Benks | The Story Binding Us | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 400 Seiten

Reihe: Stories-Reihe

Benks The Story Binding Us


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-911244-17-6
Verlag: LEAF Verlag - Bücherbüchse OHG
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 3, 400 Seiten

Reihe: Stories-Reihe

ISBN: 978-3-911244-17-6
Verlag: LEAF Verlag - Bücherbüchse OHG
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Band 3 der Stories-Reihe von Jella Benks Logan ist Netflix-Liebesfilm-Material. Leider hasst Hope Netflix. Und Liebesfilme. Aber am meisten hasst sie die Liebe. Manche Entscheidungen sind mies. Andere sind die unangefochtenen Champions der schlechten Ideen. Zum Beispiel Logans Entschluss, ausgerechnet bei Hope einzuziehen. Der Frau, die ihn täglich zwingt, Beleidigungen auf Torten zu schreiben. Beide sind so gegensätzlich wie Sonnenschein und Gewitter, weshalb sie permanent aneinandergeraten. Doch selbst eine winzige Abstellkammer ist besser als die Rückbank von Logans Wagen - sogar mit Hope als Mitbewohnerin. Eigentlich dachte Logan, es könnte nicht noch komplizierter werden. Doch dann stolpert er nicht nur mitten in Hopes Familie, sondern wird auch noch in eine chaotische Fake-Beziehung mit ihr katapultiert. Zwischen Leuchtsternen und Hopes sonderbaren Regeln treffen sie eine Abmachung: Anfassen? Okay. Gefühle? Streng verboten. Denn wenn Hope eines nicht ausstehen kann, dann ist es diese irrational glorifizierte Liebe - ein chemisches Ungleichgewicht, das immer nur im Drama endet. #FakeDating #StrangerstoLovers #sozialePhobie #RoommatestoLovers #GrumpyxSunshine #HeFallsFirst #OneBed #Socialmedia

Jella Benks verlor sich schon als Kind regelmäßig in Geschichten. Mittlerweile schreibt sie ihre eigenen, die uns wie ein Kaleidoskop die unzähligen Facetten von Liebe zeigen. Immer mit dabei sind starke Frauenfiguren, überraschende Plottwists und tiefgründige Themen. Achtet auf eure Herzen, denn Jella liebt es, sie zu brechen, um sie anschließend auf ganz neue Art wieder zusammenzusetzen.Wenn sie nicht an neuen Geschichten sitzt, bleibt es kreativ, denn dann versinkt Jella im Möbel Upcycling oder sucht in der pulsierenden Hauptstadt neue Plätze für ihre Urban-Gardening-Projekte. Jella Benks auf Instagram: https://www.instagram.com/jella_benks/
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Zielgruppe


Lesealter ab 14 Jahren


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


3


»Du siehst müde aus.« Bentley reichte mir einen Pappbecher mit Coke. »Und deshalb glaube ich dir nicht, dass du gestern einigermaßen pünktlich Feierabend gemacht hast. Wie lange warst du noch hier?«

»Nicht so lange.« Ich nahm den Becher und hoffte, Bentley würde es dabei belassen, doch ich hätte es besser wissen müssen.

»Du darfst deinen Chef nicht anlügen«, erwiderte er. »Sonst lasse ich hier Kameras installieren, nur um zu überwachen, dass du pünktlich Schluss machst.«

»Unnötig.« Ich mühte mir ein Lächeln ab und trank einen Schluck. »Du glaubst doch nicht, dass ich hier länger bleibe, als ich müsste.«

Bentley warf mir einen prüfenden Blick zu. »Du machst jetzt Schluss und ich schließe den Laden ab. Dann kann ich sichergehen, dass du nicht gleich noch irgendwelche Teige ansetzt.«

»Aber die müssen angesetzt werden, damit ich sie morgen früh backen kann.«

»Was wäre das Schlimmste, was passieren könnte, wenn du nach Hause gehst, ohne alles fertig zu haben?«

»Dass wir morgen keine Muffins verkaufen können?«

»Okayyy, das wäre mies, von denen brauche ich mindestens zwei am Tag für meine Ausgeglichenheit.« Er grinste auf diese Weise, die sich anfühlte wie Sonnenstrahlen, die einen von innen heraus wärmten. Früher hatte ich mir immer einen jüngeren Bruder gewünscht, mittlerweile fühlte es sich so an, als hätte ich den verspätet mit Bentley bekommen. Sein Chaos machte mich regelmäßig fertig, seine Sprunghaftigkeit würde mir irgendwann die ersten grauen Haare verpassen und seine Ideen … ich wollte lieber nicht wissen, was die bereits mit meinen Nerven veranstaltet hatten. Und obwohl ich ihn oft dafür verfluchte, war seine Lebendigkeit ansteckend.

