Bell | Nights of Seduction | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 390 Seiten

Reihe: Forbidden Lovers

Bell Nights of Seduction


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7363-1312-5
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 390 Seiten

Reihe: Forbidden Lovers

ISBN: 978-3-7363-1312-5
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine dunkle Vergangenheit, geheime Wünsche und eine verbotene Liebe

Ryder McKay hat schon Erfahrungen mit Frauen gesammelt und ist eigentlich nicht so leicht hinters Licht zu führen. Bis er nach einer heißen Nacht aufwacht und bemerkt, dass sein One-Night-Stand ihm geheimen Firmenunterlagen geklaut hat. Als diese Unterlagen dann auch noch in den Händen seines größten Rivalen - seines Vaters - auftauchen, ist sich Ryder sicher, dass Jane ihn bewusst betrogen hat. Doch als er Jane ein Jahr später unerwartet bei einer Familienzusammenkunft wiederbegegnet, weiß er nicht, welchem Impuls er nachgeben soll: ihr aus dem Weg zu gehen - oder sie sofort in sein Bett zu zerren.
'Shelly Bell ist eine frische, neue Stimme im erotischen Liebesroman. Sie weiß, wie man den Lesern einheizt.' Bestseller-Autorin LEXI BLAKE

Band 2 der FORBIDDEN-LOVERS-Reihe

Dieser Roman ist in einer früheren Ausgabe bereits bei LYX.digital unter dem Titel FESSELNDE BEGIERDE - FORBIDDEN LOVERS erschienen.

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1


Gegenwart

Ryder McKay stürzte einen Jameson hinunter, knallte das Whiskyglas auf den Tresen und schnappte sich das nächste, genoss das geschmeidige Brennen in der Kehle. Es passierte nicht jeden Tag, dass der eigene Bruder die Tochter des mächtigsten Mannes im Land heiratete.

Die Presse nannte die Verbindung eine »im Himmel gestiftete Ehe«.

Ein Pakt mit dem Teufel schon eher.

Nur war es in diesem Fall ein Pakt zwischen zwei Teufeln. Zwei Kriminelle, die sich als seriöse Geschäftsmänner ausgaben, und die vermutlich ihren Nachwuchs dazu benutzten, eine Art von Pakt zwischen den beiden Familien zu festigen. Wenn Keane McKay und Ian Sinclair sich zusammentaten, statt gegeneinander zu arbeiten, bargen sie das Potenzial, das größte Verbrechersyndikat in Nordamerika zu formen.

Ryder hatte diesem Leben und Keane schon vor Jahren den Rücken gekehrt. Nach seinem Schulabschluss hatte er das Versprechen eingelöst, das er sich selbst gegeben hatte. Er zog aus und kehrte nie wieder zurück.

Jedes Gespräch, das er mit Keane im letzten Jahrzehnt geführt hatte, hatte sich darauf beschränkt zu insistieren, dass sein Vater ihn nicht noch einmal kontaktierte. Es hatte einige Jahre gedauert, aber dann hatte der den Hinweis endlich kapiert und mit den Anrufen aufgehört.

Damit er weiter Abstand zu Keane halten konnte, hatte Ryder nicht an der Hochzeit seines Bruders Finn teilnehmen wollen.

Letzte Woche dann war er auf ein Foto gestoßen, das ihn seine Meinung ändern ließ.

Ein Foto von Jane.

In Erinnerungen an die Femme Fatale versunken, mit der er vor gut einem Jahr eine heiße Nacht verbracht hatte, leckte er sich den Whisky von den Lippen und fuhr mit einem Finger den Rand des Glases entlang. Bevor er in jener Nacht eingeschlafen war, war ihm klar geworden, dass ihm eine Nacht mit Jane nicht ausreichte.

Er hatte mehr gewollt.

Nicht nur Sex, sondern die Chance sie kennenzulernen.

Was verrückte Gedanken waren für einen Kerl, der sein ganzes Erwachsenenleben bislang damit verbracht hatte, nicht zweimal Sex mit derselben Frau zu haben.

Aber sie hatte einen auf Aschenputtel gemacht und war mitten in der Nacht aus seinem Hotelzimmer geflüchtet. Mehr als ihren Vornamen hatte er nie von ihr erfahren.

