E-Book, Deutsch, Band 485, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
Blake / Stephens / Ashenden Julia Extra Band 485
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1485-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 485, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
ISBN: 978-3-7337-1485-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
IN DEN ARMEN DES GRIECHISCHEN MILLIARDÄRS von SUSAN STEPHENS
Sinnlicher Flirt unter griechischer Sonne: Der sexy Fremde, dem Kimmie am Strand begegnet, weckt ungeahnte Leidenschaft in ihr. Aber kaum hat sie sich zu heißen Küssen verführen lassen, fürchtet sie, dass Kris sie belügt. Oder warum verschweigt er, wer er wirklich ist?
VERLIEB DICH NIEMALS IN DEINEN BOSS! von ALLY BLAKE
Der umwerfend attraktive Unternehmer Angus Wolfe darf auf keinen Fall merken, wie sehr Lucinda sich insgeheim nach ihm verzehrt. Schließlich ist er nicht nur ihr Boss, sondern auch erklärter Beziehungsphobiker! Doch dann kommen sich die beiden auf einer Konferenz gefährlich nah ...
HAPPY END FÜR DEN PRINZEN von ALLY BLAKE
Prinz Hugo gerät in einen Gewissenskonflikt, als er eine erregende Affäre mit der faszinierenden Amber beginnt. Denn wenn er seine Pläne für ein Luxusresort verwirklicht, wird Amber ihr Zuhause verlieren und ihn hassen! Ausgerechnet mit ihr wünscht er sich jedoch ein Happy End ...
NUR ZWEI HEISSE NÄCHTE? von JACKIE ASHENDEN
Wer ist die mysteriöse rothaarige Schönheit, die nach zwei unvergesslichen Nächten der Lust spurlos aus Enzo Cardinalis Leben verschwand? Jahre später steht Matilda auf einer exklusiven Party jäh vor ihm. Sofort spürt er wieder hungriges Verlangen. Bis er ihr Geheimnis entdeckt ...
Ally Blake ist eine hoffnungslose Romantikerin. Kein Wunder, waren die Frauen in ihrer Familie doch schon immer begeisterte Leserinnen von Liebesromanen. Sie erinnert sich an Taschen voller Bücher, die bei Familientreffen von ihrer Mutter, ihren Tanten, ihren Cousinen und sogar ihrer Großmutter weitergereicht wurden. Und daran, wie sie als junges Mädchen unter dem riesigen Bett ihrer Großmutter einen unendlichen Schatz an Mills & Boon-Romanen fand. Und noch heute, wenn sie das Haus ihrer Kindheit besucht, warten ein oder zwei Liebesromane neben ihrem Bett auf sie. Allys erster richtiger Beruf nach dem Studienabschluss war der eines Cheerleaders. Das ist tatsächlich ein richtiger Beruf! Drei Jahre lang tanzte sie für ein Rugby- und ein Basketball-Team sowieso in einer wöchentlichen Fernsehsendung. Außerdem gab es da noch die Schauspielerei. Ally spielte in Kurzfilmen mit, die Freunde drehten, und schrieb selbst Drehbücher auf ihrem Weg zu einer berühmten, Oscar-prämierten Schauspielerin. Und dabei lernte sie ihren Mann Mark kennen, der gerade bei einem lokalen Fernsehsender Karriere machte. Vor ein paar Jahren heiratete sie Mark in Las Vegas, ein fantastisches Ereignis, zu dem ihre Familien und enge Freunde erschienen. Vor der Hochzeit reisten sie durch Kalifornien (wo sie eine ungesunde Sucht nach Starbucks Frappucinos entwickelte). Und nach der wundervollen Zeremonie (die am selben Morgen organisiert wurde) und Dinner im Brown Derby-Restaurant im Mirage (einen Tag, nachdem Tiger Woods dort gespeist hatte) und nachdem Frank Sinatra (sie schwört, dass er es war!) ihnen ein Ständchen gesungen hatte, reisten sie kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten. Sie trafen Hugh Hefner in Disneyland und Tony Curtis in Las Vegas - und diesmal waren sie es wirklich! Noch ein paar Infos zu Ally Blake: Sie ist Australierin und hat das Sternzeichen Krebs. Ihre Tipps, um als Autorin Erfolg zu haben: Man muss den unbedingten Wunsch haben, veröffentlich zu werden! Und immer wieder Manuskripte einreichen, egal, wie oft sie einem zurückgeschickt werden. Und vor allem: Schreiben Sie ein Buch zu Ende. Lauter Teile eines Manuskripts ergeben noch kein Buch! Und schließlich noch ihre Tipps für eine glückliche Beziehung: Nichts ist so wirkungsvoll wie Küsse, Schmusen und dem anderen zu sagen: "Ich liebe dich". Und zwar so oft wie möglich!
