Corell | The Secrets We Live (Brouwen Dynasty 2) | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 400 Seiten

Reihe: Brouwen Dynasty

Corell The Secrets We Live (Brouwen Dynasty 2)

Spicy New Adult Romance | High Society Marriage of Convenience Turns Into True Love in den Niederlanden
25001. Auflage 2025
ISBN: 978-3-646-93910-1
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Spicy New Adult Romance | High Society Marriage of Convenience Turns Into True Love in den Niederlanden

E-Book, Deutsch, Band 2, 400 Seiten

Reihe: Brouwen Dynasty

ISBN: 978-3-646-93910-1
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie kämpft um den Erhalt der renommierten Gin Manufaktur ihrer Familie. Er muss heiraten, um an seinen Treuhandfonds zu gelangen. Ein zufälliges Treffen führt zu einem verführerischen Deal. Dynastie-Tochter Demeter Brouwer ist nur knapp einer Tragödie entkommen. Seitdem hat sie sowohl persönlich als auch finanziell mit den schwerwiegenden Folgen zu kämpfen. Während ihre Brüder das Gin-Geschäft modernisieren, packt sie auf den Feldern mit an. Und trifft dort auf den unverschämt gutaussehenden Riek Clifford. Der Bankierssohn adliger Herkunft stellt sich als rechtmäßiger Erbe ihres Familienanwesens heraus und hat bereits Pläne mit dem Besitz. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass Demy ihm die Stirn bietet. Und noch viel weniger damit, was für ein Feuer sie in ihm entfacht. Als sie ihm eine Abmachung vorschlägt, ist Riek mehr als gewillt, auf diese einzugehen. Ein gefährliches Geheimnis. Ein gerissener Deal. Eine Scheinehe, die mehr verspricht als nur finanzielle Sicherheit. »The Secrets We Live« ist eine Enemies To Lovers Romance mit einer gehörigen Portion Spice.  Alle Bände der New Adult Romance »Brouwen Dynasty«: The Lies We Hide (Band 1) The Secrets We Live (Band 2) The Rivals We Kiss (Band 3) Die drei Bände sind keine Standalones und bauen aufeinander auf.

Kate Corell liebt Charaktere mit Ecken und Kanten, unvorhergesehene Plottwists und das Umgehen literarischer Regeln. Wenn sie nicht gerade am nächsten Roman schreibt, besucht sie Konzerte, reist durch die Welt oder genießt gutes Essen. Sie lebt mit ihrer Familie sowie zwei verrückten Bulldoggen in der Nähe von Leipzig. Ihre »Never Be«-Romance-Serie machte sie zur SPIEGEL-Bestseller-Autorin.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


JUNIPER

Wacholder ist der Hauptbestandteil eines jeden Gins.

DEMETER

Sint Lucas Andreas Ziekenhuis, Amsterdam

Ich brauche mehrere Versuche, um die Augen zu öffnen. Das grelle Licht zwingt mich dazu, sie sofort wieder zu schließen. Mein Hals fühlt sich wund an.

»Hey, Tausendschön«, höre ich meinen Bruder sagen. Aber es ist nicht Leens Stimme. Es ist die von Baas.

Ich zwinge meine Lider erneut auseinander, um sicherzugehen, dass ich mir seine Anwesenheit nicht nur einbilde. Nein, er sitzt tatsächlich auf einem Stuhl neben meinem Bett. In dem Moment kehrt die Erinnerung daran zurück, wie ich hier gelandet bin.

»Das Feuer … Ezra …«, presse ich mit kratziger Stimme hervor und muss husten, wodurch der Rest meiner Worte unausgesprochen bleibt.

Baas steht auf, nimmt ein Glas vom Nachtschrank und reicht es mir. »Du musst dich ausruhen«, sagt er ebenso sanft wie fordernd.

Wochenlang höre ich nichts von ihm und jetzt taucht er einfach so hier auf. So war das nicht abgemacht. Er hat versprochen anzurufen, damit ich weiß, dass es ihm gut geht. Er hat gesagt, es kommt alles wieder in Ordnung. Nichts ist in Ordnung.

»Du hast mich im Stich gelassen«, zische ich und huste erneut. Es hat ein Feuer gebraucht, damit er den Weg zu mir zurückfindet. Enttäuschung und Wut machen sich in mir breit.

»Ich weiß.«

Zwei Worte. Kein Es tut mir leid. Würde ich ihn nach dem Grund fragen, bekäme ich keine Reaktion. In seinen tiefbraunen Augen sehe ich, dass er nicht hier ist, um meine Fragen zu beantworten.

