Aiken | Dragon Sin | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 5, 400 Seiten

Reihe: Dragon

Aiken Dragon Sin

Roman | Ein prickelnder Roman für alle Fans von Gestaltwandlern
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-492-98890-2
Verlag: Piper Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | Ein prickelnder Roman für alle Fans von Gestaltwandlern

E-Book, Deutsch, Band 5, 400 Seiten

Reihe: Dragon

ISBN: 978-3-492-98890-2
Verlag: Piper Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die Drachen sind wieder los! Band 5 von Bestseller-Autorin G. A. Aikens erfolgreicher und mitreißender Erotic Fantasy-Serie  Rhona die Furchtlose ist fürs Kämpfen geboren. Und als erste Tochter einer Familie von Kriegern hat sie für ihr Ansehen hart gearbeitet. Jetzt ist ihr Platz bei ihrer Truppe, dummerweise besteht diese jedoch aus ungebildeten Nordland-Drachen, die glauben, eine Frau sei nur dazu da, Kinder zu bekommen und die Höhle zu hüten. Aber Rhona heißt nicht umsonst die Furchtlose, sie wäscht ihren Jungs gehörig den Feuer speienden Kopf. Und da wäre auch noch dieser Barbar Vigholf der Abscheuliche. Der sollte besser einen großen Bogen um die feurige Drachin machen. Denn es könnte sein, dass sie dem attraktiven Vigholf sonst ordentlich einheizt - und das Spiel nach ihren eigenen Regeln spielt ...

G. A. Aiken ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie lebt an der Westküste der USA und genießt dort das sonnige Wetter, das gute Essen und die Aussicht auf attraktive Strandbesucher. Ihre erfolgreichen Erotic-Fantasy-Reihen um die Drachenwandler, »Lions«, »Tigers«, »Honey Badgers«, »Wolf Diaries«, »Call of Crows« und die »Blacksmith Queen« erscheinen alle im Piper Verlag.
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1


Sie sah, wie sie sich zwischen den Bäumen bewegten. Sie waren fast unsichtbar, aber nicht ganz. Nicht für ihre Augen.

Für diese feindlichen Drachen, die Eisendrachen, war es zu einer Gewohnheit geworden, mindestens einmal wöchentlich den Versuch zu unternehmen, sich in das Lager zu stehlen. Sie konnte es ihnen nicht verübeln. Nach fünf Jahren Kriegsstillstand in diesem Tal namens Euphrasia hatten beide Seiten die Lust verloren. Wann würden die andauernden, aber wirkungslosen Scharmützel und die gelegentlichen Versuche enden, den Wasservorrat des Gegners zu vergiften? Wann würde dieser Krieg endlich zu einem Ereignis, über das man in der Vergangenheitsform sprach?

Rhona die Furchtlose hatte keine Ahnung. Sie war bloß eine Soldatin in der Armee Ihrer Majestät. Sie erhielt ihre Befehle von den Kommandanten und sorgte dafür, dass diese Befehle ausgeführt wurden. Sie tötete, wann immer es nötig war, und beschützte all jene, die es nötig hatten. Allerdings spielte sie niemals die Politikerin. Sie war nur an den Entscheidungen beteiligt, bei denen es um die allgemeine Sicherheit ihrer Truppe ging. Als Sergeant musste sie nicht für noch mehr verantwortlich sein, und in dem, was sie tat, war sie sehr gut.

Schließlich war sie ein Mitglied des Cadwaladr-Clans. Er bestand aus Kriegerdrachen von niederer Geburt aus den Südländern, von denen viele behaupteten, sie seien zum Töten und Vernichten geboren. Rhonas Mutter, Bradana die Verstümmlerin, sagte immer, dass das stimmte, und zum Beweis dieser Tatsache erwartete sie, dass all ihre Nachkommen Elite-Drachenkrieger in der Armee Ihrer Majestät wurden. Fast alle Kinder Bradanas hatten gehorcht – außer ihren jüngsten Drillingstöchtern, die noch einige Jahre der Ausbildung im Kriegshandwerk vor sich hatten, sowie Bradanas Älteste. Rhona.

Ah, es ging doch nichts darüber, in der Enttäuschung der eigenen Mutter zu schwelgen, wenn man sich während der Wacht in den Wintermonaten hier im Tal warm halten wollte. Aber das waren große, etwas bittere Gedanken, die sie sich für einen späteren Tag aufsparen wollte. Jetzt musste sie sich um etwas Dringenderes kümmern – um die Eisendrachen.

