Blum / Moritz / L'Horizon | Oh Boy | Buch | 978-3-98568-066-5 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 238 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 200 mm

Blum / Moritz / L'Horizon

Oh Boy

Männlichkeit*en heute. Mit Beiträgen von Dinçer Güçyeter, Kim de l’Horizon, Daniel Schreiber, Mithu M. Sanyal u.v.m.
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-98568-066-5
Verlag: Kanon Verlag Berlin

Männlichkeit*en heute. Mit Beiträgen von Dinçer Güçyeter, Kim de l’Horizon, Daniel Schreiber, Mithu M. Sanyal u.v.m.

Buch, Deutsch, 238 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 200 mm

ISBN: 978-3-98568-066-5
Verlag: Kanon Verlag Berlin


Eine Inventur der Männlichkeit

Die sogenannte »Männlichkeit« steckt in einer Krise. 18 mutige Selbstbefragungen von prägenden Autor*innen unserer Zeit setzen sich zu einer vielstimmigen Bestandsaufnahme zusammen. Ein Debattenbuch für alle, die finden, dass es höchste Zeit ist für ein Umdenken.

Ein Mann, der sich die eigene Übergriffigkeit eingesteht. Eine non-binäre Person, die ihr Genital nicht googeln kann. Ein Gefangener zwischen Krieger oder Loser. Diese Texte erzählen von männlichem Leistungsdruck, von Männerfreundschaften, Söhnen und ihren Vätern. Sie ergründen die Kapitalisierung von Männlichkeit, beschreiben Intimität und Verlust. Künden von dem gelernten dröhnenden Schweigen, das sich auflöst, sobald sich diese 18 Erkundungen zusammensetzen und ein Moment entsteht, der etwas ausleuchtet und erleuchtend ist. Die erste Bestandsaufnahme ihrer Art von prägenden Autor*innen der Gegenwart.

Mit einem Comic-Strip von Joris Bas Backer und mit einem Nachwort von Mithu M. Sanyal.

»Ein literarisches Kaleidoskop heutiger Männlichkeiten, fernab von Klischees und zementierten Rollenmustern.« Tobias Schiller

»Hier geht es nicht um den einen tollen Gedanken, sondern darum, gemeinsam zu denken. Dass so viele tolle Autor*innen das hier tun, macht mich glücklich. Und Glück muss man teilen.« Mithu Sanyal
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Weitere Infos & Material


Wawerzinek, Peter
Peter Wawerzinek wurde 1954 in Rostock geboren. Seine Mutter floh in den Westen, als er drei Jahre alt war, und ließ ihn und seine jüngere Schwester unversorgt zurück. Wawerzinek wuchs in einem Kinderheim an der Ostsee auf. Seit 1988 freier Schriftsteller, Regisseur und Hörspielautor. Seine Roman »Rabenliebe« (2010), »Schluckspecht« (2014), und »Liebestölpel« (2019, alle bei Galiani Berlin) waren große Erfolge. Peter Wawerzinek erhielt zahlreiche Stipendien, zuletzt das Autorenstipendium in der Villa Massimo der deutschen Akademie in Rom 2019.

Güçyeter, Dinçer
Dinçer Güçyeter, geb. 1979 in Nettetal/Lobberich, absolvierte eine
Ausbildung zum Werkzeugmechaniker. 2012 gründete er den
Elif Verlag mit dem Programmschwerpunkt Lyrik. Seinen Verlag
finanziert er bis heute als Gabelstaplerfahrer in Teilzeit. Sein
Gedichtband »Mein Prinz, ich bin das Ghetto« wurde 2022 mit
dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet. Sein erster Roman »Unser
Deutschlandmärchen« wurde 2023 mit dem Preis der Leipziger
Buchmesse ausgezeichnet.

Sanyal, Mithu M.
Dr. Mithu M. Sanyal, Schriftstellerin, Kulturwissenschaftlerin und freie Journalistin für zahlreiche Medien, verfasste u.a. die Sachbücher »Vulva« (Wagenbach, 2009) und »Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens« (Nautilus, 2016), das mit dem Preis Geisteswissenschaften international ausgezeichnet wurde. Ihr Debütroman »Identitti« (Hanser. 2021) wurde mit dem Ernst Bloch Preis und dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. 2022 erschien »Mithu Sanyal über Emily Bronte« bei KiWi.

