Beyer | Queere Punk-Utopien | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 44, 294 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 225 mm

Reihe: Queer Studies

Beyer Queere Punk-Utopien

Politische Ästhetik, Disidentifikation und kollektive Imagination
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8394-7432-7
Verlag: transcript
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Politische Ästhetik, Disidentifikation und kollektive Imagination

E-Book, Deutsch, Band 44, 294 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 225 mm

Reihe: Queer Studies

ISBN: 978-3-8394-7432-7
Verlag: transcript
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Buch macht die politische Utopie-Funktion queerer kultureller Praxen stark. Im Fokus stehen ästhetische Strategien queerer US-Punk-Künstler*innen der 1990er und 2000er Jahre, die als ›Grenzgänger*innen‹ hegemoniale Identitäten durchkreuzen und intersektional erweitern. Im Blick zurück wird das transformatorische Potenzial von ›queer‹ heute und die Bedeutung queer-feministischer Bewegungen für Imaginationen politischer Gemeinschaft kritisch reflektierbar.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es lädt zum Nachdenken darüber ein, wie Formen politischer Kollektivität, die Raum für Aushandlungen sozialer Differenzen lassen, konkret in kulturellen Praxen produziert werden. Im Nahblick auf die ästhetischen Politiken der Künstler*innen zeigt sich eine machtkritische, dekonstruktive und zugleich produktive queere Praxis (Queering). Intersektionalität, so das Buch, wird erst durch widersprüchliche Praxen der Artikulation ermöglicht, die zugleich dekonstruierend und verknüpfend wirken.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der Arbeit am Material werden Ansätze der Queer Theorie, Queer of Color-Kritik und Cultural Studies zu einer hegemoniekritischen, intersektionalen Analyseperspektive neu verknüpft.

Betont wird die Bedeutung von Praxen, die Ausschlüsse in gegenhegemonialen Bewegungen kritisieren und so Arbeit am Gemeinsamen erst ermöglichen. Deutlich wird: Angesichts aktuell verschärfter sozialer Spaltungen weist das (Kritik-und Konflikt-)Potenzial queerender Politiken über den Horizont queeren Punks hinaus.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Cathy Cohen, die dafür plädierte, queere als macht- und herrschaftskritische Allianzpolitiken neu zu entwerfen. Sie hat mein Denken stark geprägt. Mit queeren Punks natürlich, außerdem mit politischen Künstler*innen, Forscher*innen, Aktivist*innen, kritischen Studierenden und allen, die in diesen politisch krisenhaften und von Kulturkämpfen geprägten Zeiten nach neuen Formen politischer Kollektivität und Solidarität suchen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Not dead, yet – von den ästhetischen Strategien queerer Punks lässt sich viel über Intersektionalität und Hegemonie(kritik) lernen.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Beyer, Atlanta Ina
Atlanta Ina Beyer lehrt und forscht im Bereich der Kultur- und Sozialwissenschaften, mit Schwerpunkten auf Gender und Queer Studies. Als Lehrkraft im Studiengang Gender and Diversity an der Hochschule Rhein-Waal (Kleve) widmete sie sich u.a. Fragen der Disability Studies und der Soziologie des Körpers. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiter_in am »Helene Lange Kolleg Queer Studies und Intermedialität: Kunst – Musik – Medienkultur« der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.



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