Collins | Sinnliches Feuer, kalter Verrat | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2175, 144 Seiten

Reihe: Julia

Collins Sinnliches Feuer, kalter Verrat


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-0157-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2175, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0157-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Raoul hat alles, was ein Mann sich wünschen kann: Reichtum, Sex-Appeal und Sirena Abbott, die sein Leben perfekt managt - und sein Blut zum Sieden bringt. Nach einem heißen Intermezzo mit ihr will er insgeheim viel mehr, doch dann muss er entdecken, dass sie ihn schamlos betrogen hat. Erst vor Gericht sieht er seine ehemalige Assistentin wieder und ist hin- und hergerissen zwischen Wut und einem unmöglichen Verlangen. Er ahnt nicht, dass das Urteil über das Glück dreier Menschen entscheiden wird: Sirenas, seines - und das ihres ungeborenen Kindes ...



Dani Collins verliebte sich in der High School nicht nur in ihren späteren Ehemann Doug, sondern auch in ihren ersten Liebesroman! Sie erinnert sich heute immer noch an den atemberaubend schönen Kuss der Helden. Damals wurde ihr klar, dass sie selbst diese Art von Büchern schreiben möchte. Mit 21 verfasste sie ihren ersten Roman und übte trotz verschiedener Bürojobs seither unerbittlich. Sie probierte sich an verschiedenen Genres, kehrte aber immer wieder zu ihrer Leidenschaft, den Liebesromanen, zurück. Oft dient ihr als Inspiration ihre eigene Überzeugung, dass man sein Happy End findet, wenn man bereit ist, sich voll und ganz reinzuhängen. Sie selbst hatte damit Glück, mit ihrem Mann lebt sie heute am idyllischen Christina Lake in Kanada. Ab und an gelingt es Doug, seine Frau von einer Schreibpause zu überzeugen. Das gemütliche Dachbodenbüro wird meist verlassen, um ihre zwei erwachsenen Kinder zu besuchen.

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2. KAPITEL

Zu Hause angekommen, erwartete sie auch schon die erste Attacke. Raoul kannte wirklich keine Hemmungen, wenn es um Einschüchterungstaktiken ging. Sie las die E-Mail, die John an sie weitergeleitet hatte:

Mein Klient hat guten Grund zur Annahme, dass Ihre Klientin von ihm schwanger ist. Er besteht darauf, über alles, was die Schwangerschaft betrifft, informiert zu werden, und wird nach der Geburt das alleinige Sorgerecht beantragen.

Besitzergreifend wie Raoul war, hatte sie so etwas erwarten müssen. Doch dass irgendjemand versuchen könnte, ihr dieses Baby wegzunehmen, war undenkbar.

Wütend blinzelte sie die aufsteigenden Tränen fort. Es ist nicht von ihm, tippte sie ein und sagte dabei laut: „Und sagen Sie ihm, er soll zur Hölle fahren.“

Sie wollte nicht darüber nachdenken, dass Raoul Kontakt zu seinem Kind haben wollte. Dann würde sie schwach werden. Sie musste sich weiter einreden, dass er ein Mistkerl war – auch wenn sie sich in diesen zwei Jahren nicht nur in einen dynamischen Tycoon verliebt hatte, sondern auch in einen Mann, der ein liebevoller Sohn und ein fürsorglicher älterer Stiefbruder war. Auf gewisse Art ist er mein Spiegelbild, dachte sie oft. Beide hatten sie die Eltern verloren, und beide wollten sie das Beste für ihre jüngeren Geschwister. Am Ende war sie so weit, dass sie ihn für einen bewunderungswürdigen Menschen hielt, mit trockenem Humor und Ambitionen, vor denen ihr eigener Perfektionismus verblasste.

Nein, sagte sie sich, während sie sich einen Tee machte, er ist ein grausamer, unbeherrschter, engstirniger Bastard ohne einen Funken Gefühl. Zumindest was sie betraf. Schließlich hatte er sie an dem einen Tag leidenschaftlich geliebt und am anderen verhaften lassen.

Aber jetzt war sie in Sicherheit. Der Richter hatte ihr abgenommen, den Diebstahl zu bereuen, auch wenn Raoul es nicht getan hatte. Sie wusste zwar noch nicht, wie sie jeden Monat 600 £ Rückzahlung aufbringen sollte, doch verglichen mit der Tatsache, Raoul davon überzeugen zu müssen, dass es nicht sein Baby war, erwies sich das als das kleinere Problem.