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Sein erster Tag auf Kaimos begann katastrophal.
Weil seine Jacht am Vorabend erst sehr spät anlegen konnte, hatte Kris die Nacht an Bord verbracht. Heute Vormittag hatte er der Verlockung des glitzernden Meers nicht widerstehen können und beschlossen, zu seinem Lieblingsstrand zu schwimmen. Doch statt seine Probleme hinter sich zu lassen, schienen sie jetzt erst richtig anzufangen: Eine Touristengruppe hatte sämtliche Verbotsschilder ignoriert und feierte eine ausgelassene Party an seinem Privatstrand!
Salzwasser rann an seinem Körper hinab, als Kris aus den Wellen stieg und ungeduldig das nasse Haar zurückstrich. Sein Blick wurde sofort von einer Frau an der Spitze der Gruppe angezogen. Was für ein Augenweide! Fantastische Brüste, großartige Beine und taillenlanges schwarzes Haar, in dem violette Strähnen glänzten. Sie trug den knappsten Bikini, den er je gesehen hatte. Lediglich ein buntes Chiffontuch hatte sie um die Hüften geschlungen, während sie zu den Klängen einer alten Beatbox, die einer ihrer Begleiter auf der Schulter trug, in den Dünen tanzte.
Sie hatte etwas Wildes, beinahe Verwegenes an sich. So als hätte sie nichts zu verlieren oder als würde sie versuchen, ein unangenehmes Erlebnis abzuschütteln. Ihre Freunde wussten vermutlich, worum es ging und bemühten sich, sie zu unterstützen.
Was zur Hölle? Kris’ Nackenhaare richteten sich auf, als die Touristen jetzt auch noch ein Lagerfeuer entzündeten. Auf seinem Strand! Im nächsten Moment holte jemand ein Kleid aus einem Beutel – es sah nach einem Brautkleid aus. Gehörte es der Frau, die sein Interesse fesselte? Ja, entschied er, als er sah, dass sie sich weigerte, das Kleid zu berühren. Stattdessen zog sie eine Grimasse, trat einen Schritt zurück und überließ es ihren Freunden, das Kleid auf den improvisierten Scheiterhaufen zu legen.
Ärger flammte in Kris auf – und Neugier. Statt einzuschreiten, wartete er ab, wie sich das Drama weiter entwickeln würde.
Während die Flammen sich gierig über den zarten Stoff hermachten, stand die Frau stocksteif da und schaute zu. Ihre Freunde hatten einen Schutzkreis um sie gebildet. Auch sie warteten stumm darauf, dass das Kleid verbrannte und das Feuer erlosch. Als nur noch Asche übrig war, löste sich die Frau aus der Gruppe und lief näher zum Wasser. Dort streifte sie einen Ring vom Finger und schleuderte ihn ins Meer. Kris sah ihn erst in der Luft funkeln und dann wieder, als eine starke Welle ihn sogleich zurück an Land spülte. Die Flut arbeitete gegen sie, auch wenn die unbekannte Schönheit es gar nicht registrierte, weil sie sich bereits abgewandt hatte.
