Broi | Silence III | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 540 Seiten

Reihe: Silence

Broi Silence III

The sound of...
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-6951-7637-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

The sound of...

E-Book, Deutsch, Band 3, 540 Seiten

Reihe: Silence

ISBN: 978-3-6951-7637-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Stille ist ohrenbetäubend Selinas unerwartete Tat hat den Status Quo geändert. Ihre Gegner sind angeschlagen und werden scheinbar unvorsichtig. Doch um dem Wahnsinn wirklich ein Ende zu bereiten, muss die junge Polizistin einem finalen Showdown zustimmen. Zusammen mit Agent Bedford betritt sie die Geisterstadt nördlich von Pembrook, wohlwissend, dass ihre Gegner unberechenbar sind. Doch was sich ihnen dort offenbart, ist eine Hölle nie gekannten Ausmaßes, die ihren wohldurchdachten Plan innerhalb kürzester Zeit pulverisiert und weitaus mehr Leben fordert, als Selina auch nur erahnen kann. Denn das grausame und furchterregende Geheimnis von Silence ist wahrlich monströs und wurzelt schier unendlich tief Silence III The Sound of ist der blutige Abschluss der atemlosen Trilogie in die finstere Hölle eines Serienkillers, schonungslos, blutig und umso mehr ganz sicher nichts für schwache Nerven

Alfred Broi wurde 1965 in Clausthal-Zellerfeld geboren, wo er auch heute noch lebt. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Seine Geschichten kommen einfach aus dem Bauch und sind pure Fantasie. Bisher sind insgesamt siebzehn Romane veröffentlicht. Stoff für weitere Romane ist vorhanden, sie werden kontinuierlich folgen.
Broi Silence III jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1985


Die Vollendung

I

Nahezu unbeweglich und beinahe ausdruckslos stand Raymond einige Schritte vor dem sicherlich zehn Meter hohen, äußerst massiven Stahlzaun, in den stabile Metallplatten eingearbeitet waren, die ihn blickdicht zur anderen Seite machten.

Es war zwei Uhr morgens in einer klaren, kühlen Oktobernacht im Osten von

und tiefe Stille umfing ihn.

Sein Blick glitt langsam nach rechts, dann nach links, schließlich wieder nach vorn, wobei er ihn anhob und dann ein tiefer Atemzug zu hören war.

Natürlich hatte er sich längst vorab über die Situation in und um informiert und von dem angeblichen gelesen, welches vor nunmehr über einem Jahr zu einer schlimmen Explosion mit einigen Toten geführt hatte.

Eigentlich schon einen Tag, nachdem er sich von der einen, normalerweise tödlichen, Schusswunde und von einigen anderen üblen Verletzungen endlich erholt und genügend Kraft geschöpft hatte, um sich damit wieder zu beschäftigen.

Dabei hatte er noch immer keine Ahnung, wie er es überhaupt geschafft hatte, zu überleben, denn seine Erinnerungen an jene Nacht, in der sie sich… Er stockte und bittere Galle kochte in ihm hoch. …nein, sie beide in eine vollkommen unnötige Zwangslage gebracht hatte, die sie letztlich größter Gefahr aussetzte, die Jacob das Leben kosten sollte, die Explosion der Villa zur Folge hatte und zu einem Massengrab machte, waren allenfalls bruchstückhaft, verschwommen und verzerrt.

*

Er konnte sich noch daran erinnern, dass er seine Augen aufschlug und erkannte, wie Theresa Montgomery und Adam Walker gerade durch die obere Kellertür ins Erdgeschoss verschwanden.

Alles in ihm schmerzte fürchterlich und war doch auch taub zugleich. Er spürte keinerlei Kraft mehr in sich. Sein Gehirn aber brüllte ihn an, sich zu erheben und davonzulaufen.

Nur durch pure Willenskraft gelang es ihm, sich auf erbärmlich zittrige Beine zu wuchten und halb gebückt in den angrenzenden Tunnel zu rennen. Dabei schlug er immer wieder gegen die Seitenwände, weil sein Blickfeld eingeschränkt und verschwommen war und er torkelte, wie ein Volltrunkener.

Letztlich aber erreichte er die stählerne Wendeltreppe, erklomm sie und gelangte in den Schuppen. Dort atmete er einmal tief, aber unendlich schmerzhaft durch und spielte ernsthaft mit dem Gedanken, sich in den Lieferwagen zu setzen und davonzufahren.

Er lief zum Tor und öffnete es, doch genau in diesem Moment zerplatzte die Villa direkt vor seinen Augen in einer unglaublich kraftvollen Explosion, deren Druckwelle ihn aus dem Stand heraus nach hinten schleuderte und er erst einige Meter weiter in einer Ansammlung mannshoher Sträucher ultrahart, weil unkontrolliert, zum Erliegen kam.

Eigentlich hätte ihn das mindestens das Bewusstsein kosten müssen, doch wieder war es sein Verstand, der dies verhinderte und ihn gnadenlos antrieb.

Keuchend, schweratmend und vor allem, stark blutend kam er auf die Füße und rannte taumelnd und immer wieder stolpernd Richtung Westen in den Wald, während sein Herz ratterte, wie eine alte Dampflok bei Höchstlast und sein Kopf dröhnte, wie eine Kirchenglocke und seinen Blick immer wieder, beinahe rhythmisch, extrem verzerrte, während es in seinen Ohren brüllend laut rauschte, wie unter einem Wasserfall.

Wie er den Weg durch den Wald hinter sich gebracht hatte, wusste er absolut nicht mehr zu sagen, doch urplötzlich fand er sich an einer Straße wieder.

dachte er, da dieser sich südwestlich von befand. Er wollte auch schon an die Fahrbahn treten, als er plötzlich innehielt.

