Buch, Deutsch, Band VI, 208 Seiten, Format (B × H): 130 mm x 150 mm
Reihe: L'Indifférence
Buch, Deutsch, Band VI, 208 Seiten, Format (B × H): 130 mm x 150 mm
Reihe: L'Indifférence
ISBN: 978-3-949153-19-8
Verlag: Neue Deutsch-Französische Jahrbücher
Unübersehbar greift in unserer Gegenwart eine Endzeitstimmung um sich. Noch vor nicht allzu langer Zeit war vergnüglich vom »Ende der Geschichte« die Rede, das ganz den Anschein eines Happy Ends erweckte: Nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus, so hieß es, lebten wir in der besten aller möglichen Welten. Doch dieses Ende erwies sich als endlos – als ein Ende, das nicht enden will. Was wir in den vergangenen Jahren erleben, ist das Ende vom Ende der Geschichte und die damit einhergehende Wiederkehr apokalyptischer Erwartungen: Die Geschichte setzt von Neuem ein, beschleunigt sich rasant und scheint auf die Katastrophe zuzusteuern.
Was tun angesichts der politischen, moralischen, wirtschaftlichen und ökologischen Katastrophen der Gegenwart, die sich zu einer immer bedrohlicheren »Polykrise« verdichten? Wie lässt sich jener Zustand überwinden, in dem wir zwischen nüchterner Furchtlosigkeit und lähmender Angst schwanken? Und wie können wir einen Zustand erreichen, der uns wieder das Fürchten lehrt – nicht um uns zu lähmen, sondern um den Mut zu fassen, all dem etwas entgegenzusetzen und für eine andere Zukunft, eine andere politische, soziale und ökologische Ordnung zu kämpfen?
Die Essays dieser Sammlung erkunden das »Ende des Endes« in all seinen Erscheinungsformen: der Ideologie des Endes, der Politik des Endes und dem Ende in der Kunst – in der Malerei Francis Bacons als einer Kunst nach dem Ende der Kunst und in einem Film von Preston Sturges als dem Ende der Komödie. Entlang dieser drei Achsen entfaltet die Autorin ein vielschichtiges Panorama des Endes – als Denkfigur, Symptom und Möglichkeit eines Neubeginns.




