Christians | Snowy Kisses | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 371 Seiten

Christians Snowy Kisses

Winterliche Fake-Dating-Romance
21001. Auflage 2021
ISBN: 978-3-646-60789-5
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Winterliche Fake-Dating-Romance

E-Book, Deutsch, 371 Seiten

ISBN: 978-3-646-60789-5
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



**Manchmal ist die Liebe nur eine Tür entfernt**  Die 24-jährige Lynn ist Vollzeitautorin und hat einen neuen Auftrag: Sie soll eine Winter Romance schreiben. Ein Ding der Unmöglichkeit, wenn einem gerade das Herz gebrochen wurde. Zum Glück erklärt sich ihr süßer Nachbar Ayden dazu bereit, ihr bei einer aberwitzigen Idee zu helfen: Er lädt sie zu romantischen Fake-Dates ein, um sie an das Kribbeln des Verliebens zu erinnern. Rein zu Recherchezwecken, versteht sich. Doch nach romantischem Plätzchenbacken, turbulentem Schlittschuhlaufen und knisternden Schneespaziergängen mit Aydans Hund taut Lynns Herz nach und nach ganz unverhofft wieder auf. Bis ihr Exfreund David auf einmal an ihre Tür klopft ...   Eine berührende Winter Romance darüber, wie aus einer ungewöhnlichen Freundschaft Liebe werden kann.    //Der Liebesroman?»Snowy Kisses. Schreib dich in mein Herz« ist ein in sich abgeschlossener?Einzelband.//

Viktoria Christians, 1999 geboren, lebt schon seitdem sie denken kann mehr in ihren Fantasiewelten als in der Realität. Sie ist kein Fan davon, über sich selbst zu schreiben, sondern schreibt lieber über Möchtegern-Badboys, viel Herzschmerz oder turbulente Weltrettungsaktionen, getarnt hinter einer ordentlichen Portion Sarkasmus (und am liebsten über alles zusammen). Wenn sie nicht schreibt, trinkt sie viel Kaffee und verliert sich gerne selbst zwischen den Zeilen eines guten Buches.
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N U L L


Der Tag, an dem mein Leben zerstört wurde, war viel zu schön gewesen, um so ein schreckliches Ende zu nehmen. Ich war viel zu gut gelaunt, weil das Wetter so herrlich warm war und ich die Tantieme für mein neues Buch erhalten hatte. Kurz und knapp: Ich war unfassbar glücklich. Hätte mir also jemand am Morgen gesagt, dass ich den Abend gar nicht mehr erleben wollte, hätte ich denjenigen ausgelacht. Aber ab und zu ahnt man nicht, was das Schicksal für einen bereithält. Manchmal braut sich ein Gewitter zusammen, ohne dass man es bemerkt. Manchmal kommt jemand und zerstört das Lebens-Puzzle, das man sich mühsam aufgebaut hat, in nur einem Atemzug.

Als ich in meine Straße einbog und meinen Nachbarn Aydan wartend auf den Stufen vor meiner Haustür sitzen sah, hätte ich wissen müssen, dass etwas nicht stimmte. Normalerweise war David, mein Verlobter, um halb sechs abends bereits aus dem Büro zurück. Er war Junior CEO bei einem Telekommunikationsunternehmen und arbeitete etwas außerhalb von Detroit, für gewöhnlich brauchte er nicht so lange, um von der Arbeit nach Hause zu kommen. Deshalb verstand ich nicht, warum Aydan gelangweilt vor unserem Haus saß. Für einen Moment trübte sich meine gute Laune, aber dann entdeckte ich seine Dalmatinerhündin Lucretia neben ihm im Gras liegen. Sie ließ sich die brüllend heiße Augustsonne auf den Pelz scheinen und hechelte. Sobald ich Lucretia erblickte, musste ich ganz selbstverständlich lächeln. Aydan und sie wohnten jetzt seit zwei Jahren neben uns. Da er als Fotograf viel unterwegs war, bat er mich öfter darum, auf Lucretia aufzupassen, weshalb ich sie schnell ins Herz geschlossen hatte. Sehr zum Leidwesen von David, der Tiere aufgrund einer imaginären Tierhaarallergie nicht leiden konnte.

