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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 6, 239 Seiten

Reihe: legenda

Bannert Homer lesen


1. Auflage 2005
ISBN: 978-3-7728-3003-7
Verlag: frommann-holzboog
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

E-Book, Deutsch, Band 6, 239 Seiten

Reihe: legenda

ISBN: 978-3-7728-3003-7
Verlag: frommann-holzboog
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Mit den zeitlosen Geschichten um den Zorn Achills und der ungewissen Heimkehr des Odysseus in ›Ilias‹ und ›Odyssee‹ haben sich schon viele Einführungen befasst. Das vorliegende Buch bietet aber etwas Neues: Bannert ermöglicht einen direkten Einblick in die Werkstatt des Dichters, der die Epen ohne Kenntnis der Schrift als mündlich vorgetragene Literaturwerke konzipierte. Er analysiert die gesamte Bandbreite der Homer'schen Erzähltechnik: Momentaufnahmen und Beschreibungen in Zeitlupe, Großeinstellungen und Fixierungen auf Details, eingeblendete Selbstgespräche und Erzählungen in der Erzählung. Homer hat in seiner Dichtung bereits vor 2.800 Jahren demonstriert, was bis heute noch in Literatur, Theater oder Film genutzt wird: die Fähigkeit zu fesseln und neugierig zu machen auf die Fortsetzung einer erzählten Geschichte.

'Bannert lesen. Danach braucht es den sanften Imperativ seines Buchtitels nicht mehr, dann liest man den Homer von selbst.' Johann Schloemann, Süddeutsche Zeitung

There have been many works which dealt with the timeless stories of the rage of Achilles and the uncertainty of Odysseus’s homecoming in the ›Iliad‹ and the ›Odyssey‹. This book however provides something which is completely new: Bannert provides a direct view of the poet’s workshop where he created the epic poems without any knowledge of writing as orally presented works of art. He analyzes the entire range of Homer’s narrative technique: snapshots in time and descriptions in slow motion, close-ups and fixations on details, superimposed monologues and stories within stories. In his poetry written 2,800 years ago, Homer demonstrated all those techniques used in literature, theater or films today: the ability to captivate people and to make them curious as to what is going to happen next in a story.

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Zielgruppe


Klassische Philologen, Historiker, Literaturwissenschaftler, Literaturinteressierte, Schullektüre


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Inhaltsverzeichnis;8
2;I. Einleitung;10
2.1;Singen und Tanzen;17
2.2;Homer und die Dichtung Homers;28
3;II. Der Anfang der Dichtung;37
3.1;Die Prooimien von Ilias und Odyssee;37
4;III. Die Ilias;51
4.1;Der Pfeilschuss des Pandaros (Il. 4, 104 – 147);86
4.2;Der Tod des Simoeisios (Il. 4, 473– 493);92
4.3;Ein Gott greift ein – Poseidon unter den Kämpfern im dreizehnten Gesang der Ilias;100
4.4;Der letzte Gesang der Ilias;112
5;IV. Gleichnisse und Vergleiche – Elemente der poetischen Technik Homers;126
6;V. Die Odyssee;142
6.1;Die Geschichte von der Narbe am Bein des Odysseus (Od. 19, 388– 470);154
6.2;Der Gang zur Stadt (Od. 17);164
6.3;Das Lachen der Freier;174
6.4;Der letzte Gesang der Odyssee;194
7;VI. Augenblicke bei Homer;202
8;VII. Eine Begegnung im Elysium;217
9;VIII. Nachklang: Ein Abendessen in Weimar;223
10;Literaturüberblick;228
10.1;Einführungen;229
10.2;Interpretationen;229
10.3;Sammelbände;231
10.4;Hintergrund, Umfeld;232
10.5;Troja;232
10.6;Zu einzelnen Kapiteln;232
10.7;Internetadressen;234
11;Stellenregister;235
12;Namen- und Sachregister;237


Der letzte Gesang der Ilias (S. 111-112)

Die Ilias geht zu Ende in einer Ruhepause, zwischen dem Begräbnis des getöteten Haupthelden der Troer, Hektor, und der Gewissheit, dass der Sieger, der bedeutendste Held der Griechen, Achilleus, in den unmittelbar folgenden Kämpfen den Tod finden wird. Das Geschehen, das mit dem letzten Gesang der Ilias endet, ist aus der Ilias selbst entstanden, denn die Waffenruhe steht am Ende der Kampfhandlungen, die sich aus der Entsendung des Patroklos in der Rüstung des Peliden und dessen dadurch herbeigeführtem Tod durch Hektor ergeben haben.

Es ist ein Rachekampf des Achilleus, der nicht die Stadt selbst betrifft, und der gleichzeitig die Voraussetzungen für die Kampfenthaltung des Achill vom Beginn der Dichtung aufhebt und unbedeutend macht: Achilleus hat kein Eigeninteresse am Untergang von Troja. Die Ilias endet auch mit der Gewissheit, dass diese folgenden Kämpfe, für deren Beginn ein genauer Terminplan vereinbart wird, den von den Göttern verfügten Untergang Trojas bringen werden, dass aber die grundsätzliche Versöhnung der Hauptgegner Achilleus und Priamos stattgefunden hat. Die Eroberung der Stadt selbst ist nicht mehr Gegenstand der Darstellung.

Es ist dies ein vielleicht nicht zu erwartender Abschluss einer Dichtung, die den Krieg um Troja berichtet. Und es fällt auch auf, dass die ersten beiden und die letzten beiden Gesänge der Ilias außerhalb des eigentlichen Kampfgeschehens bleiben. Der erste Gesang gibt die Voraussetzungen für das erzählte Geschehen, bei Menschen und Göttern, der zweite Gesang beschreibt die Vorbereitungen für die Kampfhandlungen und die Aufgebote auf beiden Seiten.

Der dreiundzwanzigste Gesang folgt auf die Entscheidung zwischen Hektor und Achill, die Kämpfe sind vorläufig beendet, es werden Trauerfeiern abgehalten, auf der Seite der Griechen finden die Leichenspiele für Patroklos statt und die bringen noch einmal Kampfgeschehen in der Form von sportlichem Wettstreit.



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