Bauer | Psychos und Paten | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 250 Seiten

Bauer Psychos und Paten


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7393-5082-0
Verlag: tolino media
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

E-Book, Deutsch, 250 Seiten

ISBN: 978-3-7393-5082-0
Verlag: tolino media
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Werden Sie Berater! 'Welchen Beruf muss ich ergreifen, wenn ich zu den Gewinnern gehören will? Geben Sie dem Chaos einen Namen, zeigen Sie Wege aus der Krise, erzählen Sie den Menschen eine gute Geschichte. Beschreiben Sie Gefahren am Horizont. Zeigen Sie, wie man ihnen entkommt. Werden Sie Berater! Politikberater, Ernährungsberater, Erziehungsberater, Ehe- und Scheidungsberater, Anwalt, Steuerberater, IT-Berater, Unternehmensberater ... Die Liste ist endlos. Die Welt ist unübersichtlich und der hilflose Mensch sucht Orientierung. Wenn alle ihren Job verlieren, das Geld zum Teufel geht und die Welt in den Abgrund rutscht, schwimmen Berater obenauf wie das Sahnehäubchen auf dem Kaffee.' Sehr unterhaltsam und mit viel Witz erzählt der Psychologe Rainer Bauer von den Geheimnissen des Geschäftslebens. Eine unentbehrliche Anleitung zur Karriere. ==> Leserstimmen zu diesem Buch <== 'Ein Buch von Rainer Bauer, dem Meister des Sarkasmus und der Ironie schlechthin. Anspruchsvolle Unterhaltung, die den Leser mit einem ständigen Schmunzeln durch die Geschichte zieht. Ausgesprochen amüsant!' 'Totaler Lesegenuss! Katzenbuckel enttäuscht nicht! Das zweite Buch gelesen und geschrieben von Rainer Bauer! Ich liebe diese Ironie & Sarkasmus und bin gespannt auf weitere Bücher und Geschichten. Einfach eine anspruchsvolle Lektüre, die den Leser von Kapitel zu Kapitel zieht mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Ich kann das Buch jedem empfehlen. Ich als Krankenpfleger habe mich köstlich amüsiert über diesen tollen Roman!' 'Ein erfrischendes Buch, vor allem für jemanden, der in ähnlichen Institutionen tätig gewesen ist.' 'Rainer Bauer beschreibt die Geschäftswelt sehr treffend mit dem Blick für die abstrusen Details. Mit dem Abstand als Rentner, habe ich sehr viel lächeln, grinsen und auch lachen müssen. Sehr empfehlenswert!' 'Die Berufswelt zwischen Realität und Wunschdenken auf humorvolle Art geschildert.' 'Dieser von Anfang bis Ende spannungsgeladene und psychologisch ausgefeilte Roman hat mich in ein Wechselbad der Gefühle gestürzt: Schmunzeln, Staunen, Kopfschütteln, aber auch ebenso häufiges Kopfnicken gepaart mit zahlreichen Déjà-vue-Erlebnissen liessen mich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Dazu beigetragen hat der flüssige Schreibstil des Autors, gespickt mit humorvollen Einlagen und die authentisch dargestellten Protagonisten. Insgesamt ein sehr gutes Buch. Ein besonderes Lesevergnügen. Uneingeschränkt empfehlenswert!'

Rainer Bauer, Psychologe und Autor, hat in IT-Unternehmen gearbeitet, tolle Erfahrungen gemacht, ist viel herumgekommen und lebt heute das Leben, das er schon immer leben wollte: Er liest und schreibt. KONTAKT Homepage: www.rainer-bauer.com Teufelnochmal - Der Blog: blog.rainer-bauer.com Facebook: www.facebook.com/rainer.bauer100 Twitter: #teufelnochmal Foto: Jaytee - www.fotoinitiative.de