Aus irgendeinem Grund, den er nicht genauer hinterfragte, wollte Kris diese Frau kennenlernen. Deshalb schnappte er sich den glitzernden Ring und holte sie ein, noch bevor sie ihre Freunde erreicht hatte. Er streckte ihr die geöffnete Handfläche entgegen und fragte: „Gehört der Ihnen?“
Kimmies Inneres war in Aufruhr. Ihr Herz pochte wie verrückt. Nicht nur, dass sie an diesem Morgen den Schock ihres Lebens erlebt hatte und seitdem versuchte, zumindest ihren Freunden einen schönen Tag zu verschaffen. Nun musste sie sich auch noch einem Titanen stellen, der geradewegs aus der Welt der Mythen und Legenden entsprungen zu sein schien. Und dann streckte er ihr auch noch den Ring entgegen, den sie gerade ins Meer geschleudert hatte!
Sie schätzte, dass der Mann etwa dreißig Jahre alt war. Groß und wahnsinnig maskulin, mit harten Zügen, die aussahen, als seien sie aus Stein gemeißelt. Er hatte dichtes pechschwarzes Haar, das feucht vom Meer war. Vielleicht war er ein Fischer, der hier auf der Insel lebte. Braun gebrannt und mit einem Körper, der von Michelangelo höchstselbst hätte modelliert sein können.
„Ich verstehe nicht“, entgegnete sie stirnrunzelnd. „Den Ring hatte ich ins Meer geworfen.“
„Und die Flut hat ihn wieder zurückgebracht“, erklärte er in perfektem Englisch. Seine Stimme war tief und rauchig. Er hatte nur einen ganz leichten Akzent – griechisch, erkannte sie. Vielleicht ein Hafenarbeiter, der weit herumgekommen sein musste.
„Möchten Sie, dass ich ihn zurück ins Meer werfe?“, fragte er und zog dabei belustigt eine Augenbraue hoch.
„Würden Sie das tun?“
„Natürlich.“
„Können Sie dafür sorgen, dass er nicht zurückkommt?“
„Ganz sicher“, versprach er und blickte dabei auf ihre Hand, die sie auf seinen Arm gelegt hatte.
Was fällt mir nur ein?
Rasch zog Kimmie die Hand zurück. Dann beobachtete sie, wie er den Ring so weit ins Meer schleuderte, dass er sicher nie zurückkommen würde. Ihr Blick wanderte zu den eindrucksvoll breiten Schultern des Fremden. Dieser Meeresgott sah von hinten genauso gut aus wie von vorn!
„Offensichtlich ist Ihr heutiger Tag nicht ganz nach Plan verlaufen“, bemerkte er, als er sich wieder zu ihr umdrehte.
Peinlich berührt, weil er sie vielleicht beim Starren erwischt hatte, zuckte sie zusammen. „Das könnte man so sagen“, versetzte sie knapp.
„Jeder erwischt einmal einen schlechten Tag“, erwiderte er und zuckte dabei mit den beeindruckenden Schultern.
„Dieser war schon außergewöhnlich schlecht.“
„Und dennoch ist er Anlass für eine Party?“
„Es ist eher eine Art Leichenschmaus“, erklärte sie mit Blick auf ihre Freunde, die nun wieder im Sand tanzten. Sie schienen Spaß zu haben, wofür sie dankbar war.
„Ein Leichenschmaus?“, bohrte der Titan nach.
„Ich will keine weiteren Fragen beantworten“, entgegnete sie in aller Klarheit. Es reichte ihr, an diesem Morgen in Janeys Zimmer geplatzt zu sein. Mit allen Konsequenzen.
„In Ordnung. Es war mir eine Freude, behilflich sein zu können“, erwiderte der Titan.
Während sie seinen Anblick in sich aufsaugte, fragte sie sich, wie sie an diesen Punkt hatte kommen können. Nach der Schule hatte sie ein Stipendium für die Kunsthochschule erhalten und dort Mikes Schwester kennengelernt. In den Ferien nahm Jocelyn sie häufig mit zu ihrer Familie, und so begegnete sie Mike. Es war wohl kein Wunder, dass der charmante, weltmännische Mike sich über kurz oder lang mit Kimmie gelangweilt und sich anderweitig umgesehen hatte. Sie wünschte nur, er hätte es getan, bevor er sie gebeten hatte, seine Frau zu werden.