Sie war mit den Geschichten über diese Eisendrachen aufgewachsen. Es waren stahlfarbene Feuerspucker mit weißen Hörnern, die sich bis zu den Mündern herabbogen. Sie glaubten, dass sie dazu auserkoren waren, alle anderen unter dem Banner des wahren und einzigen Gottes zu beherrschen, den sie verehrten: Chramnesind der Blinde. Ihrer Meinung nach sollte die ganze Welt zu ihrem Reich gehören, und alle – Drachen, Menschen sowie andere Wesen – sollten ihre willfährigen Sklaven sein, die sich vor dem Oberherrn Thracius beugten und ausschließlich Chramnesind opferten. Das war eine Weltanschauung, die Rhona und ihren Genossen nicht sonderlich gefiel. Sie ertrugen es schon kaum, Älteste und eine Königin zu haben, von einem Oberherrn ganz zu schweigen. Deshalb hatten sich die Armeen der südländischen Drachenkönigin und die Nordländerhorden, die früher einmal erbitterte Feinde gewesen waren, zusammengeschlossen, um sich Thracius und seinen Soldaten entgegenzustellen. Es gab nur einen Umstand, den keiner von ihnen bedacht hatte: Die Eisendrachen besaßen eine gewaltige Armee. Sie bestand aus mehr Drachensoldaten, als Rhona je zuvor gesehen hatte. Und noch immer trafen frische Truppen ein. Besaßen sie etwa eine Drachenfabrik, die ausgewachsene, zur Schlacht bereite Soldaten ausspuckte? Rhona glaubte das allmählich. Während die Südländer und die Nordländer das Kampfgeschick auf ihrer Seite hatten, waren die verdammten Eisendrachen in der Überzahl und griffen sehr diszipliniert an.

Zum Glück aber waren diejenigen, die sich gerade einzuschleichen versuchten, nicht sonderlich zahlreich. Es handelte sich um etwa zehn feindliche Drachen, mit denen es Rhona und ihre Drillingsschwestern aufnehmen mussten. Die Drillinge hatten sich in die Sicherheit der nahegelegenen Hesiod-Berge begeben wollen, in denen die Südländer- und Nordländer-Drachen eine Festung errichtet hatten, als Rhona die Eisendrachen bemerkt hatte. Nun standen sie und die Drillinge im Schutz der Bäume, und alle vier waren mit dem Wald verschmolzen, so wie ihre Mutter es Rhona beigebracht hatte, als sie noch zu jung zum Fliegen gewesen war. Diese Fähigkeit hatte sie an die Drillinge weitergegeben.

Als die Eisendrachen näher kamen, hob Rhona die Hand und machte sich bereit, das Signal zu geben. Ihre Schwestern packten Waffen und Schilde fester, und auf ihren Gesichtern lag ein identisches Lächeln, während sie eifrig ihren nächsten Befehl erwarteten. Rhona stand kurz davor, ihn zu geben, und wollte den Arm schon in einem Bogen senken, als plötzlich etwas Großes und nicht einmal ansatzweise Anmutiges durch die Bäume brach. Offenbar hatte auch eine kleine Gruppe Blitzdrachen die Eisendrachen bemerkt, denn nun stürmten drei der Bastarde mit ihren purpurfarbenen Haaren und Schuppen aus der entgegengesetzten Richtung herbei und trieben die feindlichen Drachen geradewegs auf Rhona und ihre Schwestern zu.

Rhona wartete einen weiteren Herzschlag, dann gab sie den Befehl. Ihre Schwestern bewegten sich rasch und leise. Im Gegensatz zu den Blitzdrachen waren sie höchst geschmeidig. Sie stapften nicht umher und brachen auch nicht durchs Gehölz wie ihre Cadwaladr-Vettern. Rhona hatte ihren Schwestern beigebracht, sich mit großer, abgemessener Genauigkeit zu bewegen, seit sie sich ihren Weg aus den Eiern freigekämpft hatten. Und so schlichen sie nun auf das Kontingent der feindlichen Soldaten zu.

Wie immer schlug Edana als Erste zu. Ihr Breitschwert fuhr in das Maul des ersten Drachen, der auf sie zustürmte. Sie hieb durch Nase und Knochen mitten ins Hirn, drehte ihre Klinge einmal und zog sie wieder heraus. Nesta wirbelte um Edana herum und hämmerte mit ihrer Keule gegen die Gesichtsplatte des nächsten Eisendrachen. Danach trieb sie ihm die Spitze ihres Schwanzes in den Schädel, während sie gleichzeitig den Brustpanzer eines anderen zerbrach und ihn mit ihrer Keule fertigmachte. Breena hingegen liebte es, aus unmittelbarer Nähe zu töten. Obwohl sie Schwert, Axt und Keule besaß, benutzte sie ihren langen, gebogenen Dolch, um ihr Opfer zu erlegen, nachdem sie es zu Boden geworfen hatte. Von den drei Schwestern erinnerte Breena Rhona am meisten an ihre Mutter.

