Bloom | His Package - Schmutzige Geheimnisse | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 256 Seiten

Reihe: Guilty Pleasures

Bloom His Package - Schmutzige Geheimnisse

Roman
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-492-99673-0
Verlag: Piper ebooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 4, 256 Seiten

Reihe: Guilty Pleasures

ISBN: 978-3-492-99673-0
Verlag: Piper ebooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein vertauschtes Päckchen. Viele schmutzige Geheimnisse ...  Als ein fremdes Paket in Liliths Briefkasten landet und sie es versehentlich öffnet, weiß sie zwei Dinge: Erstens, es gehört ihrem verboten heißen Nachbarn Liam. Und zweitens, er hat ein schmutziges Geheimnis. Dass es zufälligerweise ihr in die Hände gefallen ist, erfüllt Lilith mit großer Genugtuung - denn normalerweise mag sie schon die meisten gewöhnlichen Menschen nicht, und Liam bringt mit seiner Perfektion das Fass zum Überlaufen. Nun hat sie Mr. Perfect in der Hand - und kann es in vollen Zügen genießen ...  Die prickelnde romantische Komödie »His Package - Schmutzige Geheimnisse« von USA Today-Bestseller-Autorin Penelope Bloom ist ein Geheimtipp der besonderen Art. Romantisch, witzig und verboten sexy!  Penelope Bloom war Lehrerin an einer Highschool, bevor sie ihren Job an den Nagel hängte, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Inzwischen ist sie eine erfolgreiche USA-Today-, Washington Post- und Amazon Kindle-Bestsellerautorin. Ihre Romane »His Banana« und »Her Cherry« haben sich in zahlreiche Länder verkauft. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei kleinen Töchtern in Florida.

Penelope Bloom war Lehrerin an einer Highschool, bevor sie ihren Job an den Nagel hing, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Inzwischen ist sie eine erfolgreiche Bestsellerautorin, und ihre Romane wurden in zahlreiche Länder verkauft. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei kleinen Töchtern in Florida.
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EINS


Lilith

Die Leute glauben immer, ich sei kein großer »Menschenfreund«, was auch immer das heißen mag. Tja, wisst ihr, was, ihr Vollpfosten? Ich bin sogar ein ausgesprochener Menschenfreund. Es gibt eine Menge, was mir an Menschen gefällt. Ich genieße es, wenn Menschen, die es verdient haben, unangenehme Dinge passieren. Mir gefällt, wenn sich Menschen in meiner Gegenwart unwohl fühlen. Nur weil es nicht meine Vorstellung vom Paradies ist, mit meiner besten Freundin über eine grüne Wiese zu hüpfen, in der Hand einen Picknickkorb, macht mich das noch lange nicht zu einer Psychopathin. Dass ich vermutlich eher einer Katze das Leben retten würde als einem Menschen … nun, ich gebe zu, das deutet auf der Skala eher in Richtung Psychopathin, aber wer ist schon perfekt?

Jeder muss für sich herausfinden, was ihm im Leben am meisten Spaß macht. Was ihm heimliches Vergnügen bereitet. Mir macht es nun mal Spaß, wenn andere Leute Pech haben. Vielleicht lässt sich das auch etwas weniger verstörend ausdrücken … die meisten Menschen mag ich nicht, und mir gefällt, wenn sie leiden? Nein, so stimmt es auch nicht.

Im Grunde genommen gehe ich davon aus, dass auf jeden ein gewisses Maß an schlechtem Karma wartet, und wenn ich das Glück habe, das miterleben zu dürfen, ist das jedes Mal ein Bonus. Der Typ, der sich auf der Fahrt zur Arbeit Kaffee auf die Krawatte kippt, ist vor ein paar Stunden vermutlich achtlos an seinem Golden Retriever vorbeigegangen, der nur ein wenig am Bauch gekrault werden wollte. Karma. Die Frau, der nach ihrer Mittagspause ein Streifen Toilettenpapier am Absatz klebt, hat vermutlich irgendeinen hart arbeitenden kleinen Angestellten angepflaumt, weil sie irgendeinen Gutschein am Abend vorher nicht hatte einlösen können. Schlimmer noch, der Gutschein hatte sich vermutlich nicht einlösen lassen, weil sie sich wie neunzig Prozent aller Leute nicht die Mühe gemacht hatte, das Kleingedruckte auf der Rückseite zu lesen. Bumm. Und wieder schlägt das Karma zu.