Und wenn er an Leens Stelle gekommen ist, bedeutet das …

Die Tür wird aufgerissen und Kommissarin Diamantis kommt herein. »Bastiaan Brouwer, Sie sind vorläufig festgenommen wegen dringenden Tatverdachts, Piet Brouwer getötet zu haben.«

Baas wehrt sich nicht einmal, als ihm Handschellen angelegt werden.

»Alles, was Sie sagen, kann und wird vor Gericht gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht zu schweigen. Sie haben das Recht auf einen Anwalt. Sollten Sie sich keinen Anwalt leisten –«

»Leen, ruf Wolters an«, sagt Baas seelenruhig zu unserem Bruder, der gerade mit einem Kaffeebecher in der Hand durch die offene Tür kommt und lediglich perplex zur Seite tritt, während Baas von zwei Beamten abgeführt wird.

»Was ist hier los?«, will ich wissen und setze mich unter höllischen Schmerzen auf. Jeder Atemzug brennt in meiner Brust. Ich blicke zwischen der offenen Tür und Leen hin und her. Mein Bruder kommt mit starrer Miene auf mich zu. Aber nicht nah genug, dass ich die Hand nach ihm ausstrecken kann. Sein Blick ist leer und lässt das Blut in meinen Adern gefrieren, gleichzeitig spüre ich ein brennendes Feuer, das meine Haut quält. Ich sehe an mir herab, schlucke, als ich die weißen Verbände an meinen Unterarmen entdecke. Ein Kloß bildet sich in meinem Hals, während ich gegen den Drang ankämpfe, das OP-Hemd hochzureißen, um zu sehen, was darunter verborgen liegt. Woher das einschnürende Gefühl um meinen Brustkorb kommt. Weil ich nicht vor Augen haben will, wie diese Nacht mich für immer gezeichnet hat. Der Schmerz, der mich zerreißt, ist unerträglich, aber noch quälender ist die Frage, die alles andere übertönt, die mich selbst in den Hintergrund schiebt.

»Was ist hier los, Leen?«, flüstere ich, doch meine Stimme zittert vor Angst.

Leen schluckt sichtlich und stellt den Kaffeebecher auf dem kleinen Tisch unter dem Fenster ab. Das Krankenhauszimmer um uns herum wirkt wie ein unwillkommener Rückzugsort der Erinnerungen. Das letzte Mal bin ich hier gelandet, als ich nach dem Tod unseres Vaters einen Nervenzusammenbruch erlitten habe. Die Welt hat sich so schnell unter mir geteilt, dass ich ins Bodenlose fiel. Unaufhaltsam. Das Gefühl, in jenen Abgrund zu stürzen, an dessen Rand ich seit diesem Tag balanciere, kehrt in dieser Sekunde zurück.

»Die Ärzte haben alles –«

»Nein«, bringe ich keuchend hervor. Die Realität rieselt zwischen meinen Fingern hindurch, während ich verzweifelt versuche, mich an sie zu klammeren.

Leens Lippen beben, als er meinen Namen flüstert: »Demy … Ezra, er –« Der Satz bleibt unvollendet.

»Nein!« Die Wucht meines Schreis schmerzt in meiner Brust, während Leen stumm Worte formt, die vom Piepen des Monitors verschluckt werden.

Mit zittrigen Händen beginne ich die aufgeklebten Sensoren von meiner Haut zu reißen. »Er ist nicht tot!« Meine Stimme klingt so fremd in meinen Ohren. Das Piepen wird schneller, lauter.

Ich schiebe die Decke beiseite, doch Leen packt mich an den Schultern und zwingt mich beim Versuch aufzustehen zurück ins Bett.

»Das muss ein Irrtum sein«, fauche ich und schlage gleichzeitig seine Hände weg.

»Demy, hör auf damit«, sagt Leen leise, gebrochen.

»Das muss ein Irrtum sein.« Doch das ist es nicht, denn ich kann in Leens Augen sehen, dass er mir die Schuld dafür gibt, dass er seinen besten Freund verloren hat.

»Das ist nicht fair. Er sollte hier liegen, nicht ich«, presse ich hervor. Mit jedem Schluchzen zerreißt meine Seele ein weiteres Stück. Die Tränen, die mir ohne Vorwarnung über die Wangen laufen, sind heiß, brennen wie die Schuld, die tief in meinem Inneren lodert.

»Demy, du musst dich beruhigen«, höre ich meinen Bruder sagen, was alles nur noch viel schlimmer macht, weil ich seine Zerrissenheit heraushören kann. Sie schneidet wie eine Messerklinge in mein Herz, verhindert, dass es schlägt.

»Das ist alles meine Schuld«, stoße ich immer wieder aus. Als würde das ständige Wiederholen irgendetwas ändern.