Die Angst, ihr Baby könnte wie sie ohne Mutter aufwachsen, hatte ihr die Kraft gegeben, mit allen Mitteln gegen Raoul anzukämpfen. Er war entschlossen gewesen, sie ins Gefängnis zu bringen. Jetzt würde sie irgendwie die Energie aufbringen, ihn für immer aus ihrem Leben zu verbannen.

Dass sie dabei das Gefühl hatte, etwas unglaublich Wertvolles zu verlieren, verdrängte sie lieber.

Sie nahm den Tee, eine Scheibe Toast und eine Tablette gegen die Übelkeit mit zum Sofa und sah auf ihrem PC nach, ob Jobangebote hereingekommen waren. Die Prozesskosten waren entsetzlich hoch, und die Kündigung hatte ihre mehr als bescheidenen Ersparnisse schrumpfen lassen.

Wenn sie nur diesen schrecklichen Augenblick ungeschehen machen könnte, in dem sie geglaubt hatte, Raoul würde sie verstehen. Als ihre Halbschwester in Tränen aufgelöst sagte, dass sie vermutlich doch nicht Lehrerin werden könnte, schien es das Einfachste zu sein, sich etwas Geld von ihm zu borgen. Ihr Vater erwartete damals einen größeren Betrag von einem wichtigen Kunden. Ali hatte so schwer gearbeitet, um zu diesem speziellen Studiengang zugelassen zu werden. Die Studiengebühr war fällig, aber das Geld dafür war nicht da.

Ich kann es aufbringen, hatte Sirena ihr versichert und war überzeugt gewesen, Raouls Konto rechtzeitig wieder ausgleichen zu können. Vielleicht würde er es noch nicht einmal merken.

Doch dann war der Kunde ihres Vaters in die Insolvenz geraten. Natürlich nicht über Nacht. Zuerst war er ein paar Tage in Verzug, dann eine Woche. Sirena hatte angefangen, sich selbst um das Geld zu kümmern. Bevor sie nicht die Mittel hatte, alles zurückzubezahlen, wollte sie ihr eigenmächtiges Handeln ihrem Chef gegenüber nicht erwähnen.

Das Geld war nicht eingegangen, und die Gelegenheit für eine Erklärung hatte sich nicht ergeben.

Und weil sie ihren Vater nicht belasten wollte, hatte sie die Konsequenzen allein getragen. Ihre Motive hatte sie Raoul verschwiegen. Und auch ihrer Familie hatte sie nichts davon gesagt, was sie getan hatte und dass sie dafür ins Gefängnis kommen konnte.

Es war die einsamste und furchtbarste Zeit ihres Lebens.

Ein Klingelton kündigte eine E-Mail an. Sie war von Raoul. Völlig unangebracht machte ihr Herz einen Freudensprung. Es war nur ein Wort. Lügnerin.

Er kaufte ihr nicht ab, dass es nicht sein Kind war.

Sirena biss die Zähne zusammen. Sie unterdrückte den Schmerz, der ihr in der Seele brannte, und sperrte Raouls Zugang zu ihrem Handy. Dann schickte sie John eine Nachricht.

Teilen Sie ihm mit, dass ein direkter Kontakt mit mir nicht infrage kommt. Wenn es sein Kind wäre, würde ich auf Unterhalt klagen. Er soll mich in Ruhe lassen!

Sie holte tief Luft und kämpfte gegen das Gefühl an, etwas Wertvolles für immer verloren zu haben. Aber das Leben konfrontierte einen nun mal mit Veränderungen, und man musste sich ihnen anpassen. Das wusste sie, seit ihre Mutter gestorben war. Und seit ihre Stiefmutter ihren Vater und ihre Halbschwester mit nach Australien genommen hatte, kaum dass Sirena ihren Schulabschluss gemacht und sich für Wirtschaftswissenschaften eingeschrieben hatte.

Menschen gehen fort, das war es, was sie gelernt hatte. Sie verschwinden aus deinem Leben, ob du es willst oder nicht.

Sirena seufzte verzweifelt auf. Sie war dabei, sich von ihren Gefühlen übermannen zu lassen! Lieber sollte sie an das kleine Wesen in ihr denken. Es würde sie nicht verlassen. Sie legte beschützend die Hand auf ihren Bauch. Sie wollte alles tun, damit es nie mehr aus ihrem Leben verschwand. Sie hatte nicht vor, das unschuldige Kind mit ihrer Liebe zu erdrücken. Sie wollte nur seine oder ihre Mutter sein. Sie konnte es nicht zulassen, dass ein anderer diese Rolle übernahm. Aber genau das würde Raoul versuchen. Dazu war er wütend und rücksichtslos genug.

