Buch, Deutsch, 313 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 210 mm, Gewicht: 405 g
Weiterleben auf dem Blauen Planeten
Buch, Deutsch, 313 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 210 mm, Gewicht: 405 g
ISBN: 978-3-938396-06-3
Verlag: Mankau Verlag
Müssen wir bessere Menschen werden, um als Menschheit auf dem Blauen Planeten überleben zu können? Mit welchem stammesgeschichtlichen Erbe gehen wir in die unausweichlich anbrechende postfossile Epoche? Welche Zukünfte stehen uns für ein Weiterleben offen?
Die kurze Episode der Nutzung fossiler Energiequellen hat uns Luxus und Bequemlichkeit ermöglicht, wie sie in der Menschheitsgeschichte ohne Beispiel sind. Unwiderruflich bricht die postfossile Zeit an. Sie ist primär gekennzeichnet durch Nutzung des ?normalen? Energieflusses der Sonne.
Daraus entwickeln sich große ökonomische, gesellschaftliche und politische Veränderungen. Sie gehen weit hinaus über die Probleme der Globalisierung, des Bevölkerungsrückgangs, der Arbeitsunsicherheit und der Angleichung der Arbeitsbedingungen auf Weltniveau.
Nachdenklich, klug und unterhaltsam stellt Dirk Althaus ein Modell unseres Seins auf dem Blauen Planeten dar ? auf der Grundlage unserer ursprünglichen Veranlagungen, unserer hochentwickelten Kultur und aller uns umgebenden Faktoren. Es weist uns Wege in eine Zukunft auch ohne fossile Ressourcen.
Althaus: ?Weder sind wir von Grund auf böse, noch können wir die Welt vernichten. Und wir sind weder ihr Mittelpunkt noch Krone der Schöpfung. Eine Seinslehre hin zur ?Geschwisterlichkeit mit der Natur? kann zum Besten aller Beteiligten führen, ohne dass der Wert des Menschen dadurch abgemildert wird. Im Gegenteil!?
Weitere Infos & Material
Vorwort von Michael Müller
Noch ein Zukunftsbuch: Die andere Perspektive
Einteilung der Wissenschaften: Ein ontologisches Phänomen
Versuch einer Rechtfertigung: Erwin Schrödinger
Ausgangsmodell: Nicolai Hartmanns vier Schichten des Seins
TEIL I: DIE REALE WELT DES BLAUEN PLANETEN
Erste Schicht: Materie und Energie
Urknall: Energie wird Materie
Ordnung
Entropie: alles wird schlechter
Erste Schicht: Domäne der Physik
Zweite Schicht: Leben und Energie
Sonne: Materie + Energie
Regeneration + Information
Evolution: Alles wird besser
Zweite Schicht: Domäne der Biologie
Die „Kluft“ zwischen den realen Schichten: Ordnung
TEIL II: DIE VIRTUELLE WELT DES BLAUEN PLANETEN
Dritte Schicht: Das ICH
Bewusstsein des Lebendigen
Das ICH der Menschen
- Kulturevolution: Alles wird noch besser
- Energieverschwendung
- Lineare Stoffströme
- Die Heiligsprechung des Erfolgs
- Der Luxus und die Moden
- Avantgarde impossible
Vierte Schicht: Sozialwesen
Sozialstrukturen des Lebendigen
Sozialstrukturen der Arten
Sozialstrukturen der Ökosysteme
Sozialmoral der Menschen
- Die Sippe der alten Nomaden
- Ethnien: Virtuelle Arten
- Moralwächter Religion
- Demokratiefähigkeit
Dritte und vierte Schicht: Domäne der Geisteswissenschaften
Die „Kluft“ zwischen den virtuellen Schichten: Sozialmoral
Die „Kluft“ zwischen der realen und der virtuellen Welt: durch den Spiegel gehen
TEIL III: DIE UNBEKANNTE WELT DES BLAUEN PLANETEN
Fünfte Schicht: Globale Kybernetik?
