Bell | Nights of Surrender | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 380 Seiten

Reihe: Forbidden Lovers

Bell Nights of Surrender


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7363-1320-0
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1, 380 Seiten

Reihe: Forbidden Lovers

ISBN: 978-3-7363-1320-0
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine dunkle Vergangenheit, geheime Wünsche und eine verbotene Liebe

Bevor Tristan für einen neuen Job als Wirtschaftsprofessor in eine andere Stadt zieht, will er noch ein letztes Abenteuer ohne Verpflichtungen erleben. Doch was er stattdessen auf der Play-Party seines besten Freundes findet, ist eine unschuldige junge Frau, die ihn fast von seinen Plänen abbringt.
Isabella will etwas Neues ausprobieren und sich nicht länger von den schlimmen Erfahrungen ihrer Vergangenheit einschränken lassen. Als sie zum ersten Mal eine Play-Party besucht, trifft sie dort auf Tristan. Der ist zwar ein vollkommen Fremder, aber sie fühlt, dass sie ihm vertrauen kann, und in dieser einen Nacht verliert sie all ihre Hemmungen.
Die beiden müssen jedoch feststellen, dass sie sich schneller wiedersehen als gedacht. Denn schon ein paar Wochen später treffen sie sich an der Uni wieder. Nur ist Tristan Isabellas neuer Professor ...

'Ich war von diesem Buch von der ersten Seite an gefesselt. Es hat mich in seinen Bann gezogen und mich bis zur letzten sexy Seite nicht losgelassen. Dieses Buch hatte einige der heißesten Szenen, die ich je gelesen habe.' NEW-YORK-TIMES-Bestseller-Autorin ALESSANDRA TORRE

Band 1 der FORBIDDEN-LOVERS-Reihe

Dieser Roman ist in einer früheren Ausgabe bereits bei LYX.digital unter dem Titel FESSELNDES VERLANGEN - FORBIDDEN LOVERS erschienen.

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Weitere Infos & Material


1


Einen unwahrscheinlicheren Ort für eine Sexparty als dieses Haus im Tudorstil gab es wohl nicht. Auf dem Nachbargrundstück lagen Kinderfahrräder auf dem Rasen, um Himmels willen.

Ihre Cousine Dreama musste ihr eine falsche Adresse gegeben haben.

Isabella Lawton durchwühlte ihre Handtasche, verfluchte die sternenlose Nacht und wünschte sich zum tausendsten Mal, jemand würde eine Handtasche erfinden, bei der sich ein Licht einschaltete, wenn man sie öffnete. Als sie sich endlich zum Boden durchgekramt hatte, fand sie ihr Handy.

Der Bildschirm blieb dunkel.

Natürlich war der Akku leer.

Sie lehnte sich gegen den alten Buick ihres Großvaters und grummelte frustriert vor sich hin. Würde irgendwann einmal irgendetwas nach Plan laufen?

Heute Abend wollte sie auf ihre erste Sexparty gehen. Und voraussichtlich auch ihre letzte. Aber da sie nicht einmal Dreama anrufen konnte, um sie nach der richtigen Adresse zu fragen, war sie aufgeschmissen und konnte ihre Pläne für den Abend wohl abschreiben.

»Was hast du denn an?«, erklang unerwartet Dreamas Stimme.

Überrascht fuhr Isabella herum, presste eine Hand auf die Brust, als müsste sie ihr rasendes Herz davon abhalten hinauszuspringen. Ihre Cousine hatte sie zu Tode erschreckt. Sie blickte an sich hinunter. »Was ich den ganzen Sommer über getragen habe.« Selbst sie gab zu, dass eine schwarze Stretchhose und ein rosa T-Shirt mit dem Logo ihrer Familienbäckerei vermutlich kein Standardoutfit für eine Sexparty war.

Dreama blies einen Rauchring in die feuchte Luft, dann zog sie wieder an ihrer Zigarette. »Das habe ich nicht gemeint. Ich frage mich nur, warum verdammt du das immer noch anhast.«

Den Rauch von sich wegwedelnd hustete Isabella übertrieben. »Ich komme direkt von der Arbeit. Ich hatte keine Zeit zum Umziehen. Außerdem ist bei mir eh alles in Kartons.« Da sie demnächst aufs College gehen würde, hatte sie bereits die meisten ihrer Klamotten eingepackt. »Und Mom wollte ich bestimmt nicht fragen, ob sie mir was leiht. Sie hätte mich ausgefragt, bis ich mit der Wahrheit herausgerückt wäre.« Isabella nahm ihrer Cousine die Zigarette weg, ließ sie auf den Asphalt fallen und trat sie aus. »Oder wäre es dir lieber, ich hätte deiner Tante gesagt, dass du mich zu meiner ersten Sexparty mitnimmst?«