Trotzig schob Kimmie das Kinn vor. „Kann ich Ihnen als Dankeschön einen Drink anbieten?“ Aus dem Augenwinkel heraus sah sie, dass ihre Freunde gerade das Picknick ausbreiteten, das sie mitgebracht hatten. Kyria Demetriou, ihre Vermieterin, hatte den schönsten Hochzeitsbrunch zusammengestellt, den man sich vorstellen konnte. Kimmie war fest entschlossen, ihn nicht zu verschwenden.
„Ich weiß Ihre Einladung zu schätzen“, entgegnete der Mann, „aber ich kann sie leider nicht annehmen, weil Sie und Ihre Freunde gehen müssen.“
„Wie bitte?“ Verständnislos sah sie ihn an.
„Das hier ist ein Privatstrand“, erklärte er, „und Sie haben keine Erlaubnis, sich hier aufzuhalten.“
„Aber Sie schon?“, versetzte sie herausfordernd. Es mochte ja ein wahrer Höllentag gewesen sein, doch sie war nicht bereit, klein beizugeben. Ihre Gäste hatten einen weiten Weg zurückgelegt, um eine Hochzeit zu feiern, die in letzter Sekunde geplatzt war. Das Mindeste, was sie tun konnte, war, ihnen eine Party am Strand zu ermöglichen.
„Hören Sie“, begann Kimmie, als sie sah, dass der Mann keine Miene verzog, „wir richten ganz sicher keinen Schaden an und räumen alles wieder auf, wenn wir gehen.“
„Lesen Sie das Schild dort“, entgegnete er barsch.
Sie folgte seinem ausgestreckten Arm und entdeckte ein großes rotes Schild, das es der Öffentlichkeit verbot, diesen Abschnitt des Strands zu betreten.
„Tut mir leid. Das Schild habe ich nicht gesehen“, gab sie zu. „Sind Sie eine Art Ranger?“ Ihr Herz schlug heftig, während sie ihn erneut von oben bis unten musterte.
„Sagen wir einfach, dass ich eine interessierte Partei bin.“
„Dann können Sie mir doch sicher eine Art Vollmacht zeigen?“ Schon in dem Moment, in dem sie es sagte, dämmerte ihr, wie idiotisch das war. An diesem Tag war sie einfach nicht sie selbst.
Der Mann schien das Ganze amüsant zu finden. Bedeutungsvoll blickte er an seinem halbnackten Körper hinunter. „Ich fürchte, im Augenblick habe ich nichts dabei.“
Kimmie war jedoch nicht in der Stimmung, den Schwanz einzuziehen. „Ohne eine solche Vollmacht gehen wir nirgendwohin.“
Die Spannung zwischen ihnen verschärfte sich. „Packen Sie Ihre Sachen zusammen und verschwinden Sie.“
„Ist das die Art Willkommen, die ich mit der Insel Kaimos verbinden soll?“
„Ich bin sicher, es gibt genug anderes, woran Sie sich erinnern werden“, schoss er zurück.
„Wie nett von Ihnen, mich darauf aufmerksam zu machen.“
Seine Miene blieb unverändert.
Kimmie seufzte. „Kann ich gar nichts sagen, das Sie umstimmen wird?“
Der Mann schwieg.
„Gehören Sie zu der Crew dieser Megajacht da draußen?“, versuchte sie eine andere Taktik. „Sind Sie von dort hier rübergeschwommen?“ Angesichts seiner unnachgiebigen Haltung fiel es ihr schwer, höflich zu bleiben. „Von diesem schwimmenden Bürokasten?“ Das riesige Gefährt war am frühen Morgen in der Bucht aufgetaucht.
„Crew?“, wiederholte er stirnrunzelnd. „Schwimmender Bürokasten?“
„Das Boot da draußen“, verdeutlichte...




