E-Book, Deutsch, Band 1692, 64 Seiten
Reihe: John Sinclair
Dark John Sinclair 1692
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0535-4
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Das Denkmal
E-Book, Deutsch, Band 1692, 64 Seiten
Reihe: John Sinclair
ISBN: 978-3-8387-0535-4
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Malloch war ein Satan in Menschengestalt, und wir mussten ihn stellen. Es würde ein Kampf auf Leben und Tod werden, das wussten Suko und ich, denn Malloch verließ sich auf die Kraft der Hölle. Er sah sich selbst als Teufel und zugleich als Engel an, denn er gehörte zu denen, die keinen Unterschied machten. Wir hatten ihn gejagt und endlich einen Teilerfolg errungen, und zwar durch einen Anrufer, der seinen Namen nicht genannt und seine Stimme verstellt hatte...
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" (S. 3-4)
Malloch war ein Satan in Menschengestalt, und wir mussten ihn stellen. Es würde ein Kampf auf Leben und Tod werden, das wussten Suko und ich, denn Malloch verließ sich auf die Kraft der Hölle. Er sah sich selbst als Teufel und zugleich als Engel an, denn er gehörte zu denen, die keinen Unterschied machten. Wir hatten ihn gejagt und endlich einen Teilerfolg errungen, und zwar durch einen Anrufer, der seinen Namen nicht genannt und seine Stimme verstellt hatte …
Doch wir hatten ein Manko. Wir hatten ihn noch nie direkt zu Gesicht bekommen. Zudem kannten wir keine Zeugen, die ihn uns genau hätten beschreiben können. Nur ein Sterbender hatte eine Beschreibung gegeben. Leider nicht uns, sondern einem uniformierten Kollegen, der ihn gefunden hatte. Es hieß, dass er einen menschlichen Körper hatte, aber auch eine sehr düstere Gestalt war. Man konnte ihn als ein Phantom bezeichnen, das auf seinem Weg Leichen hinterlassen hatte.
Warum die Menschen getötet worden waren, wussten wir ebenfalls nicht. Als man sie fand, hatte sich in ihren Gesichtern ein schlimmer Schrecken abgezeichnet. Es war der letzte Eindruck gewesen, den sie mit in den Tod genommen hatten. Und nun sollten wir dieses Phantom stellen. Es war alles perfekt. Allerdings nicht für uns, sondern für unseren Gegner. Der Wettergott stand auf seiner Seite. Zwar hatte die Dunkelheit noch nicht die Macht übernommen, aber der Tag würde sich bald verabschieden, und dann wurden unsere Chancen nicht eben besser.
Wir warteten auch nicht mitten in der Stadt auf ihn, sondern im freien Gelände. Genau dort, wo eine neue Brücke gebaut wurde, die ein flaches Tal überspannte. Später würde eine Autobahn über die Brücke hinwegführen, aber das dauerte noch. Wer zu dem Bauwerk wollte, der musste von der normalen Straße abfahren und sich durch das Gelände schlagen, über einen Weg hinweg, der eigentlich keiner war. Die dicken Reifen schwerer Lastwagen hatten ihn hinterlassen.
Zum Glück regnete es nicht, so war der Untergrund einigermaßen trocken. Die Brücke sah zwar fertig aus, war es aber nicht, denn sie wurde noch abgestützt. Gewaltige Pfeiler und Balken sorgten dafür, aber sie ließ sich betreten, auch wenn wir dafür eine Absperrung übersteigen mussten. Malloch würde hier erscheinen, darauf mussten wir uns verlassen.
Auch wenn wir ihn noch nicht sahen. Man hatte ihn auch als Höllen-Phantom beschrieben oder als Engel der Unterwelt, und wir, seine Jäger, waren die Einzigen, die ihn noch nicht zu Gesicht bekommen hatten. Aber wir sollten ihn treffen und endlich vernichten, das hatte uns der geheimnisvolle Anrufer erklärt! Beide hofften wir nicht, auf eine Täuschung hereingefallen zu sein, die Stimme des Unbekannten hatte jedenfalls recht vertrauenswürdig geklungen."




