Broi | Genesis II | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 748 Seiten

Reihe: Genesis

Broi Genesis II

Krallen der Finsternis
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7427-3318-4
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Krallen der Finsternis

E-Book, Deutsch, Band 2, 748 Seiten

Reihe: Genesis

ISBN: 978-3-7427-3318-4
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Santara liegt in Schutt und Asche! Der Angriff der fremden Aggressoren kam vollkommen überraschend. Innerhalb weniger Stunden werden alle Metropolen und wichtigen Militärstützpunkte des Planeten zerstört. Unter den unzähligen Opfern befinden sich auch Joriks Frau Alisha und seine erst neugeborene Tochter Daria, die in seinen Armen stirbt, sowie Marivars Mann Glowin. Und auch Mavis glaubt seine geliebte Melia für immer verloren. Um die anhaltenden Angriffe der Fremden abzuwehren, wird eine mutige, aber auch verzweifelte Entscheidung getroffen, die viele Opfer fordert, sich am Ede aber als richtig zu erweisen scheint. Dann aber offenbart der Feind seine größte Waffe und es wird klar, dass die furchtbaren Angriffe erst der Anfang waren und ihr Gegner mit dem Einsatz seiner schier apokalyptischen Bodentruppen ein wahrhaft grauenvolles Leichentuch ausbreitet, vor dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Genesis II - Krallen der Finsternis ist die furchterregende Fortsetzung der großen Saga um das Schicksal eines ganzen Planeten

Alfred Broi wurde 1965 in Clausthal-Zellerfeld geboren, wo er auch heute noch lebt. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Seine Geschichten kommen einfach aus dem Bauch und sind pure Fantasie. Bisher sind insgesamt sechs Romane veröffentlicht. Stoff für weitere Romane ist vorhanden, sie werden kontinuierlich folgen.
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2


„Schneller, Leute, kommt schon!“ rief Jorik den Männern zu, die an ihm vorbeihasteten.

Er hatte zunächst die Führung übernommen und dabei in den Himmel auf die Anomalie geschaut. Cosco hatte verdammt Recht gehabt, das Ding zeigte deutliche Aktivität. Ein erneuter Angriff war nur noch eine Frage von Minuten.

In den Gesichtern der Männer konnte er neben großer, körperlicher Anstrengung – die Türen konnten zwar einen Verletzten sehr gut tragen, sie ließen sich aber aufgrund der nicht vorhandenen Griffe nur schwer greifen – auch Angst und Erkenntnis entdecken. Natürlich hatten auch sie die Aktivierung der Anomalie registriert.

Jorik schaute zum Ende der Schlange, wo er Doktor Mutas und Jaspas als Nachhut eingeteilt hatte. Jaspas schaute ihn an und Jorik gab ihm mit dem Kopf zu verstehen, die Leute mehr anzutreiben, damit es noch schneller ging.

Als Jaspas ihm zugenickt hatte, drehte er sich um und rannte zurück zum Kopf der Schlange, wo er Marivar sehen konnte, die die Männer ebenfalls lautstark antrieb.

„Los Männer!“ brüllte Jorik und konnte bereits die geöffnete Ladeluke der Amarula durch die Trümmer sehen. „Das sind nur noch fünfzig Meter. Das schafft ihr!“ Plötzlich ging von der Anomalie über ihren Köpfen ein deutliches Zischen aus, dass sich zu einem dumpfen Brummen verformte, dessen Lautstärke sehr schnell zunahm und dessen Tonlage stetig höher wurde. „Wir müssen es schaffen!“ fügte er noch hinzu. „Das wird eng!“ Jorik schaute zu Marivar und sein Blick war finster.

Im selben Augenblick wurde aus dem Brummen ein deutliches Pfeifen und im Inneren der Anomalie tauchten unzählige kleine Punkte auf, die rasend schnell näher kamen. „Scheiße!“ sagte Jorik mehr zu sich selbst.

Marivar aber, die mittlerweile neben ihm herlief, hatte es gehört und schaute ihn mit ernster Miene an.

„Beten sie in Tibun auch?“ fragte er.

„Natürlich!“ erwiderte sie atemlos.

„Dann sollten wir vielleicht jetzt schon mal damit anfangen!“ rief er und musste seine Stimme erheben, weil das Geräusch aus der Anomalie beinahe unerträglich anschwoll.