»Es war ein Unglück, niemand –«

»Hör auf!«, schreie ich. Leen will mich schützen, aber das kann er nicht. Niemand kann das. »Ezra ist tot, weil ich zu schwach bin, um mich selbst zu retten.«

»Du weißt, dass das nicht stimmt.«

»Doch!«, brülle ich, und es ist, als würde mein Innerstes nun vollständig aufreißen. Wir wissen beide, dass es so ist. So war es schon immer. Ich bin das schwache Ding, das beschützt werden muss. Von Leen, von Baas … von Ezra. Keiner von ihnen hat je gefragt, keiner hat je gezögert. Sie haben es einfach getan. Leen ist zurückgekommen, meinetwegen. Baas hat sein Leben weggeworfen, meinetwegen. Ezra hat seins verloren, meinetwegen. Wie sieht mein Opfer im Gegenzug aus?

Für den Rest meines Lebens in Schuldgefühlen zu ertrinken, weil ohne mich nichts von alledem geschehen wäre. Das wäre nur fair.

Mein Herz zieht sich so schnell zusammen, dass ich kaum noch atmen kann. Der Nebel in meinem Kopf wird immer dichter, der Druck auf meiner Brust unerträglich. Meine Atmung wird hektisch, flach. Alles verschwimmt vor meinen Augen. Der Schmerz auf meiner Haut ist nichts gegen den, der mein Herz übermannt, als es in eine Million Scherben zerspringt. Und auf jeder einzelnen steht dasselbe Wort: Schuld. Es hallt wie ein endloses Echo in den Stimmen aller, die ich je geliebt habe, in meinem Kopf wider. Es schwingt in den ernsten Worten meiner Mutter mit, den schweigsamen Blicken meines Vaters, in den enttäuschten Seufzern meiner Brüder. Und schließlich höre ich es auch von Ezra – leise, kaum mehr als ein Flüstern, aber unüberhörbar.

»Demy.« Leen schließt mich in seine Arme, hält mich fest, als könnte er damit verhindern, dass ich zerbreche. Jede Träne fühlt sich an, als würde sie mir einen Atemzug rauben. Nein, als würde sie den letzten Sauerstoff aus meinen Lungen herauspressen. Weil ich es nicht verdiene weiterzuatmen, wenn alle anderen es doch auch nicht können. Ich bringe den Tod. Erst meine Mutter, dann mein Vater und jetzt Ezra.

Entschlossen stoße ich Leen von mir. »Geh!« Meine Stimme bricht unter dem Gewicht des Wortes.

»Nein, das werde ich nicht.«

»Ich habe gesagt, du sollst verschwinden!« Er muss sich von mir fernhalten, sonst ist er möglicherweise der Nächste. Baas wurde gerade von der Polizei mitgenommen. Er muss doch sehen, dass ich der Quell des Übels bin, das über unsere Familie hereingebrochen ist.

Leen sieht mich an, und in seinem Blick liegt etwas, das ich nicht ertragen kann. Enttäuschung, weil ich gerade die Kontrolle verliere, obwohl es doch das ist, was man uns beigebracht hat.

»Was ist denn hier los?« Eine Schwester kommt ins Zimmer gestürmt. »Sie gehen jetzt besser, Ihre Schwester braucht Ruhe«, sagt sie an Leen gewandt, der mich ansieht, als wäre ich nicht Herrin meiner Sinne.

Die Schwester tritt neben das Bett und blickt mich mitleidig an. Ich hasse es, dass sie mich so ansieht. »Sie legen sich jetzt wieder hin. Ich besorge Ihnen etwas gegen die Schmerzen und dann ruhen Sie –«

»Ich will keine Medikamente, ich will hier raus!«, unterbreche ich sie energisch, woraufhin sie sich zu einem verständnisvollen Lächeln durchringt, obwohl sie höchstwahrscheinlich einfach nur von meinem zickigen Verhalten genervt ist. Zu Recht. Sie kann weder etwas dafür, dass ich hier gelandet bin, noch für dieses erdrückende Gefühl, das mich erstickt.

»Sie sind hier in den besten Händen«, versichert sie. Es klingt so verdammt einstudiert, dennoch lasse ich mich zurück auf das Bett sinken. Niemand wird mich gehen lassen. Die Entscheidung treffe nicht ich. Habe ich noch nie. Es gab eben schon immer jemanden, der wusste, was gut für mich ist. Es schickt sich nicht zu widersprechen. Niemand mag aufmüpfige Gören. Lächle. Schweig. Sei ein braves Mädchen und tu, was man von dir verlangt. Worte, die mein ganzes Leben...



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