Jim Lovelocks Hypothese: Gaia
Was steuert das Raumschiff?
Unser Wahrnehmungsspiegel
Was können „die anderen“?
Globales Ökosystem Blauer Planet?
Die „Kluft“ zwischen realer und virtueller Welt zur fünften Schicht:
Globale Homöostase
Schichtung ohne Spitze
Kugel ohne Grenzen: Erste Schicht
Ihre Oberfläche: Zweite Schicht
Ohne realen Ort: Dritte und vierte Schicht
Ohne bekannten Ort: Fünfte Schicht
TEIL IV: ENTWÜRFE FÜR DIE POSTFOSSILE ZEIT
Besonderheit Mensch
Die vier Evolutionssprünge 1. Evolutionssprung: Abstrakte Sprache 2. Evolutionssprung: Zähmung des Feuers 3. Evolutionssprung: Primärenergie PV 4. Evolutionssprung: Kreislauf der Materie
Die Last des stammesgeschichtlichen Erbes: Ego + Verschwendung + Müll
Die Lust des stammesgeschichtlichen Erbes: Liebe + Familienbande
Die Last des virtuellen Erbes: Gier + Allmacht
Die Lust des virtuellen Erbes: Neugier + Kreativität
Die virtuelle Welt der postfossilen Gesellschaft
Vernunft: Das ICH des Menschen
Geist: Sozialmoral + Ethnien
Wissenschaft: integral + bescheiden
Glaube: geschwisterlich + tolerant
Kirche: weiblich + mystisch
Die reale Welt der postfossilen Gesellschaft
Ressourcen: vitale Energie + geschlossene Stoffströme
Ökonomie: dominant + liberal
Gesellschaft: genius loci + genius mundi
Medien: Macht + Manipulation oder Avantgarde
Gebaute Umwelt: adaptiv + sozial
Mobilität: gemächlich + just in time
Ernährung: gesund + regional
Schlussakkord: Die finale Effizienz der globalen Ökonomie
Epilog
Literatur
Glossar
Zur Person
(...) Das Spiel zwischen Energie und Materie ist Grundlage allen Geschehens im Universum, im Sonnensystem, auf dem Blauen Planeten, ja in uns allen. Was Sie beginnen zu lesen, behandelt dieses Spiel und seine Auswirkung. Aus dieser ungewohnten Perspektive erklärt sich die Welt, erklärt sich aber auch unsere Existenz auf dem Blauen Planeten, das Lebendige und unsere gesamte Kultur. Aus dieser Perspektive steht uns heute weltweit, aber besonders den so genannten „Westen“ betreffend, jener gewaltige Umbruch ins Haus: das Ende fossiler Energieressourcen und die Folgen für Technik und Gesellschaft.
Der steile Aufschwung aus jener kurzen Zeit unbegrenzter Energiequellen endet und geht in die Normalität der Geschichte über, wenn auch auf dem hohen Niveau der unendlich vielen Erfindungen, zu denen uns die kurze Energieschwemme unserer Geschichte befähigt hat. Das Spiel zwischen Energie und Materie beeinflusst unser Dasein bis in die geistige Welt unserer Kultur hinein, in der wir unsere Spielregeln für das Sein miteinander und mit dem Rest der Welt auf dem blauen Planeten festzulegen versuchen. An diesen Spielregeln ist neu zu überlegen, umso dringender, wenn die Energieressourcen auf das für die Erde angemessene Maß zurückfallen.
Wir tun gut daran, sehr weit vorn im Spiel der uns bewegenden Kräfte anzufangen und aus der Betrachtung dieses Spiels unsere angemessene Rolle zu finden, ein schönes und würdiges Weiterleben auf dem Blauen Planeten zu führen. Dazu, liebe Leserin, lieber Leser, müssen wir schöpferisch mit den Gegebenheiten des Planeten umgehen. Fangen wir also ziemlich vorn an. (...)
(Aus der Vorbemerkung „Noch ein Zukunftsbuch: Die andere Perspektive“ des Autors zum Buch)




