E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Banks Affäre mit der sexy Ex
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-6687-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-6687-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Hat Gannon sich verhört? Seine schöne Ex-Geliebte Erika will das Jobangebot als Chefredakteurin seines Lifestyle-Magazins nur annehmen, wenn er mit ihr ein Kind zeugt, Leidenschaft und Zärtlichkeit ausgeschlossen? Aber das bestimmt nicht mit ihm, schwört sich Gannon ...
Mit mehr als 20 geschriebenen Romanen, ist Leanne dafür geschätzt Geschichten mit starken Emotionen, Charakteren mit denen sich jeder identifizieren kann, einem Schuss heißer Sinnlichkeit und einem Happy End, welches nach dem Lesen noch nachklingt zu erzählen. Sie ist die Abnehmerin der Romantic Times Magazine's Awards in Serie. Sinnlichkeit, Liebe und Humor, mit diesen Zutaten für ihre Romane sorgte sie bei zahlreichen Wettbewerben wie dem RITA Award für Aufsehen. Für die zahlreichen Auszeichnungen ist Leanne sehr dankbar. Doch besonders bewegt hat sie der Brief einer Leserin, die schrieb, dass ihr Buch sie durch die schweren Zeiten einer Chemotherapie begleitet hat. Der Leserbrief inspirierte sie zu einer Redewendung und führte bei ihr zu folgender Erkenntnis: Unterschätze niemals die Kraft von Liebesromanen. Leanne ist heimisch in Virginia und lebt glücklich zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei jugendlichen Kindern. Sie liebt Musik, Schokolade, Zitate und neue Abenteuer. Außerdem glaubt sie, dass Liebhaber von Liebesromanen die besten Leser der Welt sind, weil sie verstehen, dass Liebe das größte Wunder auf Erden ist.
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1. KAPITEL
„Ich habe etwas anzukündigen“, wandte sich Patrick Elliott an die im Raum versammelten Elliotts und unterbrach damit das Stimmengewirr unter den fast fünfzehn anwesenden Personen, die sich zur Silvesterfeier eingefunden hatten. Patrick hatte verlangt, dass nur Familienmitglieder und deren Ehepartner zu diesem Treffen erschienen.
Das muss ja eine wichtige Neuigkeit sein, dachte Gannon, ebenfalls ein Elliott. Er stand neben seinem Bruder Liam und beobachtete neugierig seinen Großvater, der im Salon des Familiensitzes Hof hielt. An diesem Abend funkelten die Lichter des Weihnachtsschmucks noch einmal an den Bäumen in drei Räumen auf diesem Stockwerk des über siebenhundert Quadratmeter großen Hauses aus der Zeit der Jahrhundertwende. Das Anwesen war stets ein Hafen für die Familie gewesen, ob bei Geburten oder – tragischerweise – Todesfällen oder ob in den Zeiten der stetig wachsenden Macht und des sich mehrenden Reichtums Patrick Elliotts und seiner Erben.
Sein Großvater, ein irischer Einwanderer, mochte inzwischen zwar siebenundsiebzig Jahre alt sein, hatte jedoch einen messerscharfen Verstand und schien die Pressewelt mit nahezu spielerischer Leichtigkeit zu beherrschen. Sein Zeitschriften-Imperium berichtete über alles, von seriösen Nachrichten über Prominentenklatsch und Showbusiness bis zur Mode.
„Es ist doch noch gar nicht Mitternacht“, scherzte Bridget, Gannons jüngere Schwester. „Du hast heute Abend frei, Großvater. Hast du vergessen, dass Silvester ist?“
Patricks Augen funkelten, als er auf sie zeigte. „Wie könnte ich, wo du doch hier bist und mich daran erinnerst?“
Bridget hob grinsend ihr Glas. Gannon schüttelte den Kopf und trank einen Schluck Whiskey. Seine dreiste Schwester schaffte es immer wieder, ihren Großvater ein wenig auf die Palme zu bringen.
Patrick hielt einen Moment inne und sah zu Maeve, seiner zierlichen Frau, mit der er seit mehr als fünfzig Jahren verheiratet war. Die liebevollen Blicke zwischen den beiden rührten Gannon stets aufs Neue und lösten ein vages Gefühl innerer Unzufriedenheit bei ihm aus, dem nachzugehen er sich aber weigerte. Auch diesmal verdrängte er dieses Gefühl, während er den zärtlichen Ausdruck in den Augen seiner Großmutter bemerkte, als sie seinem Großvater zunickte.
