Ashenden | Seide auf deiner Haut | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 40, 208 Seiten

Reihe: Club

Ashenden Seide auf deiner Haut


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7457-5227-4
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 40, 208 Seiten

Reihe: Club

ISBN: 978-3-7457-5227-4
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Vita Hamilton hat ein Problem: Leon King - unverschämt reich und unverschämt gut aussehend - droht damit, der Presse heikle Infos über ihren Vater zu verraten! Seine Forderung? Vita soll ihn heiraten, damit er sein schlechtes Image loswird. Zähneknirschend erklärt die willensstarke Wissenschaftlerin sich bereit, Leon wenigstens kennenzulernen. Doch der stadtbekannte Playboy ist unerwartet charmant und tiefgründig, und seine Berührungen sind weich wie Seide auf Vitas Haus ... Wieso klingt eine Vernunftehe plötzlich so unvernünftig verlockend?



Jackie Ashenden schreibt düstere, gefühlsgeladene Stories über Alphamänner, denen die Welt zu Füßen liegt, bevor sie von ihren umwerfenden Gegenspielerinnen in Stücke gerissen wird. Sie lebt mit ihrem Ehemann, dem unvergleichlichen Dr Jax, zwei Kindern und zwei Ratten in Auckland, New Zealand. Wenn sie nicht gerade Alphamänner und ihre kühnen Heldinnen quält, dann trinkt sie Chocolate Martinis, liest alles, was ihr in die Finger kommt, verschwendet die Zeit in der Welt der Social Media oder wird zu einer Mountainbike-Tour mit ihrem Mann gezwungen.

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1. KAPITEL

Leon

„Das ist ganz einfach.“ Mit dem Rücken zum Büro blickte ich aus dem bodentiefen Fenster, das eine großartige Aussicht auf Sydneys beeindruckenden Hafen bot. „Ich will Ihre Tochter.“

Hinter mir war es still.

Offenbar hatte ich Thomas Hamilton, einen der prominentesten und hoch respektierten Wohltäter Sydneys, so schockiert, dass es ihm die Sprache verschlug.

Perfekt. Ihn so aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass er schließlich meinen Forderungen nachgab, war schon die halbe Miete.

„Was meinen Sie damit, Sie wollen meine Tochter?“, fragte er.

In seiner Stimme lag ein Hauch von Unsicherheit. Kaum vernehmbar, doch ich hatte es gehört, oh ja, das hatte ich.

Ich sagte zunächst nichts, sondern ließ ihn schmoren, betrachtete die Jachten im Hafen und die Fähre nach Manly, und wie das Sonnenlicht die weißen Kurven der berühmten Oper berührte.

Gott, ich liebte Sydney. Glitzernd und protzig und sexy, doch hinter der Fassade düster und schmutzig. Genau meine Stadt.

Als würde ich mich im Spiegel betrachten.

Leon King. Zweiter Sohn von Augustus King, dem ehemaligen Herrscher über Sydneys Unterwelt, der sich jetzt für seine Verbrechen in einer Hochsicherheitseinrichtung verantwortete … mit anderen Worten: im Knast saß.

Ja, der König war tot. Lange lebe der König.

Oder sollte ich besser die „Könige“ sagen?

Die neuen Kings von Sydney waren meine beiden Brüder Ajax und Xander und ich – doch wir wollten nicht das alte Reich unseres Vaters erben, schließlich waren wir diejenigen gewesen, die es zum Einsturz gebracht hatten.

Nein, uns ging es um Wiedergutmachung. Den Namen King reinwaschen. Etwas Neues aus den Trümmern des alten Reiches erschaffen. Gesetzestreu werden oder irgend so ein Bullshit.

Zumindest war es das, was Xander und Ajax wollten.

Mir war es recht, sauber zu werden. Alles war um einiges leichter, wenn die Cops sich nicht in deine Geschäfte einmischten. Doch ich brauchte keine Wiedergutmachung.

Auch der Name King war mir ziemlich egal.

Ich war der Stellvertreter meines Vaters gewesen; die Faust in seinem Rücken, und die Jahre des Gewaltausteilens hatten ihre Spuren hinterlassen.