Robinet, Jayrôme C.
Jayrôme C. Robinet, geb. 1977 in Frankreich, Autor, Übersetzer, Spoken Word-Performer und Doktorand zu trans und nicht-binärem Spoken Word an der UdK Berlin. Er veröffentlichte in Frankreich zwei Bände mit Erzählbände. 2015 erschien sein deutschsprachiges Debüt, das als Einpersonenstück Premiere am Maxim Gorki Theater feierte. 2019 folgte das Memoir »Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund« (Hanser Berlin). Für seine Texte erhielt er u.a. das Autorenstipendium des Berliner Senats.

Winkler, Philipp
Philipp Winkler, 1986 geboren, aufgewachsen in Hagenburg bei Hannover. Studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim. Für seinen Debütroman »Hool« (Aufbau, 2016) erhielt er den ZDF aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Debüt, stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und war zum Festival Neue Literatur in New York eingeladen. Der Roman war ein Spiegel-Bestseller, wurde in mehrere Sprachen übersetzt und für die Bühne adaptiert. Eine Verfilmung ist in Vorbereitung. Er lebt in Niedersachsen auf dem Land.

Keskinkiliç, Ozan Zakariya
Ozan Zakariya Keskinkiliç, geb. 1989, ist Politikwissenschaftler und
freier Autor. Neben wissenschaftlichen Texten schreibt er Essays,
Prosa, Hörstücke und Lyrik. Im Herbst 2022 erschien sein Lyrikdebüt
»Prinzenbad« im Elif Verlag. Im Frühjahr 2023 folgte die
Neuauflage seines Buch »Muslimaniac. Die Karriere eines Feindbildes
« im Verbrecher Verlag. Er lebt in Berlin.

Magnusson, Kristof
Kristof Magnusson, 1976 in Hamburg als Sohn deutsch-isländischer Eltern geboren, ist Theaterautor, Romancier und Übersetzer. Zuletzt erschienen der Roman »Ein Mann der Kunst« (Kunstmann Verlag, 2020) und »Kristof Magnusson über die Pet Shop Boys, queere Vorbilder und musikalischen Mainstream« (KiWi, 2021). Seine Weltuntergangskomödie »Apokalypse Miau« wurde im Dezember 2022 unter Regie von Kay Voges am Volkstheater Wien uraufgeführt. Außerdem übersetzt Magnusson aus dem Isländischen und engagiert sich für Literatur in Einfacher Sprache.

de l‘Horizon, Kim
Kim de l‘Horizon, geboren 2666 auf Gethen, lebt in Zürich. In der Spielzeit 21/22 war Kim Hausautorj an den Bühnen Bern. Heute hat Kim genug vom »ICH«, studiert Hexerei bei Starhawk und Transdisziplinarität an der ZhdK. Für den Debütroman »Blutbuch« (Dumont, 2022) wurde Kim mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung, dem Schweizer Buchpreis und dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Backer, Joris Bas
Joris Bas Backer wurde 1981 in den Niederlanden geboren. Seit 2003 arbeitet er als Comic-Künstler und Illustrator in Berlin. Für seine Kurzcomics wurde er für den Plastieken Plunk und den GINCO Award nominiert. Seine Graphic Novel »Küsse für Jet« ist 2020 im Jaja Verlag erschienen, eine Coming-of-Gender-Geschichte, die in den 90er-Jahren spielt.

Köck, Thomas
Thomas Köck, geboren 1986 in Oberösterreich, studierte Philosophie in Wien sowie Szenisches Schreiben und Film an der UdK Berlin. Seine Theaterstücke, Libretti und Hörspiele wurden mehrfach ausgezeichnet und international gezeigt, sie erscheinen im Suhrkamp Verlag. Er war Hausautor am Nationaltheater Mannheim, hat Kurzfilme u.a. für ARTE gedreht und bloggt mit Kolleg*innen gegen rechts auf nazisundgoldmund.net. 2022 verbrachte er längere Zeit in Mexiko und lebte auf Einladung der Kulturakademie Tarabya in Istanbul.

Caro, Hernán D.
Hernán D. Caro, geboren 1979 in Bogotá, Kolumbien, studierte Philosophie und Geschichte in Bogotá und Berlin und promovierte an der philosophischen Fakultät der Humboldt-Universität. 2020 war er für den Theodor-Wolff-Preis nominiert. Er ist freier Redakteur für das Goethe-Institut sowie Moderator und Autor im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er lebt seit zwanzig Jahren in Berlin.

Rijkeboer, Sascha
Sascha Rijkeboer ist non-binary, aber in einer binären Welt sofort ein Geschlecht. Für lange Zeit als »die Sascha« wahrgenommen, nun immer mehr als »der Sascha«. They engagiert sich seit sechs Jahren in der Aufklärungsarbeit vor allem für cis Menschen und empowert so gleichzeitig trans Personen und schafft einen Möglichkeitsraum der Existenz. Sascha widmet sich aktuell aber vor allem der Genusskultur: They braut in einem Fine-Dining Restaurant Bier, schmeißt den Service und macht vielleicht bald eine Ausbildung zum Koch.