Dreama schüttelte den Kopf und lachte leise. »Genau das hätte mir noch gefehlt: Tante Maria, die mir vorwirft, ihre unschuldige Tochter zu verderben, und die mich in die Kirche zerrt, damit ich meine Sünden beichte.« Sie setzte sich auf die Motorhaube von Isabellas Auto und wühlte in ihrer Handtasche. »Und das ist keine Sexparty, sondern eine Playparty.«

Isabella zog eine Augenbraue hoch, zum einen weil sie verwirrt war, zum anderen wegen der weiteren Delle, die ihre Cousine der Beulensammlung des Autos hinzugefügt hatte. »Da ist ein Unterschied?«

Eine Zigarette zwischen den Fingern strich Dreama mit dem Daumen über ihr Feuerzeug und lächelte. »Ja. Auf einer Playparty ist kein Geschlechtsverkehr erlaubt.«

»Das hast du mir nicht erzählt.«

»Klar hab ich das«, behauptete Dreama und beugte sich vor, um die Zigarette anzuzünden.

Was sollte dann das Ganze hier überhaupt? Keinen Sex konnte sie überall haben. Der Gedanke hinter diesem Partybesuch war schließlich, BDSM in einem relativ sicheren Rahmen zu erleben.

Isabella klaute ihrer Cousine auch diese Zigarette und zertrat sie. »Nein, hast du nicht. Ich bin sicher, an so eine Kleinigkeit wie ›kein Sex auf einer Sexparty‹ würde ich mich erinnern.« Wenn die Party sie anmachen sollte, wie würde sie ohne Sex Befriedigung finden? Ihren Vibrator hatte sie schon in einem der Umzugskartons verstaut.

»Playparty«, wiederholte Dreama und sprang von der Motorhaube. »Und mach dir keine Sorgen. Es gibt andere Wege zum Höhepunkt als Geschlechtsverkehr.« Sie wackelte anzüglich mit den Fingern, lachte und streckte die Zunge raus.

Isabellas Wangen wurden heiß. »Oh.«

Dreama stützte eine Hand auf die Hüfte. »Vielleicht hätte ich dich nicht mitnehmen sollen. Du bist so unschuldig.«

Mit einem Finger fuhr Isabella die rosafarbene Narbe auf ihrem linken Unterarm entlang. Sie hatte immer geglaubt, Unschuld bezöge sich darauf, jungfräulich zu sein. Wie falsch sie damit gelegen hatte. Unschuld war ein Seelenzustand, und den hatte sie auf die harte Tour verloren. Daran würden ihre Narben sie immer erinnern. »Ich bin nicht unschuldig«, sagte sie leise. »Nicht mehr.«

Ihre Cousine gehörte zu den wenigen Menschen, die wussten, was Isabella letztes Jahr passiert war, und so füllten sich ihre Augen mit Mitgefühl. »Nein, ich denke mal, das bist du nicht.« Für einen Moment legte sie die Hände um Isabellas Schultern und sah sie voller Besorgnis an. »Bist du bereit, da reinzugehen und dir das mit eigenen Augen anzusehen, oder willst du lieber irgendwo was trinken gehen? Mir ist beides recht.«

»Wartet dein Dom nicht da drin auf dich?«, fragte Isabella.

Dreama verzog die Lippen zu einem Lächeln. »Master Jamie ist dort, ja, aber er versteht, wenn wir was trinken gehen. Er weiß, dass wir beide uns eine für ganze Weile nicht mehr sehen werden.«

»Ich will reingehen«, sagte sie. Und trotz ihres rasenden Herzens und ihrer schwitzigen Hände wollte sie genau das. »Ich muss das tun. Das weißt du.«

Nachdem Isabella überlebt hatte, was sie und ihre Eltern nur den »Vorfall« nannten, hatte sie jedes Vertrauen in Menschen verloren und insbesondere zu sich selbst. Daher war sie nicht wie geplant aufs College gegangen, sondern hatte sich von ihren Eltern dazu überreden lassen, zu Hause zu bleiben und in der Familienbäckerei mitzuarbeiten. So war ihr Leben in einer Art Pausenzustand geblieben, und sie verbrachte die Tage in der Bäckerei und die Abende entweder bei der Therapie oder daheim, versteckte sich in ihrem Schlafzimmer.