»Aber ernsthaft, Logan«, fuhr er fort, »ich verzichte lieber auf meine Schokomuffins, wenn du dafür pünktlich Feierabend machst.«

Und genau das war Bentley. Er inhalierte meine Muffins förmlich und trotzdem meinte er jedes Wort ernst.

»Und unsere Kunden?«

Er zuckte mit den Schultern. »Haben Pech gehabt? Dann gibt es morgen mal keine Muffins oder Cookies. Das macht keinen Unterschied.«

Und genau das war der Grund, weshalb ich manchmal noch nachts in der Backstube stand: Weil ich wusste, dass es einen Unterschied machen würde. Vielleicht nicht morgen oder beim Mal darauf, aber irgendwann würden die Kunden ausbleiben. Also gab ich ihnen die Auswahl, die sie wollten. Sie bekamen sogar die Torten mit den grässlichen Aufschriften und besondere Dinge für zwischendurch. Was machte es da schon, wenn ich ein paar Stunden weniger Schlaf abbekam?

»Alles gut, geh ruhig. Ich mache eh demnächst Schluss. Mom zwingt mich zu einem ihrer arrangierten Dates«, sagte ich daher. »Die macht sich auch immer zu viele Sorgen um mich.«

»Wir kennen dich halt zu gut.« Bentley lehnte sich an den Kassentresen. »Und ich hoffe, dass du mir morgen jedes Detail von deinem Date erzählst. Ob es schlimmer wird als beim letzten, als sie wollte, dass du dein Handy wegwirfst, weil dich die elektromagnetischen Schwingungen krank machen?«

Hoffentlich nicht.

»Vielleicht war es ein Fehler, dir davon zu erzählen.«

»Nein. Ich brauche das. Dein nicht vorhandenes Liebesleben ist das Einzige, das mich kurzzeitig vergessen lässt, dass James nicht bei mir ist.«

»Schön, dass ich dir helfen kann«, erwiderte ich finster und nahm einen neuen, größeren Schluck Coke, um die Müdigkeit abzuschütteln, die sich in mir festgesetzt hatte.

Mein Blick flog über die Auslage, kontrollierte, ob noch etwas abgeräumt werden musste, aber Bentley hatte schon alles übernommen. Ich fand die Fotowand, an der ein sonderbarer weißer Zettel zwischen den Fotos hing. Den hatte ich heute Morgen beim Reinkommen nicht gesehen, doch da war der Verkaufsraum auch nicht beleuchtet gewesen und ich hatte mich direkt in die Backstube begeben und war dort fast die ganze Zeit über geblieben. Die Überschrift war so dick mit Edding ausgemalt, dass sie sich geradezu in meine Netzhaut brannte.

Mitbewohner Ab Sofort Gesucht.

»Was ist das?« Noch bevor die Frage ganz raus war, stand ich schon davor und überflog die wenigen Informationen. Es war nur ein kleines Zimmer, aber deutlich größer als die Rückbank meines Pick-ups. Die Wohnung lag nur ein paar Minuten von hier entfernt und der Preis war bezahlbar.

Zeigte das Schicksal endlich Erbarmen?

»Eine Mitbewohnersuche«, gab Bentley verspätet zurück. Wahrscheinlich war er mit den Gedanken schon wieder beim Gebäck. »Willst du umziehen?«

»Ich schau hin und wieder, was der Markt so hergibt.« Das klang irgendwie besser, als zuzugeben, dass ich seit Wochen im Auto lebte. Seit der Nacht, in der Bentley überraschend im Laden aufgetaucht war, weil er seine Jacke vergessen hatte. Da hatte ich mich damit rausgeredet, dass ich etwas für den nächsten Tag vorbereiten wollte und er hatte es mir geglaubt. Seitdem traute ich mich aber nicht mehr, hier zu schlafen. Ihn zu fragen, ob ich hier übernachten konnte, bis ich endlich eine Unterkunft hatte, war unmöglich. Zwar hätte er sofort zugestimmt, aber dann hätte er gewusst, wie sehr ich mich bemühte, in Juniper Falls leben zu können. Das konnte ich nicht mal meiner Mom eingestehen – also zog ich das Auto vor. Drei Wohnungen hatte ich mittlerweile besichtigt und eine WG. Das waren die einzigen Angebote seit Monaten, die ich mir in Juniper Falls hatte leisten können. Offenbar hatte ich gerade das fünfte gefunden und es klang perfekt.