Er war besessen davon gewesen, mehr über die Frau herauszufinden, die er nicht vergessen konnte. Monate hatte er mit der Suche nach ihr vergeudet. Er hatte Kontakt mit den Organisatoren der Konferenz aufgenommen, bei der sie sich begegnet waren. Hatte andere Konferenzteilnehmer angerufen. War die Fotos der Konferenz durchgegangen. Himmel, irgendwann war er so verzweifelt gewesen, dass er einen Privatdetektiv engagiert hatte.

Und was hatte der gefunden?

Nichts.

Es schien, als habe sie nie existiert.

Er schloss die Finger um das Glas.

Er war ein Narr gewesen.

Denn jetzt kannte er die Wahrheit.

Bald nach der gemeinsamen Nacht war ihm klar geworden, dass jemand Design- und Software-Daten von seinem Computer kopiert hatte. Er hatte nicht glauben wollen, dass Jane diejenige gewesen war – die im System-Protokoll ausgewiesenen Zeiten passten auch nicht –, doch letzte Woche war Ryder auf einen Online-Artikel gestoßen, der über den Vorstoß seines Vaters in die Automatisierung von Großküchen berichtete, dem Geschäft Ryders eigener Firma, Novateur.

Dann erregte das Foto zum Artikel seine Aufmerksamkeit.

Das Foto zeigte die Vizepräsidentin für Innovationen der Firma, wie sie neben Keane stand.

Jane.

Ein Muskel an seinem Kinn zuckte, als er sich erneut eingestand, was für ein Narr er in jener Nacht gewesen war.

Er hatte ihr genau in die Hände gespielt, alle Vorsicht beiseitegelassen, als er sie mit auf sein Hotelzimmer nahm, nicht ahnend, dass sie ihm in den Rücken fallen würde, sobald er schlief.

Novateur war eines der ersten Unternehmen weltweit, das »Smarte Küchentechnologie« in Restaurants und Bäckereien brachte. Ryder und sein bester Freund Tristan waren bereits Geschäftspartner gewesen – sie berieten Restaurants in Fragen zur Produktivitätsoptimierung –, als sie Ideen entwickelt hatten, wie die Automatisierung in Restaurantküchen Kosten sparen und die Effizienz erhöhen könnte. Kurz entschlossen hatten sie daraufhin Novateur gegründet, und sprachgesteuerte Geräte, Roboterarme und Fließbänder für Restaurants und Bäckereien – selbst kleinere in Familienbesitz – waren jetzt eine erschwingliche Realität.

Eine Zeit lang war Novateur das einzige Unternehmen gewesen, das automatisierte Küchen nach Kundenwünschen designte und die Technologie an den individuellen Bedürfnissen des Kunden orientiert in dessen Unternehmen installierte – bis McKay Industries dahergekommen war.

Die Beweise waren eindeutig. Jane hatte die Designs für seinen Vater gestohlen.

Hatte sie gedacht, Ryder würde das nicht herausfinden? Oder hatte sie gemeint, das System-Protokoll zu manipulieren, würde sie unverdächtig machen?

Letzten Endes war sie die Angeschmierte. Denn alles, was sie kopiert hatte, war wertlos, solange man die Schlüsselcodes nicht besaß. Das allein hätte ihm Befriedigung verschaffen sollen, hätte ihn dazu bringen müssen weiterzuziehen.

Und doch gelang ihm das nicht. Irgendetwas passte da nicht zusammen. Er konnte die Frau, mit der er in jener Nacht zusammen gewesen war, nicht mit der Frau zusammenbringen, als die sie sich jetzt offenbarte. In seinem Bett hatte sie sich so unschuldig gegeben, hatte die Augen weit aufgerissen, als würde sie in Ehrfurcht versinken, als er sich auszog und ihr einen ersten Blick auf seinen Schwanz gab.

Nicht, dass der nicht Ehrfurcht gebietend wäre. Mit falscher Bescheidenheit gab er sich nicht ab.