¤

Das hell erleuchtete Innere der Anomalie schien sich wieder zu verdunkeln, doch es waren nur die heran stürzenden Jagdmaschinen, die dicht an dicht durch sie hindurch zur Planetenoberfläche rasten.

Ein beinahe unerträgliches Pfeifen begleitete sie.

Wieder schossen sie zunächst fast senkrecht in die Tiefe, ihre metallischen Außenhäute glänzten im Licht der Anomalie und der unzähligen Feuer in Ara Bandiks teuflisch rot.

Doch diesmal kam ihre Attacke nicht überraschend, diesmal wartete schon jemand auf sie.

Die rund fünfzig Jagdmaschinen, die bereits vom Deck der Kamarulu aus gestartet waren, schossen mit hoher Geschwindigkeit in geringer Höhe über die Stadt hinweg, hatten so eine gute Ausgangsposition für die bevorstehende Schlacht und schon nach wenigen Augenblicken wurden die ersten Abwehrraketen abgefeuert, von denen einige ihr Ziel auch erreichten.

Um Ara Bandiks herum blitzten plötzlich unzählige Lichter auf, die die Stadt wie einen Ring umgaben. Es waren die Geschütze der Bodentruppen, die wie Nadelstiche schräg nach oben schossen. Die meisten von Ihnen waren auf das Ende der Anomalie gerichtet, um die Jagdmaschinen des Feindes bereits beim Austritt zu eliminieren, was auch wirklich gut funktionierte.

Die Schiffe in der Bucht nahmen ebenfalls die Anomalie selbst aufs Korn, da die feindlichen Jäger eindeutig zu wendig waren, um sie mit ihren Geschützen zu verfolgen.

Innerhalb weniger Momente war der Nachthimmel über Ara Bandiks von unzähligen Detonationen erfüllt und beinahe wieder taghell erleuchtet.

Der Ausgang der Anomalie schien in einer einzigen gewaltigen, nie enden wollenden Explosion zu vergehen und doch schossen immer wieder neue Jäger durch den Bombenteppich hindurch zu Boden, wo nicht wenige zunächst für weitere Verwüstungen sorgten, bevor sie von den eigenen Jägern verfolgt und ausgeschaltet werden konnten.

Ohrenbetäubender Lärm, der auch körperlich deutlich zu spüren war, erfüllte das Szenario. Ein furchtbares und tödliches Blitzgewitter jagte über den Himmel hinweg, die Luft begann zu flirren, der Boden bebte unter der Wucht der Raketeneinschläge.

Und doch konnte man deutlich erkennen, dass das Stadtgebiet weitaus mehr verschont blieb, als noch beim ersten Angriff. Alle Truppenteile leisteten hervorragende Arbeit, schirmten Ara Bandiks ab, so gut es ging. Doch es war auch sehr schnell klar, dass der Feind ihnen mit seiner zweiten Angriffswelle wesentlich mehr Jäger sandte, als noch vor wenigen Stunden.

Innerhalb von nur drei Minuten schoss bereits die dritte Staffel an Jägern aus der Anomalie, vergrößerte die Zahl auf insgesamt fast vierhundert Maschinen – und ein Ende schien nicht in Sicht.

Nur eines war ganz sicher: Die Hölle war nach Ara Bandiks zurückgekehrt!

¤

„Weiter, weiter!“ brüllte Jorik. Er war wieder stehengeblieben, ließ die Männer mit ihren Tragen an sich vorbeihasten und trieb sie zu noch größerer Eile an. Immer wieder zuckte sein Blick hinauf in den Himmel, wo er das furchtbare Szenario mit verfolgen konnte. Er spürte, wie der Boden unter seinen Füßen vibrierte, doch noch waren alle Raketen weit von ihnen entfernt eingeschlagen. Jorik aber wusste, dass das nicht so bleiben würde. Dennoch durfte er noch immer keine Panik zulassen. „Ruhig. Bleibt ruhig. Dann geht es am Schnellsten!“ Er wandte seinen Blick zum Schiff und konnte sehen, dass sich bereits einige der dort Anwesenden auf den Weg gemacht hatten, um ihnen zu helfen.

„Captain?“ rief Jorik in sein Headset.