Damals hatte ich keine Probleme damit gehabt, der Bad Guy zu sein, und jetzt, fünf Jahre nach der Verhaftung meines Vaters, war es noch immer okay für mich.

Ich wollte einen Neuanfang in einer Stadt, wo mich niemand kannte, oder wusste, wer die Kings waren. Wo ich keine Vergangenheit hatte. Wo ich sein konnte, wer oder was ich wollte, Herr über mein Schicksal. Wohin ich flüchten konnte.

Doch zunächst musste ich einen letzten Auftrag erfüllen. Eine Verpflichtung, die ich meinem ältesten Bruder schuldete. Und ich war bereit, alles dafür zu tun.

Ich wandte meine Aufmerksamkeit von der betörenden Aussicht zurück in den edlen, minimalistisch eingerichteten Raum, der mein Büro war. Wir befanden uns in dem Hochhaus, in dem King Enterprises seinen Sitz hatte, das überaus erfolgreiche Immobilienunternehmen, das meine Brüder und ich aus den Trümmern von Daddys Imperium geschaffen hatten.

Hamilton saß auf dem unbequemen Stuhl, den ich vor meinem Schreibtisch platziert hatte. Er war ein älterer Mann mit Silberhaar und blauen Augen, und eigentlich hatte er dieses gut erhaltene Äußere, wie man es nur bei den sehr Reichen fand.

Im Moment allerdings sah er mit jeder Faser seines Körpers wie sechzig plus aus.

Diese Wirkung hatte ich oft auf andere.

„Was glauben Sie denn, was ich meine?“ Ich schenkte ihm mein berüchtigtes breites Lächeln, das ich zu zeigen pflegte, bevor ich ernsthaften Schaden anrichtete. Denn nichts brachte einen mehr aus dem Gleichgewicht als ein Lächeln, unmittelbar bevor man was auf die Fresse bekam. „Ich will sie heiraten.“

Hamilton wurde bleich. „Das meinen Sie doch nicht ernst.“

„Natürlich, verdammt ernst. Über das heilige Sakrament der Ehe würde ich niemals Scherze machen.“

Er starrte mich an, irritiert von meinem Sarkasmus und meinem Lächeln.

Gut. Sollte er irritiert sein. Das machte es nur leichter, den Deal mit ihm abzuschließen.

„Aber … Warum wollen Sie meine Tochter heiraten?“

„Ich dachte, das hätte ich bereits erklärt.“ Ich richtete die Manschetten meines weißen Baumwollhemdes, bewunderte den Kontrast zum Dunkelblau meines Anzugs und ließ mir dabei Zeit. Kleine Bewegungen unmittelbar vor dem Schlag in die Magengrube. Nur eine andere Art, mit einem Gegner zu spielen, und ich liebte es, mit meinen Gegnern zu spielen. Es war ein toller Machtrausch. „Mein Bruder möchte das King-Portfolio um den Bereich Luxusapartments erweitern und wir haben etwas Schwierigkeiten damit, an Investoren zu kommen.“

Hamilton nickte. „Das verstehe ich. Doch ich sehe noch immer nicht, warum eine Ehe für diese Expansion nötig ist.“

„Es ist der Name“, sagte ich. „Niemand will bei einem King Geld investieren. Nicht bei unserer Vergangenheit.“

Ein Muskel zuckte an Hamiltons Kiefer. „Aber dafür brauchen Sie doch meine Tochter nicht. Geben Sie mir einfach das Geld, wie Sie es vorgeschlagen haben, und ich werde meinen Freunden gegenüber erwähnen, dass es eine gute Investition ist und …“

„Wenn es nur so einfach wäre“, unterbrach ich mit einem lauten Seufzen. „Doch leider ist es das nicht. Ich brauche eine … Absicherung, verstehen Sie. Falls Sie sich dazu entscheiden sollten, den Deal abzublasen oder zu verändern oder etwas an den Konditionen zu drehen.“

„Das würde ich niemals tun!“ Hamilton wirkte aufgebracht.

Das interessierte mich einen Scheiß. Er war nicht die wohltätige Stütze der Gesellschaft, als die man ihn sah, denn er steckte bis über beide Ohren in Schulden, die von einer Spielsucht stammten, die er um jeden Preis verheimlichen wollte.

