Mädchenjahre der Kaiserin Josephine auf der Insel Martinique
Buch, Deutsch, 300 Seiten, Format (B × H): 115 mm x 190 mm, Gewicht: 350 g
ISBN: 978-3-943210-38-5
Verlag: Buchverlag König
Marie Josèphe Rose de Tascher de la Pagerie, Kosename Fifine, kam als zweite Tochter des Marineoffiziers Joseph-Gaspard de Tascher und Rose-Claire des Vergers de Sannois auf der elterlichen Zuckerrohrplantage La Pagerie auf Martinique zur Welt, wo sie in der Kirche Notre-Dame getauft wurde. Schon im August 1766 zerstörte ein Hurrikan das lediglich aus weißem Holz bestehende Gebäude. Ab 1773 besuchte sie das Mädchenpensionat Dames de la Providence. - Sie heiratete am 13. Dezember 1779 den französischen Armeeoffizier Alexandre, Vicomte de Beauharnais, der 1794 während der Terrorherrschaft der Französischen Revolution guillotiniert wurde. Als Witwe lernte Joséphine de Beauharnais General Napoleon Bonaparte kennen, den sie am 9. März 1796 heiratete. Er war leidenschaftlich in die sechs Jahre ältere Joséphine verliebt. Ihr ist es teilweise zu verdanken, dass Napoleon Kommandierender General der Italienarmee wurde. Aufgrund ihres Lebenslaufes, der Elemente der alten Aristokratie mit denen der Revolution vereinte, verschaffte sie ihrem Mann eine gesellschaftliche Akzeptanz, die er aufgrund seiner Herkunft und Laufbahn aus eigener Kraft nicht hätte erreichen können. - Noch heute steht auf dem Zentralplatz in Fort de France auf Martinique eine kleine Statue zur Erinnerung an Joséphine und ihr Zuhause. Das Farmhaus und die Plantage sind heute noch zu besichtigen.
Zielgruppe
An historischen Romanen und an der Lebensgeschichte von Napoleon Bonaparte interessierte Leser von 12 Jahren an
Weitere Infos & Material
TEIL I: Die Plantage „La Pagerie“: Eine kreolische Geburtstagsfeier, Prinz William, Der Hurrikan, Das Tal der Verwüstung - Teil II: Die schöne Kreolin: Die Klosterschülerin, Die legendäre Patentante, Johannisnacht, Grenada, Ein Rückkehrer, Die Ballkönigin, Die Nacht der Hl. Drei Könige - Teil III: Das Land der Rückkehrer: Das glückliche Tal, Karneval in St. Pièrre, Im „Großen Wald“, Sweet William.
Als sie alle ihre Plätze eingenommen hatten, spielte Madame den getragenen feierlichen Rhythmus eines höfischen Tanzes. Anmutig bewegten sich die Gestalten über den Boden und in den Spiegeln und führten ihre eleganten Verbeugungen aus. Madame war die Einzige, die merkte, dass der Sturm an Heftigkeit zunahm und sie spielte so laut, wie das hell erklingende Instrument es zuließ. Mit Verzweiflung musste sie feststellen, dass die Tanzenden aus dem Takt gerieten. Schließlich hielt Fifine an und richtete ihren fragenden Blick auf sie: „Spielst du eigentlich noch, Mama?“ - „Habe ich mit dem Spielen aufgehört? Ich muss wohl eingeschlafen sein.“ Mit fröhlichen Lachen versicherte sie: „Ich werde mich bessern, macht weiter.“ - Im selben Moment begann das Haus sich zu heben und wie ein Schiff in den Wellen hin und her zu schlingern. Dann sank es tiefer und tiefer.