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Wenn Götter reisen Es trug alles an diesem Tag
ein geheimes Gelingen in sich,
einen lautlosen Marsch,
wie wenn Götter auf dem Wege sind.   - Robert Musil - Der Mann ohne Eigenschaften     Wie ich mir vorkomme? Wie Matti, der Knecht vom Herrn Puntila. Oder Harry, der Assistent, der alles darf, nur nicht schlauer sein als sein Chef! Harry, fahr schon mal den Wagen vor! Der Wagen ist mein eigener, immer noch der BMW. Wir sind ein deutsches Unternehmen, da fährt man Daimler oder BMW, und die niederen Dienstgrade fahren VW. Ich hatte ihm gesagt, er soll sich leger kleiden und den dreiteiligen Anzug und die Krawatte heute mal im Schrank lassen. »Die Jungs kommen aus dem Herzen Amerikas. Die beeindruckt das nicht, im Gegenteil. Die mögen weder Berater noch Anzüge. Die sehen uns als notwendiges Übel an, das sie zähneknirschend in Kauf nehmen und so schnell wie möglich wieder loswerden müssen. Lässige Kleidung ist angesagt! Freizeithose, offenes Hemd und Jackett. Ein Pulli ist auch okay. Keine Modelabels. No logo!« Helmut H. Geist erwartet mich auf der Treppe zum Haupteingang. Grauer Mantel, BURBERRY LONDON, dunkelblauer Anzug mit Weste, BOSS, schwarze Socken, BOSS, schwarze Businessschuhe, LLOYD EXTRABREIT für seine Pfannkuchenfüße, weißes Hemd, JOOP, Krawatte, ARMANI, die beste, die sein Kleiderschrank hergegeben oder seine Frau für ihn herausgesucht hat. Als er mich sieht, kommt er herunter, öffnet die Tür, setzt sich neben mich und sagt: »So fahre ich nicht mit!« »Wie? So fahren Sie nicht mit?« »Wenn Sie keine Krawatte tragen, fahre ich nicht mit.« »Aber ich habe Ihnen doch erklärt ...« »Ist mir egal. Das gehört sich nicht.« Also lasse ich das Auto vor dem Haupteingang stehen und binde mir auf der Toilette eine Krawatte um. Eine Notfallgarnitur habe ich immer im Auto - einen Wagenheber, den ich ihm überziehen könnte, übrigens auch. Todesursache Schlag mit einem stumpfen Gegenstand! Ich verstehe, wie er denkt. Kunden sehen, was sie sehen wollen, nicht, was sie vor Augen haben. Wenn wir vorfahren, gut frisiert, glattrasiert, teuer gekleidet, dezent parfümiert, smart, in einer deutschen Luxuskarosse, sehen sie etwas, das wir nicht haben: Kompetenz. Fleischgewordenen Erfolg! Kauf ihn dir ... MacIntyre ist ein amerikanischer Kunde. Gutes altes Amerika! Mittlerer Westen. Unendliche Weiten. Bodenständige Menschen. Da musst du in der Trapperjacke auflaufen, im Holzfällerhemd, mit dick besohlten Stiefeln, im Gürtel das Bowiemesser, über der Schulter die Axt, über der anderen einen toten Indianer, in der Hand den Bärentöter - dann hast du eine Chance, dass sie dir zuhören. Innerhalb einer Woche hatte ich drei Begegnungen mit drei verschiedenen Leuten. Der Anfang war immer gleich. Sie streckten mir ihre Pranke entgegen, auf deren Rücken rotbraune Härchen wuchsen, und sagten mit breitem Grinsen: »Hi! Ich bin Dagobert, Donald, Mickymaus - ich habe Schorsch Dabbeljuh gewählt.« George W. Bush war Präsident und sein Außenminister Colin Powell zog vor den Vereinten Nationen gerade seine Lügennummer mit den Massenvernichtungswaffen ab. Für mich war jeder, der George W. gewählt hatte, ein Idiot - doch woher wussten sie das? Sie wussten es nicht. Ich war Deutscher, und die Deutschen waren gegen sie. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Von den Amis hatte ich mal eine höhere Meinung, aber das war ein Irrtum. Die Amis laufen auch jedem Rattenfänger hinterher. Kompetent sind wir nicht, mein Chef und ich. Wir leben von der Kompetenzvermutung - vom Schein, nicht vom Sein. Die Business-Collegemappe aus braunem Büffelleder, THE BRIDGE, an der er sich mit beiden Händen festhält, ist ein Geschenk seiner Frau zu seinem fünfzigsten Geburtstag. Seine Frau ist Model, ließ er uns wissen. Was das mit der Mappe zu tun hat, bleibt ein Rätsel. Chefs kommen und gehen. Stelle ich sie in eine Reihe und schreite die Formation ab, sehe ich eine Parade der Behinderten und Kriegsversehrten - wer bezweifelt, dass wir im Krieg sind? Jeder Geschäftsabschluss ist eine gewonnene Schlacht. Jede Schlacht fordert ihren Blutzoll. Wachsen können wir nur, indem wir den Feind bekämpfen. Der Erfolg braucht den Verlierer. Und der Sieger nimmt alles. Wie der Krieg ist der Vertrieb eine Männerdomäne, Männer, die machen, was sie schon immer gemacht haben: auf Bäume klettern, ihre Muskeln zeigen, sich prügeln, die Länge ihrer Schwänze vergleichen. Über Autos, Frauen und Fußball reden. Zur besseren Unterscheidung habe ich ihnen Namen gegeben wie Richard der Dritte, Ludwig der Vierzehnte, Shrek der Oger oder Alfons der Viertelvorzwölfte, König