Während die Drillinge ihr Bestes gaben, stürmten die Blitzdrachen vorwärts – weil sie helfen wollten. Weil sie schwachen Frauen beistehen wollten.

Auch nach fünf verdammten Jahren schienen die Nordländer noch immer zu glauben, Frauen auf dem Schlachtfeld seien ein zu großes Risiko. Ein Risiko für die Frauen natürlich. Für die armen, armseligen Frauen. Doch nach etlichen Tavernenschlägereien mit einigen von Rhonas Cousinen und Schwestern waren die Blitzdrachen inzwischen klug genug, ihre Meinung für sich zu behalten – außer in Situationen wie dieser, wenn sie glaubten, die Frauen befänden sich in »ernster Gefahr«.

Rhona hingegen eilte niemandem zu Hilfe. Sie wusste, dass ihre Schwestern allein zurechtkamen. Also wartete sie ab. Erwartungsgemäß huschten drei Eisendrachen lautlos zwischen die Bäume auf der gegenüberliegenden Seite des Tumults, während der Rest kämpfte. Das waren Elitekrieger. Sie waren viel besser ausgebildet als die Fußsoldaten. Sie waren klüger, schneller und gut darin, aus dem Hinterhalt anzugreifen.

Aber es war allzu dumm, dass sie ihr Manöver in der Nähe einer Cadwaladr machten. Diese Elitesoldaten mochten zwar klug, schnell und lautlos sein, aber sie waren nicht von einer Mutter aufgezogen worden, die Rhona das Fliegen beigebracht hatte, indem sie sich auf dem Gipfel des höchsten Berges von hinten an ihre Tochter herangepirscht, sie bei den Flügeln gepackt und in die Luft geworfen hatte, während sie rief: »Was immer du tust, Liebling, schau nicht nach unten!«

Nein. Man musste sich schon viel geschickter anstellen, wenn man sich an jemanden aus dem Cadwaladr-Clan heranschleichen wollte.

Rhona packte ihren Lieblingsspeer und folgte den drei Elitesoldaten, bis sie nur noch wenige Fuß von ihnen entfernt war. Nun erlaubte sie ihrem Schwanz, ein klein wenig hinter ihr herzuschleifen. Die drei männlichen Drachen blieben stehen, genau wie Rhona. Sie wusste, dass sie so etwas eigentlich nicht genießen durfte. Als Soldatin der Armee Ihrer Majestät sollte sie einfach nur ihre Arbeit tun und dann zu ihren Schwestern zurückkehren. Doch sie hatte in der letzten Zeit so wenig Spaß gehabt.

Der Drache, der ihr am nächsten stand, wirbelte herum, und Rhona stach ihm den Speer ins Auge. Während er aufschrie, zog sie ihre Waffe wieder heraus und benutzte sie, um das Schwert abzuwehren, das auf ihren Hals gezielt hatte. Sie schleuderte es zu Boden und rammte ihren Kopf gegen denjenigen, der es geführt hatte. Sie duckte sich, als ein weiteres Schwert auf ihren Kopf zuschwang, und drosch dann mit ihrem Schwanz auf den Kopf des Angreifers ein. Während er forttaumelte und sich das Blut aus den Augen zu wischen versuchte, wurde Rhona von einem der anderen Drachen nach hinten gestoßen. Sie fiel zu Boden, rollte sich aber schnell wieder auf die Klauen, hob ihren Speer und war bereit zum Zustoßen.

Der Eisendrache stürmte heran und schwang seine Klinge in einem Bogen. Rhona beugte sich zurück, und das Schwert fuhr über den Brustpanzer ihrer Rüstung, doch es ritzte kaum das Metall. Allerdings hatte der Eisendrache in seiner Hast zu viel Schwung genommen und taumelte nun weiter vorwärts. Rhona half ihm, indem sie ihm ihren Schwanz um die Klaue wickelte, die das Schwert hielt, und ihn zu Boden riss.

Sie verschwendete keine Zeit damit, etwas Phantasievolles mit ihm anzustellen, als er auf der Erde lag. Stattdessen rammte sie ihm ihren Speer in den Hals. Danach wich sie rasch...



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