»Warum ziehst du nicht zu uns?« Nur Bentley konnte spontan jemanden einladen, bei sich einzuziehen. Sein Herz war einfach dieses Stück größer als bei den meisten anderen Menschen.

»Danke, aber ich glaube, das wäre nicht das Richtige.«

»Warum nicht? Alle würden sich freuen.«

Ich drehte mich zu ihm, bevor er noch mehr Feuer fangen konnte, denn dann war es beinahe unmöglich, ihn wieder davon abzubringen. »Zwingst du mich, es auszusprechen?«

Bentley hatte bereits den Mund geöffnet, wohl um mir all die Gründe zu präsentieren, weshalb seine Idee grandios war, und stoppte nun irritiert. Doch nur einen Augenblick später glomm Verständnis in seinen Augen auf. »Ella-Bella?«

Natürlich.

Widerwillig rang ich mir ein minimales Nicken ab. Die meiste Zeit war es für mich in Ordnung, sie und Darce zusammen zu sehen. Nur manchmal in diesen Augenblicken, wenn die beiden so miteinander beschäftigt waren, dass sie die ganze Welt um sich herum ausblendeten, zwickte es hinter meiner Brust. Weil ich mir dann wünschte, dass es auch jemanden in meinem Leben gäbe, mit dem ich diese Innigkeit besäße. Doch der einzige Mensch, den ich mir dafür hätte vorstellen können, war Ella gewesen. Und deshalb würde ich wohl für alle Zeit mit diesem angeknacksten Herzen herumlaufen.

Ich freute mich für Ella und Darce.

Wirklich.

Aber keinesfalls wollte ich mit ihnen zusammenwohnen.

»Sorry, das war unsensibel.«

»Alles gut. Wie war das mit meiner Superpower? Ich stelle einfach meinen Charme an und sichere mir das Zimmer.«

Die begeisterte Unterstützung, mit der ich gerechnet hatte, blieb aus, stattdessen starrte Bentley mich aus großen Augen an, bevor er langsam nickte.

»Kennst du denjenigen, der den Zettel aufgehängt hat? Hier findet sich überhaupt nichts an Infos.«

»Nein.« Er schüttelte überraschend heftig den Kopf. »Keine Ahnung, wer das war.«

Mist, wenn das kein Stammkunde gewesen war, hatte wohl nur jemand Geschäfte abgeklappert, um überall Aushänge zu verteilen. Das würde bedeuten, ich würde gegen Dutzende von Bewerbern bestehen müssen. Wobei, mit etwas Glück waren es dieses Mal weniger, schließlich schien der Termin kurzfristig angesetzt worden zu sein.

»Okay, ich mache doch jetzt Schluss, dann schaffe ich es noch rechtzeitig.«

Bentley nickte erneut langsam und sein Blick huschte zum Aushang. Ich nahm einen letzten großen Schluck Coke und setzte mich in Bewegung. Plötzlich fühlte ich mich deutlich besser, beinahe beschwingt. Heute würde...


Benks, Jella
Jella Benks verlor sich schon als Kind regelmäßig in Geschichten. Mittlerweile schreibt sie ihre eigenen, die uns wie ein Kaleidoskop die unzähligen Facetten von Liebe zeigen. Immer mit dabei sind starke Frauenfiguren, überraschende Plottwists und tiefgründige Themen. Achtet auf eure Herzen, denn Jella liebt es, sie zu brechen, um sie anschließend auf ganz neue Art wieder zusammenzusetzen.Wenn sie nicht an neuen Geschichten sitzt, bleibt es kreativ, denn dann versinkt Jella im Möbel Upcycling oder sucht in der pulsierenden Hauptstadt neue Plätze für ihre Urban-Gardening-Projekte.

Jella Benks auf Instagram: https://www.instagram.com/jella_benks/



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