Ein Schauder überlief sie, als sie sich erinnerte, wie sie ihn zum ersten Mal auf diese Weise kennengelernt hatte. Das Einzige, das sie während der demütigenden Verhaftung aufrecht gehalten hatte, war die Überzeugung, dass Raoul von alledem nichts wusste. Sicher war irgendein Buchhalter, einer der Bankangestellten dafür verantwortlich. Schließlich war sie Raouls beste Mitarbeiterin. Seine rechte Hand. Es würde ihn fuchsteufelswild machen, dass man sie so behandelte.

Von ganzem Herzen hatte sie geglaubt, er würde alles in Ordnung bringen, wenn sie ihm erzählte, was passiert war.

Stattdessen hatte er sie vor seinem Londoner Haus im Regen warten lassen. Und als er doch herausgekommen war, hatte er sie voller Abscheu angeblickt.

„Ich habe versucht, dich zu erreichen“, hatte Sirena ihm durch die Gitter des Sicherheitstors zugerufen. „Ich wurde heute verhaftet.“

„Ich weiß“, war Raouls kalte Antwort gewesen. „Ich habe dich angezeigt.“

In dieser Sekunde hatte Sirena erkannt, dass Raoul sie hasste, und das schmerzte mehr als alles andere.

Vor Schuldgefühlen und Reue wäre sie am liebsten gestorben. Sie konnte und wollte nicht glauben, dass ein winziger Fehltritt ihre Karriere und ihre beginnende Beziehung zu dem Mann ihrer Träume ruinieren sollte.

„Aber …“ Die Worte waren ihr in der Kehle stecken geblieben. Ihre Freundschaft, der gegenseitige Respekt und das Vertrauen waren während der zwei Jahre ihrer Zusammenarbeit gewachsen. Und erst am Tag zuvor hatte diese Beziehung eine neue Entwicklung genommen. Er war zärtlich gewesen, bezaubernd und …

Gott, sie hatte geglaubt, er würde sie lieben.

„Aber was?“, hatte er gehöhnt. „Hast du geglaubt, weil du mit mir geschlafen hast, würde ich auf deinen Diebstahl anders reagieren? Mir war langweilig und du warst da. Mehr war gestern nicht. Besorg dir einen Anwalt. Du wirst ihn brauchen.“

Sirena biss in ihren Toast und verdrängte entschlossen die Erinnerungen. Raoul war Vergangenheit. Irgendwie musste sie eine Zukunft für sich und das Baby aufbauen. Sie musste jetzt ihre ganze Energie für die Suche nach einer neuen Arbeit aufwenden.

Doch Raouls Attacken hielten während der nächsten Wochen an. Zahlungsangebote, die immer höher wurden, Forderungen nach einem Vaterschaftstest.

Nervös ging Sirena in Johns Büro auf und ab. Es fiel ihr schwer, John keine Vorwürfe zu machen, weil er im Gerichtssaal ihre Schwangerschaft herausposaunt hatte. Zum Glück hatte sie niemandem gegenüber zugegeben, dass Raoul der Vater war. Und sie war entschlossen, es auch nicht zu tun.

„Er hat sich klar ausgedrückt. Entweder Sie akzeptieren seinen Vorschlag bis Montag oder Sie gehen für immer leer aus.“

Sie hatte das Gefühl, dabei zuzuschauen, wie die letzten Körnchen durch eine Sanduhr liefen. Wieso eigentlich? Genau das wollte sie doch: Raoul würde endlich für immer aus ihrem Leben verschwinden.

„Schauen Sie, Sirena, ich habe Ihnen doch schon gesagt, dass das hier nicht mein Spezialgebiet ist. Bisher spielte das keine Rolle, weil Sie sowieso nicht zugeben wollen, dass es sein Kind ist …“

„Ist es auch nicht“, warf sie ein und wandte ihm abrupt den Rücken zu. Sie war keine gute Lügnerin. Aber sie hatte das Recht zu lügen. Es war ihr Kind. Punkt. Aus.

„Er hält es offensichtlich für möglich. Zwischen Ihnen beiden muss etwas gewesen sein.“

„Und wenn schon, da gibt es ja wohl feine Unterschiede, oder?“, fauchte sie. Aus Angst, zu viel zu sagen, hielt sie dann aber lieber den Mund.

„Also bestrafen Sie ihn dafür, dass ihm Ihre Beziehung weniger...



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