Er stützte sich gegen einen Baum und verschnaufte kurz. Klar war, dass er so schnell als möglich von hier fortmusste, einfach auch, damit seine Verletzungen, allen voran natürlich die Schusswunde, versorgt werden konnten.

Doch genauso durfte doch niemand je erfahren, dass er noch lebte.

war er sicher.

Also gab er sein Vorhaben auf und rannte stattdessen nahe der Straße weiter in Richtung Westen, in der Hoffnung, er würde irgendwo einen Parkplatz finden, auf dem ein unbeobachtetes Fahrzeug stand, dass er aufbrechen und kurzschließen konnte.

Es dauerte auch keine zwei Minuten und vor ihm tat sich ein kleiner, unbeleuchteter Parkstreifen auf. Es war jedoch leer. Raymond war enttäuscht und auch ein wenig verzweifelt, denn immer deutlicher spürte er, dass ihm die Schussverletzung zunehmend die Kraft raubte.

Plötzlich fuhr ein Fahrzeug an ihm vorbei. Im selben Moment flammten Bremslichter auf. Der Wagen fuhr mit ziemlich hoher Geschwindigkeit auf den Parkstreifen und wurde dann hart abgebremst.

Raymond erschrak, weil er befürchtete, es könnte jemand aus sein, der ihn verfolgt hatte.

Tatsächlich wurde auch schon die Fahrertür aufgerissen und ein Mann stürzte ins Freie. Doch anstatt sich zu ihm umzudrehen und ihn mit vorgehaltener Waffe anzuschreien, rannte er mit ungelenken Schritten in die Büsche, ohne den Motor abzustellen.

Wenn er nicht solche Schmerzen gehabt hätte, hätte Raymond wohl gegrinst. Stattdessen aber huschte er zur Fahrertür, setzte sich ins Innere und gab Gas.

Noch bevor der Mann wusste, wie ihm geschah, preschte der Wagen schon wieder auf die Straße. Raymond warf die Tür ins Schloss und hatte anfangs Mühe, das Fahrzeug unter Kontrolle zu bringen. Nach einigen Augenblicken aber fühlte er sich sicher genug und gab kräftig Gas, während er im Rückspielgel den Kerl mit offenem Hosenstall und wehenden Armen auf die Straße rennen sah.

Etwa zwanzig Minuten später hatte Raymond Carson City erreicht.

An den Weg dorthin konnte er sich jedoch ebenfalls nicht mehr erinnern, sein Unterbewusstsein musste ihn gesteuert haben.

Im Osten der Stadt hatten sie vor Jahren schon eine Garage mit darüber liegender Wohnung gemietet, damit sie einen Unterschlupf für Notfälle hatten.

Er stellte den Wagen drei Querstraßen vorher ab und schleppte sich dann mit wirklich letzter Kraft dorthin. Bevor er auf der Couch ohnmächtig wurde, konnte er jedoch noch das eine Telefonat führen, das ihm letztlich das Leben retten sollte.

*

Als Raymond seine Augen wieder öffnete, blickte er direkt in die Sonne! Erst einige Augenblicke später erkannte er, dass es nicht die Sonne war, sondern eine starke Lampe, die über ihm hing und er nicht mehr auf der Couch, sondern auf einer gepolsterten Liege lag.

Im selben Moment beugte sich Doktor Philipp Loomis über ihn und begann, die Wunde in seiner linken Brust sauber zu vernähen.

„Sie sind zurück!“ bemerkte der Arzt eher beiläufig, ohne scheinbare Emotion.

„Was soll das heißen?“ fragte Raymond, der seine Schusswunde bisher zwar als

ernst, aber nicht lebensbedrohlich angesehen hatte. „Das ist doch nur eine

Schusswunde!“ meinte er dann auch.

„Hm…!“ Loomis verzog die Mundwinkel. „Wer immer das getan hat, er hätte damit

beinahe Erfolg gehabt!“

dachte Raymond und hatte plötzlich Theresas hübsches Gesicht vor sich.

„Die Kugel hat zwar die Lunge und das Herz verfehlt, aber…!“ Er hielt kurz inne,

um seine Naht sauber abzuschließen. „…war drauf und dran, die Wirbelsäule zu erreichen. Dann wären sie jetzt entweder ein sabberndes Stück Fleisch gewesen

oder sie hätte die Blutzufuhr zum Gehirn gekappt und sie wären tot!“

Raymond erschrak innerlich, weil er das natürlich nicht ahnen konnte. Äußerlich

blickte er Loomis jedoch nur ausdruckslos an. „Ja, dann. Danke, Doc!“

Sein Gegenüber verzog die Mundwinkel und nickte beiläufig. „Das ist mein Job,

richtig?“

Raymond nahm einen tiefen Atemzug und richtete sich dann langsam auf. Das bereitete starke Schmerzen, doch unterdrückte er sie mit einem tiefen Brummen.

„So ist es!“ presste er hervor.

„Okay, sie wollen sich also nicht ausruhen!“ Loomis war sichtlich nicht begeistert.

„Aber das sollten sie wirklich tun! Sonst kann ich für nichts garantieren!“

„Schon gut, Doc!“ Raymond rang sich ein Lächeln ab, stieg von der Bahre und ging steifbeinig zu einem Sideboard. Dort öffnete er eine Schublade und holte einen Umschlag hervor. Er drehte sich um und reichte ihn Loomis. „Für ihre

Dienste!“

Der Arzt nahm den Umschlag wortlos entgegen.

„Sie bekommen das Gleiche nochmal, wenn sie mich in unser Haus nach San

Francisco bringen!“

„Aber…!“...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.