Ich lenkte meinen roten Mini die Straße hinunter, an dem Vorgarten vorbei und auf den Hinterhof. Irritation regnete auf mich herab, weil Davids Mercedes nicht an seinem üblichen Platz stand. Seltsam. War er spontan einkaufen gefahren? Vermutlich hatte ich mal wieder einen seiner veganen Aufstriche vergessen.

Beim Aussteigen hörte ich Lucretia bellen. Ich lugte zur Hintertür, die ich lieber mochte als die Haustür vorne. In dem dunklen Holz waren Elemente aus Buntglas eingesetzt und die Messingklinke zierten zarte Ornamente. Ich hatte sie auf einem Flohmarkt in Detroit entdeckt. Mein Herz hing an solchen Kleinigkeiten, die die Bezeichnung Trödel verdienten. Normalerweise gehörte es zu meiner Routine, die Hintertür aufzudrücken, mich vom Lavendel in der kleinen Küche einnebeln zu lassen und mir erst einmal eine Tasse Kaffee zu kochen, bevor ich mich an den Laptop und mein aktuelles Manuskript setzte.

Aber heute nicht. Aydan sah aus, als hätte er genug gewartet, und ich wollte ihn nicht länger in der heißen Augusthitze stehen lassen. Deshalb schnappte ich mir meine Beutel und die Wasserflasche, schloss das Auto ab und ging vorne herum. Die tiefstehende Abendsonne schien mir ins Gesicht und ich hielt mir die Hand vor die Stirn, um sie abzublenden. Lucretia entdeckte mich und bellte zur Begrüßung, blieb aber hechelnd neben ihrem Herrchen liegen, der in hellen Badeshorts und einem ebenso strahlend weißen Muskelshirt vor der Haustür saß und auf seinem Handy herumtippte. Das Weiß seiner Kleidung betonte seine gebräunte Haut. Sein dunkles Haar fiel ihm lässig in die Stirn und seine eisblauen Augen hellten sich auf, als er vom Display hoch und mir ins Gesicht blickte.

Automatisch lächelte ich. »Ich hoffe, du wartest nicht zu lange«, begrüßte ich ihn und reichte ihm die Hand.

»Erst so seit … zehn Minuten«, entgegnete er, stand auf und tat so, als würde er auf seine nicht vorhandene Armbanduhr schielen.

Ich wusste nicht, ob er nur scherzte oder ob er wirklich schon so lange hier saß – manchmal konnte ich Sarkasmus nicht so gut erkennen –, deshalb blieb ich stehen und kramte in einem der Leinenbeutel nach dem Haustürschlüssel. Zwischen meinem Buch, einer Sporthose und einigen leeren Müsliriegelverpackungen fand ich ihn.

»Das tut mir sehr leid«, meinte ich, während ich den richtigen Schlüssel suchte. »Ich habe David heute Morgen extra gesagt, dass du Lucretia vorbeibringst. Er hat mir versichert, dass er früher Schluss macht.«

Sorge breitete sich in mir aus. David hatte mir heute Mittag sogar geschrieben, dass er in zwei Stunden Feierabend machen und zu Hause auf mich warten würde. Wir wollten es uns heute Abend mit selbstgebackenem Focaccia und einem herrlich fruchtigen Rotwein auf der Terrasse gemütlich machen und uns den Sonnenuntergang ansehen. Und jetzt war er nicht da, obwohl er mir das zwei Mal versichert hatte? Ein Teil von mir wollte glauben, dass er wirklich nur einkaufen gefahren war und Aydan und Lucretia einfach vergessen hatte.

Aber eine Stimme in mir brüllte, dass etwas passiert war und dass ich mich lieber wieder ins Auto setzen und zurück zum Yogastudio fahren sollte, um mich vor dem zu verstecken, was mich erwartete. Jetzt war dieses Gefühl auf einmal da, das ich den ganzen Tag über hätte spüren müssen. Vielleicht wäre ich dann halbwegs darauf vorbereitet gewesen. Vielleicht hätte ich David beim Frühstück noch einmal gesagt, wie sehr ich ihn liebte. Dass ich so froh war ihn in meinem Leben zu haben. Vielleicht hätte das alles geändert.