Aber alles hatte sich an dem Abend bei Dreama verändert, als sie deren breit gefächerte Buchsammlung zu BDSM entdeckte.

Nach einem langen Gespräch mit ihrer Cousine entschied Isabella, dass sie mehr über BDSM erfahren wollte und lieh sich ein paar der Bücher aus. Irgendetwas daran zog sie an. Wärme durchströmte ihren Körper, wenn sie sich vorstellte, wie ein Mann ihr bestimmte Regeln vorgab, in dem Wissen, dass es abgesprochene Grenzen gab, die sie beide nicht überschreiten würden. Das Gefühl war ihr so fremd, dass sie es beinah nicht erkannte.

Bis ihr klar wurde, dass es innerer Friede war.

Die beunruhigenden Gefühle, die sie seit der Pubertät in sich trug, bedeuteten also nicht, dass mit ihr etwas nicht stimmte. Auch andere Menschen ergingen sich in Fantasien, gefesselt und bestraft zu werden. Natürlich wurde in ihrer großen italienisch-irisch katholischen Familie über solche Dinge nicht gesprochen. Nein, man erwartete von ihr, ihre Pflicht gegenüber ihrem Ehemann zu erfüllen, die Beine gespreizt, die Augen geschlossen, ohne sich zu beklagen. Ein Ehemann sollte seine Ehefrau nicht ans Bett fesseln und auf jede erdenkliche Art nehmen, während sie »Nein« schrie und sich unter ihm wand und ein ums andere Mal heftig kam.

Die folgenden sechs Monate hatte sie mit der Recherche zu BDSM verbracht und darüber mit ihrer Therapeutin gesprochen. Am Anfang konnte sie nicht verstehen, warum sie dominiert werden wollte oder warum sie sich nach etwas Schmerz bei ihrer Lust sehnte. Hätte ihre Vergangenheit sie von solchem Verlangen nicht abbringen müssen?

Tagelang war sie mit dem Gefühl von Schuld und Scham herumgelaufen, bis sie endlich akzeptieren konnte, dass ihr sexuelles Begehren nichts mit dem zu tun hatte, was ihr zugestoßen war. Ja, sie empfand submissiv. Das bedeutete nicht, dass sie schwach war oder ein Opfer sein wollte.

Jetzt, nachdem sie den achtwöchigen Einführungskurs einer lokalen BDSM-Gruppe hinter sich hatte, war sie bereit für ihr erstes Erlebnis mit einem erfahrenen Dom. Dreama hatte ihr versichert, so gut wie alle Doms auf der Party zu kennen, und da es feste Regeln gab, wäre Isabella vollkommen sicher.

In Isabellas Vorstellung würde es ihr dabei helfen, die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen, wenn sie einem Dom die Macht über sie gab. Heute Nacht würde sie sich zurückholen, was sie verloren hatte, und wieder ganz werden. Und verdammt, wenn es so lief, wie sie vermutete, und es sie erregte, sich dominieren zu lassen, dann würde sie auch akzeptieren, dass ihre Sexualität anders funktionierte. Aber es war ihre und sie würde sie annehmen.

»Ja, ich weiß, warum du das brauchst«, entgegnete Dreama. »Aber wenn du eine Kostprobe bekommst, wirst du vielleicht eine bestimmte Vorliebe entwickeln. Dein Leben wird komplizierter werden.«

Isabella zuckte mit den Schultern. Nach heute Nacht würde ihre »Vorliebe« vier Jahre warten müssen, bis sie erneute Kostproben bekäme. Auf dem College würde sie keine Zeit für eine Dom-/Sub-Beziehung haben, selbst wenn sie in der College-Kleinstadt Edison von Michigan Upper Peninsula einen passenden Partner finden würde. »Darüber mache ich mir keine Sorgen, aber danke für die Warnung. Das behalte ich im Kopf.«

Dreama musterte sie und schürzte die Lippen. »Bevor wir reingehen, müssen wir noch was wegen deiner Klamotten unternehmen.«

Gesprochen wie eine echte Modeexpertin. Dreama trug eine ihrer eigenen Kreationen: ein schwarzes Bustier mit metallicblauen Bändern und einem daran befestigten Spitzenröckchen. In Anbetracht ihrer Abendgarderobe würde niemand darauf kommen, dass sie zu Bürozeiten eine zugeknöpfte, stets die Regeln befolgende...



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