Pech für ihn, dass es nicht länger ein Geheimnis war. Zumindest nicht für mich. Ich hatte ein Händchen dafür, Leichen im Keller aufzuspüren, und bei ihm hatte ich einige entdeckt.

„Es interessiert mich nicht, was Sie tun oder lassen würden“, sagte ich kalt. „Ich brauche eine Rückversicherung, und das ist Ihre Tochter. Außerdem reicht es nicht, ein paar Freunden vorgestellt zu werden. Wir brauchen eine vollständige Neuausrichtung unseres Images.“ Ich machte eine Pause, um sicherzustellen, dass er mir folgen konnte. „Sydneys größter Stifter als Schwiegervater wird jeden zum Schweigen bringen, der noch immer Zweifel an uns hat. Und hoffentlich werden ein paar Leute entspannter, wenn es um Investitionen bei King Enterprises geht.“

Es waren bereits fünf Jahre vergangen, seit unser Vater ins Gefängnis gegangen war, doch Erinnerungen bleiben manchmal lange lebendig. Ajax, Xander und ich hatten uns in der Zwischenzeit sehr geschickt angestellt, dennoch wurden wir und unsere Pläne noch immer häufig misstrauisch beobachtet.

Wir waren sauber geblieben, doch in manchen Köpfen waren wir weiterhin Kriminelle.

Man konnte einer Vergangenheit wie der unseren nur schwer entkommen – und mir würde es wohl niemals gelingen. Doch ich wollte meinen Teil dazu beitragen, indem ich meinen Brüdern half.

Hamilton schüttelte den Kopf, aber ich fuhr fort: „Sie werden in Umlauf bringen, dass man uns vertrauen kann. Sie laden uns zu den besten Wohltätigkeitsbällen ein, werben bei Ihren Kumpanen für uns, erzählen ihnen, dass die Vergangenheit vergangen ist, und so weiter.“

„Sie werden doch nicht wirklich glauben, dass ich …“

„Und im Gegenzug“, unterbrach ich ihn, „werde ich Ihre Spielschulden begleichen.“

Hamilton klappte den Mund zu, sein Ausdruck wurde wachsamer, aggressiver. „Spielschulden?“

„Kommen Sie schon, Tommy“, murmelte ich, wobei ich das zornige Blitzen seiner Augen angesichts meines gönnerhaften Tonfalls genoss. „Sie stecken momentan bis zum Hals in den roten Zahlen. All die Investitionen, von denen Sie annahmen, dass sie sich rentieren würden und die es nicht taten, die ganze Steuerhinterziehung mit diesen wunderbaren Wohltätigkeitsorganisationen, die nicht mehr so effektiv ist, wie sie es einmal war. Oder vielleicht leben Sie auch einfach über Ihre Verhältnisse? Was immer es auch ist, ich kann helfen.“ Ich warf ihm ein weiteres Lächeln zu. „Und Sie müssen im Gegenzug bei Ihren Freunden einfach nur den Daumen nach oben halten, wenn es um King Enterprises geht. Ach ja, und Ihre Tochter als Rückversicherung.“

Diesmal war Hamiltons Blick wesentlich abwägender, als würde er eine geschäftliche Entscheidung überdenken. Und das war es ja auch: meine Hilfe bei der Bezahlung seiner Schulden im Gegenzug für seine Unterstützung beim Image der Familie King.

Es war für alle eine Win-win-Situation.

„Ich habe zwei Töchter“, sagte Hamilton schließlich und betrachtete mich genau.

Interessant. Ich kannte nur diejenige, die auf allen Hochglanzmagazinen zu sehen war. Clara Hamilton. Ein hübsches kleines It-Girl mit einer Menge honigblonder Haare, großen blauen Augen und umwerfenden Titten. Mit anderen Worten: genau mein Typ. Ich mochte It-Girls. Es war witzig, wie ihr ganzes Schickeriagehabe verschwand, wenn sie erst einmal nackt waren und ich tief in ihnen steckte. Wie ihre Erhabenheit zerbröselte, während sie mich anbettelten und ich sie dazu brachte, meinen Namen zu stöhnen.

Äußerlich machten sie immer einen Aufstand wegen meiner Vergangenheit, wegen meiner Verbindungen zur...



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