von Lummerland. Auch Beinamen habe ich ausprobiert: Heinrich der Radfahrer, die Eiserne Lady, Johannes der Täufer. Nirgendwo ein Vorbild! Nirgendwo ein Schurke von Format. Der Rudi war eine Hoffnung - Rudolf Kowalski wie der gleichnamige Schauspieler. Und das war er auch, ein Schauspieler! Überhaupt gibt es in der Führungsriege keinen, der etwas kann, obwohl sie durch die Bank tolle Schulabschlüsse haben. Der Rudi war kein Showstopper, kein Idiot in Nadelstreifen. Das Handwerk beherrschte er nicht, aber das Klappern, das zum Handwerk gehört, um so besser. Zum Jahresabschluss fuhren wir mit der Gondel auf die Zugspitze - am Abend mit einem Bauchredner hinauf und am Morgen mit einem Kater hinunter. Was haben wir gelacht! Der Rudi strich rechtzeitig die Segel. Als sie die Bauchredner zu Chefs machten, war er nicht mehr da, weg, weitergezogen in den nächsten Hafen, wo man seine Sprüche nicht kannte und sein Geklapper noch nicht gehört hatte. Dort wiederholte er die Nummer für das vierfache Gehalt. Betrüger wollen betrogen werden. Der Rudi machte es richtig. Das aktuelle Tandem meiner Chefs besteht aus Helmut H. Geist und dem Deutschamerikaner Robert E. Milton. Seine Freunde nennen ihn Bob oder kurz REM. Ich nenne ihn RIP wie Rest in Peace, Ruhe in Frieden, aber erst, seitdem ich endgültig verschissen habe. Gibt es jemanden, bei dem ich nicht verschissen habe? Männer ohne Eigenschaften, die aus nichts ein wenig mehr gemacht haben und von oben und unten getreten werden. Sandwichpositionen! Benannt nach Lord Sandwich, dem britischen Marineminister, der die Straße hinauf- und hinunterfahren konnte – zur gleichen Zeit! Sie nennen sich beim Vornamen - Grüß dich, Helmut! Hallo Bob! - und ergänzen im Geist ihre Nachnamen: Hallo Helmut du Arschloch! Hallo Bob du Arschloch! Solche Leute werden gebraucht. Manager! Menschen, die Werte vorleben sollen. Der einzige Wert, den sie kennen, ist die Höhe ihres Gehaltsschecks. Wie die Menschen so die Unternehmen. Ohne Verantwortung. Immer hart an der Grenze. Ich bin ungerecht, ich weiß. Mein Nervenkostüm ist dünn. Ich mag nicht länger zusehen, wie Dummköpfe mit miesen Zeugnissen und noch mieserem Charakter die Schleimspur hochkriechen und mir auf den Kopf pissen. Das Gerangel um Aufmerksamkeit und Vergünstigungen kotzt mich an - die Ränkespiele, die Politik, ohne die es nicht geht in einem Unternehmen, das ums Überleben kämpft und anderen hinterherläuft. Doch mir sind die Hände gebunden. So alt, dass ich nichts zu verlieren habe, bin ich nicht, ich kann nicht hinschmeißen. Zu früh. Reicht noch nicht. Es reicht hinten und vorne nicht. Was macht Helmut? Aus dem Augenwinkel schiele ich zu ihm hinüber. Schläft er? Denkt er nach? Soll ich eine Vollbremsung hinlegen? Ob er so freundlich wäre, durch die Windschutzscheibe zu fliegen? Ich würde gern etwas sagen, aber ich weiß nicht, was. Ich räuspere mich. »Chr! Chr!« Schwindsucht! Was hat er gemacht, bevor sie ihn zum Vertriebsleiter gemacht haben? Er war Verkäufer. Für was? Waschmaschinen oder Einwegspritzen. Heissler hat alles im Angebot, was das Leben bereichert, von Werkzeugen zur sorgenfreien Intimrasur bis zum Wackeldackel für das Armaturenbrett. Das ist die Welt der Dinge, die man ansehen und anfassen kann. Die Welt der Heissler Consulting Group (HCG) ist die Beratung - etwas völlig anderes. Davon hat er so viel Ahnung wie eine Kuh vom Stricken. Musik! Musik hilft immer. Ich schiebe eine CD in den Schlitz. Auch Berater sind Verkäufer. Natürlich, wer nicht? Wenn wir auch das Gleiche tun, dasselbe ist es nicht. Wir verkaufen keine Würstchen. Wir machen den Plan für den Verkäufer von Würstchen. Die Zeichnung. Die Blaupause. Wir sagen ihm, welche Würstchen er verkaufen soll - Bockwurst! -, zu welchem Preis und wo. Kommt ein zweiter Würstchenverkäufer, kopieren wir den Plan, empfehlen neben Bockwurst noch Currywurst und einen Standort unweit des ersten. Dann gehen wir, wie zufällig, beim ersten vorbei und fragen: Na, wie läuft’s? Alles im grünen Bereich? Nein, sagt er, ich habe ein Problem, da ist noch so ein Typ. Don’t worry, be happy! Wir bieten ihm unsere Hilfe an und machen einen Plan. Erfolg ist wichtig. Ich bin sehr erfolgreich. Meine Zahlen stimmen. Dafür erwarte ich keine Liebe. Liebe, sagt der Werbefachmann Don Draper in Mad Men, wurde von Typen wie mir erfunden, um Nylonstrümpfe zu verkaufen. Liebe muss nicht sein. Geld reicht! Anerkennung. Respekt! Die meisten Chefs lassen mich in Ruhe. Nicht so Helmut H. Geist. Kaum im Chefsessel drängt er auf einen Termin bei MacIntyre. »Ich bin der Chef, Herr...



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