Aber es gibt da etwas, das genieße ich noch mehr als die zufälligen Aktionen im großen Ausgleichsspiel des Universums. Ich bin nicht leicht zu begeistern, und ich pflege auch kaum je zu lächeln – aber ich genieße es in vollen Zügen, wenn das Karma jemanden trifft, der mich verärgert hat.

Und so fing alles an.

Ich wohnte gegenüber von Mr Perfect. Seinen Namen kannte ich nicht, obwohl er schon seit ein paar Wochen mein Nachbar war, und er interessierte mich auch nicht. Vermutlich war es irgendwas Bescheuertes wie »Cade«, »Tade« oder »Spade«. Typen wie er hatten immer solche Namen, als kämen sie gerade von einer Jacht, die Füße in Segelschuhen, den Pullover lässig um die Hüften geschlungen.

Mr Perfect zog sich zwar nicht so an, aber man konnte sich ihn total gut so vorstellen. Es war irgendwas mit seinem Haar oder weil er eins dieser widerwärtigen Gesichter hatte, die vermutlich auch mit Glatze noch gut aussahen. Vielleicht lag es daran, dass man ihm die lange, ununterbrochene Linie absolut umwerfend aussehender Vorfahren, die über Jahrhunderte hinweg miteinander hatten schlafen müssen, um einen Mann mit derart perfektem Erbgut hervorzubringen, geradezu ansah. Vielleicht lag es auch bloß daran, dass er sich so unglaublich gut in Form hielt – ich meine, also echt, wer legt schon Wert darauf, dass sein Körper aussieht, als sei ihm jedes noch so elegante Kleidungsstück wegen all dieser perfekt modulierten Muskeln ein klein wenig zu eng?

Am Tag seines Einzugs hatte ich in einer für mich sehr ungewöhnlichen Anwandlung beschlossen, ihm eine Chance zu geben. Unbedingt festzuhalten ist, dass meine Entscheidung so gut wie nichts mit seinem guten Aussehen oder mit irgendwelchen bizarren Fantasien über ihn und meinen wogenden Busen zu tun hatte. So war das ganz und gar nicht. Ich wollte einfach nachbarschaftlich nett sein. Anstatt wie üblich böse zu schauen, sah ich halbwegs in seine Richtung und wartete, dass er sich vorstellte. Ich nickte ihm sogar leicht zu, wie Männer das oft untereinander tun. Ich kannte sowohl die Kinn-rauf-Variante als auch die Kinn-runter-Variante, also wählte ich eine aus.

Ich erwartete nicht viel. Vielleicht einmal Kinn rauf oder Kinn runter. Vielleicht ein Lächeln. Vielleicht würde er mich in sein Zimmer zerren und es mir besorgen, weil er noch nie eine so ungezähmte Schönheit wie mich gesehen hatte.

Aber er ignorierte mich komplett. Nicht mal Blickkontakt. Nichts. Deshalb »gab das Beef«, um es mit den unsterblichen Worten der Kids damals in der Middle School auszudrücken.

Er wollte perfekt sein? Er wollte quasi ein Schild um den Hals tragen mit der Aufschrift »mein Leben ist besser als deins«? Prima. Nur zu. Aber wenn ich jemanden ausnahmsweise nicht böse anstarre, dann schuldet mir derjenige zumindest ein Kopfnicken.

Das war Fehler Nummer eins.

Sein zweiter Fehler war, dass er immer aussah, als hätte er einen geheimen Vorrat Flüssiges Glück aus dem Harry-Potter-Universum in seiner Wohnung, als wäre jeder Tag seines Lebens eine nie endende Abfolge superglücklicher Fügungen. Das sah man einfach an seinem Blick.

Aber halten wir uns nicht mit Einzelheiten auf. Es ging darum, dass er mich wütend machte. Deshalb wartete ich voller Aggression auf den Tag, an dem dem Universum bewusst wurde, dass es ihm dreißig Jahre Pech geballt in einem einzigen Moment schuldete. Ich wollte nicht, dass dem Typen irgendetwas Ernstes zustieß, aber es hätte mich mit Genugtuung erfüllt, ihn wenigstens einmal auf die Schnauze fliegen zu sehen. Ich hätte mich sogar mit einer seltsamen Knochenverletzung zufriedengegeben. Vielleicht verstopfte seine Toilette und flutete seine Wohnung mit Fäkalien. Irgendwas, echt.

Seit seinem Einzug fühlte ich mich wie ein Schatten, den der strahlende Lichtschein seines Lebens warf, und ich hatte die Nase allmählich voll.