Patrick wandte sich wieder an die versammelte Familie und verkündete: „Ich habe beschlossen, mich zur Ruhe zu setzen.“
Um ein Haar hätte Gannon sein Whiskeyglas fallen gelassen. Er hatte geglaubt, der alte Mann sei so sehr mit seinem Großkonzern verheiratet, dass er bis zum letzten Atemzug die Zügel in der Hand behalten würde. Gemurmel erhob sich im Raum.
„Heiliger …“
„Du meine Güte!“
„Meint ihr, er ist krank?“
Patrick Elliot schüttelte den Kopf und hob eine Hand, um sie zum Schweigen zu bringen. „Ich bin nicht krank. Es ist einfach nur an der Zeit. Ich muss einen Nachfolger finden. Und da ihr euch alle bei verschiedenen Zeitschriften bewährt habt, fällt mir die Wahl nicht leicht. Daher bin ich zu der Einsicht gelangt, dass die einzig faire Chance darin besteht, jedem von euch die Gelegenheit zu geben, sich auf besondere Weise hervorzutun.“
„Was, um alles in der Welt, hat er denn jetzt wieder vor?“, flüsterte Bridget.
„Wusstest du etwas darüber?“, fragte Gannon seinen Bruder Liam, der in der Konzernzentrale arbeitete statt in einer der Zeitschriftenredaktionen. Es war allgemein bekannt, dass er von den Enkelkindern am vertrautesten mit Patrick war. Liam sah jedoch genauso verblüfft aus wie alle anderen im Raum.
„Ich hatte nicht die leiseste Ahnung.“
Die Neuigkeit schlug ein wie eine Bombe, denn die vier wichtigsten Zeitschriften des Verlags wurden von Patricks Söhnen und seiner Tochter geführt. So war Michael, Gannons Vater, der Herausgeber des führenden Nachrichtenmagazins „Pulse“.
„Ich werde den Herausgeber unseres erfolgreichsten Blattes zu meinem Nachfolger machen. Der Chef des Magazins mit dem größten Umsatz wird die Leitung der Elliott Publication Holdings übernehmen.“
Alle schwiegen. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Drei Sekunden vergingen, in denen Gannon die geschockten Verwandten musterte. Er sah zu seinem Vater auf der anderen Seite des Raums, der ein Gesicht machte, als hätte er gerade einen Knüppel auf den Kopf bekommen.
Bridget schnaubte angewidert. „Das ist verrückt. Wie soll das funktionieren? Ist ihm eigentlich klar, dass ich dann gegen meinen eigenen Vater arbeiten muss, weil ich bei ‚Charisma‘ bin?“
Liam zuckte mit den Schultern. „Ist das schlimmer, als Geschwister aufeinanderzuhetzen?“
„Du meinst Shane gegen Finola?“, bemerkte Bridget, auf ihren Onkel und ihre Tante anspielend. „Die beiden sind Zwillinge. Irgendjemand muss Großvater zur Vernunft bringen.“
In diesem Augenblick trat Finola neben Bridget und sagte: „Er wird bei seinem Entschluss bleiben. Seht euch nur seinen Gesichtsausdruck an. Den kenne ich nur zu gut.“ Eine Spur Bitterkeit schwang in ihren Worten mit.
„Das ist nicht fair“, beklagte Bridget sich.
In Finolas Augen lag ein wehmütiger Ausdruck. „Er hat eine eigene Definition von Fairness“, sagte sie und sah Bridget lächelnd an. „Ich bin jedenfalls froh, dich in meinem Team zu haben.“
Gannon war niemand, der einem Kampf aus dem Weg ging, und er würde auch diese Herausforderung annehmen. „Möge der beste Elliott gewinnen“, sagte er an Finola gewandt, obwohl er wusste, dass es um sehr viel ging. „Wir sehen uns später.“ Er winkte Bridget, Liam und Finola zu und machte sich auf den Weg zu seinem Vater. Er verspürte Zuversicht, denn er würde alles tun, um seinem Vater dabei zu helfen, „Pulse“ zum erfolgreichsten Magazin der Elliott Publication Holdings, kurz EPH, zu machen.
