Busjan | Petrarca-Hermeneutik | Buch | 978-3-11-026533-0 | sack.de

Buch, Deutsch, Band 28, 415 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 236 mm, Gewicht: 788 g

Reihe: Pluralisierung & Autorität

Busjan

Petrarca-Hermeneutik

Die Kommentare von Alessandro Vellutello und Giovan Andrea Gesualdo im epochalen Kontext
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-11-026533-0
Verlag: De Gruyter

Die Kommentare von Alessandro Vellutello und Giovan Andrea Gesualdo im epochalen Kontext

Buch, Deutsch, Band 28, 415 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 236 mm, Gewicht: 788 g

Reihe: Pluralisierung & Autorität

ISBN: 978-3-11-026533-0
Verlag: De Gruyter


Petrarcas Rime sind Referenztext des in Italien und werden dementsprechend oft editiert und kommentiert. Das gattungstypische Gerüst des Kommentars erfordert dabei zunächst Aussagen, die als Glosse, als Wort-, Vers- oder Stellenerklärung passagenweise progredieren. Die erfolgreichen Kommentatoren des 16. Jahrhunderts treffen aber darüber hinaus eigenständige Aussagen im Verbund mit dem Text eines anderen und präsentieren interferierende Texte: einerseits den Petrarcas (das Cinquecento stuft die in den als zentral angesetzten und die minder wichtigen ) - und andererseits eine mit einer Vielzahl von Fragen befasste Auslegung des Lyrikbuchs. Ausgangspunkt sind stets textkritische Fragen; Handschriftenkunde und editorische Richtlinien verschränken sich freilich umgehend mit exegetischen und interpretatorischen Verfahren, so dass hier letztlich sowohl Gesamtdeutungen für Petrarcas Liebeslyrik als auch grundlegende Möglichkeiten im Umgang mit volkssprachlicher Lyrik und ihrem Autor erprobt werden.

Die drei Kommentare - die im vorliegenden Band in der Chronologie der Erstausgaben als Fallstudien behandelt werden (Vellutello: 1525; Gesualdo 1533; Daniello: 1541) - sind im Selbstverständnis agonal. Anhand einer Zentralfigur rinascimentaler Literatur wird der Zugriff auf Text und Autor kritisch ausdifferenziert: Vellutello nutzt ein biographisch gegründetes Narrativ als Sinnmodell, Gesualdo operiert mit der Diskurs- und Wissensordnung, die seit der Antike als gefasst ist, Daniello reflektiert auf Sprache und Stil. Die maßgebliche lyrische Autorität Italiens gerät damit in ein komplexes Spannungsfeld; denn natürlich bekräftigen die schon im Erscheinungsbild beeindruckenden Kommentare den Geltungsanspruch des Lauradichters; in ihrer offen zur Schau gestellten Widerständigkeit gegeneinander betonen sie jedoch derartige Differenzen, dass dem Modell Kohärenz und Eindeutigkeit verloren zu gehen drohen.

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Zielgruppe


Literaturwissenschaftler, Institute, Bibliotheken


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Catharina Busjan, Ludwig-Maximilians-Universität München.



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