Ich ignorierte das Gefühl. Stattdessen zwang ich mir ein Lächeln auf die Lippen und zuckte zusammen, sobald Lucretias feuchte Nase gegen mein nacktes Knie stupste, als forderte sie mich dazu auf, die Tür schneller aufzuschließen.

»Das macht doch nichts. Ich warte gern, wenn die Kleine dafür bei dir bleiben kann.« Aydan verzog die Lippen zu einem charmanten Halblächeln und reichte mir Lucretias Leine.

»Trotzdem. Es geht ums Prinzip.« Mit zitternden Fingern schloss ich die Haustür auf. Quietschend sprang sie auf, was mich daran erinnerte, dass David sie dringend ölen musste. Für gewöhnlich benutzten wir nie die Vordertür, sondern gingen immer hinten rein. Dass heute alles anders war, hätte mir ein Zeichen sein sollen.

Aydan antwortete darauf nichts, sondern lächelte nur. Seine Dalmatinerhündin schlenderte an ihm vorbei in den kühlen, dunklen Hausflur. Ohne sich noch einmal zu ihm umzudrehen.

»Wo geht es dieses Mal hin?«, fragte ich, stellte meine Beutel ab und lehnte mich gegen den kühlen Rahmen der Haustür.

»Wir fliegen nach Rom. Es wird ein Covershooting für ein großes Modemagazin. Der Redakteur möchte unbedingt Fotos vor dem Trevi-Brunnen und der Spanischen Treppe.« Er klang genervt und verdrehte die Augen, als er über seine Arbeit sprach. »Diese Redakteure sind schon seltsam. Fliegen um die halbe Welt, obwohl es die schönsten Locations hier vor der Haustür gibt. Na ja. Aber dir muss ich das nicht sagen, oder?«

Mitleidig lächelte ich. »Definitiv nicht. Ich habe mal kurzzeitig für eine Zeitung geschrieben, da wollte der Redakteur, dass wir alle in einem Raum sitzen, damit er uns jederzeit über die Schulter gucken konnte. Man kam sich ein bisschen vor wie in einem Zoo.«

Aydan lachte. Ich hatte ihn nicht oft lachen gehört, erst ein oder zwei Mal, aber er sah schön aus, wenn er lachte. Dabei legte er immer den Kopf in den Nacken und schloss die Augen, als genoss er es. Und er lachte laut. Sehr laut. Weshalb ich mich hastig umsah, ob jemand aus den Nachbargärten uns beobachtete. Mrs Mayr von gegenüber war die Klatschtante der Straße und ich wollte nicht, dass sie überall herumerzählte, ich hätte eine Affäre mit meinem zugegebenermaßen sehr attraktiven Nachbarn.

»Bis Montag dann?«, wechselte Aydan das Thema und strich sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn.

Gedankenverloren nickte ich. Es war nicht das erste Mal, dass ich mich fragte, ob er eine Freundin hatte. David meinte, dass mich das nichts anging und ich ihn deshalb nicht fragen sollte, was ja auch stimmte. Es ging mich nichts an – aber ich war unfassbar neugierig! David hatte meiner Mom davon erzählt und sie hatte trocken erwidert, dass diese Neugierde, womit sich die Nachbarn beschäftigten, meine Spießigkeit unterstrich, die mir das Leben mit David bescherte. Vielleicht hatte sie recht damit, aber es war nicht das erste Mal, dass sie sich kritisch über meinen Verlobten äußerte, weshalb ich sie nicht so ernst nahm.

»Bis Montag«, schob ich schnell hinterher und spürte Aydans Blick auf mir. Er lächelte zum Abschied, winkte und schlenderte über die Straße, bis er hinter der Hecke seines eigenen Gartens verschwand.

Seufzend schloss ich die Tür und genoss die Dunkelheit, die mich empfing. Lucretia lag entspannt vor der Treppe, die ins Obergeschoss führte. Sie hob nicht einmal den Kopf, während ich die Strickjacke an die Garderobe hängte und die Schuhe ins Regal räumte. Der Platz neben meinen liebsten High Heels war leer....



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