Baumann | ... und es kamen auch Frauen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

Reihe: Geschlechterfragen

Baumann ... und es kamen auch Frauen

Engagement italienischer Migrantinnen in Politik und Gesellschaft der Nachkriegsschweiz
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-03777-704-6
Verlag: Seismo Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Engagement italienischer Migrantinnen in Politik und Gesellschaft der Nachkriegsschweiz

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

Reihe: Geschlechterfragen

ISBN: 978-3-03777-704-6
Verlag: Seismo Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Fragen entlang der Schnittstellen von Migration, Bürgerrechten und Geschlecht stehen bis heute im Brennpunkt öffentlicher Debatten. Italienische Migrantinnen haben dazu einen gewichtigen Beitrag geleistet. In Medien und politischen Debatten begegnen uns Migrantinnen meist als passiv nachreisende Ehefrauen und Mütter, als Hüterinnen von Tradition und der 'Kultur' ihrer Herkunftsländer unterworfen. Diese Studie bietet eine andere Perspektive. Sie zeigt Migrantinnen als Handelnde, als soziale und politische Akteurinnen, die das Einwanderungsland Schweiz mitgestalteten und prägten. Das Buch beleuchtet die Entstehung und Entwicklung eines frauenspezifischen Engagements in der bedeutendsten Organisation italienischer MigrantInnen in der Schweiz: der Federazione delle Colonie Libere Italiane in Svizzera (FCLIS). Tausende von Italienerinnen lebten und arbeiteten in der Schweiz der 1960er und 1970er Jahre – und blieben von der Öffentlichkeit doch ungesehen und ungehört. In der FCLIS aktive Migrantinnen versuchten diese Unsichtbarkeit zu durchbrechen. Sie lösten sich aus dem Schatten des 'männlichen Arbeiters' und entwickelten eigene Strategien, um ihre Rechte als Frauen, Arbeiterinnen und Ausländerinnen zu verbessern. Was waren ihre Kritikpunkte und Forderungen? Wo trafen sie mit ihren Anliegen auf Unterstützung und wo auf Gegenwehr? Das Buch thematisiert das soziale und politische Engagement italienischer Migrantinnen rund um Themen wie die Rechte arbeitender Frauen und Mütter, Bildungschancen für ausländische Kinder, gesellschaftliche Teilhabe und politische Mitsprache von MigrantInnen. Aufgezeigt werden auch die vielfältigen Aktivitäten – wie Kongresse, Petitionen, Manifeste – mit denen Migrantinnen ihren Anliegen Ausdruck verliehen.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Umschlag;1
2;Inhalt;6
3;Dank;8
4;Einleitung;9
5;Die doppelte Entdeckung in der Migrationsforschung;12
6;Fragestellung;20
7;Quellen und Aufbau;22
8;1 Bu?rgerrechte, Geschlecht und Migration: Ein erweiterter Begriff der Staatsbu?rgerschaft;25
8.1;1.1 Staatsbu?rgerschaft als Mitgliedschaft in Gemeinschaften;25
8.2;1.2 Staatsbu?rgerschaft und soziale Differenz: Geschlecht, Klasse, Ethnizität und Nationalität;28
8.3;1.3 Staatsbu?rgerschaft als Status und Praxis;33
9;2 Migrations- und Integrationspolitik der Schweiz nach 1945;36
9.1;2.1 Italienische Arbeitsmigration in die Schweiz;36
9.2;2.2 Konturen der schweizerischen Einwanderungspolitik;38
9.3;2.3 Politische, zivile und soziale Rechte von MigrantInnen;42
10;3 Traditionelle Stellung und Funktion der Frau in der MigrantInnenorganisation (1943–1966);47
10.1;3.1 Die Federazione delle Colonie Libere Italiane in Svizzera;47
10.2;3.2 Karitatives Engagement als weiblicher Wirkungsbereich;49
10.3;3.3 Eine „demokratische“ Organisation von Arbeitsmigranten;53
11;4 Aufbruch und Emanzipation (1967–1969);58
11.1;4.1 Durchbrechung organisatorischer Strukturen;58
11.2;4.2 Die emigrierte Frau – die Arbeit – die Familie: Migrantinnen fordern ihre Rechte;67
11.3;4.3 (Un)Möglichkeiten der Interessenvertretung;79
12;5 Ru?ckzug in die Familie (1970–1974);89
12.1;5.1 Resignation und Neuorientierung I: Von der Frauen- zur Schulproblematik;89
12.2;5.2 Die Vision einer „neuen“ Schule: Migrantinnen und bildungspolitisches Engagement;95
12.3;5.3 Elternmobilisierung und Bildung von Selbsthilfestrukturen;102
13;6 Annäherung und Differenz – Migrantinnen im (Inter)Nationalen Jahr der Frau (1975);108
13.1;6.1 Die Unsichtbare: „Partnerschaft“ fu?r einheimische Frauen;108
13.2;6.2 Die Gleiche: „Frauen gemeinsam sind stark!“;112
13.3;6.3 Die Andere: Das Manifest der ausländischen Frau;118
14;7 Vom Kampf zum Pragmatismus (1976–1979);134
14.1;7.1 Resignation und Neuorientierung II: Von der politischen Mobilisierung zur sozialen Basisarbeit;134
14.2;7.2 Erwachtes Interesse: Migrantinnen als hilflose Mu?tter;142
14.3;7.3 Erloschener Aktivismus: „Wir wollen nicht die Ansteckblumen der Organisation sein!“;148
15;8 Fazit;156
16;9 Bibliographie;167
16.1;9.1 Quellen;167
16.2;9.2 Literatur;169
17;10 Abku?rzungsverzeichnis;179
18;Anhang 1 | Schlussmotion zum Ersten Kongress der Migrantin (1967);180
19;Anhang 2 | Manifest ausländischer Frauen (1975);183


Sarah Baumann arbeitet als Diplomassistentin im Bereich Zeitgeschichte an der Universität Freiburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören historische Migrationsforschung, Geschlechter- und Sexualitätsgeschichte. Aktuell forscht sie zur Geschichte der Prostitution in der Nachkriegsschweiz.



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