Aber Janes Reaktionen schienen so … ehrlich. Sie war tatsächlich zusammengezuckt, als er in sie eindrang. Selbst jetzt noch konnte er ihre heisere Stimme in seinem Kopf hören und wie sie seinen Namen flüsterte, als er sie zum Höhepunkt brachte. Er erinnerte sich an das seidige Gefühl ihrer Schenkel an seinen Wangen und wie eng sie sich um ihn herum zusammengezogen hatte, als sie kam.

Er strich sich mit den Fingerknöcheln über die Bartstoppeln.

Seit jener Nacht musste er immer an Jane denken, wenn er mit einer anderen Frau zusammen war.

Und auch wenn er zugab, dass er ein Arsch war, wenn es um das andere Geschlecht ging, er würde nicht Sex mit einer Frau haben, während er an eine andere dachte.

Sie hatte ihm nicht nur seine Technologie gestohlen.

Sie hatte ihm seine verdammte Magie geklaut.

Er sollte sie hassen. Und doch waren da Nächte, in denen er sich umdrehte und nach ihr tastete, aber nur ein kaltes, leeres Bett vorfand.

Laut Finn waren alle wichtigen Angestellten von McKay zur Hochzeit eingeladen.

Deswegen war Ryder hier.

Er hatte eine Mission.

Jane finden.

Sie konfrontieren.

Und sie ein für alle Mal aus dem Kopf bekommen.

Was immer dafür nötig war.

Selbst wenn das bedeutete, einen bescheuerten Anzug anzuziehen, Leute anzulächeln, die er verabscheute, und vor seinem Vater zu buckeln. Eins war sicher, wenn Ryder sich bei McKay Industries gezeigt hätte, Keane hätte ihn vom Sicherheitsdienst rausschmeißen lassen.

Aber von der Hochzeit konnte er ihn nicht fernhalten.

Und Jane würde ihn hier nicht erwarten.

Ryder stürzte den nächsten Whisky hinunter, machte nicht mal Anstalten, ihn zu genießen, und stellte das Glas mit der Öffnung nach unten auf den mit weißem Satin bedeckten Tresen. Zum Glück hatten sein Bruder und seine Verlobte beschlossen, im einzigen Fünf-Sterne-Hotel der Stadt zu heiraten statt traditionell in einer Kirche. Nüchtern würde er die nächsten paar Stunden niemals durchstehen.

»Einen Doppelten und das Glas nicht leer werden lassen«, orderte er beim Barkeeper.

Ein harter Schlag landete auf seinem smokingbedeckten Rücken und ließ seine Zähne aufeinanderschlagen. Er musste sich nicht umdrehen um zu wissen, wer ihn so hart attackierte. Finn mochte ja zehn Jahre älter sein, aber er hatte ihn nie geschont.

»Lass noch was von dem guten Stoff für die anderen Gäste übrig«, sagte sein Bruder.

Ryder drehte sich um, erleichtert, dass sein Bruder allein war. Bevor er sich mit dem Rest der Familie befasste, brauchte er definitiv noch mehr Whisky. »Dachte, du bereitest dich zusammen mit Keane und den anderen Trauzeugen vor.«

Trotz des gemeinsamen Vaters ähnelten sie sich so gar nicht. Ihre einzige Gemeinsamkeit bestand in den grauen Augen, die alle McKay-Männer besaßen. Ansonsten kam Ryder, mit seinen dunklen Haaren und der gebräunten Haut, nach seiner mexikanischen Mutter, während Finn mit seinen rotblonden Haaren eine jüngere Version ihres irischen Vaters war. Davon abgesehen überragte Ryder Finn um gut 12 Zentimeter, was er seinen älteren Bruder nie vergessen ließ.

Glatt rasiert und mit kurz geschorenem Haar kannte Ryder seinen Bruder kaum wieder. Wo war der Bart? Die für ihn typischen langen Haare? Dieser Kerl war eine Kopie ihres Vaters. Natürlich war es ein paar Jahre her, dass er Finn zuletzt gesehen hatte. Obwohl es ihn schmerzte, hatte Ryder Abstand zu Finn halten müssen, seit sein Bruder eine Stelle bei McKay Industries übernommen hatte.

Finn zwinkerte ihm zu. »Wollte sichergehen, dass mein Trauzeuge sich nicht mit irgendeiner Frau...



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