowieso kein anderer Trupp haben.« Er schnippte eine Kralle in die Luft. »Geh nach Hause, Éibhear der Verächtliche. Besuch deine Mutter. Besuch deine Sippe. Verbring ein bisschen Zeit mit denen, die dich...



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