Blum, Donat
Donat Blum schreibt und lebt in Zürich und Berlin. Ens* Werke umfassen den Roman »Opoe« (Ullstein), Kurzgeschichten, Essays und dramatische Texte. Ens ist Initiator*in der ersten queeren Literaturzeitschrift im deutschsprachigen Raum »Glitter« und wurde verschiedentlich ausgezeichnet. Zurzeit arbeitet ens am zweiten Roman.

*ens ist ein Neopronomen zwecks Überwindung binärer Sie-Er-Strukturen

Moritz, Valentin
Valentin Moritz arbeitete als Literaturagent und machte sich 2019 als Autor selbstständig. Für seine Prosatexte wurde er mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt 2023 durch das Künstlerhaus Edenkoben. Für sein erstes Buch »Kein Held« (2020) wurden ihm ein Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg und der Preis der Hochschwarzwälder Buchmesse zugesprochen.

Schreiber, Daniel
Daniel Schreiber, geboren 1977 in Mecklenburg-Vorpommern, ist der Übersetzer von Mary Gaitskill und Garth Greenwell. Sein Buch »Susan Sontag. Geist und Glamour« (Aufbau, 2007) war die erste Biographie über die bekannte amerikanische Intellektuelle. Seine persönlichen Essaybände »Nüchtern. Über das Trinken und das Glück« (2014), »Zuhause. Die Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen« (2017) und »Allein« (2021, alle Hanser Berlin) haben die Bestseller- und Bestenlisten des Landes erobert. Schreiber lebt in Berlin.

Karig, Friedemann
Friedemann Karig, geb 1982, ist Journalist, Autor, Speaker, Moderator und Podcaster. Auf sein Sachbuch »Wie wir lieben. Vom Ende der Monogamie« (Blumenbar, 2017) folgten sein Romandebüt »Dschungel« (Ullstein, 2019) sowie das Sachbuch »Erzählende Affen. Mythen, Lügen, Utopien. Wie Geschichten unser Leben bestimmen« (Ullstein, 2021), das er zusammen mit Samira El Ouassil verfasste. In seinem Spotify Original Podcast »Friedemann & Freunde« sprach er mit Persönlichkeiten wie Luisa Neubauer, Kevin Kühnert und Anne Will.

Utlu, Deniz
Deniz Utlu, geboren 1983 in Hannover, schreibt Romane und
Essays. Sein erster Roman, »Die Ungehaltenen« (Graf Verlag),
erschien 2014 und wurde 2015 im Maxim Gorki Theater
für die Bühne adaptiert und 2019 mit dem Literaturpreis
der Landeshauptstadt Hannover gewürdigt. 2019 erschien der
zweite Roman, »Gegen Morgen« (Suhrkamp Verlag). 2023
erscheint sein dritter Roman, »Vaters Meer« (Suhrkamp Verlag),
für einen Auszug daraus erhielt er den Alfred Döblin Preis 2021.

Fehr, Michael
Michael Fehr, geboren 1982, aufgewachsen bei Bern. Er studierte am Schweizerischen Literaturinstitut und an der Hochschule der Künste Bern. Er tritt auf als Redner, spielt Konzerte mit seinen eigenen Programmen, wirkt mit in Theaterstücken und Filmen und gibt Workshops. Für seinen Roman »Simeliberg« erhielt er 2014 in Klagenfurt den Kelag-Preis. 2022 erschien sein Erzählband »Hotel der Zuversicht«.

Phettberg, Hermes
Hermes Phettberg geboren 1952 und aufgewachsen in Niederösterreich, ist Schauspieler, Aktionskünstler, Schriftsteller und Talkshow-Moderator – obwohl er ursprünglich Pfarrer hatte werden wollen. Daraus wurde zwar nichts, aber spätestens seit der legendären »Nette Leit Show«, die Phettberg ab Mitte der Neunzigerjahre im ORF moderierte, galt er als Ikone der queeren Szene in Österreich. Infolge mehrere Schlaganfälle sowie einer Hirnblutung wurde er frühpensioniert. Er schreibt weiterhin – und dies seit 1982 – die Kolumne »Phettberg's Predigtdienst« in der Wiener Stadtzeitung Falter, nimmt alljährlich an der Wiener Regenbogenparade teil. Kurt Palm (»Hermes Phettberg, Elender«) und Sobo Swobodnik (»Der Papst ist kein Jeansboy«) haben ihn zum Protagonist ihrer Filme gemacht.



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