Es war ein Dienstag, was bedeutete, dass ich ihm auf dem Weg in meine Wohnung vermutlich begegnen würde. Eventuell hatte ich eine ungefähre Vorstellung, wann er nach der Arbeit normalerweise nach Hause zurückkehrte, aber es ist nicht so, als wäre ich eine Stalkerin. Sein Leben war wie ein Uhrwerk, und entweder kam er eine halbe Stunde zu früh hier an und wartete draußen, bis es genau fünf Uhr war, oder sein Glück reichte so weit, dass bei ihm nie ein Zug Verspätung hatte und er nie im Verkehr stecken blieb. In Anbetracht der Tatsache, dass wir in New York lebten, konnte ich beides kaum glauben.

Ich verließ meine Wohnung um zwei vor fünf, nicht weil ich ihn treffen wollte, sondern weil ich zufällig zu diesem Zeitpunkt meine Wohnung verließ. Ich brauchte etwa zwei Minuten von der Treppe zum Briefkasten, und so kam er zufälligerweise gerade herein, als ich die Treppe hinunterkam.

Er zog sich nicht auffällig an. Billige Sonnenbrille, ausgeblichenes blaues T-Shirt und Jeans. Natürlich sah an ihm alles superedel aus, und dafür hätte ich ihm am liebsten ein Bein gestellt. Wenn das Karma seinen Job nicht auf die Reihe bekam, durfte es mich gern dafür engagieren.

Die Briefkästen waren weit oben in die Wand eingelassen, gemacht für Riesen. Ich war respektable 1 Meter 65 groß, aber ich musste mich auf die Zehenspitzen stellen, um den Schlüssel zu drehen und hineinzugreifen. Mr Perfects Briefkasten war gleich neben meinem. Er hatte keine Probleme, an ihn heranzukommen, während ich auf Zehenspitzen, das Gesicht gegen die Wand gepresst, mühsam meine Würde zu wahren versuchte. Ich fischte ein erstaunlich großes Päckchen aus meinem Kasten.

Beide verließen wir unsere Briefkästen mit einem Päckchen in der Hand – meins eine unauffällige beigefarbene Schachtel, seins eine sehr feminine rosa Box mit einem weißen Seidenband drum herum.

»Nettes Päckchen«, sagte ich. Es überraschte mich ein wenig, meine eigene Stimme zu hören. Ich dachte, mein Kopf und mein Körper hätten sich auf eine strikt passiv-aggressive Vorgehensweise verständigt, aber ich hatte mir die Bemerkung offenbar einfach nicht verkneifen können.

Er drehte sich um und betrachtete mich mit hochgezogenen Augenbrauen. Himmel! Der Mann sah gut aus. Schier unerträglich, als würde ihm ein filmstarmäßig gutes Aussehen nicht reichen. Nein, er musste auf der Hitliste der Perfektion bis ganz nach oben klettern. Man konnte ihn nicht mal so perfekt nennen, dass es schon wieder langweilig war, denn ein Teil seiner Perfektion bestand darin, an genau den richtigen Stellen einzigartig zu sein – so waren seine Augenbrauen vielleicht zu dunkel oder zu dicht, sie passten aber genau zu seinem Gesicht. Dann seine Nase. Ich hatte mir noch nie die Nase eines Manns genauer angeschaut, aber es war wirklich eine hübsche Nase. Es war eine Nase, die mich zu der Überlegung veranlasste, ob ich mich plötzlich in einen »Nasen-Menschen« verwandelt hatte. Gab es so etwas überhaupt?

»Ihres ist größer«, erwiderte er und deutete mit dem Kopf auf mein Päckchen.

Da war etwas Scherzhaftes in seiner Stimme, und ich musste mir das Grinsen verkneifen. Normalerweise fiel es mir nicht schwer, nicht zu lächeln. Nicht zu lächeln entsprach weitgehend meiner Natur. Außerdem machten mich Männer nicht nervös, also konnte das seltsam unangenehme Gefühl in meinem Bauch nur entstehen, wenn einem jemand zutiefst zuwider war.

»Tja, der Dildo, den ich bestellt habe, ist extra groß.« Ich kippte die Schachtel leicht zur Seite und starrte ihn böse an.

Er lachte. Es war ein warmes, angenehmes Lachen. »Soll ich die Sanitäter rufen, falls Sie bis morgen nicht aus Ihrer Wohnung kommen?«

»Nein«, erwiderte ich. »Rufen Sie einen Klempner.«

Wieder lachte er, und ich ertappte...



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