Er war ein Elliott, und es lag ihm im Blut, der Beste sein zu wollen. Jedes Familienmitglied im Raum war mit den gleichen Genen und mit hohen Erwartungen auf die Welt gekommen. Ihr Leben war bestimmt von ewigem Konkurrenzkampf. Gannon wusste, dass sein gerissener Großvater genau darauf setzte. Ganz gleich, wer letztlich gewann – und er wollte alles daransetzen, dass sein Vater das sein würde –, Patrick hatte für das kommende Jahr gerade satte Umsätze für jede Zeitschrift von Elliott Publication Holdings sichergestellt.
„Du siehst aus wie ein Mann mit einer Mission.“ Sein Onkel Daniel stoppte ihn auf dem Weg zu seinem Vater.
„Ich denke, wir alle haben eine Mission“, erwiderte er und drückte die Schulter seines Onkels. „Er hätte zusammen mit einer solchen Ankündigung wenigstens einen Vorrat an Magentabletten ausgeben können.“
Daniel lachte. „Viel Glück.“
„Wünsch ich dir auch.“ Gannon ging die paar Meter weiter bis zu der Stelle, an der sein Vater und seine Mutter standen.
Michael, sein Vater, schwenkte seinen Brandy im Glas und sah ihn an. „Ich hätte wissen müssen, dass dieses Erdbeben auf uns zukommt.“
„Wer hätte das voraussehen können?“, wandte seine Mutter, der umgänglichste Mensch, den Gannon kannte, lächelnd ein. „Ich sehe, du hast dich von dem Schock erholt und bist bereit, die Herausforderung anzunehmen.“
„Es liegt mir in den Genen“, bestätigte er.
„Hast du schon ein paar Ideen?“ Michael wirkte offenkundig zufrieden.
„Klar.“ Gannon wusste, wen er unbedingt im „Pulse“-Team haben wollte, Erika Layven. Die Frau, von der er sich vor über einem Jahr getrennt hatte.
Erika prüfte das Layout der Aprilausgabe der Zeitschrift „HomeStyle“ mit kritischem Blick, ein Frühlingsblumenmotiv aus bunten Rosen, Lavendelzweigen und fröhlichen Stiefmütterchen. Ein enormer Kontrast zum grauen, bitterkalten Januarnachmittag draußen vor ihrem Fenster im fünfzehnten Stock des Bürogebäudes in Manhattan. Nachdenklich trank sie einen Schluck heiße Schokolade mit Marshmallows und wackelte unter dem Schreibtisch mit den Zehen, wobei nur Socken sie behinderten.
Bei diesem Wetter fror sie und fühlte sich alt. Der jüngste Bericht ihres Arztes machte die Sache nicht gerade besser. Außerdem war da diese Silvesterparty, die sie mit einem Mann, den man getrost vergessen konnte, besucht hatte. Der Kuss um Mitternacht war noch schlimmer gewesen. All das zusammengenommen musste verdrießliche Stimmung hervorrufen.
Andererseits gab es genug Gründe, sich gut zu fühlen. Als Chefredakteurin des zu Elliott Publication Holdings gehörenden Magazins „HomeStyle“ hatte sie die Chance, eine Vision zu entwerfen und zu verwirklichen. Sie hatte Macht und Einfluss. Einen Traumjob. Ab und an vermisste sie ein bisschen den Adrenalinkick, den sie bei „Pulse“ immer gehabt hatte, aber das verdrängte sie. Das hier ist besser, sagte sie sich. In dieser Welt hatte sie das Kommando.
Jemand klopfte an die Tür, und sie schaute zur Uhr in Form eines Frosches auf ihrem Schreibtisch. Es war schon nach halb sechs an einem Donnerstag, die meisten Angestellten genossen zweifellos bereits die Happy Hour.
„Ja?“, rief sie.
„Ich bin’s, Gannon.“ Unnötigerweise fügte er hinzu: „Gannon Elliott.“
Erika verspürte ein flaues Gefühl im Magen und brauchte einen Moment, um die Fassung zurückzugewinnen. Was will der denn? Sie strich sich das Haar aus dem Gesicht und riss sich zusammen. „Komm rein“, sagte sie so kühl wie möglich.
Die Tür ging auf, und ihr Ex – eins achtundachtzig, schwarzes Haar, grüne Augen und sexy Körper – erschien...