„Ja?“

„Wir sind gleich am Schiff. Lassen sie die Triebwerke schon einmal warmlaufen!“

„Fidu ist bereits im Cockpit und kümmert sich um alles!“

„Okay!“ Das Ende der Schlange hatte Jorik erreicht. Jaspas und Dr. Mutas schauten ihn mit ernster Miene an. „Wir haben es gleich geschafft!“ stieß Jorik hervor, als er wieder zu laufen begann, um mit ihnen Schritt zu halten.

¤

Kendig und Rimbo hatten in ihren Jägern Platz genommen und überprüften kurz die Instrumente. Für eine vollständige Startsequenz war jetzt keine Zeit und so gaben sie dem Tower ihr Okay.

Zehn Sekunden später bekamen sie die Startfreigabe, der Beschleunigungsschlitten hakte sich um ihr Fahrwerk. In ihrem Kopfhörer hörten sie die mechanische Stimme des Startcomputers.

„Drei, zwei, eins, und ab!“

Innerhalb eines Wimpernschlages beschleunigte der Startschlitten die Jäger auf über dreihundert Meilen die Stunde. Wie eine rasende Kanonenkugel fegten sie über das Startdeck hinweg. Rimbo schrie, um diese extremste Belastung des Körpers besser zu ertragen, Kendig entspannte sich und ließ die Schmerzen so quasi an sich abprallen.

Als sie das Ende des Startdecks erreicht hatten, klinkte sich der Startschlitten aus und zeitgleich donnerten sie über die Kante hinweg in den Himmel über Ara Bandiks.

Obwohl die Triebwerke entsprechenden Vorwärtsschub leisteten, verringerte sich ihre Geschwindigkeit für eine Sekunde ruckartig und sie sackten etwa fünfzig Meter in die Tiefe. Danach hatten die Stabilisatoren den Jäger wieder im Griff und die beiden konnten ihre Maschinen problemlos manövrieren.

Sie vollführten in aller Eile einige kurze Flugmanöver, um sich an die Jäger vom Typ MF-4 zu gewöhnen.

Dann aber gingen sie sofort zum Angriff über, nahmen je einen feindlichen Jäger ins Visier und konnten beide nach kurzer Zeit einen Abschuss verzeichnen, während sich hinter ihnen feindliche Maschinen angenähert hatten und sie zunächst ihre Verfolger abschütteln mussten, bevor sie selbst wieder angreifen und Beute machen konnten.

Wieder war es so, wie Kendig es erwartet hatte. Der Feind war durchaus schlagbar, sein größtes Plus war jedoch die schier wahnsinnige zahlenmäßige Überlegenheit, die trotz des mörderischen Speerfeuers der Bodentruppen und der Marine noch immer vorherrschte und zwangsläufig zu eigenen Verlusten führte.

Kendig und Rimbo würden mehr als ihr Bestes geben müssen, um diesen Zustand deutlich zu ihren Gunsten zu verändern.

¤

Als sie endlich die Laderampe der Amarula erreicht hatten, waren viele helfende Hände sofort damit beschäftigt, die Menschen auf den Tragen in das Innere zu bringen.

„Sind das alle?“ fragte Cosco.

Jorik nickte. „Wir laden ein, sie gehen ins Cockpit. Wir müssen hier gleich einen Blitzstart hinlegen!“

„Sie kümmern sich um die Leute, ich werde fliegen!“ Cosco nickte ihm zu und rannte ins Cockpit.

Jorik verschnaufte kurz, während das Einladen schnell voranging.

Innerhalb von nur einer Minute befanden sich alle Menschen aus der Krankenstation im Laderaum der Amarula, während sich die Raketeneinschläge deutlich näherten.

„Wir sind soweit!“ rief Jorik von seinem Platz auf der Ladeluke in sein Mikro und schaute Shamos und Marivar ausdruckslos an. „Schließen sie die Luke und dann nichts wie weg hier!“

„Aye!“ gab Cosco zurück und schon bewegte die Hydraulik die Ladeluke. „Sagen sie den Leuten, sie sollen sich sehr gut festhalten. Ich werde keine Zeit für einen beschaulichen Flug über Land haben!“

„Tun sie, was sie können, Captain!“ erwiderte Jorik, während er langsam in das Innere des...



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